Instabile Core-CPUs: Intel bestätigt auch Fertigungsprobleme
Intel hat ein finales Statement zu seinen Untersuchungen instabiler Core-CPUs aus der 13. und 14. Generation alias "Raptor Lake" und "Raptor Lake Refresh" ergänzt und Fertigungsprobleme eingeräumt, die aber bereits 2023 behoben wurden.
Intel hat gerade erst ein finales Statement zu seinen Untersuchungen der instabilen Core-CPUs aus der 13. sowie der 14. Generation alias Core-i-13000 ("Raptor Lake-S") und Core-i-14000 ("Raptor Lake Refresh") veröffentlicht. Direkt im Anschluss hat der Hersteller seine Stellungnahme plötzlich um einen weiteren Passus erweitert und Fertigungsprobleme von frühen Desktop-Prozessoren der 13. Core-Generation eingeräumt. Diese Core-CPUs können unter gewissen Umständen zu einer Elektronenübergangsreaktion ("Oxidation") neigen, so der Hersteller.
Wir können bestätigen, dass einige frühe Desktop-Prozessoren der 13. Core-Generation von einem Herstellungsproblem und Oxidation betroffen waren. Das Problem wurde jedoch an der Wurzel gepackt und mit Fertigungsverbesserungen im Jahr 2023 behoben. - Intel -
Mit den aktuellen Stabilitätsproblemen der CPUs der Serien Core-i-13000 ("RPL-S") und Core-i-14000 ("RPL-Refresh"), welche durch eine zu hohe Spannung ausgelöst werden und mittels Aktualisierung des Mikrocodes behoben werden sollen, habe dieses Fertigungsproblem aber nur wenig zu tun, so Intel weiter.
In der Ergänzung zur offiziellen Stellungnahme heißt es diesbezüglich weiter...
Wir haben es [das Oxidation-Fertigungsproblem] auch anhand der Instabilitätsberichte zu Desktop-Prozessoren der 13. Core-Generation untersucht und die bisherige Analyse hat ergeben, dass nur eine kleine Anzahl von Instabilitätsberichten mit dem Herstellungsproblem in Verbindung gebracht werden kann. - Intel -
Ganz ausgeschlossen ist dessen Einfluss damit aber nicht, da im Umkehrschluss "eine kleine Anzahl" der problembehafteten CPUs mit dem Herstellungsproblem in Verbindung gebracht werden kann. Der zweite Teil der Ergänzung spricht sehr wohl dafür, dass die eigentliche Ursache nach wie vor nicht ausgemacht wurde, denn die "erhöhten Spannungen" werden mittlerweile nur noch als "ein Schlüsselelement" bezeichnet. Es ist nicht ausgeschlossen, dass da noch mehr kommt.
Für das Instabilitätsproblem stellen wir einen Microcode-Patch bereit, der die Exposition gegenüber erhöhten Spannungen behebt, die ein Schlüsselelement des Instabilitätsproblems ist. - Intel -
Der Bug im eTVB ("Enhanced Thermal Velocity Boost"), allgemein zu hohe Spannungen und ein Fertigungsproblem in Form von Oxidation, welches frühe CPUs der 13. Core-Generation betrifft - nicht ausgeschlossen, dass die fortlaufenden Analysen weitere Baustellen zutage fördern werden.
Für das Instabilitätsproblem stellen wir einen Mikrocode-Patch bereit, der die Exposition gegenüber erhöhten Spannungen behebt, die ein Schlüsselelement des Instabilitätsproblems ist. - Intel -
Wie die PCGH damit umgeht und wie die Redaktion Core-CPUs zukünftig testen wird, haben unsere beiden Fachredakteure David Ney und Torsten Vogel in einer entsprechenden Meldung bereits ausführlich dargelegt.
Wie es weitergehend könnte, sollten BIOS-Updates mit einem neuen Mikrocode das Problem nicht lösen können, hat PCGH bereits beleuchtet. Auch ein vollständiger Rückruf kann mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen werden.
Wie eine Umfrage der Redaktion belegt, sind allein in der Community aus dem PCGH-X-Forum mehr als 60 Leser von dem Problem betroffen.