Core i9-14900K und Core i7-14700K: Das Raptor Lake Refresh vorab in ersten Evaluations-Benchmarks
Im Oktober soll es so weit sein und das Raptor Lake Refresh soll in Form der schnellsten Modelle mit K-Suffix, den neuen Intel Core i9-14900K, Core i7-14700K und Core i5-14600K, seine Premiere auf dem Desktop feiern. Jetzt sind erstmals valide Leistungsmessungen und Benchmarks der kommenden Generation von Hybrid-Prozessoren durchgesickert, welche die ersten Anhaltspunkte im Hinblick auf die Leistung der Produktpflege liefern könnten.
Im Oktober soll es so weit sein und das Raptor Lake Refresh soll in Form der schnellsten und insbesondere an Spieler und Enthusiasten adressierten Modelle mit K-Suffix, den neuen Intel Core i9-14900K, Core i7-14700K sowie Core i5-14600K, seine Premiere auf dem Desktop feiern. Jetzt sind erstmals valide Leistungsmessungen und Benchmarks der kommenden Generation von Hybrid-Prozessoren durchgesickert, welche die ersten kleineren Anhaltspunkte im Hinblick auf die Leistung der Produktpflege liefern. Das Non-Profit-Konsortium BAPCo liefert erste leistungsbezogene Daten in Form von CrossMark-Benchmarks.
Non-Profit-Konsortium liefert bereits vorab Benchmarks
Die Business Applications Performance Corporation ("BAPCo"), ein Konsortium, welches Software, mit der die Leistungsfähigkeit von PCs beurteilt und mit anderen Computersystemen verglichen werden kann, entwickelt, hat überraschend die ersten Benchmarks zum Intel Core i9-14900K und Core i7-14700K veröffentlicht. Das ist schon deshalb eine Überraschung, weil die CPUs noch gar nicht offiziell vom Hersteller vorgestellt wurden. Die Benchmarks sind nach wie vor online.
Benchmarks besitzen noch wenig Aussagekraft
Die beiden neuen Refresh-CPUs wurden in einem System mit 16 GiByte DDR5-4800 im Single-Channel(!) und einer Geforce RTX 4090 getestet, während für den "älteren" Intel Core i9-13900K bis zu 32 GiByte DDR5-7600 zum Einsatz gekommen sind. Schon die Konfiguration des Testsystems macht deutlich, dass diese Benchmarks noch kein wirkliches Bild liefern können. Treiber, BIOS-Updates, neue Firmware, bis zum voraussichtlichen Start im Oktober wird noch einiges passieren (müssen).
Laut BAPCo ist der Core i9-13900K deutlich schneller
Im CPU-Benchmark der BAPCo, dem CrossMark, erreicht der Intel Core i9-14900K demnach ein Gesamtergebnis von 2.279 Punkten, während der Core i7-14700K bei 1.997 Punkten notiert. Ein Core i9-13900K erreicht durchschnittlich 2.399 Punkte, schnellerer Speicher inbegriffen. Doch selbst mit nur 16 GiByte DDR4-5800 im "Einkanalbetrieb" erreicht die "alte" Speerspitze noch 2.264 Punkte und ist dementsprechend gleichauf mit dem nächsten Spitzenmodell. Für das Technologiekonsortium, dem auch Intel angehört, sind die Tests "Evaluationsdurchläufe", bevor der finale Benchmark erfolgt.
Spezifikationen zeichnen sich immer deutlicher ab
Aufgrund diverser in der Regel verlässlicher Quellen aus dem asiatischen Raum, aber auch zahlreicher Einträge verschiedener Benchmark-Datenbanken, sind die bislang durchgesickerten Spezifikationen mittlerweile mehr als ein Gerücht. Dennoch ist schlussendlich nichts in Stein gemeißelt und auch ein limitiertes KS-Modell schlussendlich nicht auszuschließen, aktuell aber unwahrscheinlich.
Hier alle bisher durchgesickerten Spezifikationen der Core-i-14000-Serie im Vergleich mit den beiden Vorgängern Core-i-13000 und Core-i-12000 auf Basis mehrerer unterschiedlicher und voneinander unabhängiger Quellen.
| Core-i-12000 ("Alder Lake") |
Core-i-13000 ("Raptor Lake") |
Core-i-1400* ("Raptor Lake Refresh") |
|
|---|---|---|---|
| Core i9-xx900KS | 16C/24T (8P+8E) 5.5 GHz | 24C/32T (8P+16E) 6.0 GHz | — |
| Core i9-xx900K | 16C/24T (8P+8E) 5.2 GHz | 24C/32T (8P+16E) 5.8 GHz | 24C/32T (8P+16E) 6.0 GHz |
| Core i9-xx900 | 16C/24T (8P+8E) 5.1 GHz | 24C/32T (8P+16E) 5.6 GHz | 24C/32T (8P+16E) 5.8 GHz |
| Core i7-xx700K | 12C/20T (8P+4E) 5.0 GHz | 16C/24T (8P+8E) 5.4 GHz | 20C/28T (8P+12E) 5.6 GHz |
| Core i7-xx700 | 12C/20T (8P+4E) 4.8 GHz | 16C/24T (8P+8E) 5.2 GHz | 20C/28T (8P+12E) 5.4 GHz |
| Core i5-xx600K | 10C/16T (6P+4E) 4.9 GHz | 14C/20T (6P+8E) 5.1 GHz | 14C/20T (6P+8E) 5.3 GHz |
| Core i5-xx600 | 6C/12T (6P+0E) 4.8 GHz | 14C/20T (6P+8E) 5.0 GHz | 14C/20T (6P+8E) 5.2 GHz |
| Core i5-xx500 | 6C/12T (6P+0E) 4.6 GHz | 14C/20T (6P+8E) 4.8 GHz | 14C/20T (6P+8E) 5.0 GHz |
| Core i5-xx400 | 6C/12T (6P+0E) 4.4 GHz | 10C/16T (6P+4E) 4.6 GHz | 10C/16T (6P+4E) 4.7 GHz |
| Core i3-xx300 | 4C/8T (4P+0E) 4.4 GHz | — | — |
| Core i3-xx100 | 4C/8T (4P+0E) 4.1 GHz | 4C/8T (4P+0E) 4.5 GHz | 4C/8T (4P+0E) 4.7 GHz |
*) noch nicht offiziell bestätigt!
Eine Erhöhung der Kernzahl bei den neuen Intel Core i5 und Core i3, wie sie die Gerüchteküche zuvor kurz spekuliert hatte, wird es voraussichtlich nicht geben. Einzig der Intel Core i7-14700K und spätere Abwandlungen dieses Modells erhalten insgesamt vier zusätzliche kleine Efficiency-Cores. Ob das reichen wird?
Auch die zuvor von Igor's Lab veröffentlichten Benchmarks sahen den Refresh nur minimal vor dem Original, einen allzu großen Sprung wird die kleine Produktpflege von Raptor Lake-S sicherlich nicht nach vorn machen. Der Mehrtakt von maximal 200 MHz wird wohl zum größten verpuffen, auch wenn erst unabhängige Benchmarks mit dem finalen Produkt eine endgültige Bewertung zulassen werden. Lange wird es aller Voraussicht nach ohnehin nicht mehr dauern, bis Gewissheit herrscht.
K-Modelle im Oktober und der Rest folgt 2024
Wie verschiedene OEM-Partner aus dem chinesischen Handel mittlerweile bestätigt haben, soll das Raptor Lake Refresh in Form der K-Modelle bereits im Oktober an den Start gehen. Die regulären Modelle ohne Suffix sollen hingegen erst Anfang des kommenden Jahres erscheinen. Die Vorstellung Core-i-14000-Serie soll voraussichtlich am 19. September auf der Intel Innovation erfolgen.
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