Sicherheitslücke Spectre: Nach Intel wird auch AMD verklagt
AMD sieht sich in den Vereinigten Staaten mehreren Klagen ausgesetzt, die das Verhalten des Chipherstellers in Bezug auf die Sicherheitslücken Meltdown und Spectre anprangern. Bekannt sind vier Klagen - in drei Fällen haben die Kläger AMD-Prozessoren gekauft, im vierten geht es um den Aktienkurs. Mindestens eine Kanzlei bereitet darüber hinaus eine Sammelklage vor.
Intel hat erst vor wenigen Tagen im Rahmen seines Jahresberichts an die United States Securities and Exchange Commission (SEC) die rechtliche Situation rund um die beiden Sicherheitslücken Meltdown und Spectre bekannt gegeben. 32 Sammelklagen wurden gegen Intel als Unternehmen eröffnet, darüber hinaus wurden drei weitere sogenannte "Shareholder Derivative Actions" gegen konkrete Teile des Managements eingeleitet. Wie die britische Webseite theregister.co.uk berichtet, bleibt auch die Konkurrenz AMD nicht verschont.
Bekannt sind vier Klagen, die in den USA gegen den Chiphersteller eingereicht wurden. Drei stammen von privaten Käufern eines AMD-Prozessors und könnten künftig zu einer Sammelklage zusammengeführt werden. Der Argumentation zufolge habe AMD absichtlich Informationen zuückgehalten, die den Kaufwert der CPUs gemindert hätten. Zudem bestehe die Gefahr, dass die bislang zur Verfügung gestellten (Windows-)Updates beziehungsweise Patches nicht vor allen Spectre-Varianten schützten. Während AMD-CPUs keine Angriffsfläche für Meltdown bieten sollen, ist die Situation bei Spectre tatsächlich etwas unübersichtlich. Die zweite GPZ-Variante soll schwer auszunutzen sein, weshalb entsprechende Microcode-Updates optional sein sollen. Verfügbar sind sie bis dato allerdings noch gar nicht.
Die vierte Klage stammt von einem Investor, der konkret einen Aktienkursfall am 12. Januar in Höhe von wenigen Prozent beklagt. AMD habe falsche Aussagen getroffen beziehungsweise solche von Dritten bestätigt und die Investoren damit irregeführt. Trotzdem stieg der Aktienkurs bis Ende Januar wieder an, bevor er Anfang Februar einen Knick nach unten machte. Eine US-amerikanische Kanzlei plant derweil eine größere Sammelklage gegen AMD. Wie viele Kläger es zurzeit genau gibt, ist nicht bekannt.

Ist aber schon recht lächerlich, die ganzen CPU Hersteller können nichts dafür und wussten auch noch nicht lange davon, wegen so etwas kann man auch nur in den USA klagen, so wie wegen jedem Scheiß.
War doch klar das das kommt - AMD hat ja genau das gleiche Problem und hatte auch die selben Informationen (die ersten Ansätze zu Spectre wurden ihnen ja auch schon vor Release von RyZen gezeigt).
Wie will man ohne Proof-of-Concept denn vor Gericht beweisen, dass die Prozessoren von AMD betroffen sind...
Microsoft wird doch auch nicht bei jeder Sicherheitslücke in Windows verklagt. Einfach nur absurd so lange noch nicht klar ist, wie groß die Einbußen bei AMD durch die Updates sind.
Ich bin noch immer etwas schockiert, wie Intel die Kunden verarscht hat!
Wie ein Kleinkind auf andere zu zeigen, wirkt auch nicht gerade sehr seriös, die erste Reaktion von intel war ja, zu sagen AMD/ARM sind selbst betroffen.
Intel hat da lange Zeit nur PR-Dünnpfisch abgesondert, schlimm wenn man ein externes Unternehmen für das Krisenmanagement beauftragen muß...