Intel: Nach schlechten Quartalszahlen gibt es eine neue Welle an Entlassungen
Der Chip-Hersteller Intel hat nach einem historisch schlechten Quartal weitere Entlassungen angekündigt. Zudem gibt es weniger Budget. So möchte das Unternehmen in die nähere Zukunft fahren.
In Zeiten hoher Inflation stehen immer mehr Unternehmen unter Druck. Nach Jahren des Wachstums schnallen auch Tech-Konzerne den Gürtel enger. Nach den Massenentlassungen bei Twitter mit dem umstrittenen CEO Elon Musk sowie beim Facebook-Konzern Meta, gibt es weitere Firmen mit Massenentlassungen. So kündigte ein Intel-Sprecher gegenüber Tomshardware an, dass Mitarbeiter aus den Unternehmenssparten Client Computing und Datacenter entlassen werden. Laut dem Analysten Dylan Patel sollen bis zu 20 Prozent der Mitarbeiter aus diesen Abteilungen ihren Arbeitsplatz verlieren - verifiziert sind die Zahlen nicht. Zuvor hatte Intel bereits etliche Arbeitsplätze abgebaut.
Intel zahlt Dividende aus eigener Tasche und entlässt Mitarbeiter
Neben dem Stellenabbau sollen beide Abteilungen mit 10 Prozent weniger Budget zurechtkommen. Im ersten Quartal 2023 hatte Intel einen Verlust von rund 2,8 Milliarden US-Dollar ausgewiesen. Mit einem Umsatzrückgang von 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr präsentierte der Chip-Hersteller historisch schlechte Geschäftszahlen. Die Client Computing Group mit Prozessoren für Desktop-PCs und Laptops hat fast 82 Prozent ihres Gewinns verloren. Im Enterprise-Bereich Datacenter wurde ein Verlust von 518 Millionen US-Dollar festgestellt.
Mit den inzwischen bestätigten Mitarbeiterentlassungen und den Budgetkürzungen versucht Intel, sich gesundzuschrumpfen. Den Aktionären hat das Unternehmen dagegen 5,1 Milliarden US-Dollar an Dividende aus der eigenen Tasche ausgezahlt, damit die Anteilseigner dennoch zufrieden bleiben. Ende 2023 steht mit Meteor Lake die 14. Generation der Core-i-Prozessoren an, die jedoch unter einem neuen Modellnamen an den Start gehen werden. Laut Intels Pressesprecher Bernard Fernandes heißt die kommende Iteration Intel Core Ultra, wobei aus dem Core i3 der Core Ultra 3 wird usw.. Für Desktop-PCs möchte Intel zweigleisig fahren und neben Meteor Lake mit bis zu 65 Watt ab dem Jahr 2024 auch Arrow Lake mit einer Verlustleistung von bis zu 125 Watt anbieten. Mit einem L4-Cache soll Intel planen, AMDs 3D V-Cache zu kontern, der insbesondere mit Effizienz und hoher Gaming-Leistung etwa beim Ryzen 7 7800X3D zu überzeugen weiß.
Ebenfalls lesenswert: 2,8 Milliarden US-Dollar Verlust: Intel präsentiert historisch schlechte Geschäftszahlen
Sammlung zu Massenentlassungen bei Intel:
- Wie Intel bestätigt hat, gibt es eine neue Welle an Massenentlassungen. Zuvor hatte der Chip-Hersteller einen Rekordverlust vermeldet.
- Im ersten Quartal 2023 hatte Intel einen Verlust von rund 2,8 Milliarden US-Dollar und einen Umsatzrückgang von 36 Prozent im Vorjahresvergleich ausgewiesen.
- Um die Aktionäre zu beruhigen, hat Intel aus eigener Tasche 5,1 Milliarden US-Dollar an Dividende gezahlt.
- Angeblich sollen bis zu 20 Prozent der Mitarbeiter aus den Abteilungen Client Computing und Datacenter ihren Arbeitsplatz verlieren.
Quelle: Tomshardware

Intel wird kaum Fachkräfte aus Forschung und Entwicklung freisetzen. Die sind zu "wertvoll" und schleppt man zur Not eben auch durch ein paar "schlechte wirtschaftliche" Jahre. Das was man nun zusätzlich noch an Arbeitsplätzen abbaut ist quasi nur vorgegriffen auf das was zukünftig ansteht.
Bist mir schon son' Experte.
Schauen wir uns doch intel in den letzten Jahren hinsichtlich der Fertigung an. Die letzten 10 Jahre sind nur so mit Fehlschlägen durchzogen (Prozesse kamen zu spät, schlechte Yield, Taktraten konnte nicht erzielt werde, usw.).
Dann braucht man sich ja nur die F/E Aufwendungen von TSMC und Samsung anzuschauen, um zu sehen, dass es immer teurer wird. Ergo, wenn du vorne mitspielen möchtest musst du zum einen viel Geld investieren und zum anderen auch liefern.
Es hat schon seine Gründe wieso sich AMD und IBM aus dem Fertigungsgeschäft zurückgezogen haben und Glofo es aufgegeben hat, bei den neuesten Prozessen vorne mitzuspielen.
Des Weiteren ist intel genausp abhängig von ihrer eigenen Fertigung, wie es AMD und Nvidia von TSMC sind... Aber erzähl uns ruhig mehr "Experte".
Und die Halbleiterfertigungsforschung kostet viel Geld, wenn man da mithalten möchte kann man sich so Rückschläge wie sie intel die letzten Jahre erfahren hat schlicht und einfach nicht leisten.
Wenn man keine Ahnung hat, sollte man sich mit so unqualifizierten Kommentaren zurückhalten. AMD und Nvidia haben annähernd den gleichen Umsatz und nähern sich an die Hälfte des Jahresumsatzes von intel zu generieren.
Wer da von Floh spricht, hat den Bezug zur Realität vollkommen verloren.
Bist mir schon son' Experte.