CoreDirector: Intels E-Cores für mehr Performance per Tool deaktivieren

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CoreDirector: Intels E-Cores für mehr Performance per Tool deaktivieren
Quelle: Intel / Montage: Sven Bauduin

Das Freeware-Tool Bitsum CoreDirector ermöglicht das manuelle Zuweisen von Prozessen an E- und P-Cores bei aktuellen Intel-CPUs, was in manchen Fällen mehr Leistung bringen kann.

Seit der Einführung von Intels aktueller Hybrid-Architektur mit der Alder-Lake-Generation und Raptor Lake können Spiele und andere Software sowohl auf den energiesparenden E-Cores als auch den leistungsstarken P-Cores laufen. Damit Threads und Prozesse optimal zugewiesen werden, arbeiten Windows, UEFI-Einstellungen und der Intel-Chipsatz-Treiber zusammen, doch nicht immer kommt dabei das optimale Ergebnis mit der besten Performance heraus.

Hier kann das vor Kurzem veröffentlichte Gratis-Tool CoreDirector von Bitsum helfen, das speziell für Intel-Prozessoren mit Performance- und Effizienz-Kernen ab der Alder-Lake-Generation gedacht ist. Mithilfe des kleinen Programms mit verschiedenen Modi lässt sich beispielsweise der Effizienz-Modus vollständig deaktivieren, die P-Cores per CPU-Affinity-Modus bevorzugt nutzen oder dem Betriebssystem weiterhin die Kontrolle überlassen werden, jedoch weniger als normalerweise.

CoreDirector: Intels E-Cores für mehr Performance per Tool deaktivieren Quelle: Bitsum CoreDirector: Intels E-Cores für mehr Performance per Tool deaktivieren

CoreDirector: Download, Performance-Plus und Intel-Alternative

Das Tool kann beim Hersteller oder im Microsoft Store heruntergeladen werden und laut den Kollegen von Golem in einigen Fällen Leistungsverbesserungen im zweistelligen Prozentbereich möglich machen. Wichtig sei es, die Bildrate im Spiel zu beobachten, während man die verschiedene Modi der leicht zu bedienenden Software ausprobiert. Ein Performance-Plus ist aber nicht zwangsläufig gegeben, da häufig auch bereits die optimale Zuweisung mit Bordmitteln erfolgt.

Intel selbst hat mit dem Application Optimizer (APO) eine ähnliche Software im Angebot, die allerdings mit Einschränkungen daherkommt und beispielsweise nur mit einer unterstützten Raptor-Lake-Refresh-CPU in derzeit zwei Spielen funktioniert. Außerdem wird ein unterstütztes Mainboard sowie ein eigener Treiber benötigt. Das ist beim CoreDirector alles nicht der Fall, dafür müssen die Einstellungen manuell vorgenommen werden, während Intels APO automatisch agiert.

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    • Kommentare (30)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von aluis Freizeitschrauber(in)
        Zitat von BigBoymann
        Wenn du stattdessen 16 P Cores hättest, würde es auch nicht anders laufen
        Bei einem 24/7-Rechner können E-Cores auf der Stromrechnung eine Rolle spielen. Bei den aktuellen CPUs klappt das automatische "Parken" von Kernen ganz gut.

        Zitat von BigBoymann
        Mal ernsthaft, wie sehen damit Benches aus? Finde VMs wahnsinig interessant für solche Einsätze, gerade mit GPU Passthrough kommen ja echt neue Möglichkeiten auf einen zu. Aber habe im Betrieb doch immer wieder den Eindruck, dass VMs bremsen und Leistung ohne Ende kosten.
        Neee, habe die gleichen FPS wie als wenns ein Blech wäre. Kenne ja die Benchmarktabellen/Spieletests von PCGH und Computerbase.

        Mich begeistert das Thema sehr. Man kann beliebige IMMO-Groups in so eine VM direkt hineinreichen. Neben GPU auch USB-Controller oder ganze M2s. Sound läuft eh über die Grafikkarte (HDMI). Was man jedoch aus Komfortgründen benötigt, ist ein (Monitor mit) KVM-Switch. Und ein bisschen Linuxerfahrung ist auch nicht verkehrt.
      • Von aluis Freizeitschrauber(in)
        Zitat von BigBoymann
        Wenn du stattdessen 16 P Cores hättest, würde es auch nicht anders laufen
        Bei einem 24/7-Rechner können E-Cores auf der Stromrechnung eine Rolle spielen. Bei den aktuellen CPUs klappt das automatische "Parken" von Kernen ganz gut.

        Zitat von BigBoymann
        Mal ernsthaft, wie sehen damit Benches aus? Finde VMs wahnsinig interessant für solche Einsätze, gerade mit GPU Passthrough kommen ja echt neue Möglichkeiten auf einen zu. Aber habe im Betrieb doch immer wieder den Eindruck, dass VMs bremsen und Leistung ohne Ende kosten.
        Neee, habe die gleichen FPS wie als wenns ein Blech wäre. Kenne ja die Benchmarktabellen/Spieletests von PCGH und Computerbase.

        Mich begeistert das Thema sehr. Man kann beliebige IMMO-Groups in so eine VM direkt hineinreichen. Neben GPU auch USB-Controller oder ganze M2s. Sound läuft eh über die Grafikkarte (HDMI). Was man jedoch aus Komfortgründen benötigt, ist ein (Monitor mit) KVM-Switch. Und ein bisschen Linuxerfahrung ist auch nicht verkehrt.
      • Von ΔΣΛ Kokü-Junkie (m/w)
        Darum mag ich diesen Mischmasch gar nicht, egal ob bei Intel oder AMD, bei Intel sind es die E-Kerne und bei AMD wo nur die Hälfte den zusätzlichen Cache hat, ein Unding den ich unbedingt vermeide.
        Hersteller führen gerne mal was ein, aber leider muss es erst beim Kunden Jahrelang reifen bevor es halbwegs funktioniert, Zusatzsoftware die es steuert oder wo man gar selbst Handanlegen muss mag ich gar nicht.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von BigBoymann
        Wie gesagt, fehlt mir da aktuell die Erfahrung, wie gut oder schlecht es bei AMD funktioniert. Ich sehe es hier im Betrieb teilweise bei den neueren Intel Maschinene, dass es aus dem Werk heraus nicht richtig gut läuft. Das ging soweit, dass ich die E-Cores abgeschaltet habe und nun deutlich konsistentere Leistungen habe, was aber eben auch nur Sinn macht, weil wir MC Power nicht wirklich brauchen, sondern im Prinzip 4 Kerne reichen würden.
        "Funktionieren" bei AMD ist relativ: Meistens funktioniert alles. Aber das liegt daran, dass es da fast nichts gibt, dass (nicht) funktionieren könnte. Der V-Cache "Optimization Driver" ist einfach nur ein Anhängsel für die Xbox Game Bar App, der bei Erkennung von "Spiel" die Nummerierung der Kernen auf den Kopf stellt. So bestückt Windows den V-Cache-CCD als erstes, im nicht-Game-Modus dagegen den normalen. AMD hat aber weder eine Technik, um die Anforderungen eines Threads zu erkennen (von V-Cache nicht profitierende Spiele müssen manuell blacklisted werden) noch ist die Zuordnung überhaupt Thread-spezifisch. Wenn das System im Game-Mode ist, weil auch ein (anspruchsloses) Spiel läuft, die primäre Rechenlast aber gerade von einer Anwendung kommt, dann wird der Windows-Scheduler die fordernsten Threads, also die der Anwendung, auf den V-Cache-CCD packen und das weniger anspruchsvolle Spiel endet auf dem Hoch-Takt-CCD, sodass am Ende beide langsamer laufen.

        Bei Phoenix 2 ist es wohl noch primitiver, da sind die Zen-4-Kerne einfach die an Windows als primär gemeldeten und die Zen-4c-Kerne zur nachrangigen Nutzung vorgesehen. Das heißt letztere werden nur aktiv, wenn erstere ausgelastet sind. Aber es können meinem Wissen nach nicht bei geringem Leistungsbedarf gezielt die effizienteren c-Kerne genutzt werden. Unterm Strich ist bei AMD primitiver Implementation ein fehlerhaftes Scheduling also in einigen Situationen geradezu Standard, allemein wesentlich häufiger zu erwarten als bei Intel. Aber die Auswirkungen sind halt weitaus weniger drastisch, weil die Unterschiede zwischen Zen 4 und Zen 4c klein und da bereits der normale Zen 4 effizienter als ein Intel-7-E-Kern arbeiten dürfte, war das bislang einfach egal. AMD verschenkt zwar Potenzial, hat aber aktuell noch reichlich Vorsprung. Spannend wird es jetzt ab Dezember im Notebook, wenn Phoenix einen Konkurrenten erhält, der nicht mehr auf dem Fertigungs-Niveau von Zen 2 unterwegs ist. Da treten erstmals seit Alder Lake vs. Zen 3 wieder die Architekturen und Konzepte auf Augenhöhe gegeneinander an.
      • Von Blackfirehawk BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von lucky1levin
        Ubisoft ihr Anticheat meckert gerne bei sowas rum
        Blizzard Spiele (Call of Duty) meckert zwar nicht aber unterbinden es Aktiv..
        klar gibt hier und da n paar tricks wie es trotzdem funktioniert.. aber ist ja nicht Sinn der Sache an der Regedit ect rumzufuschen
      • Von lucky1levin BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Blackfirehawk
        gibt aber auch Spiele die manuelle Affinity unterbinden..
        Ubisoft ihr Anticheat meckert gerne bei sowas rum
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