CXL-Interconnect: Intels Antwort auf CCIX auf Basis von PCI-Express 5.0 [Update]

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CXL-Interconnect: Intels Antwort auf CCIX auf Basis von PCI-Express 5.0
Quelle: Intel

Intel hat zusammen mit einigen hochrangigen Unternehmen im Datacenter-Umfeld das Projekt Compute Express Link, kurz CXL, vorgestellt. Der Name steht für einen Cache-kohärenten Interconnect, der in Zukunft genutzt werden soll, um CPUs, GPUs und FPGAs aneinander anzubinden. Unter anderem AMD ist bei der Lösung CCIX involviert. Nvidia hat seinen hauseigenen NV-Link.

Update vom 10.04.19:

Intel hat einen Interconnect Day abgehalten, auf dem unter anderem die Webseite servethehome.com vertreten war. Neben Ausführungen zur ersten CXL-Generation hat Intel einen Ausblick auf die künftige Entwicklung gegeben. Demnach erwartet der Chiphersteller, dass der Compute Express Link einen "Schlüsselfaktor bei einem aggressiven Zeitplan von PCI-Express 6.0" darstellen werde. Teile des Anschlusses und Protokolls könnten auf CXL basieren, ähnlich wie USB 4.0 Thunderbolt 3 als Grundlage nutzen wird. Da mit AMDs Zen-2-Prozessoren dieses Jahr die ersten CPUs mit PCI-Express-4.0-Unterstützung erscheinen werden, liegt PCI-Express 6.0 noch in der entfernten Zukunft.


Originalartikel vom 11.03.19:

Ab 2020 wird Intel neben Prozessoren auch Beschleunigerkarten für den High-Performance-Computing-Markt anbieten. Wenn der Chiphersteller hauseigene CPUs mit ebenso eigenen GPUs kombinieren kann, bietet es sich an, einen angepassten Interconnect zu entwickeln und nicht bloß auf PCI-Express zu setzen. Mit dem Compute Express Link (CXL) hat Intel jetzt einen solchen Cache-kohärenten Interconnect angekündigt. Intern arbeite man bereits seit vier Jahren an dem Projekt, offiziell angekündigt wurde der Standard jetzt in Zusammenarbeit mit den Branchengrößen Alibaba, Cisco, Dell EMC, Facebook, Google, HP Enterprise, Huawei und Microsoft. Das entsprechende Konsortium zur rechtlichen Absicherung soll in naher Zukunft gegründet werden.

CXL, CCIX und Gen-Z als Interconnects für Datacenter

In der Pressemitteilung werden die üblichen Vorteile wie niedrigere Latenz und hohe Bandbreite hervorgehoben. Als Basis wird PCI-Express 5.0 dienen, von dem die physischen Controller und die Elektrik stammen. CXL stellt die Protokolle für die Kommunikation bereit. Das Ganze wird als offener Standard bezeichnet, allerdings haben nur Mitglieder des Konsortiums Zugriff auf die Dokumentation.

CXL tritt in direkte Konkurrenz mit dem Cache Coherent Interconnect for Accelerators, kurz CCIX, den unter anderem AMD, ARM, Huawei, IBM, Mellanox, Qualcomm und Xilinx entwickeln. Abgesehen von Huawei, der zweigleisig fährt, haben sich die Unternehmen strikt aufgeteilt. Nvidia nimmt mit dem hauseigenen NV-Link als Interconnect-Lösung eine einzigartige Rolle ein, hat mit der jüngsten Übernahme von Mellanox aber auch einen Fuß in der CCIX-Tür. Anandtech.com zitiert derweil das Konsortium hinter einer dritten Alternative, Gen-Z, das CXL als Ergänzung denn als Konkurrenz ansieht.

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von bschicht86 Volt-Modder(in)
        Naja, der Sockel 1 sieht nicht so aus, als können mehrere CPU unterschiedlicher Hersteller auf einem gemeinsamen Board betrieben werden
      • Von bschicht86 Volt-Modder(in)
        Naja, der Sockel 1 sieht nicht so aus, als können mehrere CPU unterschiedlicher Hersteller auf einem gemeinsamen Board betrieben werden
      • Von JanJake BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von bschicht86
        Interessant wärs ja geworden, wenn Intel nix eigenes "Kopierentwickelt" hätte sondern den ähnlichen Standard CCIX mitgemacht hätte. Xeon und Epyc auf einem Board.
        Wäre nichts neues.

        Ich sage nur Sockel 1 dazu.
      • Von bschicht86 Volt-Modder(in)
        Interessant wärs ja geworden, wenn Intel nix eigenes "Kopierentwickelt" hätte sondern den ähnlichen Standard CCIX mitgemacht hätte. Xeon und Epyc auf einem Board.
      • Von takan BIOS-Overclocker(in)
        amd hofft ab sommer/herbst genug ryzen 2 modelle verkaufen zu können im server und consumer markt um finanzpolster zu bekommen, weil intel in der cpu sparte ebend bis sommer 2020 ca nichts zu bieten hat. ich finds schade das es immer noch gang und gäbe ist sich weiter abzukanzeln durch solche "beschränkungen" das werden dann äpfel und birnen sein. meh.
        ich hoffe amd hat bald ein guten konter gegen nvidia ob preislich oder leistungstechnisch. wenns nur ein hersteller für 3d-beschleuniger für uns gamer gibt, sehen wir ja jetzt schon, was wir zahlen müssen für vernünftige grafik oder zu consolen downgraden -___-

        und grafikkarten bleiben uns weiterhin erhalten. bis alles in der cloud ist vergeht viel zeit und eine andere frage ist, ob dedicated gamer wie wir dahinwechseln. cloud gaming mag schön sein in punkto service/support/verfügbarkeit, aber bis jeder ein glasfaseranschluss hat und genug rechenzentren gebaut worden sind, dauerts.

        edit//

        und auch andere hersteller sind von "cloud" gaming nicht überzeugt. dann verschwindet auch der bedarf an "gaming" hardware alla 144hz monitore und kraaaassse gaming mäuse. da ist das streaming eher das problem und hacks/cheats sind ddos auf den gegner im multiplayer. da bekommt nuken in cod eine neue bedeutung.
      • Von Gast1659561002
        ziemlich spannend, mal sehen was intel da baut.

        Zitat

        Das Ganze wird als offener Standard bezeichnet, allerdings haben nur Mitglieder des Konsortiums Zugriff auf die Dokumentation.
        ... den muss man sich mal auf der zunge zergehen lassen, grau. ^^
      Direkt zum Diskussionsende
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