AMD Renoir: Benchmark-Ergebnisse machen die Runde
Im Netz machen gerade Benchmark-Ergebnisse die Runde, die mit AMDs kommender APU-Generation Renoir zustande gebracht worden sein sollen. Auffällig ist der höhere GPU-Takt von bis zu 1.500 MHz.
Benchmark-Ergebnisse geben möglicherweise einen Hinweis auf die GPU-Taktraten von AMDs Renoir. Renoir ist der Nachfolger von Raven Ridge und Picasso, demzufolge die nächste APU-Generation der Amerikaner. Größere Änderungen werden den Chips nachgesagt, über viele Details herrscht jedoch Ungewissheit. Sind die nun aufgetauchten 3DMark 11-Ergebnisse echt, lässt sich zumindest die Vermutung anstellen, dass AMD an der Taktschraube gedreht hat.
Insgesamt liegen drei Ergebnisse mit einem Engineering Sample vor, die alle unterschiedliche Taktraten ausgeben. Der CPU-Part arbeitet dabei mit lediglich 1,7, 1,8 und 2 GHz, was für ein Engineering-Sample nicht untypisch wäre, aber möglicherweise auch damit zusammenhängt, dass eine für den Mobile-Markt gedachte Version von Renoir getestet wurde. Im Hinblick auf den APU-typischen Speicherhunger schöpft man mit DDR4-2666MHz nicht gerade aus den Vollen. Diese Kombination wird zumindest für das erste und dritte Ergebnis genannt, beim zweiten fehlen die Angaben zum Speichertakt.
1.500 MHz für die GPU
Test 1 erfolgte laut Daten mit einem GPU-Takt von 1,5 GHz, was vor dem Hintergrund erwähnenswert ist, dass selbst der Ryzen 5 3400G maximal 1.400 MHz anbietet. Derart beschleunigt kommt der noch namenlose Chip auf 3.547 Punkte im Performance-Test des Benchmarks. Im zweiten Test fällt das Ergebnis trotz leicht erhöhter CPU-Frequenzen mit 3.143 Punkten niedriger aus, was für einen geringeren Takt der iGPU spricht. Welche Frequenz tatsächlich anlag, ist nicht überliefert.
Abschließend liegt noch ein Testergebnis mit 1,1 GHz auf Seiten der GPU vor - mit besagten 2,0 GHz auf den CPU-Kernen. Dabei langte es nur noch für 2.374 Punkte, was nahelegt, dass nicht nur der Takt im Vergleich zum ersten Durchlauf anders gelagert war, sondern auch die Konfiguration des Chips selbst.
Wie immer sollte man derartige Ergebnisse mit einer gesunden Portion Vorsicht genießen. Gültige 3D Mark-IDs scheinen immerhin vorzuliegen, allerdings sind die Ergebnisse auf "privat" geschaltet, können also nicht über die offizielle Webseite betrachtet werden.
Mehr zum Thema: AMD Renoir für Notebooks: Deutlich günstiger und mit bis zu sechs Kernen?
Während Picasso trotz der Einordnung als Ryzen 3000 noch auf Zen+ setzt, soll Renoir die Zen-2-Architektur nutzen. Es ist unter anderem noch offen, ob wieder ein monolithischer Aufbau Verwendung findet oder das mit Zen 2 eingeführte Chiplet-Design. Abermals soll es auf Vega- statt Navi-Grafik hinauslaufen - allerdings mit einigen Verbesserungen. Vorstellbar wäre, dass zumindest die Notebook-Version wieder Anfang des Jahres vorgestellt wird. Ein offizieller Veröffentlichungstermin liegt nicht vor.
Quelle: Reddit

Eventuell könnte man da auch mal einen Test machen, wie sich die Grafikeinheit gegen 8 Jahre alte Desktop-Karten aus der Mittelklasse, wie die GTX560 oder GTX660 bzw. HD7850/70 schlägt.
Edit:
Es wäre auch interessant im Bench des Ryzen 7 dann mal SMT bzw. 2 oder 4 Kerne abzuschalten und damit einen Ryzen 3/5 mit voller Grafikeinheit zu simulieren.
Eventuell lässt sich damit das TDP-Budget des CPU-Teils verringern und damit mehr Leistung aus der Grafikeinheit rausholen.
DDR4-3200 läuft bei der APU stabil, es ist aufgrund der geringen TDP nur nicht offiziell freigegeben.
Um es mal mit Poly´s Worten auf den Punkt zu bringen ...
Bei grenzwertigen Benchmarks sind zu hohe Speicherfrequenzen nicht zielführend, sie destabilisieren den Mikrochip inhärent.
Für Intel wirds wohl erst mit 7nm besser - falls der besser läuft.