Pentium als Teppich: Die-Shot wurde kunstvoll nachgewebt - weiterer Chip in Arbeit
In der National Gallery of Art wird derzeit ein Teppich ausgestellt, der den Die-Shot eines Intel Pentium P54C nachbildet. Das Kunstwerk wurde vor 20 Jahren im Auftrag von Intel angefertigt.
Ken Shirriff, der unter anderem für seine ausführlichen Artikel über Retro-Chips bekannt ist, hat kürzlich eine interessante Entdeckung in einem Museum gemacht. In der National Gallery of Art stieß er auf einen gewebten Teppich, dessen Muster ihm bekannt vorkam. Und das war kein Wunder, denn das Ausstellungsstück mit dem Name "Replica of a Chip" ist eine möglichst exakte Nachbildung des Die-Shots eines Pentium-Prozessors von Intel - genauer gesagt eines Pentium P54C.
Viel Arbeit - und spiegelverkehrt
Intel hat den Teppich 1994 bei Marilou Schultz in Auftrag gegeben, die den Chip anhand eines Fotos mit der Webtechnik des indianischen Volks Navajo nach webte. Später wurde er von dem Unternehmen an die American Indian Science and Engineering Society (AISES) übergeben, die unter anderem bestrebt ist, Indigene in Ingenieursberufen zu unterstützen. Grund für den Auftrag ist wohl Intels Fabrik in New Mexico, die schon damals existierte und in der unter anderem auch Navajo arbeiteten.
Der von Schultz geknüpfte Teppich war dabei eine Menge Arbeit, angeblich schaffte sie pro Tag nur wenige Zentimeter. Insgesamt misst er 120x146 cm, sie war also viele Wochen beschäftigt. Sieht man den Pentium-Teppich in der aktuellen Ausstellung, dürfte man aber erschrecken - denn er ist spiegelverkehrt. Shirriff hat seine Aufnahme für das Bild gespiegelt - und eigentlich würde der Teppich auch so aussehen, denn er sieht von beiden Seiten identisch aus. Das Museum hat ihn aber offenbar falsch herum aufgehängt.
Quelle: Marilou Schultz (via righto.com)
Jetzt, 20 Jahre später, webt Marilou Schultz an einem weiteren Chip-Teppich. Dieser wird einen Fairchild 9040 nachbilden.
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Das muss aber wohl nicht immer so bleiben, schließlich ist der Teppich zuweilen auch anderswo zu sehen - beispielsweise 2017 auf der Documenta 14 in Kassel. Die ungewöhnliche Nachbildung eines Chips soll dabei übrigens nicht die einzige ihrer Arbeit bleiben. Laut Shirriff arbeitet Schultz derzeit an einem weiteren Chip-Teppich, der einen Fairchild 9040 nachbildet. Dabei handelt es sich um einen sehr frühen Chip aus der Halbleiter-Geschichte: einen Flipflop, mit dem man ein einzelnes Bit speichern konnte.
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Quelle: Righto via Tom's Hardware

Vielleicht ein Platinenlayout, statt ein DIE-Shot.
Gerade so, das es nicht sofort erkennbar ist.
Generell sind Teppiche einfach mehr Arbeit im Haushalt.
Aber das ist irgendwie Next Level Nerd. Gefällt mir echt gut.
Kaufen würde ich so einen Teppich bestimmt auch nicht. Die Idee und die Umsetzung finde ich aber erwähnens- und ausstellungswert.
Zumal der Bezug auch auf den Ort und die Bevölkerungsgruppe gelegt worden ist.