AMD Zen 5 und Zen 6: Codenamen durchgesickert, Zen 6 in 2 nm
Von Zen 5 und Zen 6 sind unbeabsichtigt Codenamen durchgesickert. Der AMD-Ingenieur hat sie zwar geschwind entfernt, aber das Internet vergisst nicht. Zen 6 soll wohl in 2 nm produziert werden.
Wohl eher unbeabsichtigt hat ein CPU-Ingenieur von AMD die Codenamen für Prozessoren der kommenden Generationen veröffentlicht. Der CCD (Core Complex Die) von Zen 5 wird "Eldora" heißen, während ein Kern "Nirvana" heißen soll. Bein Zen 6 wurde der Codename für den CCD nicht genannt, ein Kern wird als "Morpheus" bezeichnet. Wichtig zu verstehen ist, dass es sich um die Codenamen für die "Bausteine" handelt, nicht für das Package - aktuell etwa "Raphael" für Ryzen 7000. Zum Vergleich: Der CCD für Zen 4 im Ryzen 7000 heißt "Durango", ein Kern "Persephone".
Viel kann man mit den Codenamen im Moment noch nicht anfangen, aber man weiß nun zumindest, auf was man achten muss, wenn Leaks erscheinen. Zen 5 wird nach dem letzten Stand eine auf 3 nm EUV basierende Architektur werden, während Zen 6 in 2 nm erscheinen soll. Die Original-Inhalte wurden aus dem Internet gelöscht. Zen 5 soll voraussichtlich 2024 starten und davon ausgehend sollte man Zen 6 nicht vor 2026 erwarten. Spannender sind vermutlich die architektonischen Änderungen: Für Strix Point (Zen-5-APUs) ist die Rede von einem möglichen Hybrid-Design (8+4), bei dem neben C-Kernen auch KI-Kerne von Xilinx eingesetzt werden könnten. AMD hatte sich schon ein System für Taskwechsel patentieren lassen. Bei Granit Ridge (Zen-4-Desktop) ist die Informationslage allgemein recht dünn.
TSMC verspricht beim Sprung von N5 auf N3 bereits 10 bis 15 Prozent mehr Geschwindigkeit bei gleichem Leistungsbedarf oder ersatzweise 25 bis 30 Prozent weniger Leistungsaufnahme bei gleichbleibender Geschwindigkeit. Die Logikdichte soll um den Faktor 1,6 steigen und die Serienfertigung von - kleinen - N3-Chips läuft bereits seit dem zweiten Halbjahr 2022. N3E soll im Q2/Q3 2023 starten und die Werte leicht verbessern. Zudem soll es einen N3P geben, der auf hohe Taktraten getrimmt ist, und einen N3S, der besonders hohe Logikdichte bietet. Kunden können dann den Prozess wählen, der ihren Anforderungen am ehesten entgegenkommt.
Quelle: TSMC
TSMC-Roadmap für die kommenden Fertigungsprozesse
Es machten allerdings auch Gerüchte die Runde, dass AMD möglicherweise den Anbieter wechselt und die Prozessoren bei Samsung fertigen lässt. Ob was dran ist, lässt sich schwer sagen. Hintergrund dürfte aber primär sein, dass Kontingenten bei TSMC schwer beizukommen ist. Der I/O-Die wird aktuell in 6 nm bei TSMC gefertigt, könnte aber auch woanders vom Band laufen und tat er auch schon. Das gilt ebenso für die restlichen Chiplets.


Das gilt übrigens gleichermaßen für die Konkurrenz zwischen Intel und TSMC *). Hier erklärte bspw. in einem Interview TSMCs scheidender Chefingenieur, wie man jahrelang vergebens zu Intel aufschließen wollte und selbst mit TSMCs 10nm-Prozess nicht wirklich mit Intels 14nm-Prozess gleichziehen konnte. Hätte obige vielzitierte Gesetzmäßigkeit bestand, würde TSMC heute nur noch was für den Automotive-Bereich fertigen.
Zu Meteor Lake, hier weiß man nicht woran es liegt. Es kann am Prozess liegen, 1st Gen Intel 4 gegen 4th Gen Intel 7 (ein solches Problem hatte sie auch schon in 2019/20), die Kapazitäten könnten noch nicht groß genug sein, der Yield, es kann gar an rein wirtschaftlichen Erwägungen liegen, sodass sie derzeit rein auf Kostensenkungen aus sind und meinen sie kämen eine weitere Iteration auch noch mit einer Überbrückung aus oder es kann eine irgendwie geartete Mischung aus einigen oder gar allen Punkten sein.
Zudem, Intel 4 ist für sie nur ein Übergangprozess, der schlussendlich zu Intel 3 führt. Man hat es hier unterlassen eine HD-Lib zu erstellen, der Prozess wird Foundry-Kunden nicht zur Verfügung gestellt und wenn es da vielleicht auch nur ein paar Kleinigkeiten gibt, die nicht rund gelaufen sind, kann es schon sein, dass man die aufgrund des derzeitigen Sparkurses nicht optimiert / fixt, sondern diesen Schritt dann direkt mit der kommenden Intel 3-Iteration angeht, die für sie weitaus wichtiger ist.
Weiterhin, der Desktop ist bei Intel zwar um ein vielfaches größer als bei AMD aber dennoch nicht deren größtes und wichtigstes Segment, insbesondere nicht mit dem gewandelten Markt, daher noch einmal mehr ein Grund, warum ihnen die Entscheidung für ein Aussetzen von Meteor Lake-S leicht gefallen sein könnte ... wenn sich das nun am Ende bestätigt, denn eine solche Bestätigung steht immer noch aus (ein Aussetzen ist aber wahrscheinlich; mal abwarten was im Mai erklärt wird).
Und an der Mobilschiene war nichts "kurzerhand", sondern im Gegenteil, fast die gesamte Kommunikation zu Meteor Lake hatte eigentlich weitestgehend die Mobil-CPU(s) im Fokus (ist bei Arrow Lake übrigens nicht anders).
Wirklich chaotisch wurde es erst in den letzten 5-8 Jahren als Intel keine Rolle mehr spielte. Erst hat TSMC den hauseigenen 10-nm-Prozess (mal wieder) sehr euphemistisch so benannt. Dann hat man diese Stufe im High-End-Segment komplett zugunsten einer EUV-optimierten Variante gestrichen, die dann tatsächlich einem Full Node gegenüber 14 nm darstellte – der man aber den Namen "N7" gab. (Name! Ich glaube TSMC hat den Prozess nie als "7 nm" vermarktet, sondern nutzt nur die abstrakte Produktbezeichnung, die ebenso "G2" hätte lauten können.) AMDs Marketing wiederum hat darin hergestellten Prozessoren als "7 nm" vermarktet und das offensiv gegen Intels 14-nm-Produkte angepriesen. Dieses Marketing-Label war zwar das einzige "7 nm" daran, aber damit waren die Tore geöffnet.
Viele Kunden und leider auch Presse-Mitglieder haben die AMD-Werbung nicht nur geschluckt und 1:1 wiedergekäut, sondern auch übertragen. So wurden aus den folgenden TSMC N6, N5, N4 und N3 flächendeckend "6 nm", "5 nm", "4 nm" und "3 nm", obwohl N5 der erste 7-nm-Prozess ist und N3 der erste 5-nm-Node. Auch Samsung macht dankenswert mit, nutzt "8 nm", "6 nm", etc. meinem Wissen nach sogar offiziell, und Intel hat sich im Rahmen von IDM 2.0 schließlich an die TSMC-Stufen angepasst. Aus dem korrekt bezeichneten 10 nm wurde "Intel 7", der relativ dazu angemessnes Versprechende 7 nm zu "Intel 4". Natürlich werden auch die jetzt immer wieder als "7 nm" respektive "4 nm" gelesen, obwohl Intel keine (ungerechtfertigten) Maßeinheiten verwendet.
Besonder bitter: dieser Missbrauch der Maßeinheit "nm" ist nicht nur ohne Bezug zur Realität, sondern auch nur von vorübergehendem Bezug zwischen den Herstellern. Samsung galt schon bei "8 nm" als nicht annähernd mit TSCM N7 (= 10 nm) vergleichbar und Intels angepasste Roadmap dürfte auch zunehmend von TSMCs divergieren. (Von Intel 4 wird noch ähnliche Performance wie von TSMCs zweiter 5-nm-Generation "N4" erwartet, danach ist alles offen.) Bei "N2, "Intel 20A" und Samsung "2 nm" erwarten uns also möglicherweise Prozesse aus drei verschiedenen Klassen, von denen keine einzige etwas mit 2 nm = 20 Å zu tun hat. Ich werden dann passend dazu GPU-Round-Ups mit Blackwell, Navi 1 und Evergreen fordern. Schließlich sind das alles "5000er" Grafikkarten!
Das macht ausgehend von Zen 3 dann 65% mehrleistung
Ne im Ernst, bei dir klang es so faktisch, dass AMD schon 2026 quasi gezwungen ist 2nm teuer einzukaufen, weil Intel auf 18A ist, da wollte ich nur zu bedenken geben, dass ich die Wahrscheinlichkeit für nicht so dramatisch hoch halte. Ende 21 bspw. behauptete man, dass ML noch um ersten Q2023 kommt,,hast uüdu ihn gesehen? Will sagen, was in knapp 1 1/2 Jahren ist, weiß man aktuell nicht und Intel wird schon gar nicht zuverlässig 3 Jahre in die Zukunft blicken.
Oder wenn ich das nun auf meinen aktuellen Job beziehen würde, müsste ich nun von unserer eingesetzten Software hunderte registery keys + mögliche Settings und Konfig Dateien auswendig lernen? Wäre dann ja wie Vokabeln lernen? Danach lerne ich direkt auch noch das Windows und Linux "Handbuch" mit allen Settings auswendig, da ich ja ein "guter" Administrator sein will.
Und in meinem Fall mit dem Tabellenbuch, in dem sämtliche Elektrotechnischen Formeln aufgelistet waren, mit ner Sprache zu vergleichen wird auch recht schwierig.
Bisher hat sich bei mir auch noch keiner über meine Arbeit beschwert, auch wenn ich mal Dokumentationen stöbern muss (inkl. feststellen und beweisen müssen das Microsofts eigene Dokumentationen nicht so stimmen), sondern eher das Gegenteil
Generell sollte es aber wohl drin sein nicht alles schwarz oder weiß zu sehen. Wenn doch: Bist also jemand mit dem Wissen der Menschheit (oder sogar noch mehr?) im Kopf der dazu noch in allen Sportarten gewinnt um nicht direkt in der Kiste zu landen.
In der IT ist das nochmal eine größere Nummer ändert sich fast stundlich etwas ^^
Hab selbst 3 Jahre O365 Support für Premium Kunden geleistet, mit der Zeit wiederholen sich Probleme oder Abläufe, dann schaut man nicht mehr nach, sondern geht direkt ins Troubleshooting oder zur Lösung über, damit kann man dann deutlich Punkten beim Kunden.
Im Prinzip ging es mir ja nur darum, das es von Vorteil sein kann wenn gewisse Informationen nicht nachgeschaut werden müssen. Wir können heute auf Youtube&Co Menschen bewundern, die können über 200 Zahlen im Kopf zusammenrechnen, Bücher in Sekunden lesen usw. Möglich ist vieles
Ob du gut bist muss der entscheiden, der dein Gehalt zahlt, kann ich nicht beurteilen und wollte ich auch nicht.