Trotz guter Zahlen: AMD verliert CPU-Marktanteile am Desktop - aber nur da

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Trotz guter Zahlen: AMD verliert CPU-Marktanteile am Desktop - aber nur da (1)
Quelle: AMD

Zahlen von Mercury Research zufolge hat AMD, für manche womöglich überraschend, Federn gelassen. So erreicht man an der Desktop-Front nur noch einen Marktanteil von 17,1 Prozent. Dem Erfolg tut das letztlich keinen Abbruch, da die Zahlen insgesamt gut ausfallen. Der Markt war schlicht zu riesig, ihn ohne eigene Fertigung besser zu bedienen.

AMD steht als Unternehmen aktuell hervorragend da. Jüngst erst wurden neue Rekordzahlen vorgestellt und so steht der Aktienkurs des Unternehmens erstmals in seiner Geschichte bei über 100 US-Dollar. Trotzdem verlor AMD im zweiten Quartal CPU-Marktanteile, wie aus Zahlen von Mercury Research hervorgeht. 17,1 zu 82,9 Prozent steht es zugunsten Intels im Bereich der Desktop-Prozessoren mittlerweile - das sind für AMD 2,3 Prozentpunkte weniger als im ersten Quartal 2021 und 2,1 Prozentpunkte weniger als im Jahresvergleich.

Dieser Umstand mutet zunächst kurios an, da AMD zuletzt auch an der CPU-Front Rekordabsätze verbuchen konnte. In absoluten Zahlen stimmt das auch. Tatsache aber ist, dass der Markt insgesamt größer wurde und man angesichts des Corona-getriebenen Home-Office- und Digitalisierungsbooms noch deutlich mehr CPUs hätte absetzen können, so denn auch verfügbar. Intel konnte hier mit seiner eigenen Fertigung offenkundig auftrumpfen und die hohe Nachfrage besser befriedigen.

Insgesamt gewinnt AMD Marktanteile gegenüber Intel

Überdies ist festzuhalten, dass der prozentuale Rückgang aufseiten AMDs ausschließlich den Desktop-Markt betrifft. Bei Notebook-Prozessoren steht AMD mittlerweile bei 20 Prozent - und somit 1,9 Prozentpunkte besser da als noch im ersten Quartal 2021. Im Jahresvergleich gewann man immerhin noch 0,1 Prozent. Noch weiter in Führung steht die Konkurrenz an der Server-Front, wo AMD im zweiten Quartal 2021 gerade einmal 9,5 Prozent des Marktes für sich beanspruchte. Doch auch hier arbeitete sich AMD voran: um 0,6 Prozentpunkte im Vergleich zu Q1 2021 und um 3,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Mehr zum Thema: Intel: Erstes Unternehmen, das TSMCs 3-nm-Fertigung bucht

Unterm Strich betrug der CPU-Marktanteil AMDs 22,5 Prozent, wobei ein Plus von 1,8 Prozentpunkten gegenüber dem ersten Jahresviertel und 4,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf der Habenseite steht. Hieran hat auch die Semi-Custom-Sparte ihren Anteil. Insbesondere zu nennen sind hier die x86-Prozessoren der Playstation 5 und Xbox Series X.

Quelle: Computerbase

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von belle Volt-Modder(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Wobei bei kleineren Intel Prozessoren wie den Core i5 11400 / 11500 der Stromverbrauch noch nicht so hart ins Gewicht fällt wie bei den großen Modellen, hinzu kommt PCIe 4.0 und wohl öfter ein verfügbares BIOS mit rBAR Unterstützung.

        Der 10400F ist auch nur noch in einem Shop für knapp unter 140€ zu haben, während derzeit der 11400F bei 164€ startet...
      • Von belle Volt-Modder(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Wobei bei kleineren Intel Prozessoren wie den Core i5 11400 / 11500 der Stromverbrauch noch nicht so hart ins Gewicht fällt wie bei den großen Modellen, hinzu kommt PCIe 4.0 und wohl öfter ein verfügbares BIOS mit rBAR Unterstützung.

        Der 10400F ist auch nur noch in einem Shop für knapp unter 140€ zu haben, während derzeit der 11400F bei 164€ startet...
      • Von markus1612 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von restX3
        Intel + Nvidia ist halt immer noch das Maß, besonders beim Gaming.
        Erzähl mir mehr.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Rollora
        Hat wohl 2 Gründe: beschränktes Wafer Kontingent, wofür ein guter Teil für die Konsolen SoCs drauf geht und dadurch bedingt hat AMD bislang nur wenige (4?) Zen 3 Prozessoren auf den Fesktop losgelassen. Im Preissegment unter 300 Euro- dort wo das Volumen liegt, hat Intel ein sehr gutes Sngebot gegen Zen2 und such die besseren Produktionskapazitäten
        Das schätze ich auch. Wäre der 5600X gleich beim jetztigen PReis (ca 250 Euro) gewesen und noch ein 5600 (ohne X) für ca 150-200 Euro würde das anders aussehen.
      • Von Lynx007 Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von belle
        AMD hat gegen den Core i5 11400F quasi nur den im Mittel etwas teureren, aber auch minimal langsameren Ryzen 5 3600.
        AMD hat beim Zen3 auch gehörtig die Preise nach oben gedreht. Gönne ich Ihnen auch. Aber würde ich zwingend einen CPU zum Zocken brauchen und nicht warten können, nicht auf Alderlake warten können, möglichst viel Leistung für möglichst wenig Geld suchen, würde ich auch zu keinem Ryzen greifen.

        Allerdings fiele mir der Grif zum stromhungrigen i5 11400f irgendwie etwas schwer. Der Geschwindkeitsvorteil gegenüber dem 20% grünstigeren 10400f fällt für mich mit 10% doch etwas zu teuer erkauft aus. Betrachtet man den Holzhammer mit dem der Leistungszuwachs erkauft wurde. PCiE4, 10 % mehr Leistung, aber auch 70 Watt anstat 40 Watt aus der Dose... Da würd ich wohl doch lieber zum ausderm noch günstigeren Vorgänger geifen.
      • Von belle Volt-Modder(in)
        AMD hat gegen den Core i5 11400F quasi nur den im Mittel etwas teureren, aber auch minimal langsameren Ryzen 5 3600.
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