Intel 18A: Fertigung hat "Meilenstein" erreicht - die ersten Chips laufen schon
Intel hat gute Nachrichten zur eigenen Fertigung veröffentlicht: Die ersten Chips im 18A-Prozess sind fertig, lauffähig und sogar vor ihrem Zeitplan. Dieser Meilenstein dürfte für das Foundry-Geschäft wichtig werden.
Nach vielen Jahren des annähernden Stillstands bei Intels Halbleiterfertigung hat das Unternehmen 2021 angekündigt, mit dem 5N4Y-Programm wieder zum Marktführer zu werden. Bis 2025 sollten demnach die Prozesse Intel 7, 4, 3, 20A und 18A serienreif werden. Der letzte Prozess, Intel 18A, sollte dabei ausreichen, um endlich wieder den Sprung vor die Foundry TSMC zu schaffen, die derzeit den Markt dominiert.
Erste Prozessoren fertig
Offenbar sieht sich Intel dabei weiterhin auf gutem Weg, dieses Ziel zu erreichen. Per Pressemitteilung hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass erste Prozessoren, die auf 18A setzen sollen, - konkret die Client-Produkte Panther Lake und die Server-Chips Clearwater Forest - bereits gefertigt wurden. Zudem sollen die Prozessoren auch bereits lauffähig sein: Erste Tests, bei denen ein nicht näher genanntes Betriebssystem gestartet wurde, waren offenbar erfolgreich.
"We are encouraged by our progress and are working closely with customers to bring Intel 18A to market in 2025."
"Wir sind durch unsere Fortschritte ermutigt und arbeiten eng mit unseren Kunden zusammen, um Intel 18A im Jahr 2025 auf den Markt zu bringen."
Quelle: Intel
Passend zur Erfolgsmeldung hat Intel Bilder von 18A-Wafern veröffentlicht.
Intel erwartet deshalb, dass der ursprüngliche Zeitplan eingehalten werden kann. Die ersten Chips sind angeblich sogar vor ihrem Zeitplan, und auch die Yield-Rate von 18A soll - gemessen am frühen Entwicklungsstand - gut sein. Es bleibt deshalb beim Plan, 2025 die Serienproduktion zu beginnen. Im ersten Halbjahr soll zudem auch der erste Kunde seine Chips in dem Prozess fertigen lassen, nachdem seit vergangenem Monat das entsprechende Softwarekit zur Verfügung steht.
Bis zum tatsächlichen Release der ersten 18A-Produkte muss aber natürlich noch viel glattlaufen - vor unvorhergesehenen Problemen ist kein Halbleiterhersteller verschont. Falls das aber gelingt, wäre die neue Fertigung wohl tatsächlich ein großer Sprung. Denn mit 18A will Intel Transistoren im GAA-Aufbau und gleichzeitig die Backside Power Delivery nutzen, um die Stromversorgung deutlich zu verbessern. Beide Technologien werden zwar schon kurz vorher mit 20A eingeführt. Diese Node will Intel aber kaum in der Serienfertigung, sondern sozusagen als Vorabversion nutzen.
Quelle: Intel
Mit der 18A-Fertigung soll Intels Halbleiterfertigung wieder führend werden.
Passend zum Thema: [PLUS] Neue Transistor-Formen: So werden neue CPUs und GPUs gefertigt
Gewissermaßen ist die 18A-Fertigung damit der Hoffnungsträger von Intels Foundry-Sparte. Inwiefern es gelingen wird, mit dem neuen Prozess namhafte Kunden zu finden und sich auch abseits der eigenen Sparten als große Foundry zu etablieren, bleibt dabei natürlich abzuwarten. Wünschenswert wäre es für das Unternehmen in jedem Fall, zumal man nach den letzten Quartalszahlen gute Nachrichten dringend gebrauchen könnte.
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TSMC braucht wieder ordentliche Konkurrenz, sonst klettern deren Preise ins Uferlose.
Aber TSMC steht natürlich auch nicht still, es wird spannend.
PCGH,
wäre toll wenn ihr die PR Zahlen von Intel und TSMC bei diesen Artikel nebeneinander stellt, sodass man verstehen kann welche Angaben gegen die Angaben des Konkurrenten antreten.
Das mediale Blutbad der letzten Tage und Wochen war an Peinlichkeit nicht zu überbieten. International wie national haben alle mit der Keule draufgehauen, einfach um des Sensationswillens und für die Klicks. Die Degradierungsproblematik will ich überhaupt nicht verharmlosen, nur wie sehr das Thema aufgebauscht wurde war schon weit fernab des gesunden Menschenverstandes.