Zen 4c für Notebooks: AMD stellt den Ryzen 5 7545U und Ryzen 3 7440U vor

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AMD Zen 4c
Quelle: AMD

AMD hat den Startschuss für Zen 4c im Notebook gegeben und den neuen Ryzen 5 7545U und Ryzen 3 7440U ganz offiziell vorgestellt. Neben der noch besseren Skalierbarkeit soll auch die Energieeffizienz die große Stärke der "kleinen" Prozessorkerne sein.

AMD hat jetzt den Startschuss für Zen 4c im Notebook gegeben, nachdem die Kombination aus Zen 4 und Zen 4c bereits in den Epyc-Prozessoren erfolgreich ihre Premiere gefeiert hat, und den neuen Ryzen 5 7545U und Ryzen 3 7440U ganz offiziell vorgestellt. Neben einer noch besseren Skalierbarkeit soll auch die Energieeffizienz die große Stärke der "kleinen" Prozessorkerne mit reduziertem Cache sein und insbesondere unterhalb einer TDP von 15 Watt für mehr Leistung sorgen.

AMD kombiniert Zen 4 und Zen 4c erstmals im Notebook

Die Kombination aus Zen 4 und den Zen-4c-Prozessorkernen, welche unter anderem in AMDs Cloud-Prozessor Epyc 9754 ("Bergamo") mit 128 Zen-4c-Cores debütiert hatte, soll laut Herstellerangaben im Notebook speziell unterhalb einer TDP von 15 Watt auftrumpfen und für eine bessere Effizienz sorgen. Ebenso verspricht AMD die Vorteile von Zen 4c für "künftige Erhöhungen der Kernanzahl" zu nutzen.

AMD bringt Zen 4c jetzt erstmals auch ins Notebook Quelle: AMD AMD bringt Zen 4c jetzt erstmals auch ins Notebook Das ist deshalb möglich, da mit Zen 4c im Vergleich zu Zen 4 die gleiche Anzahl an Prozessorkernen auf 35 Prozent weniger Fläche untergebracht werden können, ohne dass dabei die IPC ("Instructions per Cyle") - also die Instruktionen pro Taktzyklus - sinken. Ein Zen-4c-Core besitzt somit die gleiche IPC wie ein Zen-4-Core. Dieses Konzept hatte AMD zuvor auch bereits mit seinem Ryzen Z1 erprobt sowie anschließend als erfolgreich befunden. Jetzt folgen Notebook-APUs.

AMD Ryzen 5 7545U und Ryzen 3 7440U im Detail

Die größere der beiden "kleinen" neuen Notebook-APUs ist der AMD Ryzen 5 7545U, der zwei Zen-4-Cores mit vier Zen-4c-Cores zu einer Hexa-Core-APU mit insgesamt sechs Prozessorkernen kombiniert. Bei einem Basis-Takt von 3,2 GHz und einem Boost-Takt von 4,9 GHz beträgt die cTDP weiterhin 15 bis 30 Watt. Als interne Grafikeinheit dient eine Radeon 740M mit 4 CUs und 256 Shadereinheiten.

Der neue AMD Ryzen 5 7545U und Ryzen 3 7440U mit Zen 4 und Zen 4c Quelle: AMD Der neue AMD Ryzen 5 7545U und Ryzen 3 7440U mit Zen 4 und Zen 4c Der AMD Ryzen 3 7440U hingegen bietet nur einen Zen-4-Prozessorkern und kombiniert diesen mit insgesamt drei Zen-4c-Prozessorkernen, die allesamt mit einer Taktfrequenz 3,0 bis 4,7 GHz arbeiten. Die cTDP und die iGPU wurden vom größeren Modell unverändert übernommen. Anders als Intels E-Cores, die weder über SMT respektive HT, noch über die hohe IPC der P-Cores verfügen, müssen solche "Einbußen" bei Zen 4c nicht hingenommen werden, wie AMD herausstellt.

Große Vorteile gegenüber Intels E-Cores

Wie AMD besonders herausstellt, bieten die Zen-4c-Prozessorkerne, anders als Intels E-Cores, alle Befehlssätze und Befehlssatzerweiterungen, die gleiche IPC wie die vollwertigen Zen-4-Cores sowie SMT und setzen darüber hinaus auch keine Anpassungen am Scheduler des jeweiligen Betriebssystems voraus.

AMD stellt die Vorteil von Zen 4c gegenüber Intels E-Cores heraus Quelle: AMD AMD stellt die Vorteil von Zen 4c gegenüber Intels E-Cores heraus Während die E-Cores in den Core-Prozessoren der 12., 13. und 14. Generation nur wenig bis überhaupt keinen Einfluss auf die Gaming-Performance haben, sollen die Zen-4c-Cores einen echten Mehrwert durch Mehrleistung liefern können.

Mehr Leistung und Effizienz bei niedriger TDP

Anwender sollen eine APU mit Zen 4 + Zen 4c nicht von einer Lösung unterscheiden können, die "nur" über Zen 4 verfügt. Während die Leistung laut Hersteller-Benchmarks nahezu identisch ist, sollen sich insbesondere bei einer niedrigeren TDP gewisse Vorteile im Hinblick auf Leistung und Effizienz ergeben, wie AMD demonstriert.

AMD demonstriert Zen 4 vs. Zen 4c im Cinebench R23 Quelle: AMD AMD demonstriert Zen 4 vs. Zen 4c im Cinebench R23 Quelle: AMD

Auch AMDs kommende Zen-5-APUs der Serie Ryzen 8000 ("Strix Point") werden auf einen hybriden Ansatz zurückgreifen und Zen 5 und Zen 5c kombinieren. Über dieses Thema hat PCGH bereits ausführlich berichtet.

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Quelle: AMD

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    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Olstyle
        Erstmal muss der Scheduler ja überhaupt eine Vorstellung von geringer Last haben. Hat er das? Wenn dann erst wenn ein Threads schon länger läuft. Wird der dann als unwichtig erkannt weil er bis jetzt wenig Rechnzeit brauchte, landet er auf den weniger priorisierten Kernen damit auf den Schnellen Platz für Neues, wieder erstmal nur potenziell Wichtiges bleibt. Also doch eigentlich genau das was bei den C Kernen auch passieren soll.

        Aber grundsätzlich gebe ich dir schon Recht, man wird sicher auch für die Bauform NOCH etwas passender arbeiten können als mit den bereits vorhandenen Features. Es tut nur deutlich weniger weh als bei den E-Kernen.
        Der Scheduler berücksichtigt meinem Wissen nach das Lastniveau eines Tasks, ja. Sonst könnte er leistungshunrigen ja nur durch Zufall einen Kern überlassen, während weniger fordernde auf einem anderen gruppiert werden. Sobald es nicht nur um Rechenzeit geht, sondern auch oder gar vornehmlich um Effizienz, reicht diese Sortierung nach Kernleistung und Thread-Leistungsanforderungen aber nicht mehr. Eine Mobile-CPU schaltet die Hochleistungskerne idealerweise die meiste Zeit (idle, Browsen, Office,...) ganz ab und legt die anstehenden, kleinen Tasks nicht auf die schnellsten, sondern auf die effizientesten Kerne.

        Auf diesen Vorteil scheint AMD zu verzichten – was aktuell auch kein Problem ist, denn TSMCs 7-nn-Fertigung ("N5") ist Intels 10 nm ("Intel 7") derart überlegen, dass ein großer Phoenix-Kern vermutlich immer noch effizienter als manch Raptor-Lake-E-Kern ist. Vor allem in Anbetracht der Taktraten, die Intel auch mobile aus den Dingern rausprügelt. Aber in 5,5 Wochen soll ja endlich Meteor Lake erscheinen und dann steht Intel 4 (+ TSMC N6 für SoC) nebst Thread Director und allem Pipapo bei Intel gegen "nur" TSMC N5 bei AMD.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Olstyle
        Erstmal muss der Scheduler ja überhaupt eine Vorstellung von geringer Last haben. Hat er das? Wenn dann erst wenn ein Threads schon länger läuft. Wird der dann als unwichtig erkannt weil er bis jetzt wenig Rechnzeit brauchte, landet er auf den weniger priorisierten Kernen damit auf den Schnellen Platz für Neues, wieder erstmal nur potenziell Wichtiges bleibt. Also doch eigentlich genau das was bei den C Kernen auch passieren soll.

        Aber grundsätzlich gebe ich dir schon Recht, man wird sicher auch für die Bauform NOCH etwas passender arbeiten können als mit den bereits vorhandenen Features. Es tut nur deutlich weniger weh als bei den E-Kernen.
        Der Scheduler berücksichtigt meinem Wissen nach das Lastniveau eines Tasks, ja. Sonst könnte er leistungshunrigen ja nur durch Zufall einen Kern überlassen, während weniger fordernde auf einem anderen gruppiert werden. Sobald es nicht nur um Rechenzeit geht, sondern auch oder gar vornehmlich um Effizienz, reicht diese Sortierung nach Kernleistung und Thread-Leistungsanforderungen aber nicht mehr. Eine Mobile-CPU schaltet die Hochleistungskerne idealerweise die meiste Zeit (idle, Browsen, Office,...) ganz ab und legt die anstehenden, kleinen Tasks nicht auf die schnellsten, sondern auf die effizientesten Kerne.

        Auf diesen Vorteil scheint AMD zu verzichten – was aktuell auch kein Problem ist, denn TSMCs 7-nn-Fertigung ("N5") ist Intels 10 nm ("Intel 7") derart überlegen, dass ein großer Phoenix-Kern vermutlich immer noch effizienter als manch Raptor-Lake-E-Kern ist. Vor allem in Anbetracht der Taktraten, die Intel auch mobile aus den Dingern rausprügelt. Aber in 5,5 Wochen soll ja endlich Meteor Lake erscheinen und dann steht Intel 4 (+ TSMC N6 für SoC) nebst Thread Director und allem Pipapo bei Intel gegen "nur" TSMC N5 bei AMD.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von BigBoymann
        Wie kommst du darauf? Allerdings Lake und Zen 3 hatten schon über 130% der IPC, Zen 4 hat da nochmal gewonnen.
        weil wir seit Skylake bei Intel erst eine neue Architektur im Desktop haben (ok 2 wenn man Alder Lake mitzählt).
        Skylake, Kaby Lake, Coffee Lake, Comet Lake...
        sind quasi dieselben Kerne/Architektur, unterschiedlich ist nur die Konfiguration (Cache) und evtl in Hardware implementierte Sicherheitsfeatures.

        Zitat von BigBoymann
        Aber ja, die Wahrheit liegt in der Mitte, mit 50% komme ich auch nicht weit.
        ich werfe leider immer noch die Namen für die Produkte und für die Cores durcheinander. Mit Skylake meine ich die Kernarchitektur, nicht zwangsweise das Produkt. Skylake wurde als Comet Lake bis 2020 weitergeführt.
        Da die Kerne die gleichen sind und Intel diese als IPC Basis für die E-Cores ausgibt, stehen die E-Cores eben sehr gut da
        Zitat von BigBoymann
        Ja, verlötet reicht da
        Gern.
        Wobei: muss für mich gar nicht sein, es kann auch frei verfügbar sein, das tut ja niemanden weh, statt den früheren "Celeron" CPUs halt sparsame Einsteiger und Büro-CPUs hinzustellen.
        Wir verschenken unsere ausrangierten PCs immer an bedürftige Kinder weiter, wär doch schön, wenn die diesen dann einfach aufrüsten könnten.

        Hier ist etwa schade, dass Intel den Sockel nicht so weit supportet wie AMD:
        theoretisch würden wir nächstes Jahr knapp 200 PCs verschenkn. 2015er Skylake, i5 6600, 16 GB DDR4 mit TPM2.
        Super Basis. Wenn man einfach so Comet Lake reinstecken könnte (8-10 Kerne statt nur 4)
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Rollora
        Skylake hat ca 80%
        Wie kommst du darauf? Allerdings Lake und Zen 3 hatten schon über 130% der IPC, Zen 4 hat da nochmal gewonnen.

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        Aber ja, die Wahrheit liegt in der Mitte, mit 50% komme ich auch nicht weit.

        Zitat von Rollora
        höchstens vereinzelte Modelle für Büromaschinen
        Ja, verlötet reicht da
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Eigentlich müsste man da schon etwas hinzufügen, denn bei geringer Last sind ja nicht mehr die leistungsfähigen Zen-4-, sondern die effizienteren Zen-4C-Kerne präferiert.
        Erstmal muss der Scheduler ja überhaupt eine Vorstellung von geringer Last haben. Hat er das? Wenn dann erst wenn ein Threads schon länger läuft. Wird der dann als unwichtig erkannt weil er bis jetzt wenig Rechnzeit brauchte, landet er auf den weniger priorisierten Kernen damit auf den Schnellen Platz für Neues, wieder erstmal nur potenziell Wichtiges bleibt. Also doch eigentlich genau das was bei den C Kernen auch passieren soll.

        Aber grundsätzlich gebe ich dir schon Recht, man wird sicher auch für die Bauform NOCH etwas passender arbeiten können als mit den bereits vorhandenen Features. Es tut nur deutlich weniger weh als bei den E-Kernen.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von BigBoymann
        Im Desktop sehe ich dies nicht,
        bin ich ganz bei dir, höchstens vereinzelte Modelle für Büromaschinen
        Zitat von BigBoymann
        ja es wird noch weniger Fläche genutzt, was preislich gut sein kann, aber thermisch bringt das eben neue Nachteile, wobei im Desktop eben nicht die Gesamtenergieaufnahme begrenzt, sondern die Spot Temperatur.
        die dürfte sich aber eh im Rahmen halten bei den E-Cores
        Zitat von BigBoymann
        Dazu begrenzte Befehlssätze und eine veraltete IPC (Skylake dürfte mittlerweile weit 50% langsamer sein)
        Na so schlimm ist das nicht, Skylake hat ca 80% von aktuellen CPUs.
        Und die neuen E-Cores in MTL sind wieder etwas schneller (AFAIR 5%).
        Die Nachfolgenden E-Cores verstehen AVX10 und damit alle aktuellen Befehle
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