Photonischer Chip als Lösung für KI-Verbrauch: Deutsches Start-up vor erstem Testlauf
Künstliche Intelligenz verbraucht enorme Energiemengen. Das deutsche Start-up Q.ANT testet jetzt nach der Ankündigung im vergangenen Jahr erstmals photonische Chips im Leibniz-Rechenzentrum, die 30-mal effizienter als herkömmliche Prozessoren arbeiten sollen.
Die rasante Entwicklung von KI-Technologien zieht ein immer schwerer wiegendes Problem nach sich: Wie soll der Energiebedarf gedeckt werden, den der Sektor verbraucht? Ende vergangenen Jahres präsentierte das Stuttgarter Start-up Q.ANT eine mögliche Lösung in Form eines photonischen Chips, der mit einer 30-mal effizienteren Leistung "die Nachhaltigkeit von Rechenzentren in greifbare Nähe" rücken soll.
Das Leibniz-Rechenzentrum in Garching bei München (LRZ) dient nun als Testumgebung für die erste größer angelegte Integration photonischer Chips in ein Computernetzwerk. "Wir haben jetzt diese Technologie als sehr wertvoll für alle Anstrengungen in der künstlichen Intelligenz erkannt", betont Dieter Kranzlmüller, Leiter des Rechenzentrums.
Q.ANTs Materialdurchbruch mit Lithium-Niobat
Bisherige photonische Chips galten als fehleranfällig und ungenau - Probleme, die hauptsächlich auf die Limitationen von Silizium zurückzuführen waren. Stattdessen entwickelt Q.ANT seine Prozessoren auf Basis von Dünnschicht-Lithium-Niobat (TFLN). "Unser Material erlaubt uns, die für den Rechenprozess notwendige Genauigkeit zu zeigen", erklärt Gründer und CEO Michael Förtsch.
Lithium-Niobat bietet gegenüber Silizium demzufolge mehrere Vorteile: Es ermöglicht extrem schnelle elektro-optische Modulation im Gigahertz-Bereich, zeigt hocheffiziente nichtlineare optische Effekte und funktioniert bei Raumtemperatur.
Die theoretische Grundlage für eine weniger stormhungrige KI-Zukunft ist damit gelegt - ob sich das Versprechen auch erfüllt, dürfte der Test am LRZ in den kommenden Monaten und Jahren zeigen. Im Fokus steht hierbei die Frage, wie photonische Systeme mit herkömmlichen Hochleistungsrechnern und sogar Quantencomputern zusammenarbeiten können.
Quelle: Tagesschau

Lithium ist selten und wird schon in erheblichen Mengen für Akkus benötigt. Da der Bedarf an Lithium (Solange wir keine anderen Akkutechnologien haben) durch den Wechsel auf E-Mobilität sowieso durch die Decke gehen wird, wird Lithium wohl so teuer und selten werden, dass man nicht auch Milliarden an Chips produzieren können wird.
Wenn sich das Zeug verkaufen soll, dann braucht es reale Vorteile, für ein wissenschaftliches Kuriosum gibt es keinen Milliardenmarkt.
Wie überall muss der Preisdruck von außen kommen, dann wird auch investiert.
Aber ich denke, die machen erst einmal den Umsatz mit den KI Firmen.
Da können sie weit mehr abgreifen, als bei den „abgebrannten“ Gamern. 😉
Wenn man aber bedenkt was bereits heute an Energie für die Kühlung der Rechenzentren aufgewendet werden muss, und Nvidia auch nicht gerade sparsamer wird, dann könnte das in Zukunft schon ein Thema werden.
Wenn man aber bedenkt was bereits heute an Energie für die Kühlung der Rechenzentren aufgewendet werden muss, und Nvidia auch nicht gerade sparsamer wird, dann könnte das in Zukunft schon ein Thema werden.