Intel Alder Lake-S für Desktop: Neue Gerüchte um Sockel 1700 sprechen von Langlebigkeit

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Intel Alder Lake-S für Desktop: Neue Gerüchte um Sockel-1300 sprechen von Langlebigkeit (1)
Quelle: PC Games Hardware

Intel hat gerade erst einen neuen Sockel vorgestellt, schon liefert die Gerüchteküche Informationen zum LGA 1700 für Alder Lake-S. Dieser soll etwas größer ausfallen als der LGA 1200 und könnte neue CPU-Kühler beziehungsweise Montage-Kits voraussetzen. Allerdings soll dieser Sockel dann auch mehrere Generationen lang aktuell bleiben.

Intel hat gerade erst den LGA 1200 für Comet Lake-S vorgestellt. Dieser soll zwar auch Rocket Lake-S aufnehmen können, das allerletzte Aufbäumen des inzwischen altehrwürdigen 14-nm-Prozesses. Doch weil auch diese Prozessoren nicht mehr weit sein sollen, wird dem Sockel keine große Zukunft vorausgesagt. Passenderweise liefert die Gerüchteküche gerade neue Daten zum LGA 1700.

Die Details sollen unter anderem von Lit-Tech stammen, einem taiwanischen Hersteller, der den asiatischen Markt mit VRTT-Tools beliefert. Dieser führt besagten Sockel in einer Tabelle und weist ihn Alder Lake-S zu. Dabei handelt es sich um den mutmaßlichen Nachfolger von Comet Lake- und Rocket Lake-S.

Komachi_Ensaka will herausgefunden haben, dass der LGA 1700 45 x 37,5 Millimeter misst. Da der LGA 1151 und der neue LGA 1200 37,5 x 37,5mm Millimeter groß sind, würde er ausladender als seine Vorgänger ausfallen. CPU-Kühler wären vermutlich nicht mehr ohne Weiteres kompatibel und könnten ein neues Montage-Kit voraussetzen.

Allerdings, und hier kommt nun die dritte Quelle ins Spiel, soll der LGA 1700 als Langzeitsockel konzipiert sein, der bis zu drei CPU-Generation überdauert. Aber auch da scheinen sich Einschränkungen anzubahnen. So könnten spätere Versionen PCI-Express 5.0 nachliefern - so wie AMD mit dem X570-Chipsatz PCIe 4.0 für den Sockel AM4. Während die Quelle zu wissen glaubt, dass Intel die Anzahl der Lanes erhöht, wagt man bezüglich DDR5 keine eindeutige Prognose. Der Speicherstandard könnte, muss aber kein Thema sein, heißt es.

Big-Little-Ansatz im Desktop

Gerüchte um Alder Lake-S für Desktop hatten bereits für Aufsehen gesorgt. Verschiedene CPU-Kerne sollen nach Art des aus ARM-Prozessoren bekannten Big-Little-Ansatzes miteinander kombiniert werden. Acht "kleine" und acht "große" Kerne könnten dann gemeinsam mit der Grafikeinheit in einem Package sitzen. Vor einiger Zeit hatte Intel als Teil des Projekts Foveros bereits Lakefield vorgestellt. Dort verbaut man einen schnellen Sunny-Cove-Kern und vier schwächeren Tremont-Kerne - bedient jedoch nur das Notebook-Segment.

Mehr zum Thema: Meteor Lake soll Intels erster 7-nm-Client-Prozessor werden

Laut Chiphell bringt Intel für den Desktop Golden Cove als große und Gracemont als kleine Kerne zusammen. Gracemont sei der Nachfolger von Tremont und unterstützt angeblich AVX-512-Instruktionen.

Quelle: Lit-Tech via WCCF-Tech, Komachi_Ensaka, Chiphell via RetiredEngineer

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    • Kommentare (53)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Ein Mainboard stellt Drölftausend weitere Funktionen zur Verfügung, die nicht von der CPU kommen und ein großer Teil davon braucht spezifische Leiterbahnen, Anschlüsse oder sogar Zusatzchips. Sowas kann man nicht freischalten und jedes Platinendesign in einem halben Dutzend Ausführungen mit verschiedenen Chips anzubieten, sollten sich weder Endkunden noch Mainboard-Hersteller wünschen. Langlebige Sockel wären das beste für alle – mit Ausnahme der CPU-Hersteller, die dafür weit in die Zukunft planen und bei etwaigen Überraschungen komplex umplanen müssten, worauf sie entsprechend wenig Lust haben. Man muss nur einen Blick auf das Routing von Matisse (AM4 Zen-2-CPUs) werfen und einem wird sofort klar, warum Intel bereitwillig wegen jeder kleinen Änderung an der CPU-Außenkommunikation einen neuen Sockel einführt.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Ein Mainboard stellt Drölftausend weitere Funktionen zur Verfügung, die nicht von der CPU kommen und ein großer Teil davon braucht spezifische Leiterbahnen, Anschlüsse oder sogar Zusatzchips. Sowas kann man nicht freischalten und jedes Platinendesign in einem halben Dutzend Ausführungen mit verschiedenen Chips anzubieten, sollten sich weder Endkunden noch Mainboard-Hersteller wünschen. Langlebige Sockel wären das beste für alle – mit Ausnahme der CPU-Hersteller, die dafür weit in die Zukunft planen und bei etwaigen Überraschungen komplex umplanen müssten, worauf sie entsprechend wenig Lust haben. Man muss nur einen Blick auf das Routing von Matisse (AM4 Zen-2-CPUs) werfen und einem wird sofort klar, warum Intel bereitwillig wegen jeder kleinen Änderung an der CPU-Außenkommunikation einen neuen Sockel einführt.
      • Von Nebulus07
        Zitat von PCGH_Torsten
        Mainboard-Hersteller hassen Änderungen. Dutzende Einsteiger- und Mittelklassedesigns neu aufzulegen, zu validiieren und zu vertreiben kostet Geld, der Gewinn ist aber pro Stück genau der gleiche als hätte man die alte Platine verkauft. Und im High-End-Bereich werden Unsummen ins Marketing sowie extravagante Entwicklungen investiert, die dann wieder finanziert werden müssen – was in dem Segment mangels Kundenmassen nur durch lange Verkaufsräume oder extreme Preise klappen ran. Ratet mal, womit man mehr Kunden auf seine Seite zieht. Es ist keine acht Wochen her, da hat sich ein PR-Verantwortlicher bei mir eine halbe Stunde am Telefon ausgeheult, weil er keine Ahnung hat, was er mit Z590 machen soll. Die Boards haben nicht einmal einen neuen Sockel und sie sind tatsächlich gut. Aber wenn man den Leuten erst vor einem halben Jahr weißmachen wollte/sollte/musste, dass Z490 der ulimativst geilste Scheiß aller Zeiten ist, dann fehlen einem jetzt schlichtweg die Argumente, warum Z590 noch viel besser sein soll.

        Was Mainboard-Hersteller mögen (würden): Alle zwei-drei Jahre ein neuer I/O-Hub on top auf ein bestehendes Feld. Dann können sie ihre alte Technik solange weiterverkaufen, wie sie jemand möchte, und die Entwickung auf neue, hauseigene Features konzentrieren. Denn nur an solchen können sie richtig verdienen beziehungsweise sich von der Konkurrenz abheben – einen Sockel 1700 dagegen wird jeder anbieten. Dessen Implementierung ist einfach nur Pflichtprogramm, kostet aber trotzdem Zeit und Aufwand. Richtung übel war in der Hinsicht 1151 CFL. Einige Halo-Designs wurden mir noch als Z270 angeboten und dann kurz vor Schluss gestoppt und später als Z370 gelauncht. Andere Hersteller waren schon einen Schritt zu weit und haben im Prinzip für die Tonne produziert. Ich glaube Asrocks mega-fettes Suppercarrier war effektiv nur zwei Monate lieferbar, ehe alle wussten, dass es wegen dem Coffee-Lake-Launch schon veraltet ist.
        Was wohl alle geil finden würden, auf dem Mainboard ist bereits die CPU verlötet und per $$$ kann man CPU Features und Kerne freischalten. Denn genau da sind wir ja praktisch. Für jede CPU braucht man ein neues Board. Niemand kauft nach 4 Jahren nur ein neues Board neu und behält die alte CPU. So gesehen sollten alle gleich so ehrlich sein und ein Standard Board und eine Standard CPU rausbringen, die man freischalten kann.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Nebulus07
        Ich kann mir nicht vorstellen, das Intel das durchbekommt. Die Boardpartner wurden immer auf Wolken getragen. Langlebigkeit bedeutet nach Intel, mehr als ein Refresh für einen Sockel. Bedeutet also, drei CPU Generationen maximal und schon hat man Langlebigkeit.
        Mainboard-Hersteller hassen Änderungen. Dutzende Einsteiger- und Mittelklassedesigns neu aufzulegen, zu validiieren und zu vertreiben kostet Geld, der Gewinn ist aber pro Stück genau der gleiche als hätte man die alte Platine verkauft. Und im High-End-Bereich werden Unsummen ins Marketing sowie extravagante Entwicklungen investiert, die dann wieder finanziert werden müssen – was in dem Segment mangels Kundenmassen nur durch lange Verkaufsräume oder extreme Preise klappen ran. Ratet mal, womit man mehr Kunden auf seine Seite zieht. Es ist keine acht Wochen her, da hat sich ein PR-Verantwortlicher bei mir eine halbe Stunde am Telefon ausgeheult, weil er keine Ahnung hat, was er mit Z590 machen soll. Die Boards haben nicht einmal einen neuen Sockel und sie sind tatsächlich gut. Aber wenn man den Leuten erst vor einem halben Jahr weißmachen wollte/sollte/musste, dass Z490 der ulimativst geilste Scheiß aller Zeiten ist, dann fehlen einem jetzt schlichtweg die Argumente, warum Z590 noch viel besser sein soll.

        Was Mainboard-Hersteller mögen (würden): Alle zwei-drei Jahre ein neuer I/O-Hub on top auf ein bestehendes Feld. Dann können sie ihre alte Technik solange weiterverkaufen, wie sie jemand möchte, und die Entwickung auf neue, hauseigene Features konzentrieren. Denn nur an solchen können sie richtig verdienen beziehungsweise sich von der Konkurrenz abheben – einen Sockel 1700 dagegen wird jeder anbieten. Dessen Implementierung ist einfach nur Pflichtprogramm, kostet aber trotzdem Zeit und Aufwand. Richtung übel war in der Hinsicht 1151 CFL. Einige Halo-Designs wurden mir noch als Z270 angeboten und dann kurz vor Schluss gestoppt und später als Z370 gelauncht. Andere Hersteller waren schon einen Schritt zu weit und haben im Prinzip für die Tonne produziert. Ich glaube Asrocks mega-fettes Suppercarrier war effektiv nur zwei Monate lieferbar, ehe alle wussten, dass es wegen dem Coffee-Lake-Launch schon veraltet ist.
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        Nach den Angaben wird der Sockel nur 7.5 mm länger. Da die Kühlerböden "deutlich" größer sind die Heatspreader, ist das kein Problem.
      • Von zerbich Kabelverknoter(in)
        Wenn der Sockel größer wird.. ist dann ein CPU Kühler Montagekit nicht eher schlecht?
        Weil die Aufliegefläche des Kühlers gar nicht die gesamte CPU abdeckt?! Oder versteh ich was falsch..
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