AMD an Intels Fersen: Analyst sagt 20 % Marktanteil für 2023 voraus

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AMD an Intels Fersen: Analyst sagt 20 % Marktanteil für 2023 voraus
Quelle: AMD

AMD klemmt sich an Intels Fersen und soll im Jahr 2023 20 Prozent Marktanteil bei Servern erreichen. Intel bleibt zwar Marktführer, ist aber auch von der ARM-Seite in Bedrängnis und beim Portfolio scheint AMD attraktiver zu sein.

AMD hat in den vergangenen Monaten seinen Marktanteil bei Servern stetig ausgebaut und die angebotenen Produkte legen das auch nahe. Mit den Epyc-Prozessoren soll AMD dieses Jahr 20 Prozent Marktanteil erreichen, prognostiziert eine Analyse von Digitimes Research. Die Gründe liegen laut Analyst Frank Kung auf der Hand: AMD bietet Server-Prozessoren mit höheren Kernzahlen an als der Mitbewerber Intel - 96 zu 60 sind deutlich. Aber auch andere Faktoren spielen im Servergeschäft große Rollen - Performance pro Watt und Preis-Leistungs-Verhältnis. Epyc-Prozessoren sollen nicht nur günstiger sein als vergleichbar Xeon-Modelle, sondern auch am Ende günstiger zu unterhalten.

AMD an Intels Fersen: Analyst sagt 20 % Marktanteil für 2023 voraus (1) Quelle: Digitimes AMD an Intels Fersen: Analyst sagt 20 % Marktanteil für 2023 voraus (1)

Was AMD ohne Frage auch in die Hände spielt, sind Intels Probleme. Sapphire Rapids an den Start zu rollen, erwies sich in Santa Clara wohl schwieriger, als man erwartet hat. Gute Verfügbarkeit und wenig Verzögerungen bei AMD sind Faktoren, die man auf der Habenseite verbuchen kann. Derweil hat AMD nach Genoa mit bis zu 96 Zen-4-Kernen bereits Bergamo in der Pipeline, wo es bis zu 128 Kerne werden - fairerweise sind das Zen-4c-Kerne. Intel wird Sierra Forest wohl erst 2024 ausliefern.

"Unter den Betreibern von Rechenzentren sind Microsoft und Google am stärksten an der Beschaffung von Servern interessiert, die mit Lösungen von AMD betrieben werden. Derzeit sind mehr als 30 % der Serverbestellungen der beiden Cloud-Service-Anbieter AMD-basierte Modelle [...]."

Die Stärke vom AMD geht zulasten von Intel, wo der Marktanteil schrumpft und es ist nicht nur AMD, die an Intels Käfig rütteln. Server-Prozessoren mit ARM-Architektur werden immer wichtiger, und sollen 2023 bei 8 Prozent Marktanteil ankommen - laut Analysten vorwiegend zulasten von Intel. Für AMD ist die Entwicklung ohne Frage gut, denn hohe Margen im Datacenter-Bereich erlauben auch Investitionen.

Quelle: Digitimes

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von plusminus
        Das kann man wohl sagen .

        Arm wird weiter schnell wachsen .

        Amd ,s Marktanteil ist doch nur deshalb gestiegen weil sich bei Intel die Lieferung verzögert .

        Da muss man dann eben nehmen was da ist !

        Intel wird seine Probleme lösen , und mit den eigenen Fabriken zukünftig unabhänigig sein
        ARM hat im gleichen Zeitraum auch von einem wachsenden Angebot profitiert, steht aber immer noch vor Kompatibilitäts- und Skalierungsproblemen. In seiner Stamm-Nische bekommt umgekehrt RISC-V immer mehr Aufmerksamkeit. AMD dagegen hat auf sich auf breiter Front kontinuierlich weiter entwickelt und derzeit gibt es keine Anzeichen, dass demnächst eine Vollbremsung ansteht. Mit 20 Prozent kommt man zudem langsam in Bereiche, in denen man von gezielter Software-Optimierung profitiert respektive der alte Nachteil, dass alle auf Intel fokussiert sind, schwindet. (Auch wenn Intel weiterhin den besseren Support bieten soll.)

        Allerdings hast du Recht, dass man die Rechnung nicht ohne den Wirt machen darf: Weder ARM noch AMD haben Marktanteile erobert, sondern Intel hat sie schlichtweg fallenlassen. Nicht so sehr durch Lieferprobleme, die margenträchtigen Xeons hatten auch während des 14-nm-Engpasses Priorität, aber wegen fehlender technischer Entwicklung. Dieses Quartal feiert der große Milan-Zerschlager Sapphire Rappids endlich Markteinführung – blöd, dass AMD nach zwei Jahren längst Genoa-Epycs verkauft und Golden Cove und Intel haben zwar, in Form von Alder Lake, die Zen-3-N7-Ryzens in ihre Schranken verwiesen, aber 2023 müsste man Zen 4 in N5 schlagen können.

        Im Prinzip haben wir gerade quer durch alle Märkte die gleiche Situation, wie zu Netburst-Zeiten im Desktop: Intel liefert mäßig gelungene Chips mit alten Prinzipien; die modernere Konkurrenz gedeiht in der frei werdenden Lücke prächtig. Es steht also eigentlich nicht in der Macht von AMD und ARM-Herstellern, diesen Erfolg fortzusetzen; beide sind auf weitere Schwächen bei Intel angewiesen. Da haben sie aber gute Karten, denn während zu Netburst-Zeiten die überlegene Technik im mobile Markt verkauft wurde und nur adaptiert werden musste, gibt es in Intels Zukunft derzeit nur sehr ambitionierte Roadmaps, deren Einhaltung unwahrscheinlich erscheint.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von plusminus
        Das kann man wohl sagen .

        Arm wird weiter schnell wachsen .

        Amd ,s Marktanteil ist doch nur deshalb gestiegen weil sich bei Intel die Lieferung verzögert .

        Da muss man dann eben nehmen was da ist !

        Intel wird seine Probleme lösen , und mit den eigenen Fabriken zukünftig unabhänigig sein
        ARM hat im gleichen Zeitraum auch von einem wachsenden Angebot profitiert, steht aber immer noch vor Kompatibilitäts- und Skalierungsproblemen. In seiner Stamm-Nische bekommt umgekehrt RISC-V immer mehr Aufmerksamkeit. AMD dagegen hat auf sich auf breiter Front kontinuierlich weiter entwickelt und derzeit gibt es keine Anzeichen, dass demnächst eine Vollbremsung ansteht. Mit 20 Prozent kommt man zudem langsam in Bereiche, in denen man von gezielter Software-Optimierung profitiert respektive der alte Nachteil, dass alle auf Intel fokussiert sind, schwindet. (Auch wenn Intel weiterhin den besseren Support bieten soll.)

        Allerdings hast du Recht, dass man die Rechnung nicht ohne den Wirt machen darf: Weder ARM noch AMD haben Marktanteile erobert, sondern Intel hat sie schlichtweg fallenlassen. Nicht so sehr durch Lieferprobleme, die margenträchtigen Xeons hatten auch während des 14-nm-Engpasses Priorität, aber wegen fehlender technischer Entwicklung. Dieses Quartal feiert der große Milan-Zerschlager Sapphire Rappids endlich Markteinführung – blöd, dass AMD nach zwei Jahren längst Genoa-Epycs verkauft und Golden Cove und Intel haben zwar, in Form von Alder Lake, die Zen-3-N7-Ryzens in ihre Schranken verwiesen, aber 2023 müsste man Zen 4 in N5 schlagen können.

        Im Prinzip haben wir gerade quer durch alle Märkte die gleiche Situation, wie zu Netburst-Zeiten im Desktop: Intel liefert mäßig gelungene Chips mit alten Prinzipien; die modernere Konkurrenz gedeiht in der frei werdenden Lücke prächtig. Es steht also eigentlich nicht in der Macht von AMD und ARM-Herstellern, diesen Erfolg fortzusetzen; beide sind auf weitere Schwächen bei Intel angewiesen. Da haben sie aber gute Karten, denn während zu Netburst-Zeiten die überlegene Technik im mobile Markt verkauft wurde und nur adaptiert werden musste, gibt es in Intels Zukunft derzeit nur sehr ambitionierte Roadmaps, deren Einhaltung unwahrscheinlich erscheint.
      • Von onlygaming BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von plusminus
        Intel wird seine Probleme lösen , und mit den eigenen Fabriken zukünftig unabhänigig sein.
        Hat Intel ja jetzt Erfahrung mit wie man einen neuen Prozess reibungslos einführt und zum laufen bekommt.
      • Von plusminus BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von owned139
        Der Sieger ist für mich hier eigentlich ARM. Von 2,6% auf 8,1%.
        Das kann man wohl sagen .

        Arm wird weiter schnell wachsen .

        Amd ,s Marktanteil ist doch nur deshalb gestiegen weil sich bei Intel die Lieferung verzögert .

        Da muss man dann eben nehmen was da ist !

        Intel wird seine Probleme lösen , und mit den eigenen Fabriken zukünftig unabhänigig sein
      • Von gruenerknilch Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Und AMD ging von 10,1% auf 20,5%? ist jetzt AMD der große Gewinner? oder ARM? Oder Intel der Verlierer? Fragen über Fragen.
        Ach sorry, hab erst jetzt gesehen, von wem der Beitrag kam, DA ist das ja klar!
      • Von owned139 BIOS-Overclocker(in)
        Der Sieger ist für mich hier eigentlich ARM. Von 2,6% auf 8,1%.
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