Nach Debakel um 7 nm: Intel baut Management um
Intel baut sein Management einmal mehr um, nachdem das Debakel um den 7-nm-Prozess bekannt wurde.
Nach den zwar guten Quartalszahlen, aber düsteren Aussichten bei Intel geht der Konzernumbau weiter. Intel musste bekanntgeben, dass man in der 7-nm-Produktion 12 Monate hinter dem Fahrplan liegt und das Problem zu 6 Monaten Verzögerung bei der Markteinführung von Produkten führen soll. Viel mehr noch wird auch erwogen, Teile der Fertigung von Premium-Chips auszulagern. Der Fokus lag hier zunächst auf den Chiplets von Ponte Vecchio, da die GPGPU wie geplant starten soll und man Stückzahlen in 7 nm braucht. Durch das ganze Drama ging die Aktie auf Talfahrt. Seit Freitag hat die Aktie in Deutschland 20 Prozent an Wert verloren.
Darauf reagiert Intel nun mit weiteren Umbaumaßnahmen im Konzern beim Management. Murthy Renduchintala, bei Intel bislang Chief Engineering Officer und Group President of TCSG, muss gehen und verlässt Santa Clara zum 3. August. Wie üblich bleibt unklar, ob gekündigt wurde oder ob Renduchintala freiwillig ging. Das war schon so, als Intel sich in den vergangenen Monaten von anderem Personal trennte, das im Zuge der Probleme ging oder gehen musste. Der prominenteste Name darunter war Jim Keller, der Gerüchten zufolge für eine (teilweise) Auslagerung der Produktion warb und damit keinen Erfolg hatte. Ob er hinwarf oder geopfert wurde, bleibt ungewiss.
Renduchintala ist das nächste Opfer, das das Unternehmen bringt, um seinen Aktionären zu zeigen, dass man die Produktionsprobleme ernst nimmt. Von außen kann man in der Regel meist nicht beurteilen, ob die Probleme damit tatsächlich gelöst sind. Der ehemalige CEO Brian Krzanich hatte Renduchintala 2015 für die TCSG (Technology, Systems Architecture and Client Group) ins Boot geholt und stieg in kurzer Zeit zum Aufseher über mehrere Sparten auf, die teils auch zusammengelegt wurden.
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Dieses Konstrukt aus zusammengefassten Unternehmensteilen wird nun wieder aufgelöst - die zweite Maßnahme, um die Produktion wieder auf den Weg zu bringen. Renduchintalas ehemaliges Reich besteht künftig aus fünf Einzelsparten, verantwortet von einzelnen Managern, die dann auch direkt an CEO Robert "Bob" Swan berichten. Das bedeutet auch, dass Intel die Management-Hierarchien einebnet.
Auffällig bei den Änderungen in den fünf Gruppen ist zudem, dass Dr. Mike Mayberry den Bereich Technology Development an Dr. Ann Kelleher abgeben muss. Sie soll die Prozessentwicklung in 7 nm und 5 nm vorantreiben. Mayberry geht Ende des Jahres in Frührente. Und auffällig ist auch, dass die Gruppe Design Enginenering von Josh Walden geleitet wird, während man sich auf die Suche nach einem profilierten Kandidaten für die Leitung der Sparte begibt. Die Produktion übernimmt Keyvan Esfarjani von Kelleher; bei Grafikkarten bleibt Raja Koduri im Amt und auch die Supply Chain bleibt in Hand von Dr. Randhir Thakur.
Quelle: Intel

Und eine weitere Verschiebung um ein Jahr was 7nm angeht ist viel zu lange, da muss eine andere Lösung her, sonst erwarte ich von denen nichts mehr.
Das sind die in vielen Bereichen schon jetzt nicht mehr. Und außer Preiserhöhungen und höhere Gewinne hats bei Intel nicht viel gemacht
Selbst, wenn diese fiktiven Firmen alle Angestellten von AMD und Intel übernehmen würden, müssten solche Firmen sich erst einmal selbst strukturieren, bevor sie auch nur anfangen könnten, etwas zu entwickeln. Erst nach Jahren könnte man überhaupt abschätzen, ob dabei was Konkurrenzfähiges bei rauskommen würde. Mit anderen Worten: du schreibst leider Quark.
Das ist wie wenn nur die Bayern und 1860 jeden Samstag gegeneinander spielen und dann kommen ein paar "informierte" "Kenner" an und schwärmen vom tollen inovativen Gegeneinander, welches hier in der Zwei Team-Bundesliga herrscht..... HAHAHAHA!
Aber um auf deine Aussage mal einzugehen:
AMD ist doch schon mal "weggestorben". War das nicht toll für dich und deine Ansichten? Intel hat sich vor lauter Innovationen gar nicht mehr bremsen können, deshalb haben sie ja auch Hexa- und Octa-Cores auf den Consumer-Sockeln gebracht. Ihren Monopolstatus haben sie damals auch nicht ausgenutzt. Denn 400€ für einen Quadcore (Core i7-7700K) waren defintiv völlig legitim. Und auch die anderen Hersteller haben das so richtig ausgenutzt und mächtig neue Prozessoren und Innovationen präsentiert.
Ich denke ich muss hier nicht aufwärmen, das Intel sich im Dornröschenschlaf befunden hat, bevor AMD mit der ersten Ryzen-Generation um´s Eck kam.
Was deine 8-10 anderen Hersteller angeht:
Niemand verbietet ihnen auf dem Markt mitzumischen. Man darf dabei nur nicht vergessen, das Intel und AMD derart viel Spezialwissen und Erfahrung in ihrem Gebiet haben, dass ein Außenstehender egal wie viele Mittel er bekommt es extrem schwer hat da den Anschluss zu finden. Aber die Schuld auf Intel und AMD abzuwetzen ist defintiv der falsche Ansatz. Sieh dir nur mal Hygon an. So gesehen eine Win-Win-Situation. Für den Chinesischen Hersteller gab es von AMD Starthilfe in Form eines Joint Venture, für AMD gab es ein paar zusätzliche Taler in der Tasche, und für den Kunden (evtl.) einen neuen Hersteller der am Ball bleibt, und sich nicht in die Industrie-CPU Sparte verabschiedet. Auch wenn ich dir zustimme, das mehr Hersteller definitiv besser für den Wettbewerb wären, so müssen diese dennoch an AMD und Intel leistungstechnisch erstmal heran kommen, damit sie am Markt auch ernstgenommen werden. Um bei deinem Fußballvergleich zu bleiben: „Grau is' im Leben alle Theorie – aber entscheidend is' auf’m Platz."
Gruß
Pain
Leider hat PCGH bisher von dieser Änderung noch nicht berichtet, andere Seiten sind da Mal wieder deutlich fixer aber für die hiesigen Hardcore-Spieler ist so ein 2 Kerner natürlich uninteressant...
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MfG Föhn.