AMD Epyc 9004: Zen 4 mit bis zu 96 Kernen, DDR5 und PCI-Express 5
AMD hat seine neuen Epyc-9004-Prozessoren mit bis zu 96 Kernen, 192 Threads, DDR5-Speicher und PCI-E 5.0 vorgestellt. Sie bieten bis zu 160 PCI-E-5.0-Lanes, die moderne 5-nm-Fertigung und ein 12-Kanal-Speicherinterface. Dadurch soll die Effizienz im Vergleich zu den Vorgängern um 55 Prozent steigen, während die absolute Leistung mehr als verdoppelt wird. Lesen Sie dazu im Folgenden mehr.
AMDs aktuelles Desktop-Portfolio in Form von Zen 4 ist zwar abermals leistungsstärker als die Zen-3-Prozessoren, doch im Vergleich bietet Intels 13. Generation mehr Leistung bei etwas geringeren Preisen. Im Server-Markt herrscht bisher keine solche Konkurrenzsituation und AMD hat die schnellsten und effizientesten Chips im Angebot. Das gilt mindestens bis zur finalen Präsentation der Sapphire Rapids im Januar, sofern diese nicht abermals verschoben wird. AMD nutzt die Zeit bis dahin jedoch und hat die neuen Epyc-9004-Prozessoren vorgestellt.
Diese bieten quasi eine Full-Fat-Version der Desktop-Chips, sodass die neue Architektur im Server-Umfeld all ihre Vorteile ausspielen kann. Dazu zählen DDR5-Speicher, PCI-E 5.0 und bis zu 96 Prozessorkerne pro einzelnem CPU-Sockel. Diese werden auf bis zu 12 CPU-CCDs verteilt, die pro Stück acht Kerne bieten können. Durch die 5-nm-Fertigung für die CCDs steigt die Effizienz, während der I/O-Die "nur" im 6-nm-Prozess gefertigt wird. Pro CCD stehen 32 MiB Level-3-Cache zur Verfügung und jeder einzelne Kern kann auf ein MiB Level-2-Cache zurückgreifen.
Um die Plattform abzurunden, verfügt sie über ein 12-Kanal-Speicherinterface, das maximal eine Transferrate von 460 GByte/s bieten kann. Pro CPU-Sockel können maximal 6 Terabyte Arbeitsspeicher verbaut werden, sofern auf 256 GiB 3DS-RDimms gesetzt wird. Die Plattform bietet dazu bis zu 160 PCI-E Lanes der fünften Generation und zwölf der dritten. Dazu kommt die Unterstützung von CXL 1.1+ sowie Bifurcation.
Bezüglich der Rechenleistung erreichen die neuen Chips laut AMD im SPECint-Benchmark 1.790 Punkte. Ein Xeon Platinum 8380 erreicht im Vergleich nur 602 Punkte und damit deutlich weniger. AMD hält mit den neuen Chips nach eigener Aussage aktuell mehr als 300 Compute-Weltrekorde in verschiedensten Anwendungen. Die neue Plattform soll vor allem durch ihre hohe Effizienz punkten und pro Rack die Energiekosten im Jahr um mehr als 20.000 US-Dollar senken können. Dell spricht vor diesem Hintergrund von 55 Prozent mehr Leistung pro Watt und einer Leistungssteigerung von 121 Prozent im Vergleich zu den Vorgänger-Chips.
Dabei soll es allerdings nicht bleiben, AMD will bereits im ersten Halbjahr 2023 die neuen Bergamo-Prozessoren vorstellen, die Zen-4C-Kerne bieten sollen. Diese sind das Äquivalent von Intels E-Cores und sollen die Effizienz abermals steigern. Mit den Genoa-Chips wird noch im vierten Quartal 2022 gerechnet, sodass man Intel, das erst im ersten Quartal 2023 reagieren kann, zuvorkommt.

Leider wird die meisten Anwender kaum interessieren wie viel Strom gespart werden könnte. Für die meisten zählt ja eher "Leistung vs. Fläche". Die Fläche eines bestehenden Data Centers lässt sich idR ja nicht beliebig vergrößern. Bei steigendem Bedarf nach Leistung wird sich die Anzahl der Maschinen kaum verringern.
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12-Kanal-Speicherinterface, und im "Popel-Desktop" gibts nicht mal Quad-Channel... SKANDAL!
Die 12 Speichercontroller von Genoa dagegen liefern nach DDR5-Zählart ein vierundzwanzig-Kanal-Speicherinterface.
Wäre eigentlich ein lustiger Vergleich, 8800GT gegen EPYC in Crysis...
Früher dachte man das Spiel ist der Hardware viele Jahre voraus, heute weiß man dass das Spiel den Entwicklern zu hoch war...