Intel-Prozessoren: So erkennen Sie gefälschte CPUs auf dem Gebrauchtmarkt
In den vergangenen Tagen scheinen immer mehr Fake-CPUs im Gebrauchtmarkt im Umlauf zu sein, die sich als eines der derzeitigen Intel-Topmodelle ausgeben. Der Youtube-Kanal von Gamers Nexus warnt vor dem Betrugsversuch und zeigt, wie sich die gefälschten Prozessoren erkennen lassen.
Auf der Suche nach einem Top-Prozessor ist angesichts hoher UVPs der Gebrauchtmarkt eine vernünftige Methode, sich eine leistungsstarke CPU günstig zu kaufen. Insbesondere bei Intel-Chips scheint in den vergangenen Tagen jedoch Vorsicht geboten zu sein: Wie der Youtube-Kanal Gamers Nexus berichtet, habe ein Nutzer einen gebrauchten Core i9-12900KS gekauft, stattdessen aber einen deutlich schwächeren Intel Celeron G6900 erhalten. Auf den ersten Blick lässt sich der Scam allerdings gar nicht so leicht erkennen, wie im Video gezeigt wird.
Die gefälschte CPU weise laut Gamers Nexus die gleiche Lasergravur auf, wie man sie von einem echten Core i9-12900KS erwarten würde. Um dies zu erreichen, wurde die Nickeloberfläche des Celeron G6900 aller Wahrscheinlichkeit zu einer glatten Oberfläche poliert, ehe die Markierungen möglichst identisch zum Alder-Lake-Prozessor eingraviert wurden. Optisch lässt sich der Unterschied kaum feststellen, einzig auf der Rückseite ist die Dichte des SMD-Bauelements beim i9-12900KS deutlich höher als beim Celeron-Fake - dafür müsste man allerdings das exakte Aussehen des jeweiligen Prozessors kennen, was vom durchschnittlichen Gebrauchtkäufer vermutlich zu viel verlangt ist.
Es gibt allerdings eine einfachere Methode, um die Echtheit von Intel-Prozessoren zu bestätigen, die im Youtube-Video empfohlen wird. So können Käufer über Intels Garantie-Tool prüfen lassen, ob die Chargennummer (FPO) und Seriennummer (ATPO) übereinstimmen - ist dies nicht der Fall, ist die gekaufte Gebraucht-CPU aller Voraussicht nach gefälscht. Intel selbst empfiehlt ohnehin, deren Produkte nur von autorisierten Händlern zu beziehen.
Zudem seien beim Gebrauchtkauf - unabhängig davon, ob Käufer nach einem Prozessor oder anderem Produkt suchen - Händler zu empfehlen, die einen Käuferschutz anbieten. Die Auktionsplattform Ebay eigne sich laut Gamers Nexus beispielsweise hierfür, da hier in der Regel eine Absicherung beim Kauf erfolgt und im Betrugsfall das Geld zurückerstattet wird. Ob Intel als Antwort auf die Betrugsmasche den Prozess der Lasergravur bei künftigen Prozessoren ändern wird, ist noch unklar.
Quelle: Reddit

Erfahrene User stolpern am ehesten über Fälschungen, wenn diese regulär über Händler vertrieben werden. Rückläuferbetrug, unseriöser Einkauf am anderen Ende – es gibt viele Wege, wie so etwas in relativ seriös erscheinende Vertriebskanäle gelangen kann. In so einer Situation wäre es dann sehr schön, die CPU vor dem Einbau, genauer vor Öffnung der Verpackung identifizieren zu können. Sonst muss man nämlich selbst erst einmal nachweisen, dass das gefälschte Exemplar das gelieferte ist und man nicht einen echten 12900K erhalten hat, dessen Kaufpreis man nun gegen Rückgabe von Schrott wieder einkassieren möchte.
Die Häufigkeit derartiger Fälle ist einer der Gründe, warum CPU-Verpackungen seit langem so designet werden, dass die CPU selbst von außen sichtbar ist und vor dem Brechen (gefälschter) Siegel überprüft werden kann. Aber leider hilft das nur gegen schlechte Fälschungen, die optisch als solche erkennbar sind.
Der bestmögliche Schutz ist meiner Meinung nach, gerade bei hochpreisigen Produkten, deren Kaufpreis einem bei Verlust/Betrug wirklich weh tut, in einem renommierten Shop mit bekanntermaßen kulanter / kompetenter Reklamationsabwicklung zu kaufen. Und dann landet man bei Mindfactory, Alternate, Amazon & Co.
Damit geht auch unter Umständen einher, dass es nicht der bestmögliche Preis für das Produkt ist.
Die Häufigkeit derartiger Fälle ist einer der Gründe, warum CPU-Verpackungen seit langem so designet werden, dass die CPU selbst von außen sichtbar ist und vor dem Brechen (gefälschter) Siegel überprüft werden kann. Aber leider hilft das nur gegen schlechte Fälschungen, die optisch als solche erkennbar sind.
Ne Bohrmaschine mit entsprechenden Schleifpads sind noch relativ günstig.
Aber extra ne Maschine fürs Laser gravieren zu kaufen, lohnt nicht.
Man lässt das einfach bei ner entsprechenden Firma machen.
Dauert pro CPU dann etwa 30-60 Sekunden.
Eher etwas um die 20-30 Cent pro CPU.
Selbst in D würdest du bei vielleicht 1-1,5€ liegen.
Eher etwas um die 20-30 Cent pro CPU.
Selbst in D würdest du bei vielleicht 1-1,5€ liegen.