Intel-Lieferprobleme: Costa Rica für Xeon-Prozessoren wieder eröffnet
Im Jahr 2016 hatte Intel seine Fabrik in Costa Rica geschlossen und rund 1.500 Stellen gestrichen. Nun wird die Anlage wieder in Betrieb genommen, um den anhaltenden Lieferproblemen Herr zu werden. In Costa Rica wird "Test & Finish" durchgeführt - die Fab ergänzt drei bestehende Anlagen in Asien. Fokus sollen Xeon-Prozessoren sein.
Um den Lieferproblemen bei 14-nm-Technik Herr zu werden, hat Intel in den vergangenen Monaten so einiges angefasst. Das Management wurde verändert, Kapazitäten umgeschichtet und freigeschaufelt, man wollte die Kommunikation verbessern und wenn schon nicht bei 10 nm, dann wenigstens bei 7 nm Gas geben. Am Ende blieb nur, sich bei den Partnern zu entschuldigen. Und doch ist bis Ende 2020 laut einem Bericht keine nennenswerte Entspannung in Sicht.
Jetzt wird sogar die Anlage in Belén, Costa Rica, wieder entstaubt und soll dort 14-nm-Prozessoren produzieren. Die Fab soll vor allem die Nachfrage Xeon-Prozessoren abdecken. Genauer "Test & Finish" durchführen, wie es bereits in Penang und Kulim (Malaysia) sowie im Saigon Hi-Tech Park, Ho Chi Minh Stadt, Vietnam getan wird. Als Intel Costa Rica 2016 schloss, gingen 1.500 Stellen verloren.
Bis Anfang August soll in Costa Rica wieder normaler Betrieb herrschen, was die Kapazität um rund 25 Prozent erhöhen soll. Neben den generellen Lieferproblemen wird man sich angesichts des grassierenden Coronavirus auch gedacht haben, dass man vielleicht etwas besser aufgestellt ist, wenn man nicht nur von Fabs in Asien abhängig ist. Zu den "Test & Finish"-Fabs von Intel, ab August dann vier Stück, kommen sechs Werke, in denen die Wafer verarbeitet werden. In Costa Rica gibt es neben der Fab noch administrative Einrichtungen, bei denen 2019 aber auch der Rotstift angesetzt wurde. Die Aktivitäten bestehen seit 1997.
Bei den Server-CPUs ist viel Geld und Marge im Spiel und Intel hat hier nach wie vor die Oberhand, auch wenn AMD mit Epyc am Käfig rüttelt - der Servermarkt tickt anders als der OEM-Endkundenmarkt und anders als der für Bastler. Entsprechend ist man in Santa Clara bemüht, hier die Partner bei Laune zu halten.
Quelle: Intel

Hast du denen auch gezeigt das Intel ne menge Sicherheitslöcher haben, wo noch nicht alle gestopft wurden und es wahrscheinlich neue geben wird die womöglich gar nicht gestopft werden, das deren Teile teurer sind, sie mehr Strom fressen und wärmer (=lauter) werden, wenn ja dann sind die die neuen Weltmeister bei Beratungsresistenz.
Update,
nur einige Stunden später.
Der nächste Sicherheitsalptraum bei Intel, die unendliche Geschichte geht weiter: Sicherheitsluecke in CSME: Vertrauen in Intels Technologien schwindet
Ich finde es eher interessant, dass die Kapazität mit einer Fabrik die nur Test&Finish macht um 25% erhöht werden kann. Was auch immer Intel da macht ist sehr fragwürdig
Ach macht euch mal um die OEMs keine Sorge
Intel Liefert nicht ! oh super
mach mal gleich die Konventionalstraffe fertig leicht verdientes Geld
Abgesehen davon dass es Verträge gibt (schließlich kann ich auch nicht bei der ersten Gelegenheit meinen Subunternehmer oder Lieferanten auf die Straße setzen nur weils mir ein anderer schneller, besser oder billiger macht) müssten OEMs den Preisunterschied zum AMD wieder für etwas anderes investieren. Ein kleiner Teil geht da auf Entwicklung (neue Boards, Treiber u.s.w.), dann Marketing (damit die Leute mal erfahren dass es da was anderes als Intel gibt) und vermutlich wird auch ein kleiner Preisnachlass an den Kunden notwendig sein, um sie dazu zu bewegen, mal was anderes zu probieren.
Hab am Freitag mit einem meiner Nachwüchslinge beim Musikverein gesprochen. Er geht bald in eine HTL für Informatik und will einen Gaming-PC kaufen mit dem er auch in der Schule gut klar kommt, deswegen braucht er Leistung und will einen i7. Hab ihm Vergleichswerte gezeigt, und seine Eltern haben dann entschieden trotzdem den i7 zu kaufen weil man auf Sicher gehen wolle, diese neuen AMD-Teile sollen ja nicht so perfekt stabil laufen u.s.w... Hier scheitert es am Marketing, und da müssen die OEMs genauso ran wie AMD.
Eine 5 Jahre stillgelegte Fab reaktivieren hört sich für euch teuer und dumm an? Denkt mal drüber nach dass Intel einfach so eine Milliardenteure Fabrik für 5 Jahre stillgelegt hat ohne mit der Wimper zu zucken. So viel Kapital unproduktiv zu binden muss sich mal wer leisten können. Da is das reaktivieren im Bedarfsfall noch das logische.
Auch INTEL Partner der letzten Jahre dürften mitbekommen haben, dass sie geschröpft (exorbitante Marge) wurden,
und es mit EPYC eine sehr gute, wenn nicht sogar bessere Alternative gibt …
MfG Föhn.
Schon mal die Zahlen bei OEMs gesehen, das geht Intel noch immer ab wie ne eins, Intel hat nicht Grundlos wieder ein Rekordquartal vermeldet, Umsatz und Gewinn sprengt alle Erwartungen.
Du glaubst doch nicht ernsthaft das deren Partner dieselben Preise Zahlen was wir im Markt bezahlen, die kaufen Tonnenweise viel günstiger ein.
Geschröpft, lächerlich.