Falcon Shores: Intels XPU tritt mit 1.500 Watt gegen Nvidia an

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Falcon Shores: Intels XPU tritt mit 1.500 Watt gegen Nvidia an
Quelle: Intel

Intels neue Datacenter-XPU "Falcon Shores" soll mit einer TDP von stolzen 1.500 Watt auf den Markt kommen - deutlich mehr als die Produkte von Nvidia. Laut Intel liegt das aber an der integrierten Anbindung.

Die Xe-Architektur ist nicht nur in Intels Prozessoren und den Arc-Grafikkarten zu finden, sondern sie kommt auch im Datacenter-Segment zum Einsatz. Schon seit Januar letzten Jahres bietet Intel dort zwei GPUs der Reihe Ponte Vecchio an. Für diese werden mehrere Chiplets kombiniert, sodass das Gesamtprodukt auf 100 Milliarden Transistoren bei einer TDP von bis zu 600 Watt kommt. Ponte Vecchio konnte die Erwartungen aber nicht wirklich erfüllen. Passend dazu wurde inzwischen offenbar der Verkauf an neue Kunden und auch der Nachfolger Rialto Bridge eingestellt.

Falcon Shores soll es richten

Der Fokus liegt jetzt stattdessen auf Falcon Shores. Mit diesem für 2025 geplanten Datacenter-Beschleuniger will Intel CPU- und GPU-Chiplets flexibel zu einer "XPU" kombinieren und damit eine breite Palette an Anwendungen abdecken. Ältere Angaben von Intel sprechen dabei von deutlichen Fortschritten bei der Rechenleistung und der Effizienz. Gleichzeitig soll aber offenbar auch der Stromverbrauch ansteigen.

Intels Datacenter-Roadmap, bevor der Nachfolger von Ponte Vecchio gestrichen wurde. Falcon Shores soll CPU und GPU als 'XPU' kombinieren. Quelle: Intel Intels Datacenter-Roadmap, bevor der Nachfolger von Ponte Vecchio gestrichen wurde. Falcon Shores soll CPU und GPU als "XPU" kombinieren. Auf Nachfrage von Computerbase, die das Unternehmen zuvor auf der ISC 2024 in Hamburg angetroffen haben, wurde angeblich die TDP von Falcon Shores bestätigt. Demnach soll die XPU stolze 1.500 Watt verbrauchen. Zum Vergleich: Nvidias neue KI-Beschleuniger der Blackwell-Generation kommen mit maximal 1.200 Watt aus. Laut Intel soll in den Verbrauchswerten von Falcon Shores die Ethernet-Anbindung aber bereits integriert sein, die bei Nvidia extern läuft. Allein das soll rund 200 Watt des Verbrauchsunterschieds ausmachen.

Auch interessant: Intel Gaudi 3 soll Nvidia H100 und H200 schlagen und ignoriert AMD Instinct MI300

Am Ende sollen Nvidias Blackwell und Intels Falcon Shores also gewissermaßen doch in derselben TDP-Klasse antreten. Für Datacenter-Kunden dürfte das aber ohnehin zweitrangig sein. Dort dürfte der Erfolg von Intels neuer Datacenter-XPU hingegen vom Softwaresupport sowie der Energie- und Kosteneffizienz abhängen. Inwiefern das Unternehmen hier mit Nvidia gleichziehen oder die Konkurrenz gar überholen kann, wird man wohl nächstes Jahr sehen. Zuvor dürfte außerdem der öffentliche Verkaufsstart des reinen KI-Beschleunigers Gaudi 3 spannend werden. Dieser soll im dritten Quartal und damit schon in wenigen Monaten erfolgen.

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Quelle: Computerbase

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von BigBoymann
        Was ist das denn bitte für eine Ethernetanbindung? 400Gbit Karten brauchen aktuell mal keine 200W und soweit ich weiß sind weder 800 noch 1600Gbit bereits spezifiziert.

        Also woher kommen die 200W?
        Es kommt ja noch "dicker", da die Quelle schreibt, dass es "je nach Auslastung locker 200 W sein dürften", könnte also gar noch mehr sein ...

        Schnelles Ethernet zieht viel Strom, das ist relativ normal. Und hier geht es nicht um so was Triviales wie 10 GbE. Hinzu kommt, dass das möglicherweise analog nVidia Netzwerkbausteine mit eigener Rechenleistung sind (Stichwort DPU bzw. SmartNICs).
        Beispielsweise der Gaudi3 verfügt über 24x 200 GbE-Ports, d. h. auch da entfällt schon ein nennenswerter Teil des PowerBudgets auf die Konnektivität.

        Schlussendlich, ohne Kontext lassen sich die 1500 W nicht sinnvoll bewerten. Hierfür müsste man wissen welche Funktionalität genau damit abgebildet wird und welche Leistungswerte erzielt werden.
        Ist genau so, als wenn man sich über 40 L/100 km aufregen würde. Ist bei einem regulär auf der Straße zugelassenen PKW ein absurd hoher Verbrauch, dagegen für einen Formel1-Wagen oder einen Fuchs ist das normal bis gar wenig Verbrauch. Ist eher wieder das typische Medienverhalten a la große Zahlen bieten viele Klicks ...
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von BigBoymann
        Was ist das denn bitte für eine Ethernetanbindung? 400Gbit Karten brauchen aktuell mal keine 200W und soweit ich weiß sind weder 800 noch 1600Gbit bereits spezifiziert.

        Also woher kommen die 200W?
        Es kommt ja noch "dicker", da die Quelle schreibt, dass es "je nach Auslastung locker 200 W sein dürften", könnte also gar noch mehr sein ...

        Schnelles Ethernet zieht viel Strom, das ist relativ normal. Und hier geht es nicht um so was Triviales wie 10 GbE. Hinzu kommt, dass das möglicherweise analog nVidia Netzwerkbausteine mit eigener Rechenleistung sind (Stichwort DPU bzw. SmartNICs).
        Beispielsweise der Gaudi3 verfügt über 24x 200 GbE-Ports, d. h. auch da entfällt schon ein nennenswerter Teil des PowerBudgets auf die Konnektivität.

        Schlussendlich, ohne Kontext lassen sich die 1500 W nicht sinnvoll bewerten. Hierfür müsste man wissen welche Funktionalität genau damit abgebildet wird und welche Leistungswerte erzielt werden.
        Ist genau so, als wenn man sich über 40 L/100 km aufregen würde. Ist bei einem regulär auf der Straße zugelassenen PKW ein absurd hoher Verbrauch, dagegen für einen Formel1-Wagen oder einen Fuchs ist das normal bis gar wenig Verbrauch. Ist eher wieder das typische Medienverhalten a la große Zahlen bieten viele Klicks ...
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Was ist das denn bitte für eine Ethernetanbindung? 400Gbit Karten brauchen aktuell mal keine 200W und soweit ich weiß sind weder 800 noch 1600Gbit bereits spezifiziert.

        Also woher kommen die 200W?
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