Intel mit neuem altem Fertigungsverfahren: 22-nm-Prozessor wird neu produziert

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Intel mit neuem altem Fertigungsverfahren - 22-nm-Prozessoren werden neu produziert (1)
Quelle: Intel

Prozessorhersteller Intel gibt in einer Product Change Notification bekannt, dass ein bestimmter 22-nm-Prozessor wieder produziert wird. Die Reanimierung erfolgt nur in einem bestimmten Preisbereich bei Pentium-Prozessoren.

Schon vor Jahren wollte Intel eigentlich Prozessoren im 10-nm-Fertigungsprozess auf den Markt bringen. Mittlerweile sind die mehrfachen Verschiebungen des Termins für den Desktopmarkt nahezu legendär für Intel. In diesem Jahr war es endlich soweit und Intel hat die 10. Generation der Core-Prozessoren präsentiert. Die Ice-Lake-Familie für Notebooks wird im 10-nm-Verfahren produziert. Es gibt aber immer noch jede Menge CPUs in 14-nm-Prozess. Jüngst gab es Berichte, wonach Intel nun bei dieser Fertigung ebenfalls Probleme hat. Heute hat Intel in einer Product Change Notification bekanntgegeben, dass man für das Einsteigersegment ab sofort wieder auf den älteren 22-nm-Prozess setzen wird.

Pentium G aus dem Jahr 2013 als Neuware

Im Einstiegssegment wird Intel nun den Prozessor Pentium G3420 als Neuware fertigen. Der Haswell-Prozess wurde bereits im Jahr 2013 erstmals auf den Markt gebracht und sollte eigentlich sein End of Life längst erreicht haben. Nun gibt es jedoch eine neue Roadmap, nach der im Einsteigersegment Intel wieder CPUs im 22-nm-Prozess als Neuware anbieten wird. Mutmaßlich ist der 14-nm-Fertigungsprozess vollständig mit Core- und Xeon-Prozessoren ausgelastet. Der 10-nm-Prozess hingegen ist Intel schlicht zu teuer für das Einstiegssegment.

Ebenfalls lesenswert: Dell flirtet mit AMD wegen Intels Versorgungslage

Fakten zur Reanimierung der Intel-CPUs im 22-nm-Prozess:

  • Intel hat bekannt gegeben, dass man ab sofort wieder mindestens eine alte CPU im 22-nm-Prozess fertigen wird. Diese Änderung gilt ausschließlich für CPUs im Einsteigersegment.
  • So wird der eigentlich im Jahr 2013 neu vorgestellte Pentium G3420 als Neuware produziert.
  • Der 14-nm-Prozess scheint vollständig ausgelastet mit der Fertigung von Core- und Xeon-Prozessoren.
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Quelle: Intel

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    • Kommentare (56)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Niemand braucht eine solche CPU, auch nicht von Intel.
        Es gibt doch schon alles an Rechenleistung.
        Scheinbar bin ich zu dumm solche Züge zu verstehen.
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Niemand braucht eine solche CPU, auch nicht von Intel.
        Es gibt doch schon alles an Rechenleistung.
        Scheinbar bin ich zu dumm solche Züge zu verstehen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Dass das MCM-Konzept bei Zen2 so gut und reibungslos funktioniert, war auch eine kleine Überraschung. Genauso wie die guten Preise trotz 7 nm beziehungsweise, wenn man den 14-nm-Anteil zuvor im Fokus hatte, das gute Verhältnis aus Taktrate und Verlustleistung (vor allem im Server-Segment). Umgekehrt war auch von Zen1 bekannt, dass es viele Kerne geben würde und auch hier hat erst der Preis den richtigen Schlag draus gemacht.

        Zitat von Rollora
        Hmm unter Yieldrate habe ich immer die Zahl der (unter gewissen Bedingungen) funktionierenden Chips verstanden. Quasi die Rate an guten Chips, also das Gegenteil der Ausfallrate. Die ist durchaus auch Taktabhängig. Erreicht man eine hohe Taktrate nur selten, ist die Yieldrate einer bestimmten, hoch getakteten CPU halt sehr niedrig. Natürlich auf den Chip selbst gerechnet, sofern man ihn mit geringerer Taktrate dann verscherbeln kann, kann die Yieldrate immer noch hoch sein, aber auf eine (angenommene) 8 Core 5 Ghz CPU kann die Yieldrate dann niedrig sein. Gut, das ergibt dann am Ende natürlich eine Produktionskapazität. Aber unter Produktionskapazität verstehe ich eher den theoretisch möglichen Output, die Yieldrate ist ja nur eine Variable dazu.
        Strenggenommen hast du recht: Ein Die, der den geforderten Takt nicht hält, ist ebenfalls Ausschuss und zieht den Yield nach unten. Allerdings ist es im CPU-Geschäft allgemein üblich, zumindest am günstigen Ende des Embedded- oder Mobile-Bereich irgendwelche extra lahme SKUs anzubieten, sodass selbst Dies mit weniger als 50 Prozent des maximal anvisierten Taktes verkauft werden können. Derart stark schwankt die Produktion aber eigentlich nicht, sodass in der Praxis eigentlich nur funktionsunfähige Einheiten den Yield beeinträchtigen. Hier hatte Intel wohl lange Zeit große Probleme mit 10 nm, seit gut einem Jahr hört man aber nichts mehr diesbezüglich. Die Taktziele für Ice Lake U sind dagegen für i3 auf Augenhöhe mit Canon Lake U und für i7 nur wenig darüber. Hier hat Intel also keine großen Sprünge gemacht beziehungsweise wenn das ihr einziges Problem gewesen wäre, hätten sie mit 10 nm und noch einmal ein paar 100 MHz weniger schon vor Jahren den Ulta-Mobile-Markt fluten und so etwas mehr Leistung bieten und 14-nm-Ressourcen freimachen können. Konnten sie aber nicht, die Taktbarkeit ist ein neues Problemfeld, nachdem das alte weitestgehend gelöst wurde.

        In Anbetracht der sich erhährtenden Hinweise auf Rocket Lake bis möglicherweise 2022 würde ich sogar sagen: Intel sieht diesmal selbst keinen schnellen Ausweg. 2015 wurde die erste 10-nm-Generation für 2016 erwartet. 2016 für 2017. 2017 für 2018 und 2018 für 2019. Jetzt haben wir zum ersten Mal seit 2014 einen Moment, in dem es nicht heißt "10 nm Desktop ist gleich fertig", sondern "erst in zwei Jahren".

        Zitat von Eragoss
        Ist doch nix dramatisches, kommen halt EinstiegsCPU's mit 2 oder 4 Kernen im 22nm Prozess. Die OEM's werden wohl gesagt haben, schickt uns 4 Kerner egal ob die 35 oder 45 Watt TDP haben für die Officekisten / Massengeschäft. So what, dann halt so gegen die Lieferschwierigkeiten ankämpfen...
        Die gleichen OEMs, denen wir es zu verdanken haben, dass jährliche Rebrands identischer Produkte erscheinen, um etwas mit einer neuen Bezeichnung vermarkten zu können, sollen im Jahr 2019 begeistert einen Pentium G3420 abnehmen?
        Ich sag mal:

        Zitat von boedefelt
        Erstausbeute – Wikipedia

        Kleiner Tipp, was du da in letzter Zeit abziehst ist zu offensichtlich......
        Ich gebe zu, dass ich mich selbst nicht ganz eindeutig ausgedrückt habe, sondern voraussetzte, dass der Leser den Schluss von "Anzahl der belichtbaren Chips ist durch die verfügbaren Fertigungsstraßen fix limitiert" + "Anteil der verkaufbaren unter den belichteten Chips fällt" zu "schlechte Produktionsausbeute = wenig verkaufbare Chips" dem Leser überlassen habe.

        Aber was du mit deinem zweiten Satz aussagen willst, ist mir umgekehrt vollkommen unklar.

        Zitat von AngelJdF
        Ich freu mich jetzt schon wieder, wenn wir in der Arbeit demnächst mit "neuer" Hardware ausgestattet werden. Der Staat kauft ja stets den billigsten Schrott ein, wegen europaweiten Ausschreibungspflicht. Bis 1.000 Euro darf man sich auf örtlicher Ebene noch selber Gedanken machen und muss halt nur dokumentieren, im Internet mindestens 3 Vergleichsangebote rausgesucht zu haben. Bei höheren Bestellungen "kümmert" sich jedoch die vorgesetzte Behörde darum und es gibt plötzlich keinen Preis/Leistungsvergleich mehr (die Spezifikationsanforderungen beim Staat werden nach GHz bemessen, nix Benchmarkleistung) und nur noch der billigste Schrott wird angekarrt. War im Jahr 2012 auch so, als Altschrott mit technischen Stand 2006 angekarrt wurde. Solche "Kunden" habe die Partner von Intel gerne, für die reichen 22mm. Die Gewinnmarge explodiert da geradezu, wenn gleich mal 6.500 Stück eingekauft werden ohne dass jemals jemand den Thin Client und/oder Notebook und/oder Serverhardware getestet hat. Ich wollte nur deutlich machen, dass es genug Absatzmärkte für "neue alte" Hardware gibt.
        Wenn ihr in eure Ausschreibungen hohe Anforderungen an Leistung und Stromverbrauch schreibt, sollte alter Schrott keine Chance haben.

        Zitat von Basileukum
        Gar nicht kann es sein. AMD werkelt ja auch schon mit 7nm bei unter 100 Euro.

        Halt wieder blödes Geschwätz aus der Hardwarekartelllandschaft. Da läßt man nun eben AMD etwas "Luft" und die dürfen ein bißerl Dampf machen. In einem Kartell kannst ja eine deiner Firmen mit technischer Entwicklung, Zulieferer etc., beglücken, während die andere dann halt verknappt wird. So hat immer mal einer die Nase vorn und es entsteht der Eindruck von "Markt".

        Der einfach gestrickte Depp nimmt das dann für bare Münze.
        Die günstigste AMD-CPU mit 7-nm-Anteil ist der Ryzen 5 3600 und der kostet 190 Euro, besteht aber flächenmäßig zu circa 60 Prozent aus 14-nm-Silizium. Bei Grafikkarten mit 100-Prozent-7-nm-GPU beträgt der Einstiegspreis 300 Euro. Unter 100 Euro dürfte 7 nm noch auf sich warten lassen.
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Pu244
        nur haben wenige damit gerechnet, dass Zen 2 so genial wird.
        So wie ich das ganze im Kopf habe, war die eigentliche Überaschung Zen 1. Zen 1+ und Zen2 waren konsequente Weiterentwicklungen mit wenig bis gar keinem Überaschungspotenzial mehr. Der enorme Zuwachs an Kernen und damit an MC Leistung kam ja im Wesentlichen durch 7nm, was aber eben auch keine Überaschung war, sondern vier Jahre vorher geplant war. Der IPC Zuwachs von 1 auf 1+ auf 2 ware jeweils im "normalen" Bereich, die Gamingleistung ist etwas stärker angewachsen, was aber eben durch den angekündigten Gamingcache auch relativ naheliegend war.

        Zur Schublade muss ich sagen, dass diese in meinen Augen relativ voll ist, man hat diverse Architekturen in Arbeit, einige sogar fertig und kann diese nun mangels funkionierendem Verfahren nicht nutzen. Mit WillowCove ahben sie wohl auch einen ähnlichen IPC Zuwachs zu verzeichnen wie Zen2, im Gegensatz zu TSMC (AMD) kann die Intelfertigung aber die Taktraten nicht verbessern, sondern verlieren Takt und damit sind sie dann wieder hinter AMD. Ich denke, dass Intel schon die Möglichkeit hätte einen 16Kerner mit WillowCove auf die Bahn zu bringen (Kosten ist mal eine andere Seite), denke aber, dass sie arge Probleme haben diesen auf 4Ghz+ zu beschleunigen. Mit 4Ghz würden sie aber in allen wichtigen Benches weiter hinter AMD bleiben und das wäre gleichbedeutend mit einer Opfergabe seitens Intel. Daher wird man diese Chips einfach nicht rausbringen um ihr Gesicht nicht zu verlieren.
      • Von Basileukum Software-Overclocker(in)
        Zitat von Tech_Blogger
        Wie kann den bitte das sein?
        Gar nicht kann es sein. AMD werkelt ja auch schon mit 7nm bei unter 100 Euro.

        Halt wieder blödes Geschwätz aus der Hardwarekartelllandschaft. Da läßt man nun eben AMD etwas "Luft" und die dürfen ein bißerl Dampf machen. In einem Kartell kannst ja eine deiner Firmen mit technischer Entwicklung, Zulieferer etc., beglücken, während die andere dann halt verknappt wird. So hat immer mal einer die Nase vorn und es entsteht der Eindruck von "Markt".

        Der einfach gestrickte Depp nimmt das dann für bare Münze.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von altStrunk
        Ich gehörte zu den Leuten die der Überzeugung waren das Intel da noch was in der Schublade haben. Irgendwie frag ich mich jetzt was die die ganze Zeit gemacht haben.
        Man muß fairerweise dazu sagen, dass die Schublade reich gefüllt war, da hat sich über die Jahre einiges angesammelt. 6, 8 und jetzt bald 10 Kerne im Mainstream, 18 Kerne für den HEDT, 28 Kerne im absoluten High End sowie bis zu 5 GHz Takt, das hat schon einiges hergemacht. Damit konnten sie AMD ganze zwei Jahre bequem auf Abstand halten, nur haben wenige damit gerechnet, dass Zen 2 so genial wird. Da müßte jetzt dann Ice Lake her, der würde einiges bringen (wenn man ihn auf 5 GHz takten könnte), nicht nur die knapp 20% mhr an IPC, sondern auch AVX 512 und mehr Kerne für HEDT und die Server.

        Allerdings läßt der weiter auf sich warten und damit hat AMD (hoffentlich noch einige Zeit) freie Bahn.
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