Die Geburt von MP3, Winchips werden eingestellt (PCGH-Retro, 14. Juli)

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Die Geburt von MP3, Winchips werden eingestellt (PCGH-Retro, 14. Juli)
Quelle: PC Games Hardware

Die Geburt von MP3 und IDT stellt Winchip ein - das geschah am 14. Juli. Jeden Tag wagt PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.

1995: Am PC Musik zu hören ist kein Problem, CD-ROM-Laufwerke und Soundkarten sind mittlerweile Standardausstattung jedes modernen Rechners. Doch die Musik auf die HDD zu kopieren ist ein Luxus, den sich angesichts geringer Kapazitäten kaum jemand leisten kann - der Inhalt einer einzigen Audio-CD würde die gesamte Kapazität von 1995 handelsüblichen Festplatten belegen. Klassische Datenkomprimierung, etwa über das verbreitete ZIP-Format, hilft hier kaum weiter. Einen anderen Ansatz verfolgt ein Verfahren zur Audiodatenkompression, das bereits seit 1982 am Fraunhofer-Institut Erlangen entwickelt wird: MPEG Audio Layer 3, ein Kompressionsverfahren, das auf Erkenntnisse der Psychoakustik zurückgreift und einerseits nur jene Frequenzen speichert, die das menschliche Gehör wahrnehmen kann, andererseits auch Wechselbeziehungen und gegenseitige Auslöschung von Frequenzen einbezieht. Dadurch werden Audiodateien enorm verkleinert. Die Technik ist seit 1992 fertig und Teil der MPEG-1-Spezifikation, seit 1994 steht auch die nötige Encoding-Software bereit. Nur ein richtiger Name fehlt dem neuen Standard noch, die ersten Dateien erhalten die provisorische Endung .bit. Damit ist jedoch Schluss an diesem 14. Juli 1995: Nach einer internen Umfrage am Fraunhofer-Institut entscheidet sich das Entwicklerteam für das Dateikürzel .mp3. Das MP3-Format ist geboren - und tritt bald eine Revolution der Musikbranche los.

1999: Einen Prozessor für PCs zu entwickeln, die weniger als 1.000 US-Dollar kosten: Mit diesem Plan war Centaur Technology im Jahre 1995 als CPU-Abteilung von IDT gegründet worden. Und das klappte zunächst auch, die Prozessoren der Winchip-Reihe waren zwar sehr langsam, aber dafür sparsam und vor allem billig. Doch damit ist es nun vorbei: Am 14. Juli 1999 verkündet IDT den Ausstieg aus dem x86-Markt, die Centaur-Schmiede soll verkauft werden. Als mögliche Übernahmekandidaten werden zunächst IBM und Acer gehandelt, tatsächlich geht Centaur später an Via - wo die Winchip-Prozessoren unter dem Namen des ebenfalls übernommenen Cyrix-Teams verkauft werden.

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    • Kommentare (75)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Rangod Software-Overclocker(in)
        Ich habe vor mittlerweile über 20 Jahren rebelliert und meine CDs mit dem Windows Media Player in das .wma-Format "geripped". Ich war felsenfest davon überzeugt das 128 .wma besser geklungen hat als 128 .mp3. Habe alles in minimum 192, ich meine es waren eher 320 encodiert. Die Freude war jetzt nicht so groß als ich festgestellt habe das viele Endgeräte mit .wma nichts anzufangen wussten. Gott sei Dank konnten wenige Jahre später die gängigen MP3-Player für die Hostentasche damit umgehen.
      • Von Rangod Software-Overclocker(in)
        Ich habe vor mittlerweile über 20 Jahren rebelliert und meine CDs mit dem Windows Media Player in das .wma-Format "geripped". Ich war felsenfest davon überzeugt das 128 .wma besser geklungen hat als 128 .mp3. Habe alles in minimum 192, ich meine es waren eher 320 encodiert. Die Freude war jetzt nicht so groß als ich festgestellt habe das viele Endgeräte mit .wma nichts anzufangen wussten. Gott sei Dank konnten wenige Jahre später die gängigen MP3-Player für die Hostentasche damit umgehen.
      • Von der_yappi Volt-Modder(in)
        Zitat von Pu244
        Beim ct Blindtest haben sie es mit 256KBit nicht hinbekommen, trotz legendärem 20.000€ Kopfhörer, der nin wirklich über alle Zweifel erhaben war. 128KBit bekamen die Leute, mit einigem Training und vorallem einem kaputtem Gehör, noch einigermaßen gut hin, aber bei 256KBit scheiterten sie.

        Aber du willst es mit 320KBit schaffen, hört sich nicht glaubhaft an, vorallem mit Lautsprechern.

        Hier der ct Link:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Der volle Test versteckt sich leider hinter einer Paywall.
        So nen ähnlichen Test hatte die PCGH schon in 2000 oder 2001 mit irgend nem sauteuren HiFi Equipment im Fachhandel.
        Im Heftarchiv müsste das noch irgendwo sein. Ich kuck da mal

        So, habe im digit. PCGH Heftarchiv den Artikel gefunden.
        War 01/2001 und dort im MARKTÜBERSICHT Portable MP3-Player Artikel (Genauer Seite 60)

        Zitat

        Das Testsystem
        Die Firma Kölbl + Kalb aus Nürnberg ermöglichte uns einen Vergleichstest der ganz besonderen Art.
        Ein Boxensystem Dynaudio Evidence im Wert von 140.000 Mark bildete das Kernstück der MP3- Testanlage.
        Befeuert wurde das Ganze von einer Anlage von Mark Levinson im Wert von 69.000 Mark.
        Auf dieser High-End-Kombination testeten wir MP3-Stücke mit unterschiedlichen Bitrates.

        Die Hörprobe
        Das Ergebnis war auch für die Experten von Kölbl + Kalb (www.koelblundkalb.de ) überraschend.
        Schon bei 128 kbps (44 kHz) hört man im Vergleich zur CD nur noch kaum wahrnehmbare Unterschiede im Klangbild.
        Ab 196 kbps gelang es dann keinem der Testteilnehmer, zwischen CD-Qualität und dem komprimierten Musikstandard zu unterscheiden.
      • Von Oppenheimer Software-Overclocker(in)
        Zitat von Neo1972
        (schade das es keine mehr AAD gibt) . Wenn das Aufnahmematerial schon schrottig ist kann danach auch nichts vernünftiges mehr herauskommen.
        Yup, hab ich früher auch immer darauf geachtet ! (siehe Link)

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Zitat von Neo1972
        Musik wird heute konsumiert und nicht mehr gehört.
        Leider ...
        Zitat von Neo1972
        Und bei den heutigen Speicherkapazitäten ist Kompression überflüssig.
        Sollte man meinen. Lossless Audio gehört die Zukunft (hoffentlich).
      • Von DevouringKing Software-Overclocker(in)
        Ich habe durch das lesen der Kommentare hier gemerkt das ich wohl was Falsch gemacht habe
        Habe 200GB MP3 Musik auf dem Rechner
        Alles aber zum Glück in 320kb/s größtenteils.
        Nur die Sachen die ich im Jahr 2002 noch mit CD eingelesen habe, haben leider teilweise sogar nur 96kb/s aber ich hab die CD nicht mehr.
        Ich glaube ab 2003 fing ich an alles mit 256kb/s einzulesen und ab 2007 oder 2008 achtete ich erst auf 320kb/s.
        Flac oder OGG oder was es sonnst noch gibt hat sich bei mir durchgesetzt weil die dinge nie auf meinen MP3 Playern liefen, wovon ich bis heute [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] 8 Stück hatte. (mir ist noch ein Modell eingefallen)
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von bastian123f
        Hab nur MP3 Dateien für Musik. Ist das beste, was es gibt.
        Nö, sie waren nur als erste da und alle Geräte sind damit kompatibel. Bessere Codecs gibt es wie Sand am Meer und das schon seit weit über 20 Jahren. Es ist ein Beispiel für die Pfadabhängigkeit. Aber dank Smartphoes kann man die leicht brechen.

        Zitat von AchtBit
        Zuerst mal benötigt man Lautsprecher aus dem HiEnd Segment, da sonst eine lossless Kompression, Perlen vor die Säue sind.
        Also wenn, dann mit Kopfhörern, denn die sind guten Lautsprechern um Welten überlegen.

        Zitat von AchtBit
        Eine perfekte Frequenztrennung erkennt man daran, wenn Stereo Speakern einen Raumklang über die Zimmergrösse hinaus vermitteln.
        Die Perfekte Kanaltrennung, ich vermute mal du meinst das, erkennt man eher mit Messinstrumenten. Sie ist im Digitalen Zeitalter stink einfach zu verwirklichen, indem man die Kanäle getrennt aufnimmt. Geht auch mit MP3, einfach das Häkchen bei "Joint Stereo" entfernen. Das ganze ist noch ein Relikt aus Kassetten und vorallem Schallplattentagen.

        Zitat von AchtBit
        Damit kann man dann, Flac von Mp3 48khz, 320 kbps, Stereo, unterscheiden.
        Beim ct Blindtest haben sie es mit 256KBit nicht hinbekommen, trotz legendärem 20.000€ Kopfhörer, der nin wirklich über alle Zweifel erhaben war. 128KBit bekamen die Leute, mit einigem Training und vorallem einem kaputtem Gehör, noch einigermaßen gut hin, aber bei 256KBit scheiterten sie.

        Aber du willst es mit 320KBit schaffen, hört sich nicht glaubhaft an, vorallem mit Lautsprechern.

        Hier der ct Link:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Der volle Test versteckt sich leider hinter einer Paywall.
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