Ryzen 9000: AMD bestätigt zukünftige CPU-Serien per Treiber

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Ryzen 9000: AMD bestätigt zukünftige CPU-Serien per Treiber
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Lange wurde darüber spekuliert, ob die zukünftigen CPU- und auch APU-Serien auf Basis von Zen 5 unter dem Namen Ryzen 9000 laufen werden, jetzt bestätigt AMD diese Bezeichnung mit dem neuesten Ryzen-Chipsatztreiber ganz offiziell.

Lange wurde darüber spekuliert, ob die zukünftigen CPU- und auch APU-Serien auf Basis der kommenden Zen-5-Mikroarchitektur unter dem Namen Ryzen 9000 laufen werden, jetzt bestätigt aber auch AMD selbst diese Bezeichnung mit dem neuesten Ryzen-Chipsatztreiber ganz offiziell. Erwartet werden mindestens vier Serien, die PCGH hiermit einmal genauer aufschlüsselt und entsprechend einordnet.

Ryzen 9000 erstmals im Ryzen-Chipsatztreiber

Wie er für solche Entdeckungen bekannte @9550pro herausgefunden und daraufhin über den Kurznachrichtendienst X - vormals Twitter - mitgeteilt hat, finden sich im neuesten Ryzen-Chipsatztreiber mit der Versionsnummer 6.03.19.217, der über die offizielle Support-Website von Asus veröffentlicht wurde, erstmals Referenzen zu den kommenden CPUs und APUs der Serie Ryzen 9000.

Ryzen 9000 Quelle: Asus via @9550pro Der sogenannte PMF-Treiber, welcher bereits seit jeher als fester Bestandteil des Ryzen-Chipsatztreiberpakets dient, adressiert seinerseits wiederum das sogenannte Platform Management Framework ("PMF"), welches jetzt erstmals auch für die Serie Ryzen 9000 mit an Bord ist. Zuvor wurden lediglich AMDs Ryzen 6000, 7000, 7040 sowie 8000 unterstützt. Damit dürften die Spekulationen jetzt ein Ende haben, welchen Produktfamilien die Zen-5-CPUs und APUs zugeordnet werden.

Ryzen 9000, Ryzen 9050, Ryzen 9055 ...

Nach aktuellem Informationsstand wird AMD mindestens vier Serien der Generation Ryzen 9000 auflegen. Für Spieler werden die neuen Ryzen 9000 ("Granite Ridge") und Ryzen 9000X3D ("Granite Ridge-X") wohl am interessantesten, während AMD den Start von Zen 5 in den mobilen Ryzen 9050 ("Strix Point") ohnehin für 2024 bestätigt, dabei den Produktnamen aber nicht genannt hat. Auch Ryzen 9055 ("Fire Range") ist in Versandpapieren bereits mehrfach als Engineering Sample aufgetaucht. Die Produktfamilie der Ryzen 9000 dürfte schließlich wie folgt aussehen.

Spezifikationen*

  Ryzen 9000 Ryzen 9050 Ryzen 9055 Ryzen 90**
Codename Granite Ridge Strix Point Fire Range Strix Halo
Chip-Design Multi-Chiplet-Module ("MCM") Monolithisch Multi-Chiplet-Module ("MCM") Multi-Chiplet-Module ("MCM")
CPU-Architektur 16× Zen 5 4× Zen 5
8× Zen 5c
16× Zen 5 16× Zen 5
GPU-Architektur 2 CUs ("RDNA 2") 16 CUs ("RDNA 3+") 2 CUs (RDNA 2) 40 CUs (RDNA 3+)
AMD 3D V-Cache - -
cTDP-Range 65 - 170 Watt 15 - 54 Watt 55 - 75 Watt 55 - 120 Watt
Release 2024 2024 2025 2025

*) nicht offiziell bestätigt.

Während "Granite Ridge", "Strix Point" und "Fire Range" aufgrund bereits im Umlauf befindlichen Engineering Samples gut dokumentiert und in Benchmark-Datenbanken zu finden sind, ranken sich um die "Mega-APU" mit dem Codenamen "Strix Halo" noch immer viele Gerüchte. PCGH hat alle bereits bekannten Informationen zu Ryzen 9000 schon entsprechend ausführlich zusammengefasst und eingeordnet.

Dass AMD mit Ryzen 9000 und dessen Derivaten im Zeitplan liegt, bestätigte die Präsidentin und CEO Dr. Lisa Su bereits mehrfach und erste Fotos von Engineering Samples bestätigen, dass noch in diesem Jahr mit ersten Auslieferungen zu rechnen sein dürfte. Ryzen 9000X3D mit 3D V-Cache wird hingegen zur CES 2025 im Januar des kommenden Jahres erwartet. Das CPU-Duell zwischen AMD und Intel wird mit Spannung erwartet und dürfte erneut für viel Gesprächsstoff sorgen.

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Quelle: Asus via @9550pro via X

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Dave
        Es würde ja schon reichen, wenn AMD nicht vehement auf die Kern-Last schauen würde. Sie sollten es so wie Intel machen: die zusätzlichen Kerne einfach als "mehr Kerne" betrachten und nicht als "falscher Core Cluster, der jetzt gar keine Last mehr abbekommen soll". Ein 7950X3D, der 12 Kerne belastet, wovon die Hälfte oder mehr mit 3D-V-Cache bestückt sind, dürfte trotz Taktreduktion der 3D-Kerne immer noch schneller sein, als ein normaler 7950X. Aber diesen Weg hat AMD nicht gewählt. Es kann daher nur besser werden, denn ich warte seit Monaten auf eine Stellungnahme von AMD zum Thema Core Parking Bug. Da kommt nichts mehr. Überzeugt mich nicht gerade, muss ich ganz ehrlich sagen.
        AMD verliert doch bereits an Geschwindigkeit, wenn sie die 12 Kerne eines 7900X gleichmäßig auslasten statt der 8 Kerne eines 7700X. Bei Anwendungen, die viel auf den geteilten Cache zugreifen, kann man sich das nicht erlauben; mehrere CCDs pro Task zu nutzen geht nur mit stark Compute-limitierten Aufgaben. Vollständig lösen lässt sich dieses Problem nur, wenn man das CCD-IOD-Konzept aufgibt und nach Intel-Vorbild den gesamten Compute-Bereich monolithisch ausführt. Aber das hat bringt halt viele andere Nachteile mit sich. Schon die recht flotten und vor allem direkten Verbindungen zwischen den Xeon-XCC-Tiles sind nicht annähernd in der Lage, mit dem Desktop-Ring-Bus mitzuhalten. AMDs langsameren Links durch das Substrat und der Umweg über einen dritten Chip machen "mehr Kerne einfach mitnutzen" wie bei den Core-i schlicht unmöglich.

        Ich für meinen Teil wäre schon froh, wenn AMD die IF-Links verbreitern und das Datenmannagement aufbohren würde, damit wenigstens der Cache-Pool des zweiten CCDs als eine Art L4 genutzt werden kann, parallel zu Arbeitsspeicher-Zugriffen. Für alles jenseits des lokalen L3 gleich in DRAM zu gehen und einen kompletten zweiten Achtkerner im Prinzip nur für Hintergrundtasks nutzen zu können, ist eine ziemliche Siliziumverschwendung. Aber zumindest ein Teil der Gerüchte sagt ja, dass Granite Ridge den bestehenden IOD weiternutzt; sich also am IF nichts ändert.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Dave
        Es würde ja schon reichen, wenn AMD nicht vehement auf die Kern-Last schauen würde. Sie sollten es so wie Intel machen: die zusätzlichen Kerne einfach als "mehr Kerne" betrachten und nicht als "falscher Core Cluster, der jetzt gar keine Last mehr abbekommen soll". Ein 7950X3D, der 12 Kerne belastet, wovon die Hälfte oder mehr mit 3D-V-Cache bestückt sind, dürfte trotz Taktreduktion der 3D-Kerne immer noch schneller sein, als ein normaler 7950X. Aber diesen Weg hat AMD nicht gewählt. Es kann daher nur besser werden, denn ich warte seit Monaten auf eine Stellungnahme von AMD zum Thema Core Parking Bug. Da kommt nichts mehr. Überzeugt mich nicht gerade, muss ich ganz ehrlich sagen.
        AMD verliert doch bereits an Geschwindigkeit, wenn sie die 12 Kerne eines 7900X gleichmäßig auslasten statt der 8 Kerne eines 7700X. Bei Anwendungen, die viel auf den geteilten Cache zugreifen, kann man sich das nicht erlauben; mehrere CCDs pro Task zu nutzen geht nur mit stark Compute-limitierten Aufgaben. Vollständig lösen lässt sich dieses Problem nur, wenn man das CCD-IOD-Konzept aufgibt und nach Intel-Vorbild den gesamten Compute-Bereich monolithisch ausführt. Aber das hat bringt halt viele andere Nachteile mit sich. Schon die recht flotten und vor allem direkten Verbindungen zwischen den Xeon-XCC-Tiles sind nicht annähernd in der Lage, mit dem Desktop-Ring-Bus mitzuhalten. AMDs langsameren Links durch das Substrat und der Umweg über einen dritten Chip machen "mehr Kerne einfach mitnutzen" wie bei den Core-i schlicht unmöglich.

        Ich für meinen Teil wäre schon froh, wenn AMD die IF-Links verbreitern und das Datenmannagement aufbohren würde, damit wenigstens der Cache-Pool des zweiten CCDs als eine Art L4 genutzt werden kann, parallel zu Arbeitsspeicher-Zugriffen. Für alles jenseits des lokalen L3 gleich in DRAM zu gehen und einen kompletten zweiten Achtkerner im Prinzip nur für Hintergrundtasks nutzen zu können, ist eine ziemliche Siliziumverschwendung. Aber zumindest ein Teil der Gerüchte sagt ja, dass Granite Ridge den bestehenden IOD weiternutzt; sich also am IF nichts ändert.
      • Von Snowhack Volt-Modder(in)
        Zitat von Maddoc6
        Das ist wirklich schade. Da kann man nur hoffen, das die normalen 9000er im Gaming ordentlich zulegen und der 9950X zumindest vor einem 14900K liegt.
        Das wird spannend 🧐- wenn dann aber nur um Haaresbreite - in Games trennen 7950X und 14900k 32%.
      • Von ssj3rd Software-Overclocker(in)
        Ich hoffe nur das die X3D Prozessoren nicht wieder erst (viel) später kommen als die regulären…

        Im Endeffekt interessieren mich die regulären Teile absolut null und nada seitdem es X3D gibt.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Es würde ja schon reichen, wenn AMD nicht vehement auf die Kern-Last schauen würde. Sie sollten es so wie Intel machen: die zusätzlichen Kerne einfach als "mehr Kerne" betrachten und nicht als "falscher Core Cluster, der jetzt gar keine Last mehr abbekommen soll". Ein 7950X3D, der 12 Kerne belastet, wovon die Hälfte oder mehr mit 3D-V-Cache bestückt sind, dürfte trotz Taktreduktion der 3D-Kerne immer noch schneller sein, als ein normaler 7950X. Aber diesen Weg hat AMD nicht gewählt. Es kann daher nur besser werden, denn ich warte seit Monaten auf eine Stellungnahme von AMD zum Thema Core Parking Bug. Da kommt nichts mehr. Überzeugt mich nicht gerade, muss ich ganz ehrlich sagen.
      • Von Maddoc6 Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Weiterhin unwahrscheinlich:
        Anwendungen, die Compute-limitiert sind, profitieren wenig von zusätzlichem Cache (der limitiert halt nicht), aber 1:1 von höherem Takt. Selbst wenn AMD die Stromversorgung jetzt getrennt organisiert, sodass der Vcache keine Vcore-Bremse mehr darstellt, hätte ein damit bestückter CCD immer ein etwas geringeres Taktpotenzial. Man könnte für diese Zusatzinvestition somit kaum einen Aufpreis verlangen, im Gegenteil. Umgekehrt profitiert Software, die nicht durch die Rechenleistung limitiert ist, sondern durch Speicherzugriffe, nicht von weiteren Kernen mit gutem Caching. Der Überschneidungsbereich zwischen beiden Gruppen ist minimal und zusätzlich müsste eine derartige Software auch noch mit den Inter-CCD-Latenzen klarkommen.

        Solange AMD die Verbindungen innerhalb des MCMs nicht massiv aufbohrt (idealerweise so, dass der gesamte L3 von jedem Kern sinnvoll genutzt werden kann), lohnt sich eine Doppelbestückung also kaum. Hat AMD laut eigenen Aussagen auch genau so in Vorversuchen festgestellt. Endanwender führen halt, im Gegensatz zu ...-X-Servern nicht einfach dutzende Instanzen ein und desselben Programms parallel aus, sodass sie 16 Kerne für >16 speicherlastige Tasks bräuchten.
        Das ist wirklich schade. Da kann man nur hoffen, das die normalen 9000er im Gaming ordentlich zulegen und der 9950X zumindest vor einem 14900K liegt. 8 Kerne sind mir für mein nächste Upgrade einfach zu wenig. Und die non 3D CPUs von AMD sehen im Gaming derzeit leider keinen Stich.
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