Bartlett Lake: Kommen neue Intel-CPUs für LGA1700-Desktops?
Intels eigentlich für den Netzwerkbereich gedachte Bartlett-Lake-Prozessoren könnten laut einem Hinweis auch noch für LGA1700-Desktops kommen.
Nachdem es bereits letztes Jahr Gerüchte zu den Bartlett-CPUs von Intel gab und diese letztlich auf der CES 2025 als Bestandteil der Core-200-Reihe für den Netzwerkeinsatz sowie Edge Computing angekündigt wurden, gibt es nun einen neuen Hinweis auf einen möglichen Desktop-Release. In den Versionshinweisen des Systemanalyseprogramms AIDA64 ist nämlich eine verbesserte Unterstützung von Bartlett Lake-S aufgetaucht.
Darauf aufmerksam gemacht hat zuerst ein Übertakter namens "Toppc", der laut Videocardz mit MSI in Verbindung steht, und kürzlich einen Screenshot aus dem Changelog auf der chinesischen Plattform bilibili geteilt hat. Die Erwähnung von NDA-Beschränkungen in dem Zusammenhang hat laut dem Bericht die Spekulation entfacht, dass die Prozessoren auch über OEM- und Industriemärkte hinauskommen könnten.
Bartlett-Lake-CPUs für LGA1700 als Antwort auf AM4?
Was die Bartlett-CPUs für Endverbraucher in der anfänglichen Berichterstattung besonders interessant erscheinen ließ, war ein kolportiertes Design ohne E-Cores. Ein rein auf P-Cores ausgelegtes Modell wurde zudem mit 12 statt den zuletzt üblichen 8 Performance-Kernen in Aussicht gestellt. Das derzeit leistungsstärkste Modell der Bartlett-Serie ist indes der Core 7 251E, der über 24 Kerne (8P + 16E) verfügt, aber das könnte demnach noch nicht das Ende der Fahnenstange sein.
Bartlett Lake wurde auf einer Intel-Folie als abwärtskompatibel mit der Vorgängergeneration ausgewiesen und soll auf den LGA1700-Sockel setzen, der zuletzt für 14. Core-i-Generation (Raptor Lake) genutzt wurde. Dem Bericht nach könnte Intel "unter einem gewissen Druck stehen, etwas Neues für diese Plattform zu veröffentlichen, insbesondere da AMD weiterhin Updates für AM4 herausbringt", heißt es. Unterdessen wurde in dem AIDA64-Update auch vorläufige Unterstützung für Wildcat Lake hinzugefügt, wobei es sich hier um eine stromsparende Mobile-CPU handle, die später in diesem Jahr neben Panther Lake auf den Markt kommen soll.
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AM5 ist auch inzwischen 2 1/2 Jahre alt und wird noch einige Zeit bleiben, da kann Intel nicht schon wieder den Sockel einstampfen.
In der Edge, um die es bei Bartlett Lake geht, spielt Aufrüstung aber eine noch geringere Rolle als im Desktop-Markt. Da geht es darum, überhaupt attraktive Angebote für neue Systeme machen zu können – oder eben nicht. Meteor Lake kann auch als embedded nicht alles abdecken und Arrow Lake von TSMC ist wesentlich teurer als Bartlett Lake aus alten, eigenen Intel-7-Fabs. Die Frage ist halt, wie lange dieser Markt noch alte Technik abnimmt respektive wann AMD dort einsteigt?
AM5 ist auch inzwischen 2 1/2 Jahre alt und wird noch einige Zeit bleiben, da kann Intel nicht schon wieder den Sockel einstampfen.
Hatte im ersten Moment auch witzigerweise an E wie E-Cores gedacht (siehe einzelner Server-CPU's, die nur aus vielen kleinen Kernen bestehen) - bis ich dann die weiteres Infos zu den Kernen gelesen habe.^^