Foundry: Intel will gerne Chips für AMD produzieren - Realistisch?
Intel versucht, seine Auftragsfertigung auszubauen, und hatte den Intel Foundry Services Direct Connect veranstaltet. CEO Gelsinger betont, dass er auch Chips für AMD und Nvidia produzieren will. Das ist aber kompliziert.
Auf der Intel Foundry Services Direct Connect hat der Konzern am Mittwoch seine Pläne für den Foundry Service vorgestellt, den CEO Pat Gelsinger als Wettbewerb zu TSMC etablieren will. Dazu muss man natürlich einerseits eine wettbewerbsfähige Fertigung etablieren, aber auch andererseits Kunden an sich binden. Und das ist im Falle Intel gar nicht so einfach, denn als Chip-Architekt steht man da auch in direkter Konkurrenz zu den Kunden wie AMD und Nvidia. Ebendarum wurden schon Stimmen laut, Intel wäre mit einem Spin-off der Foundry Services gut beraten, aber die sind noch kein Thema. Dennoch will Gelsinger gerne auch die direkte Konkurrenz an Bord holen.
"Ich möchte also, dass meine Foundry von allen genutzt wird. Punkt. Wir wollen helfen, Nvidia-Chips und AMD-Chips, TPU-Chips für Google und Inferenz-Chips für Amazon zu bauen. Punkt. Wir wollen ihnen helfen und ihnen die stärksten, leistungsfähigsten und effizientesten Technologien zur Verfügung stellen, damit sie ihre Systeme bauen können. Punkt. Schluss."
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Ist das überhaupt realistisch?
Intel hat schon den einen oder anderen Kunden, mit dem man nicht rechnen würde. Foundry-Kopf Stu Pann nannte ARM einen der wichtigsten Kunden. Und ARM-CEO Rene Hass war sogar vor Ort. Für Microsoft fertigt man künftig auch Chips. Aber beide stehen wohl nicht ganz so scharf im Wettbewerb wie AMD und Nvidia. Der Knackpunkt ist hier, dass Intel über den Foundry-Service früh Zugang zu intellektuellem Eigentum von AMD und Nvidia bekommen würde und die CPU/GPU-Märkte beackert man gegenseitig.
Da stellt sich schon die Frage, ob es realistisch ist, dass AMD und Nvidia jemals Produkte bei Intel fertigen lassen werden. Die Antwort darauf ist aber nicht kategorisch Nein, denn über TSMC schwebt stets die Gefahr, dass China doch einmal Taiwan annektieren möchte und dann wird der Markt für Auftragsfertiger schnell überschaubar. Nvidia hatte seinen Ausflug mit Samsung bereits. TSMC bereitet sich auf solche Eventualitäten aber auch vor, indem man Fabriken im Ausland baut, die viele Fördergelder verschlingen, aber auch die politischen Gefahren senken.
Quelle: via Tom's Hardware

So naiv darf man nicht sein.
Cleverer Schachzug, Intel
Diese Chips sind alle aus Silizium, dennoch ist jeder anders. So könnte man bei Intel die Performance, von AMD die Effizienz und von anderen die Nischenspezialisierung kopieren und kombinieren. Fortschritt wäre dann aber wohl kaum noch möglich, Konkurrenz gibt´s ja dann keine mehr.
Mischen wir dann auch CISC mit RISC und anderen Architekturen?
Und bezüglich vieler anderer Vor- und Nachteile lässt sich oft sagen, dass sie einander bedingen. Klar kannst du mit einem vereinfachten ARM-Befehlssatz einen viel kleineren Decoder (oder gar keinen) verwenden und so viel kleinere Kerne bauen. Aber du solltest dann nicht erwarten, dass die bei komplexen, vom Compiler zusammengestückelten Befehlen die IPC eines x86 erreichen. Genauso kannst du mit einem kurzen AMD-8-Stationen-plus-Uplink-Ringbus super flott acht Kerne in einem CCX miteinander verbinden. Aber sobald deine Berechnungen die enge Zusammenarbeit von mehr als acht Kernen erfordern, siehst du gegenüber Intels größeren Ringen oder gar Meshs kein Land mehr. Umgekehrt loosen letztere auf kurzen Strecken, wo andere Techniken schlicht schneller sind. Eine CPU ist immer ein Kompromiss und die großen Unterschiede in der Real-World-Performance resultieren daraus, ob der Kompromiss sinnvoll war oder an den Anforderungen des Markts vorbeigeht. Das Intel Skylake X mit Mesh gebaut hat, war zum Beispiel ein absoluter Flopp für HEDT-Nutzer, die 8 bis 12 Kerne wollten. Aber für 2X-Servermodelle war es unverzichtbar.
Für die Konkurrenz sind die grundsätzlicheren Ideen im nachhinein auch leicht nachvollziehbar, dafür braucht man nicht einmal die CPU selbst oder gar deren Baupläne. Aber das nützt einem halt nichts, wenn man in der eigenen Entwicklung die Weichen vor drei Jahren falsch gestellt hat. Intel hat über zwei Jahre gebraucht, um Netburst abzusägen und Desktop-CPUs auf Basis der ohnehin für mobile entwickelten Core-Architektur anzubieten. AMD brauchte sechs Jahre, um aus dem Bulldozer-Loch rauszukommen. Wenn man merkt, dass die eigenen Zielsetzungen eine Schnappsidee waren, ist es schon viel zu spät um bei der Konkurrenz nachzugucken, was die besser macht. Das grobe sieht man auch so, die Feinheiten sind hoffnungslos veraltet ehe man irgendwas davon in einem eigenen, neuen Prozessor umgesetzt hat.
Diese Chips sind alle aus Silizium, dennoch ist jeder anders. So könnte man bei Intel die Performance, von AMD die Effizienz und von anderen die Nischenspezialisierung kopieren und kombinieren. Fortschritt wäre dann aber wohl kaum noch möglich, Konkurrenz gibt´s ja dann keine mehr.
Mischen wir dann auch CISC mit RISC und anderen Architekturen?
Alles wird AMD nicht fertigen lassen.Es ginge auch noch das man zweigleisig fährt ein teil also die kleinen CPUS bei Intel und die großen bei TSMC.Durch das würde es nie mehr wieder ein Engpass geben.
Aber dafür müsste Intel gute Preise bei AMD aufrufen.Es wird also spannend sein ,welche Option hier in betracht gezogen wird.Würden die ganzen Hersteller also ausbleiben wäre das super schlecht für Intel.Ich könnte mir aber auch vorstellen wenn ein teil zu Intel wechselt.
Dann wäre es AMD egal,weil das frei gewordenen Contegent kauft dann AMD und kann so ebenso mehr Chips fertigen bzw Proudzieren lassen.AMD gewinnt also so oder so,egal wie sie sich Entscheiden werden.