Ryzen AI: AMD bringt Zen 5 und Zen 6 in Stellung
Im Rahmen des AMD Financial Analyst Day 2025 hat das US-Unternehmen auch eine Vorschau auf kommende APUs und deren Leistungsfähigkeit für KI-Workloads gezeigt. Gorgon Point mit Zen 5 und Medusa Point mit Zen 6 bringen sich in Stellung.
Im Rahmen des AMD Financial Analyst Day 2025, welcher ganz im Zeichen der KI stand, hat das US-Unternehmen aus Santa Clara auch eine Vorschau auf kommende APUs und deren Leistungsfähigkeit für KI-Workloads gezeigt. Während "Gorgon Point" noch auf Zen 5 ("Nirvana") und XDNA 2 setzen wird, kommen für "Medusa Point" die Next-Gen-Architekturen Zen 6 + XDNA 3 zum Einsatz. KI-Leistung steht im Fokus.
Noch bevor Ryzen AI 500 ("Medusa Point") mit Zen 6 ("Morpheus") übernimmt, wird AMD seinen aktuellen Mobilprozessoren der Serie Ryzen AI 300 ("Strix Point") eine minimale Frischzellenkur spendieren, welche als Ryzen AI 400 ("Gorgon Point") vermarktet werden dürften. Die KI-Leistung steigt im Vergleich zu "Phoenix" umgerechnet um den Faktor 10 und erreicht somit bis zu 100 TOPS.
| KI-Leistung | |
|---|---|
| AMD Phoenix | 10 TOPS |
| AMD Hawk Point | 16 TOPS |
| AMD Strix Point | 50 TOPS |
| AMD Gorgon Point | 55 TOPS+ |
| AMD Medusa Point | 100 TOPS |
Gorgon Point wird als Strix Point Refresh im kommenden Jahr in Notebooks kommen und dann gleich die kleineren Modelle, welche aktuell noch unter dem Codenamen Krackan Point laufen, in die aufgefrischte Produktfamilie übernehmen.
Anders als die Ryzen AI 500 ("Medusa Point"), welche auf dem neuen und etwas größeren Sockel FP10 verlötet werden, kommen die Ryzen AI 400 ("Gorgon Point") weiterhin den von Ryzen AI 300 ("Strix Point") bekannten Sockel FP8 zum Einsatz.
| Codename | Prozessorkerne | Grafikeinheit | Sockel** | Release | |
|---|---|---|---|---|---|
| Ryzen AI 300 | Strix Point | Zen 5 (Nirvana) Zen 5c (Prometheus) |
RDNA 3.5 (GFX115X) |
FP8 25 × 40 mm |
2024 |
| Ryzen AI 400* | Grogon Point | Zen 5 (Nirvana) Zen 5c (Prometheus) |
RDNA 3.5 (GFX115X) |
FP8 25 × 40 mm |
2026 |
| Ryzen AI 500* | Medusa Point | Zen 6 (Morpheus) Zen 6c (Monarch) |
RDNA 3.5 (GFX115X) |
FP10 25 × 42,5 mm |
2026/2027 |
*) Produktbezeichnung nicht offiziell bestätigt. **) verlötet.
Unterhalb von Ryzen AI 400 ("Gorgon Point"), welche durch die Adaption von Krackan Point jetzt von Ryzen AI 9 bis Ryzen AI 3 reichen, wird weiterhin Hawk Point platziert, bei dem es sich bekanntlich um ein Phoenix Refresh handelt. Mit Gorgon Point wird AMD auch wieder das "Gütesiegel" Copilot+ erhalten, das dank der starken APU im September 2024 auch Strix Point bereits "verliehen" wurde. Im Notebook-Segment erwarten Anwender also in diesem und kommenden Jahr erst einmal nur wenig technologische Neuerungen. AMDs Medusa Point mit Zen 6 wird wohl aller Voraussicht nach nicht vor Ende 2026 sein Debüt im Notebook feiern.
Wie die aktuelle Präsentation von AMD zeigt, werden die neuen Zen-6-APUs mit dem Codenamen "Medusa Point" wohl eher 2027 erscheinen, während 2026 einzig auf das Refresh "Gorgon Point" zurückgegriffen werden soll. Hinsichtlich neuer Produkte hielt sich das Unternehmen ohnehin sehr zurück und präsentierte vielmehr die großen Errungenschaften im Bereich der Künstlichen Intelligenz.
Ihre Meinung ist gefragt!
Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die geltenden Forenregeln.
Quelle: AMD

Lunar Lake ist zwar ein ziemlich gelungener Prozessor und im gemischten Einsatz dürfte er bei der Akkulaufzeit auch die Nase vorn haben – effektiverer Low-Power-Betrieb des CPU-Teils, modernere Fertigung, sparsamerer RAM und er lässt schlicht mehr Platz für Akku. Aber wenn man nur spielt, wie auf einem Handheld, dann ist das alles nur Kleinvieh. Was zählt ist die Grafikeinheit und Intel hat weiterhin Probleme, GPU-Rohleistung in Fps zu verwandeln. Bei den Desktop-Karten wird das durch die Preise kaschiert, pro Euro bekommt man bei Intel einfach mehr GPU und größeren RAM als bei AMD. Aber im Handheld, wo Speichertransferrate und Power-Budget die Grenzen setzten, wo und die IGP nur einen kleinen Teil des Gesamtpreises ausmacht, zieht dieser Tick nicht und AMD kann die hauseigene Erfahrung bei Treiber- und auch Hardware-Entwicklung im Bereich Spiele voll ausspielen.
Wenn man in der nächsten Generation den Fertigungsrückstand ausgleicht und die IGP ebenfalls in N3 fertigt, sollte das locker reichen, um Intel in Sachen Netto-Compute-Leistung die Stirn zu bieten, auch mit RDNA 3.5. Probleme kämen wenn dann von der Speicherseite, wenn Intel einen großen LLC integriert. Aber da müsste AMD dann auch an entsprechender Stelle reagieren, nicht bei der Architektur.