Intel 18A: Hohe Performance- und Effizienz-Zuwächse - vor allem bei schnellen Produkten

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Intel 18A: Hohe Performance- und Effizienz-Zuwächse - vor allem bei schnellen Produkten
Quelle: Intel

Auf dem VLSI Symposium hat Intel ein weiteres Mal die Fortschritte der neuen 18A-Fertigung präsentiert. Wie üblich legen die Performance, die Effizienz und die Packdichte zu. Vor allem dann, wenn auf Geschwindigkeit optimiert wird.

Der Start der Massenproduktion von Intels 18A-Fertigung - dem Hoffnungsträger des hauseigenen Foundry-Geschäfts - rückt immer näher. Im zweiten Halbjahr sollen die ersten Chips endlich serienmäßig vom Band laufen. Jetzt, kurz vorher, hat das Unternehmen noch einmal einen Blick auf die Fortschritte der neuen Fertigung gegeben. Intel war auf dem VLSI Symposium in Japan zugegen und hat 18A dort mit dem Vorgänger Intel 3 verglichen.

Schneller, effizienter und kompakter

Nachdem die 18A-Fertigung nur noch kurz von ihrer Serienreife entfernt ist, dürften die gemachten Angaben wohl schon nahezu vollständig dem tatsächlich fertigen Produkt entsprechen. Mithilfe der neuen GAA-Transistoren und den ebenso neuen, rückwärtigen Verdrahtungsebenen - alias Backside Power Delivery Network (BSPDN) - will Intel deutliche Fortschritte bei Transistordichte, Performance und Effizienz erreichen.

Zu zwei Referenzpunkten gibt es konkrete Angaben: Bei knapp über 0,75 Volt sollen die Transistoren gegenüber Intel 3 wahlweise 18 Prozent schneller oder mit 38 Prozent reduziertem Verbrauch laufen. Bei etwas mehr als 1,1 Volt - also im Bereich deutlich höherer Taktraten - sollen hingegen sogar 25 Prozent mehr Performance oder ein um 36 Prozent reduzierter Verbrauch möglich sein.

Vor allem bei hohen Taktraten soll 18A einen großen Leistungszuwachs ermöglichen. Quelle: Intel Vor allem bei hohen Taktraten soll 18A einen großen Leistungszuwachs ermöglichen. Parallel dazu verspricht das Unternehmen auch bei der Packdichte deutliche Fortschritte. Unter anderem sollen die mit 18A bereitgestellten Standardzellen wesentlich kompakter ausfallen. Die auf Geschwindigkeit optimierten Zellen sind 25 Prozent kleiner als bei Intel 3, die auf Packdichte optimierten Zellen 24 Prozent. Bei SRAM-Speicherzellen sinkt der Flächenverbrauch der schnellen Ausführung hingegen um 23 Prozent, während die kompakte Ausführung um 12,5 Prozent kleiner wird.

18A gibt es erneut mit auf Leistung und auf Performance optimierten Zellen. Diese sollen im Vergleich zu Intel 3 über 30 Prozent kleiner ausfallen. Quelle: Intel 18A gibt es erneut mit auf Leistung und auf Performance optimierten Zellen. Diese sollen im Vergleich zu Intel 3 über 30 Prozent kleiner ausfallen. Auch bei der SRAM-Größe legt 18A gegenüber Intel 3 zu. Vor allem der auf Geschwindigkeit optimierte SRAM (HCC) wird deutlich kompakter - um knapp 33 Prozent. Quelle: Intel Auch bei der SRAM-Größe legt 18A gegenüber Intel 3 zu. Vor allem der auf Geschwindigkeit optimierte SRAM (HCC) wird deutlich kompakter - um knapp 33 Prozent. Mit Blick auf die Verschaltung spricht Intel von drei Varianten: Die 18A-Fertigung soll es mit 17, 21 oder 22 Metalllagen geben. Im Extremfall gibt es gegenüber Intel 3 damit eine Ebene mehr. Dieser Aufbau dürfte aber nur bei besonders kostspieligen Chips zum Einsatz kommen. Sechs der Ebenen liegen dabei hinter dem Chip - sie stellen die Energieversorgung bereit.

Ebenso interessant: Intel: Neue Bartlett Lake-S CPU ohne Effizienz-Kerne aufgetaucht

Obwohl die Performance und die Packdichte offenbar vor allem bei den auf Geschwindigkeit optimierten Bausteinen zulegen werden, wird Intel 18A zunächst nicht für High-End-Produkte im Desktop- oder Server-Segment einsetzen. Stattdessen soll die Fertigung im Endkundenmarkt als Panther Lake debütieren - und das ausschließlich im Notebook. Zudem ist der Einsatz im Server-Segment geplant - als Teil von Clearwater Forest, wo ausschließlich E-Kerne verbaut werden. Wann 18A weit genug ausgereift sein wird, um damit auch schnellere High-End-Modelle zu fertigen, bleibt abzuwarten.

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Quelle: Techpowerup / Hardwareluxx

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        N3 war beinahe eine Totgeburt. TSMC hatte feste Chipmengen mit Apple vereinbart und war anfangs gezwungen, alle nur greifbaren Kapazitäten auf die (teilweise) Erfüllung dieser Verträge zu konzentrieren, weil die Defektraten so hoch waren. Bei N5 hat es tatsächlich ewig vom A14 2020 bis zu Ryzen 7000 gedauert. Aber das lag halt auch daran, dass es AMD bei/dank Ryzen 5000(-3D) lange Zeit überhaupt nicht nötig hatte, in etwas besseres (=teureres) zu investieren, sondern sich Zeit lassen konnte. Es verging aber kein Monat, bis der erste Apple-Konkurrent ein weiteres Smartphone N5 rausgebracht hat. Und Nvidia ist zwei Jahre nach Apples erstem N5 sogar schon direkt auf die Verfeinerung N4 gesprungen, nachdem man zuvor halt bei Samsung eingebucht war.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        N3 war beinahe eine Totgeburt. TSMC hatte feste Chipmengen mit Apple vereinbart und war anfangs gezwungen, alle nur greifbaren Kapazitäten auf die (teilweise) Erfüllung dieser Verträge zu konzentrieren, weil die Defektraten so hoch waren. Bei N5 hat es tatsächlich ewig vom A14 2020 bis zu Ryzen 7000 gedauert. Aber das lag halt auch daran, dass es AMD bei/dank Ryzen 5000(-3D) lange Zeit überhaupt nicht nötig hatte, in etwas besseres (=teureres) zu investieren, sondern sich Zeit lassen konnte. Es verging aber kein Monat, bis der erste Apple-Konkurrent ein weiteres Smartphone N5 rausgebracht hat. Und Nvidia ist zwei Jahre nach Apples erstem N5 sogar schon direkt auf die Verfeinerung N4 gesprungen, nachdem man zuvor halt bei Samsung eingebucht war.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Bei N7 kam die Instinct MI60 zwei Monate nach dem Iphone X, Ryzen 3000 10 Monate danach. Von daher sind die 2026er AMD-Ankündigung gezählt von Apples A20 nicht wirklich früh dran. Es gab Generationen mit deutlich längerer Apple-exklusiv-Phase, aber die lagen mehrheitlich vor der Umstellung von AMD-Rechenzentrumsprodukten auf TSMC-Fertigung. Für die Zen-6-Desktop-Palette wiederum wird nur N3 erwartet und bis zu N2-nicht-KI-GPUs dürfte auch noch einige Zeit vergehen.
        N7 war mit Zen 2, MI60, VII tatsächlich früh und sehe ich in dem vergangenen Jahrzehnt eher als Ausnahme bei N5 und N3 waren es bis zu Consumerprodukten knapp 1,5-2 Jahre wenn ich das jetzt richtig im Kopf hab
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Oppenheimer
        Schon wieder eine "gute" NEWS von/über INTEL !?!
        Das wird doch nicht etwa doch noch was werden ...
        Die einzige Form von negativen Nachrichten, die es bei Intel (und anderen) lange vor Launch gibt, sind Terminverschiebungsvermutungen. Alles andere klingt immer gut. Leider ändert sich das manchmal, je näher der Launch kommt/nachdem er stattgefunden hat.

        Zitat von Rollora
        Einen theoretischen Vergleich bei Dichte und Taktrate hat man hier vor ein paar Monaten Mal gesehen.
        Aber zwischen Labor und Echtem Einsatz ist halt oft nochmal ein Unterschied.

        Ich würd mir ja tatsächlich wünschen Intel könnte hier TSMC Paroli bieten, zum einen weil ich hoffe, dass man Produkttechnisch endlich wieder Mal kleckert.
        Bzw könnte es gerade im GPU Bereich nicht Schaden mal einen Mode vorne zu sein.
        Etwa wenn Nvidia und AMD in ihrer nächsten Gen auf N3 gehen und Intel intern mit 18A-P fertigen kann
        Gerüchten zu Folge hat Intel relativ große TSMC-2-nm-Kapazitäten gebucht hat. Die pessimistische Interpretation ist, dass 18A so seine Probleme hat (siehe auch Verschiebungen) und Intel weiterhin einen besseren, externen Prozess für wirklich leistungsfähige Prozessoren braucht. Die optimistische lautet, dass 18A durchaus okay ist, aber nicht überragend und man erstmal vorsichtig die CPUs auf In-House zurück migriert. Ein Wechsel der GPU-Entwicklung auf hauseigene Prozesse ist dagegen sehr unwahrscheinlich, denn aktuell hat Intel nichts anderes großes im Ofen, dass sie eher in N2 fertigen lassen könnten als die seit jeher darauf fokussierte GPU-Entwicklung.

        Zitat
        Nun das gibt's halt nicht direkt, weil kaum wer bei beiden fertigt.

        Interessant ist hier aber der zeitliche Ablauf aktuell.
        Während früher bei neuen Prozessen Apple zuerst kam, dann andere Mobil Chips und oft erst 2 Jahre später Mal CPUs, GPUs wird AMD schon nächstes Jahr N2 Prozessoren für Server vorstellen wie es scheint.

        Warum so früh kann nur gemutmaßt werden. Denn so früh auf einen neuen Prozess zu wechseln bei den Wafer Preisen ist seltsam, weil rein von Preis/Leistung/Effizienz her hätte AMD dafür aktuell null Bedarf.

        Was sein kann ist, dass sie vorab auf Intel 18A Produkte einstellen, die ja auch nächstes Jahr kommen sollen.
        Die tatsächlichen Performance Werte kennt AMD ja schon
        Bei N7 kam die Instinct MI60 zwei Monate nach dem Iphone X, Ryzen 3000 10 Monate danach. Von daher sind die 2026er AMD-Ankündigung gezählt von Apples A20 nicht wirklich früh dran. Es gab Generationen mit deutlich längerer Apple-exklusiv-Phase, aber die lagen mehrheitlich vor der Umstellung von AMD-Rechenzentrumsprodukten auf TSMC-Fertigung. Für die Zen-6-Desktop-Palette wiederum wird nur N3 erwartet und bis zu N2-nicht-KI-GPUs dürfte auch noch einige Zeit vergehen.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Incredible Alk
        Der viel entscheidendere Vergleich dürfte sein, wie Intel 18A/14A gegen TSMC-3 und TSMC-2 aussieht.
        Man darf gespannt sein.
        Einen theoretischen Vergleich bei Dichte und Taktrate hat man hier vor ein paar Monaten Mal gesehen.
        Aber zwischen Labor und Echtem Einsatz ist halt oft nochmal ein Unterschied.

        Ich würd mir ja tatsächlich wünschen Intel könnte hier TSMC Paroli bieten, zum einen weil ich hoffe, dass man Produkttechnisch endlich wieder Mal kleckert.
        Bzw könnte es gerade im GPU Bereich nicht Schaden mal einen Mode vorne zu sein.
        Etwa wenn Nvidia und AMD in ihrer nächsten Gen auf N3 gehen und Intel intern mit 18A-P fertigen kann
        Zitat von hrIntelNvidia
        Intel ist der Ankündigungsweltmeister. Ich warte auf Test und auf Vergleich mit den entsprechenden TSMC-Prozessen.
        Nun das gibt's halt nicht direkt, weil kaum wer bei beiden fertigt.

        Interessant ist hier aber der zeitliche Ablauf aktuell.
        Während früher bei neuen Prozessen Apple zuerst kam, dann andere Mobil Chips und oft erst 2 Jahre später Mal CPUs, GPUs wird AMD schon nächstes Jahr N2 Prozessoren für Server vorstellen wie es scheint.

        Warum so früh kann nur gemutmaßt werden. Denn so früh auf einen neuen Prozess zu wechseln bei den Wafer Preisen ist seltsam, weil rein von Preis/Leistung/Effizienz her hätte AMD dafür aktuell null Bedarf.

        Was sein kann ist, dass sie vorab auf Intel 18A Produkte einstellen, die ja auch nächstes Jahr kommen sollen.
        Die tatsächlichen Performance Werte kennt AMD ja schon
      • Von Hübie Software-Overclocker(in)
        Bin gespannt wie sich die Aktie entwickelt. 😁👌🏼
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