Defekte Ryzen-CPUs: Auch Asrock mit Stellungnahme

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Defekte Ryzen-CPUs: Auch Asrock mit Stellungnahme
Quelle: AMD / Montage: Sven Bauduin

Die sich häufenden Ausfälle an Ryzen-9000-Prozessoren rufen erneut Asrock auf den Plan. Der Mainboard-Hersteller äußert sich nach über einem halben Jahr zum zweiten Mal, lässt aber weiterhin konkrete Aussagen vermissen.

In den vergangenen Monaten häuften sich die Berichte rund um defekte Ryzen-9000-Prozessoren. In den meisten Fällen diente laut den Meldungen ein Asrock-Mainboard als Unterbau; zumindest vereinzelt waren auch Nutzer mit Asus-Platinen betroffen. Letztgenannter Hersteller hat vor wenigen Tagen eine herzlich nichtssagende Stellungnahme veröffentlicht - jetzt meldet sich auch Asrock mit einer ähnlich neutralen Mitteilung.

Asrock verfolgt aufmerksam die jüngsten Diskussionen über die Leistung und das Verhalten der AMD Ryzen 9000 Prozessorserie auf Asrock AMD Plattformen. Als Reaktion auf diese Berichte haben wir umfassende interne Überprüfungen und strenge Verifizierungsprozesse implementiert.

In enger und kontinuierlicher Zusammenarbeit mit AMD arbeiten wir daran, die Systemleistung über eine Vielzahl von Hardwarekonfigurationen hinweg weiter zu validieren, das BIOS zu optimieren und die allgemeine Systemstabilität zu verbessern.

AMD schweigt weiterhin

Weiterhin bleibt also unklar, weshalb die Ryzen-9000-CPUs tatsächlich den Geist aufgeben, zumal AMD selbst nach wie vor schweigt. Betroffene Kunden, die "technische Schwierigkeiten haben oder weitere Unterstützung benötigen, werden ermutigt, sich an den technischen Support von Asrock zu wenden".

Immerhin ist die Mitteilung das erste Zeichen seitens Asrock, nachdem der Hersteller sich letztmals im Mai 2025 zum Sachverhalt geäußert hatte. Damals reagierte man auf einen umfassenden Reddit-Sammelthread, der inzwischen mehr als 100 defekte Ryzen-CPUs auf Asrock-Mainboards zählt.

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Wenn man jetzt die 100 Fälle nur auf MF rechnen würde, wären es selbst da unter 1%.
        Weltweit also eher 0.01 oder sogar 0,001%.
        100 Defekte sind halt in Relation nichts.
        Aber heutzutage wird ja im Internet aus jeder Mücke ne Elefant gemacht.
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Wenn man jetzt die 100 Fälle nur auf MF rechnen würde, wären es selbst da unter 1%.
        Weltweit also eher 0.01 oder sogar 0,001%.
        100 Defekte sind halt in Relation nichts.
        Aber heutzutage wird ja im Internet aus jeder Mücke ne Elefant gemacht.
      • Von Froggenhart Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Cool - danke für den ausführlichen Beitrag/Antwort [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Die Mindfactory-Daten waren mir auch schon grob bekannt, jedoch nicht das Asrock dort SOOO stark ist beim AM5.

        Ich hab bisher nur weltweite Schätzungen bezüglich des DIY-Markt für AM5 gefunden, jedoch nichts wirklich valides, oder wo getrennt wird zwischen den 600er und 800er. Ob und inwieweit diese Zahlen verlässlich sind kann ich nicht bestimmen.
        Die Werte die ich da gefunden habe hatten eine gewisse Fehlermarge. Für den Zeitraum 2023 bis 2025 waren die Werte dann:

        ASUS 38-42%
        MSI 26-30%
        Gigabyte 20-23%
        ASRock 8-10%
        Biostar, Supermicro und andere <2%

        In wie weit die Zahlen etwas taugen könnt ihr Profis in der Redaktion sicherlich besser beurteilen als ich.

        Zitat von PCGH_Torsten
        Wenn sich ein anderes Verhältnis in den Online-Beschwerden ergibt, dann liegt das entweder daran, dass die virtuelle Beschwerde-Häufung nichts mit einer realen Fehler-Häufung zu tun hat oder daran, dass die Fehler nicht mit der Mainboard-Marke zusammenhängen. (Sondern z.B. mit dem Zeitpunkt des CPU-Kaufs/deren Charge, denn NZXT war viel später am Markt, oder mit dem Ruf in Übertakterkreisen, wo Asrock einfach den längeren Track-Record hat oder ...)
        Das entspricht halt meinem Bauchgefühl das dann doch recht diffus ist, aber mein Bauchgefühl darf auch diffus sein - bin ja kein Profi.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Froggenhart
        Was mich mal brennend interessieren würde, wieviele verschiedene Boards von Asrock die potentiell davon betroffen sind, wurden insgesamt verkauft? Dann könnte man jedenfalls mal ansatzweise abschätzen wie gravierend das Problem ist.
        Das ist vielleicht mal eine Frage, wo Mindfactory-Zahlen tatsächlich weiterhelfen. Schließlich geht es um Leute, die genug Ahnung von der Technik haben, um sich über konkrete Hardware-Defekte zu beschweren (=> keine Komplett-PC-Käufer), die Internet-affin genug sind, um direkt in ein Forum zu rennen (=> die sicherlich auch eine Preissuchmaschine bedienen können) und die AMD gekauft haben (=> typischerweise ein gewisses Preisbewusstsein haben). Filtere ich zusätzlich noch nach ATX (Billig-µATX & Mini-ITX sind bislang kein Thema, bei Tunern ohnehin die Ausnahme) und nach 800er-I/O-Hubs (Verwendung mit 9000er Ryzens wahrscheinlicher), bleiben 76 Modelle, deren Verkaufszahlen sich wie folgt verteilen:
        13.610 Asrock
        10.710 Gigabyte
        10.560 MSI
        2.410 Asus
        1.170 NZXT
        50 Sapphire

        Asus ist sicherlich stark unterrepräsentiert, da bei MF lange Zeit gar nicht zu haben und untypisch für den dort einkaufenden, härteren Kern der P-L-Fans. Letztere kaufen auch eher nicht NZXT, sodass man deren 12:1 Verhältnis zu Asrock als Minimum annehmen kann, international/absolut könnten es leicht >10:1 sein. Und das ist ein durchaus interessanter Punkt, denn alle NZXT-Mainboards werden von Asrock gefertigt, haben ein Asrock-UEFI und, soweit ich das beurteilen kann, Asrock-Auto-Presets. NZXT lässt nur die Ausstattung variieren, nicht den CPU-Teil.

        Man sollte also auf 100 durch Asrock-Boards verursachte Ausfälle rund 10 Ausfälle mit einem NZXT-Board erwarten und entsprechend, wenn Fehler ohne weiteren Bias online gepostet werden, pro 100 Asrock-Berichte (von denen es deutlich mehr gibt) um die 10 NZXT-Berichte (von denen ich keinen einzigen kenne). Wenn sich ein anderes Verhältnis in den Online-Beschwerden ergibt, dann liegt das entweder daran, dass die virtuelle Beschwerde-Häufung nichts mit einer realen Fehler-Häufung zu tun hat oder daran, dass die Fehler nicht mit dem Mainboard-Hersteller zusammenhängen. (Sondern z.B. mit dem Zeitpunkt des CPU-Kaufs/deren Charge, denn NZXT war viel später am Markt, oder mit dem Ruf in Übertakterkreisen, wo Asrock einfach den längeren Track-Record hat oder ...)

        Zitat
        Die einzige Sache die mich daran halt stuzig macht ist das andere Hersteller zwar auch in dem Reddit-Thread auftauchen, aber nicht ansatzweise mit den Zahlen mit den Asrock auftaucht.
        Das dominierende Unterforum ist halt /r/Asrock.
      • Von Cernan68 Freizeitschrauber(in)
        Ich bin sehr zufriedener Besitzer eines Asrock X870E Taichi Light und ein 9800X3D. Allerdings bin ich auch kein Übertakter. Curve Optimizer auf -25 und Powerlimit 120 Watt aktiviert. Das wars. Läuft seit Januar 25 stabil. Ich warte mal ab, ob die ein neues BIOS herausbringen, meins ist auch schon ca. 8 Monate alt.
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Zitat

        In enger und kontinuierlicher Zusammenarbeit mit AMD arbeiten wir daran, die Systemleistung über eine Vielzahl von Hardwarekonfigurationen hinweg weiter zu validieren, das BIOS zu optimieren und die allgemeine Systemstabilität zu verbessern.
        Standard Statement wie man es kennt...

        Zitat

        AMD schweigt weiterhin

        Weiterhin bleibt also unklar, weshalb die Ryzen-9000-CPUs tatsächlich den Geist aufgeben, zumal AMD selbst nach wie vor schweigt. Betroffene Kunden, die "technische Schwierigkeiten haben oder weitere Unterstützung benötigen, werden ermutigt, sich an den technischen Support von Asrock zu wenden".
        Sandkasten Geplänkel wobei der Sieger AMD sein dürfte. Asrock hält sich lieber bedeckt, obwohl ich Offenheit dem Kunden gegenüber sehr schätze. Asrock soll endlich die Karten auf den Tisch legen.
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