AMD und Spectre: Gericht weist Investoren-Klage ab, Revision möglich
Vergangenes Jahr klagte ein Investor gegen AMD, weil das Unternehmen angeblich Falschinformationen im Bezug zu Spectre verbreitet und somit dem Aktienkurs geschadet haben soll. Das zuständige Gericht hat die Anklage nun abgewiesen, da es die genannten Punkte nicht als erfüllt ansieht.
Mit dem Bekanntwerden von Spectre und Meltdown wurden nicht nur Hardware-Sicherheitslücken in den Fokus gerückt, sondern es gab auch mehrere Klagen gegen die betroffenen Unternehmen, darunter auch Intel und AMD. Wir berichteten im Februar 2018 von insgesamt vier Klagen gegen AMD. Drei stammten von Käufern eines AMD-Prozessors, die letzte von einem Investor. Laut der letzgenannten Klage hat AMD falsche Informationen über Spectre verbreitet beziehungsweise bestätigt und somit dem Aktienkurs geschadet.
Keine Falschinformationen von AMD
Ebendiese Klage wurde vom verantwortlichen Gericht in Kalifornien für nichtig erklärt: AMD und die beiden in der Anklageschrift erwähnten Führungskräfte - CEO Lisa Su und CFO Devinder Kumar - hätten keine Falschinformationen verbreitet und dem Aktienkurs somit nicht geschadet. Das Gericht sieht keinen der Anklagepunkte als gegeben an und weist die Klage damit ab. Zwingend beendet ist der Rechtsstreit dadurch aber nicht: Der Kläger hat drei Wochen Zeit, um in Berufung zu gehen.
Für AMD ist die Entscheidung des Gerichts in jedem Fall erfreulich, da sie auch anderen Klägern den Wind aus den Segeln nehmen könnte. Hätte man die Klage verloren, so hätte es wohl noch weitere Klagen mit Bezug zu Spectre gegeben. Unklar bleibt indes, ob es auch Intel gelingen wird, einen solchen Erfolg zu erzielen.
Passend dazu: Zombieload, RIDL, Fallout, Yet Another Meltdown: Neue Sicherheitslücken in Intel-CPUs
Gegen Intel liefen letzten Februar bereits 32 Klagen zum Thema Spectre beziehungsweise Meltdown. 30 davon stammen von Endverbrauchen, zwei von Investoren. Letztere argumentieren, wie auch bei AMD, dass Intel irreführende Aussagen gemacht habe. Drei weitere Klagen richten sich gegen Mitarbeiter von Intels Management, die gegen das Interesse der Firma gehandelt haben sollen.

Moin Cat Toaster,
im Originaltext ist die Formulierung: "Plaintiffs may file an amended complaint within 21 days of this order" ->"Die Kläger können innerhalb von 21 Tagen nach dieser Entscheidung eine geänderte Beschwerde einreichen."
Hört sich für mich nicht nach einer höheren Instanz an, ich bin aber auch wirklich kein Rechtler
Aber eine Klage auf Kursmanipulation ist mehr als Fragwürdig - AMD hat versucht den eigenen Wert zu schützen.
Sei doch Froh das intel wenigstens Versucht Lücken zu finden bzw zu beheben - man ht bei Intel gesucht und wurde dann trozdem bei AMD fündig.............
Das man bei ganzen zwei Marktteilnehmern - die dazu noch ein umfassendes Patentaustauschabkommen unterhalten - auch mal beim anderen guckt, wenn irgendwas aufpoppt ist ja jetzt keine Raketenwissenschaft. Dafür war bei AMD dann doch bisher vergleichsweise sehr wenig.
@Artikelverfasser
Es gibt einen Unterschied zwischen Berufung und Revision. Bei letzterem wird ein Urteil auf Rechtsfehler überprüft, bei der Berufung vor einer höheren Instanz neu verhandelt.
AMD hat da auch Bockmist verzapft und gelogen.
Aber eine Klage auf Kursmanipulation ist mehr als Fragwürdig - AMD hat versucht den eigenen Wert zu schützen.
soviele lücken wie intel hat, rip.
gibt ja auch ein angriff auf SGX, und paar hobby russen habens geschafft mit der managment engine rumzufummeln.
ich warte ja auch auf tinycore coreboot etc. ein linux zum linux starten. als freies bios. google stellt ja seine server um. von 10 minuten bootzeit auf unter 2-3 minuten. herrlich. und ich dödel hab nen bios update installiert damit mir das bios jedes mal die cpu patched beim starten, statt 4s boottime habe ich 8!!! (doppelt soviel)
wird langsam zeit das risc-v aus den löchern kommt und was für consumer bringt.