Intel-Strategie: Hinweise deuten Unified-Core- statt Hybrid-Architektur an

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Intel-Strategie: Hinweise deuten Unified-Core- statt Hybrid-Architektur an
Quelle: Erzeugt mit ChatGPT

Intel stellt laut aktuellen Stellenausschreibungen ein Team für eine neue "Unified Core"-Architektur zusammen. Damit könnte sich das Unternehmen mittelfristig vom bisherigen Hybrid-Ansatz mit P- und E-Cores lösen.

Intel baut laut einer aktuellen Stellenausschreibung ein "Unified Core"-Team auf. Die Ausschreibung verweist auf eine neue CPU-Mikroarchitektur, die ohne die Trennung in Performance- und Efficiency-Cores auskommen könnte. Seit der Einführung von Alder Lake im Jahr 2021 setzt Intel im Client-Segment auf ein hybrides Kerndesign. Performance-Cores übernehmen latenzkritische Aufgaben wie Spiele oder Single-Thread-Workloads, während Efficiency-Cores Hintergrundprozesse und stark parallelisierte Anwendungen ausführen. Ergänzt wird das Konzept durch den Thread Director, der die Lastverteilung in Abstimmung mit dem Betriebssystem steuert.

Die Stellenausschreibung verweist aber ausdrücklich auf ein "Unified Core Design Team" innerhalb der Silicon and Platform Engineering Group. Gesucht werde unter anderem ein Senior CPU Verification Engineer, der für die funktionale Absicherung einer neuen CPU-Logikarchitektur verantwortlich sei. Beschrieben werden klassische Aufgaben der Pre-Silicon-Verifikation, darunter UVM-basierte Testumgebungen, System-Simulationen und die Analyse architektonischer Spezifikationen. Konkrete Details zur Struktur oder Ausrichtung der Mikroarchitektur bleiben allerdings offen.

Die Formulierung legt nahe, dass Intel zumindest konzeptionell an einer einheitlichen Kernarchitektur arbeitet. Ob diese langfristig das Hybrid-Design ersetzen oder lediglich ergänzen soll, ist damit aber noch unklar. Ebenso bleibt unklar, ob sich die Entwicklung primär auf Client-, Server- oder beide Segmente bezieht.

Das Hybrid-Modell diente bislang auch der Produktsegmentierung. Im Consumer-Bereich erlaubt es eine effiziente Nutzung der Chipfläche und eine differenzierte Leistungssteuerung. Im Server-Umfeld existieren dann aber auch Varianten mit ausschließlich Performance- oder ausschließlich Efficiency-Kernen. Eine Rückkehr zu einem einheitlichen Kerndesign würde diese Struktur verändern. Technisch ließe sich die Differenzierung weiterhin über Taktfrequenzen, Kernanzahl und Cache-Ausstattung realisieren. Vor allem L2- und L3-Cache nehmen einen erheblichen Anteil der Die-Fläche ein und eignen sich für eine solche Produktabstufung. Auch unterschiedliche Konfigurationen innerhalb derselben Mikroarchitektur wären denkbar.

Ein Zeitplan wird in der Ausschreibung nicht genannt. Da CPU-Architekturen in der Regel mehrere Jahre Entwicklungszeit benötigen, dürfte ein mögliches Produkt auf Basis eines Unified Core nicht kurzfristig erscheinen. Zumal es sich möglicherweise auch nur um ein längerfristiges Forschungsprojekt handelt, das gar nicht für den tatsächlichen Verkauf geplant ist. Bestätigt ist von alledem noch nichts. Dementsprechend könnte Intel Pläne noch ändern.

Was halten Sie von einer möglichen Abkehr vom hybriden Design? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: Linkedin via Tech Power Up

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    • Kommentare (43)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Von der Hybrid Architektur wieder weg? Ich dachte das wäre die Zukunft weil effizienter.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Von der Hybrid Architektur wieder weg? Ich dachte das wäre die Zukunft weil effizienter.
      • Von ΔΣΛ Kokü-Junkie (m/w)
        X3D CPUs, wo alle Kerne auf einem CCD sind, sind nicht Grundlos derart beliebt.
        Es gibt sowieso nur sehr wenige Spiele, die von mehr als acht Kernen +SMT "Kriegsentscheidend" profitieren.
        In der nächsten Generation wird AMD zwölf Kerne auf einem CCD verbauen, ich lehne mich leicht aus dem Fenster und traue mich voraussagen, dass dieser Zwölfkerner X3D sicher zum Kassenschlager wird.
      • Von MechUnit Software-Overclocker(in)
        Zitat von Blackfirehawk
        Das Problem ist das Windows eigener Sheduler in Zusammenarbeit mit dem thread Direktor gerade bei spielen oft nicht weis wie was gemanagt werden soll.
        Auch ist nicht jedes Spiel/Architektur dafür geeignet... Viele Spiele gehen davon aus das alle nutzbaren Kerne gleich stark sind und verteilen dementsprechend die Threads... Haben also noch ein eigenes Sheduling.

        Anti Cheat ist Recht problemlos bis zu dem Punkt wo du Tools einsetzt um das sheduling für die Spiele zu optimieren.
        (Zb alles auf P-Cores legen willst)

        Also da gibt es teilweise je nach spiel schon Probleme weil einfach die falschen Kerne angesprochen werden..

        Nicht umsonst ist der erste Ratschlag in allen Foren erstmal alle E-cores im BIOS abzuschalten.
        Also sind die E-Cores für Zocker zusammengefasst obsolet.

        Zitat von Blackfirehawk
        Aber um Fair zu sein.. AMDs 2CCD x3Ds (9950x3D/9900x3D/7950x3D ect) haben diese Probleme ebenfalls und erfordern oft manuelle Eingriffe die den halben Prozessor für das Game quasi schlafen legen.

        Gemischte Kerne sind halt nach wie vor für Spiele suboptimal
        Deswegen werkelt der 9950 X3D auch in meiner Render- und Musikworkstation, nicht in der Gamingkiste (wobei letztere auch mal ab und an für Musik herhalten muss, aber da reicht ja der kleine, alte 5800 X3D auch aus).
      • Von FoxX11 PC-Selbstbauer(in)
        Also hat AMD alles richtig gemacht- P Cores und HT ,wenn Intel jetzt zurückrudert
        "Unifed Core" schöner Name dafür...
      • Von Blackfirehawk BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von MechUnit
        Windows muss perfekt schedulen, Linux muss angepasst werden, Spiele müssen optimiert werden, Anti‑Cheat muss klarkommen, Virtualisierung ist komplizierter.
        Das Problem ist das Windows eigener Sheduler in Zusammenarbeit mit dem thread Direktor gerade bei spielen oft nicht weis wie was gemanagt werden soll.
        Auch ist nicht jedes Spiel/Architektur dafür geeignet... Viele Spiele gehen davon aus das alle nutzbaren Kerne gleich stark sind und verteilen dementsprechend die Threads... Haben also noch ein eigenes Sheduling.

        Anti Cheat ist Recht problemlos bis zu dem Punkt wo du Tools einsetzt um das sheduling für die Spiele zu optimieren.
        (Zb alles auf P-Cores legen willst)

        Also da gibt es teilweise je nach spiel schon Probleme weil einfach die falschen Kerne angesprochen werden..

        Nicht umsonst ist der erste Ratschlag in allen Foren erstmal alle E-cores im BIOS abzuschalten.

        Aber um Fair zu sein.. AMDs 2CCD x3Ds (9950x3D/9900x3D/7950x3D ect) haben diese Probleme ebenfalls und erfordern oft manuelle Eingriffe die den halben Prozessor für das Game quasi schlafen legen.

        Gemischte Kerne sind halt nach wie vor für Spiele suboptimal
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