Intel: Nach schlechten Quartalszahlen gibt es eine neue Welle an Entlassungen

13
News Claus Ludewig Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Intel: Nach schlechten Quartalszahlen gibt's neue Massenentlassungen (1)
Quelle: Intel

Der Chip-Hersteller Intel hat nach einem historisch schlechten Quartal weitere Entlassungen angekündigt. Zudem gibt es weniger Budget. So möchte das Unternehmen in die nähere Zukunft fahren.

In Zeiten hoher Inflation stehen immer mehr Unternehmen unter Druck. Nach Jahren des Wachstums schnallen auch Tech-Konzerne den Gürtel enger. Nach den Massenentlassungen bei Twitter mit dem umstrittenen CEO Elon Musk sowie beim Facebook-Konzern Meta, gibt es weitere Firmen mit Massenentlassungen. So kündigte ein Intel-Sprecher gegenüber Tomshardware an, dass Mitarbeiter aus den Unternehmenssparten Client Computing und Datacenter entlassen werden. Laut dem Analysten Dylan Patel sollen bis zu 20 Prozent der Mitarbeiter aus diesen Abteilungen ihren Arbeitsplatz verlieren - verifiziert sind die Zahlen nicht. Zuvor hatte Intel bereits etliche Arbeitsplätze abgebaut.

Intel zahlt Dividende aus eigener Tasche und entlässt Mitarbeiter

Neben dem Stellenabbau sollen beide Abteilungen mit 10 Prozent weniger Budget zurechtkommen. Im ersten Quartal 2023 hatte Intel einen Verlust von rund 2,8 Milliarden US-Dollar ausgewiesen. Mit einem Umsatzrückgang von 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr präsentierte der Chip-Hersteller historisch schlechte Geschäftszahlen. Die Client Computing Group mit Prozessoren für Desktop-PCs und Laptops hat fast 82 Prozent ihres Gewinns verloren. Im Enterprise-Bereich Datacenter wurde ein Verlust von 518 Millionen US-Dollar festgestellt.

Mit den inzwischen bestätigten Mitarbeiterentlassungen und den Budgetkürzungen versucht Intel, sich gesundzuschrumpfen. Den Aktionären hat das Unternehmen dagegen 5,1 Milliarden US-Dollar an Dividende aus der eigenen Tasche ausgezahlt, damit die Anteilseigner dennoch zufrieden bleiben. Ende 2023 steht mit Meteor Lake die 14. Generation der Core-i-Prozessoren an, die jedoch unter einem neuen Modellnamen an den Start gehen werden. Laut Intels Pressesprecher Bernard Fernandes heißt die kommende Iteration Intel Core Ultra, wobei aus dem Core i3 der Core Ultra 3 wird usw.. Für Desktop-PCs möchte Intel zweigleisig fahren und neben Meteor Lake mit bis zu 65 Watt ab dem Jahr 2024 auch Arrow Lake mit einer Verlustleistung von bis zu 125 Watt anbieten. Mit einem L4-Cache soll Intel planen, AMDs 3D V-Cache zu kontern, der insbesondere mit Effizienz und hoher Gaming-Leistung etwa beim Ryzen 7 7800X3D zu überzeugen weiß.

Ebenfalls lesenswert: 2,8 Milliarden US-Dollar Verlust: Intel präsentiert historisch schlechte Geschäftszahlen

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Sammlung zu Massenentlassungen bei Intel:

  • Wie Intel bestätigt hat, gibt es eine neue Welle an Massenentlassungen. Zuvor hatte der Chip-Hersteller einen Rekordverlust vermeldet.
  • Im ersten Quartal 2023 hatte Intel einen Verlust von rund 2,8 Milliarden US-Dollar und einen Umsatzrückgang von 36 Prozent im Vorjahresvergleich ausgewiesen.
  • Um die Aktionäre zu beruhigen, hat Intel aus eigener Tasche 5,1 Milliarden US-Dollar an Dividende gezahlt.
  • Angeblich sollen bis zu 20 Prozent der Mitarbeiter aus den Abteilungen Client Computing und Datacenter ihren Arbeitsplatz verlieren.

Quelle: Tomshardware

13
    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Shinna Lötkolbengott/-göttin
        Entlassungen im "kaufmännischen Bereich" sind Gang und Gebe. Da werden sich hier in den kommenden Jahren noch viele umgucken. Die "Verzahnung von Software" nimmt stetig zu. Wirft man einen Blick auf die Fortschritte von GPT4 wird einem sehr schnell bewusst was da auf uns zukommt.

        Intel wird kaum Fachkräfte aus Forschung und Entwicklung freisetzen. Die sind zu "wertvoll" und schleppt man zur Not eben auch durch ein paar "schlechte wirtschaftliche" Jahre. Das was man nun zusätzlich noch an Arbeitsplätzen abbaut ist quasi nur vorgegriffen auf das was zukünftig ansteht.
        Zitat von gangville
        Dürfen die einfach entlassen?
        In den USA gibt es kaum gesetzliche Rahmen die dies unterbinden. Einen Kündigungsschutz wie man ihn hier kennt gibt es dort nicht.
      • Von Shinna Lötkolbengott/-göttin
        Entlassungen im "kaufmännischen Bereich" sind Gang und Gebe. Da werden sich hier in den kommenden Jahren noch viele umgucken. Die "Verzahnung von Software" nimmt stetig zu. Wirft man einen Blick auf die Fortschritte von GPT4 wird einem sehr schnell bewusst was da auf uns zukommt.

        Intel wird kaum Fachkräfte aus Forschung und Entwicklung freisetzen. Die sind zu "wertvoll" und schleppt man zur Not eben auch durch ein paar "schlechte wirtschaftliche" Jahre. Das was man nun zusätzlich noch an Arbeitsplätzen abbaut ist quasi nur vorgegriffen auf das was zukünftig ansteht.
        Zitat von gangville
        Dürfen die einfach entlassen?
        In den USA gibt es kaum gesetzliche Rahmen die dies unterbinden. Einen Kündigungsschutz wie man ihn hier kennt gibt es dort nicht.
      • Von Bärenmarke BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von DragonX1979
        Na wenn du das sagst... Ist ja nicht so als hätte ich so was schon vor 20 Jahren gehört...

        Bist mir schon son' Experte.
        Im Gegensatz zu dir schon

        Schauen wir uns doch intel in den letzten Jahren hinsichtlich der Fertigung an. Die letzten 10 Jahre sind nur so mit Fehlschlägen durchzogen (Prozesse kamen zu spät, schlechte Yield, Taktraten konnte nicht erzielt werde, usw.).
        Dann braucht man sich ja nur die F/E Aufwendungen von TSMC und Samsung anzuschauen, um zu sehen, dass es immer teurer wird. Ergo, wenn du vorne mitspielen möchtest musst du zum einen viel Geld investieren und zum anderen auch liefern.
        Es hat schon seine Gründe wieso sich AMD und IBM aus dem Fertigungsgeschäft zurückgezogen haben und Glofo es aufgegeben hat, bei den neuesten Prozessen vorne mitzuspielen.
        Des Weiteren ist intel genausp abhängig von ihrer eigenen Fertigung, wie es AMD und Nvidia von TSMC sind... Aber erzähl uns ruhig mehr "Experte".
      • Von Stefan51278 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von hrIntelNvidia
        Es ist einfach lächerlich, wie Intel in der Zeit ihrerer Überlegenheit ggü. AMD (Bulldozer Ära) gepennt hat. Wie kann man sich selbst nur so hart fixxen?
        Zehn Nanometer is a hell of a drug sag ich mal?
      • Von Neuer_User BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH-Redaktion
        Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu Intel: Nach schlechten Quartalszahlen gibt es eine neue Welle an Entlassungen

        Hire and fire, ganz normal im Land des Turbokapitalismus. Bei uns hat man in der Regel eine Verbundenheit mit Unternehmen, aber das wird auch immer weniger. Es ist meiner Meinung nach nicht erfolgreich, Mitarbeiter zu früh zu entlassen. Man nutzt Zeiten schwacher Konjunktur für Umstrukturierungen und neue Entwicklunge. Immer gleich zu entlassen ist kontraproduktiv, denn der Markt ist prinzipiell da und wächst. Die Produkte müssen gut sein, und dazu bedarf es Mitarbeiter.
      • Von DragonX1979 Software-Overclocker(in)
        Zitat von hrIntelNvidia
        Es ist einfach lächerlich, wie Intel in der Zeit ihrerer Überlegenheit ggü. AMD (Bulldozer Ära) gepennt hat. Wie kann man sich selbst nur so hart fixxen?
        Zitat von Bärenmarke
        Nvidia macht dies schon immer so und fährt sehr erfolgreich damit, Apple genauso, was willst du uns also damit sagen? Außer dass du recht wenig Ahnung zu haben scheinst?

        Und die Halbleiterfertigungsforschung kostet viel Geld, wenn man da mithalten möchte kann man sich so Rückschläge wie sie intel die letzten Jahre erfahren hat schlicht und einfach nicht leisten.

        Wenn man keine Ahnung hat, sollte man sich mit so unqualifizierten Kommentaren zurückhalten. AMD und Nvidia haben annähernd den gleichen Umsatz und nähern sich an die Hälfte des Jahresumsatzes von intel zu generieren.
        Wer da von Floh spricht, hat den Bezug zur Realität vollkommen verloren.
        Na wenn du das sagst... Ist ja nicht so als hätte ich so was schon vor 20 Jahren gehört...

        Bist mir schon son' Experte.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk