Google: Meltdown und Spectre ohne Leistungsverlust behoben

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Google: Meltdown und Spectre ohne Leistungsverlust behobe
Quelle: Google

Google hat für die eigenen Server einen Weg gefunden, um Spectre und Meltdown ohne Leistungsverluste zu patchen. Während die Lösungen für Meltdown und Spectre Variante 1 noch recht schnell umgesetzt waren, benötigt Spectre Variante 2 eine Neukompilierung der Programme. Änderungen am Programmcode sind aber nicht notwendig.

Die von Meltdown und oder Spectre betroffenen Chiphersteller versuchen, in Zusammenarbeit mit den Entwicklern von Betriebssystemen die Sicherheitsrisiken durch die entdeckten Lücken zu minimieren. Wie wir bereits berichteten, kann das unter Umständen, insbesondere bei Servern, Rechenleistung kosten. Da Spectre die meisten Prozessoren betrifft, ist das natürlich ein Rückschlag für die Hersteller und insbesondere die Nutzer der Rechenchips.

Wie Google in einem Blogeintrag berichtet, soll der Schutz vor den Sicherheitslücken auf den Google Cloud Servern jedoch ohne Leistungsverluste möglich gewesen sein. Dabei kam eine eigene Lösung zum Einsatz: Bereits im September hat Google begonnen, die als Variante 1 (Spectre) und Variante 3 (Meltdown) bezeichneten Sicherheitslücken zu beheben.

Variante 2 - ebenso Spectre - erwies sich jedoch angeblich als schwieriger. Die Mitarbeiter dachten offenbar mehrere Monate lang, dass eine Deaktivierung der spekulativen Ausführung der einzige Lösungsweg sei. Das wiederum hätte definitiv einen Leistungsverlust nach sich gezogen, und zudem, laut Google, eine ungleichmäßige Priorisierung von Aufgaben durch die Prozessorkerne hervorgerufen.

Während die Gesamtperformance also vielleicht nur wenig gelitten hätte, wäre es möglich gewesen, dass einige Aufgaben trotzdem eine deutlich überdurchschnittliche Bearbeitungszeit gehabt hätten. Google hat allerdings eine Software-Lösung für Variante 2 gefunden, die "Retpoline" getauft wurde. Dieser Weg lässt die spekulative Ausführung aktiviert, sorgt aber dafür, dass ein Angreifer keinen Zugriff mehr auf die bearbeiteten Daten erhält.

Reptoline erfordert laut Google keine Änderungen am Programmcode, lediglich eine erneute Kompilierung der bestehenden Programme ist nötig. Der entsprechende Compiler ist von Google unter eine Open-Source-Lizenz gestellt worden. Die Lösung müsste natürlich flächendeckend eingesetzt werden, was zumindest für Privatanwender aufgrund der immensen Anzahl an x86-Software unwahrscheinlich gilt. Für geschlossene Systeme erscheint dieser Weg aber durchaus attraktiv.

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    • Kommentare (40)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von butzbert Freizeitschrauber(in)
        Zitat von hoffgang
        Casurin fasst es gut zusammen:



        Ob damit das Thema vorbei ist muss sich zeigen. Zumal: Man sollte, bevor man Kopf an Wand Smileys verbreitet, auch erkennen dass viele User kritisch im Konjunktiv über Intel & die Auswirkungen dieser Sicherheitslücken geschrieben haben.
        Man war sich relativ schnell einig dass es einen bestcase und einen worstcase gibt, wo man am Ende landet musste man eben abwarten. Zumal sich der Worstcase ja nicht aus Wunschdenken gebildet hat sondern anhand veröffentlichter Informationen / Tweets.
        Anscheinend ist man nochmal mit einem blauen Auge davongekommen, ob das stimmt, zeigt sich in der Zukunft.

        Ebensowenig wie ich es gutheiße Intels Untergang zu prophezeien kann ich mit dieser "na siehste ist doch alles super" Einstellung noch nichts anfangen. Das Problem war 14 Tage akut, schon kümmerts keinen mehr.
        Dabei sind halt noch einige Fragen offen, z.b. was passiert mit CPUs Pre Skylake, kommen hier noch fixes, was ist mit der Aktiennummer von Intels CEO (woraus man ableiten kann, wie lange hat Intel das gewusst und die Chancen eingeordnet das Problem beheben zu können. Denn ich sag mal so: Hätts Googles Wunderwaffe vor 3 Monaten schon gegeben, niemand hätte irgendwas von alldem mitbekommen...)
        Es geht mir nicht um kritische Beiträge. Denke du weißt auch genau was ich meine. Da passen die Smilys mit der Wand auch bestens.
      • Von butzbert Freizeitschrauber(in)
        Zitat von hoffgang
        Casurin fasst es gut zusammen:



        Ob damit das Thema vorbei ist muss sich zeigen. Zumal: Man sollte, bevor man Kopf an Wand Smileys verbreitet, auch erkennen dass viele User kritisch im Konjunktiv über Intel & die Auswirkungen dieser Sicherheitslücken geschrieben haben.
        Man war sich relativ schnell einig dass es einen bestcase und einen worstcase gibt, wo man am Ende landet musste man eben abwarten. Zumal sich der Worstcase ja nicht aus Wunschdenken gebildet hat sondern anhand veröffentlichter Informationen / Tweets.
        Anscheinend ist man nochmal mit einem blauen Auge davongekommen, ob das stimmt, zeigt sich in der Zukunft.

        Ebensowenig wie ich es gutheiße Intels Untergang zu prophezeien kann ich mit dieser "na siehste ist doch alles super" Einstellung noch nichts anfangen. Das Problem war 14 Tage akut, schon kümmerts keinen mehr.
        Dabei sind halt noch einige Fragen offen, z.b. was passiert mit CPUs Pre Skylake, kommen hier noch fixes, was ist mit der Aktiennummer von Intels CEO (woraus man ableiten kann, wie lange hat Intel das gewusst und die Chancen eingeordnet das Problem beheben zu können. Denn ich sag mal so: Hätts Googles Wunderwaffe vor 3 Monaten schon gegeben, niemand hätte irgendwas von alldem mitbekommen...)
        Es geht mir nicht um kritische Beiträge. Denke du weißt auch genau was ich meine. Da passen die Smilys mit der Wand auch bestens.
      • Von hoffgang BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von butzbert
        Von unseren ganzen Panikmachern im Forum hört man jetzt nix dazu Wieviele hier am schreiben wahren wie schlecht das für die Server Ist. Das die nie dahinter kommen, wie die Leistung der Rechner fällt. Das Intel ihren Laden dicht machen kann und blablabla. Alles nur heiße Luft von Menschen mit hohen PC Kenntnissen
        Casurin fasst es gut zusammen:

        Zitat von Casurin
        Retpoline funktioneirt recht gut, ist aber kein fix für die Lücke sondern schützt nur das neu kompilierte Programm - wobei dort noch offen steht ob nicht trozdem ein weg drum rum gefunden wird (aber dank der natur von Retpoline wahrscheinlich nicht oder nur viel langsamer).
        heist aber leider auch wenn man ältere Sotware nutzt ist es ziemlich Nutzlos es sei den sie ist OpenSource und man kann sie neu kompilieren (und sie ist auch noch mit dem Compiler und der Platform kompatibel).


        Ob damit das Thema vorbei ist muss sich zeigen. Zumal: Man sollte, bevor man Kopf an Wand Smileys verbreitet, auch erkennen dass viele User kritisch im Konjunktiv über Intel & die Auswirkungen dieser Sicherheitslücken geschrieben haben.
        Man war sich relativ schnell einig dass es einen bestcase und einen worstcase gibt, wo man am Ende landet musste man eben abwarten. Zumal sich der Worstcase ja nicht aus Wunschdenken gebildet hat sondern anhand veröffentlichter Informationen / Tweets.
        Anscheinend ist man nochmal mit einem blauen Auge davongekommen, ob das stimmt, zeigt sich in der Zukunft.

        Ebensowenig wie ich es gutheiße Intels Untergang zu prophezeien kann ich mit dieser "na siehste ist doch alles super" Einstellung noch nichts anfangen. Das Problem war 14 Tage akut, schon kümmerts keinen mehr.
        Dabei sind halt noch einige Fragen offen, z.b. was passiert mit CPUs Pre Skylake, kommen hier noch fixes, was ist mit der Aktiennummer von Intels CEO (woraus man ableiten kann, wie lange hat Intel das gewusst und die Chancen eingeordnet das Problem beheben zu können. Denn ich sag mal so: Hätts Googles Wunderwaffe vor 3 Monaten schon gegeben, niemand hätte irgendwas von alldem mitbekommen...)
      • Von butzbert Freizeitschrauber(in)
        Von unseren ganzen Panikmachern im Forum hört man jetzt nix dazu Wieviele hier am schreiben wahren wie schlecht das für die Server Ist. Das die nie dahinter kommen, wie die Leistung der Rechner fällt. Das Intel ihren Laden dicht machen kann und blablabla. Alles nur heiße Luft von Menschen mit hohen PC Kenntnissen
      • Von Zappaesk Volt-Modder(in)
        Zitat von Paunaro
        Wer arbeitslos ist und auch sonst nix zu tun hat, kann sicher den ganzen Tag rumfrickeln und trotzdem nichts produktives erreichen. Für den ist das sicher ne Lösung.
        Ganz genau so ist es!
        Oh mann, bitte Scheuklappen abnehmen und in der Realität ankommen!
      • Von Paunaro
        Zitat von Zappaesk
        Deswegen hab ich ja schon ne Weile kein Windows mehr
        Wer arbeitslos ist und auch sonst nix zu tun hat, kann sicher den ganzen Tag rumfrickeln und trotzdem nichts produktives erreichen. Für den ist das sicher ne Lösung.
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