TSMC: Chinesische Firmen stellen wohl mehr als 100 Ingenieure an
Laut einem Bericht der Zeitung Nikkei Asian Review sollen die zwei chinesischen Firmen QXIC und HSMC mehr als 100 ehemalige Mitarbeiter des Auftragsfertigers TSMC angestellt haben. China will künftig selbst Chips fertigen und unabhängiger von ausländischen Unternehmen werden.
Mit einem Anteil von mehr als 50 Prozent am weltweiten Markt für reine Wafer-Produkte ist TSMC Marktführer und fertigt unter anderem im Auftrag von AMD Prozessoren aus der Reihe Ryzen, für Qualcomm Snapdragon-SoCs und mehr. China will jedoch künftig angreifen. Hierzu hat die chinesische Regierung Quanxin Integrated Circuit Manufacturing, kurz QXIC, und Wuhan Hongxin Semiconductor Manufactoring Co., kurz HSMC, den Auftrag erteilt, zu wachsen und dabei zu helfen, unabhängiger von anderen Regionen in der Welt zu werden. Laut einem Bericht der Zeitung Nikkei Asian Review sollen QXIC und HSMC zusammen mehr als 100 Mitarbeiter angestellt haben, die zuvor bei TSMC gearbeitet haben.
Chinesische Chip-Hersteller HSMC und QXIC werben talentierte Mitarbeiter ab
Angeblich soll Taiwan mehr als 3.000 Chip-Ingenieure an China verloren haben, berichtet Nikkei Asian Review. Der Analyst Dan Wang von der Firma Gavekal Dragonomics, sagt, dass chinesische Chip-Unternehmen eine große Anzahl an Mitarbeiter aus Taiwan und Südkorea abgeworben haben. Allerdings ist der Aufbau einer eigenen Chip-Fertigung nicht trivial, sodass es einige kritische Stimmen gibt.
Hongxin wird von Chiang Shang-yi geleitet, dem früheren COO von TSMC. Chinesische Medien berichten, dass er bereits daran gedacht hat, von seinem Posten zurückzutreten. Die Problematik ist, dass sich HSMNC und QXIC gegenseitig talentierte Mitarbeiter wegschnappen, der Aufbau einer eigenen Chip-Manufaktur jedoch einige Zeit benötigt. Die beiden chinesischen Unternehmen existieren erst seit dem Jahr 2017 (HSMC) beziehungsweise 2019 (QXIC). Zudem gibt es etwa in der Heimat von Hongxin in Wuhan, kaum finanzkräftige Investoren, sodass unklar ist, ob im Jahr 2022 wirklich schon Chips in 14 nm gefertigt werden können. Die bisherigen Investoren sind unerfahren darin, wie eine Chip-Fabrik arbeiten sollte, was zu Verzögerungen in der Entwicklung führen kann.
Ebenfalls lesenswert: Huawei: HarmonyOS für IoT-Geräte vorgestellt - Einsatz im Smartphone als Android-Ersatz möglich
Sammlung zu chinesischen Chip-Herstellern:
- Die beiden aus China stammenden Unternehmen HSMC und QXIC sollen mehr als 100 ehemalige Mitarbeiter des Auftragsfertigers TSMC abgeworben haben. Die Zielsetzung ist, unabhängiger von Produzenten aus anderen Ländern zu werden und eigene Chips in China bauen zu können.
- Angeblich soll Taiwan mehr als 3.000 Chip-Ingenieure an China verloren haben, berichtet Nikkei Asian Review.
- Es ist aber aktuell unklar, ob wirklich im Jahr 2022 die Chip-Fertigung beginnen kann.
Quelle: Nikkei Asian Review

China hat schon viele Industrien hier kaputt gemacht, indem man auf Umweltauflagen u.Ä. gepfiffen hat (was sich ja nun rächt, bei ihnen und bei uns).
Wenn hier ein neuer Global Player entsteht, der Fertigung wie Intel/TSMC/Samsung bietet und das zu einem Bruchteil des Preises verkauft, haben wir hier bald auch ein chinesisches Monopol.
Ich finde die Idee der Selbstversorgung nicht schlecht, Deutschland hat auch zu viele Schlüsseltechnologien für kurze Profite abgestoßen / aufgegeben (Solar, Qimonda, eigentlich alles was von Siemens kommt...).
Aber China fährt eine aggressive Expansionspolitik auf politischer Ebene und mit wirtschaftlicher Abhängigkeit kann man wunderbar Willen und/oder wegschauen aufzwingen.
Als Beispiel sei nur der Umgang mit den Uiguren genannt, von dem VW ja offiziell nie was gewusst haben soll - die Zwangsarbeiter hat man dennoch mit Kusshand genommen.
Dynamisch instabil sind übrigens alle Kampflugzeuge, die in den letzten 30-40 Jahren in Dienst gestellt wurden. Die B-2 fällt nur bei Preis und Größe aus dem Rahmen, nicht bei der Steuerung. Und gerade bei dieser werden sehr oft sehr alte Chips eingesetzt. Nicht weil sie es um 10 Dollar mehr oder weniger ginge (im Gegenteil: Die antike Technik ist oft teurer), sondern weil man Nutzen und Risiko abwägen muss: Ein Eurofighter konnte Mitte der 90er mit einem Motorola 68020 alle vorgesehenen Flugmanöver fehlerfrei fliegen. Kann er das Mitte der 2020er mit einem Motorola 68020 weiterhin? Klar. Kann er es Mitte der 202er mit einem Threadripper 2000 ebenfalls? Vielleicht. Wahrscheinlich. Eigentlich spricht nichts dagegen, aber bevor man es auf breiter Front einsetzt, müsste man testen, testen, testen, testen. Könnte er mit einem Threadripper 2000 zusätzliche Flugmanöver fliegen? Nein, mit ziemlicher Sicherheit nicht. Denn das lässt die Zelle nicht zu.
Fazit bezüglich eines Upgrades von Motorola 68020 auf Threadripper 2000:
Kosten: Jahrelanges Testprogramm
Nutzen: Keinen
=> Man bleibt beim alten Chip. Und dieses vorgehen wird, nicht nur beim Militär, überall da praktiziert, wo Computer eine feste Aufgabe erfüllen. Alles, was diese Aufgabe erfüllt, ist gut genug. Alles, was mehr kann, ist egal. Alles, was mehr kann, aber erstmal getestet/implementiert werden muss, wäre ein unnnützer Kostenfaktor. Deswegen laufen Geldautomaten weiter mit XP, Flugbuchungen werden mit COBOL-Mainframes programmiert, Industrieanlagen verlangen nach Disketten und Eurofighter fliegen mit CPUs, auf denen mal Siedler 1 gespielt wurde: Never touch a running system. Für Munition/Raketen kommt dann noch der Kosten- und die Kompatibilität zum Abschusssystem hinzu.
(Anm.: Bei Eurofighter arbeitet man dennoch an einer neuen Avionik, die bei der Gelegenheit auch neue Prozessoren erhält, um die bisherige Ansammlung vieler einzelner Rechner durch einen zentralen zu ersetzen.)
Oder Waffengattungen die ohne Chips erstgar nicht funktionieren oder nicht beherrschbar sind,z.b. den B2 Tarnkappenbomber Nurflügler.Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Konstruktion ist die B-2 ein Flugzeug mit negativer statischer Stabilität (auch als „aerodynamisch instabil“ bekannt). Das bedeutet, dass sie ohne permanente computergenerierte Steuerbefehle unkontrollierbar wäre und sofort abstürzen würde.Und ein Flieger koste schon über eine Milliarde US Dollar,ich denke nicht das da eine 10 Dollar Chip verwendet wird.Und dein aussage mit dem alten Amiga2600 CPU,ist auch nicht ganz richtig.Den die meisten Länder,vorallem USA erneuert ihre Systeme ständig.
Oder kannste mal schaun wie oft der Leopard Panzer einen upgrade verpast bekommen hat um einfach zu den anderen Panzern von anderen Ländern konkurenzfähig/kampffähig zu bleiben.
Da werden sicherlich keine alten Chips mehr verwendet werden.Und ich hoffe nicht das doch irgendwann ein 3ter Weltkrieg kommen wird,China vs.USA und rest der Welt?
Und die Chips für militärischen Zwecke,haben ganz andere Standards >Vorrausetzung,als für Zivile zwecke.Ich kenne jemanden(keine Namen),der arbeitet bei einem bekannten Chiphersteller,und vor paar Jahren hat er mir erzählt das sieh nicht nur Chips für zivile Zecke herstellen,auch für Militär.Und die waren alles andere als günstige Chips.Für welchen zeck,werde ich nicht nennen.Normalerweise dürfte ich das garnicht erzählen.
Und das war ein Andeutung von ihm ohne weitere Infos.
Zitat von Albert Einstein,
Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.
grüße Brex
Jeder sollte zusehen, dass er selber am Besten irgendwie durch kommt(jeder ist sich selbst der Nächste). Und wenn da billige Elektronik-Artikel dazugehören, immer her damit, auch aus China.
Und wichtig natürlich, dass der weltweite social score noch stimmt.