AMD Bristol Ridge angekündigt: Carrizo-Nachfolger mit DDR4 kommt zur Computex
AMD hat seine APU-Generation Bristol Ridge offiziell angekündigt. Allzu viele Informationen nennt der Chiphersteller in der Pressemitteilung noch nicht. "Eine Vielzahl von OEM-Designs" sollen zur Computex vorgestellt und auf den Markt gebracht werden. Den Anfang macht HP mit einem Envy x360.
Obwohl AMD den Namen Bristol Ridge (neben Summit Ridge mit Zen-Kernen) schon in den Mund genommen und auch seine Prozessor-Roadmap entsprechend aktualisiert hat, gab es bisher noch keine offizielle Ankündigung. Die wurde heute Mittag im Rahmen einer Pressemitteilung zusammen mit Hewlett Packard veröffentlicht. HP ist der erste Partner, der ein Notebook-Design mit einer Bristol-Ridge-APU ("7th Generation") anbieten wird. Während das Envy x360 mit schwenkbarem Touchscreen aktuell mit Skylake-U-Prozessoren ausgestattet wird, kommen künftig Ein- und Zwei-Moduler von AMD zum Einsatz (unklar ist, ob es parallel auch Intel-Modelle geben wird). Das 15,6 Zoll große IPS-Panel löst wahlweise mit Full- oder Ultra HD auf, das Notebook wird es mit HDD (max. 2 TByte) und SSD (M.2, PCI-Express, max. 256 GByte) geben. Arbeits- und Grafikspeicher kann in Form von zwei Modulen verbaut werden.
Zu Bristol Ridge selbst hält sich AMD noch ziemlich bedeckt und nennt nur einige Ergebnisse aus verschiedenen synthetischen Benchmarks wie 3DMark 11, PCMark 8 und Cinebench R15. Demnach arbeite die siebte APU-Generation fünf bis 20 Prozent schneller als Carrizo, wobei vor allem die GPU flotter rechnen soll. Das dürfte am DDR4-Speicher liegen, denn mit Bristol Ridge soll der entsprechende Controller auch in Endkundenprodukten genutzt werden. Bei Carrizo ist er nur bei Embedded-SoCs aktiviert, wohingegen Notebooks auf DDR3 beschränkt sind.
Interessant ist vor allem der Die-Shot, den AMD innerhalb einer Präsentation zur Verfügung stellt. Während der innere Teile mit den CPU-Modulen (Excavator) und GPU-Compute-Units (GCN 1.2/3rd Gen) identisch aussieht, befindet sich außen herum ein komplett neuer Ring. Damit handelt es sich bei Bristol Ridge um ein neues Die, der vermutlich wieder bei Globalfoundries in 28 nm gefertigt werden dürfte - mit den bisherigen Verbesserungen beim Prozess. Was die zusätzliche Die-Fläche bringt, wird sich zeigen müssen. Ein Tipp wären neue I/O-Schnittstellen. Wie zurecht hingewiesen wurde, ist der Die-Shot von Bristol-Ridge nicht 100 Prozent korrekt ausgeschnitten und zeigt an den Rändern den Überhang zu anderen Bristol-Ridge-Dies.
Ebenfalls noch erwähnenswert ist AMDs wiederholtes Ansprechen von Freesync. Demnach soll die variable Bildwiederholrate in Zukunft bei unterstützenden Notebooks und All-in-One-Systemen zum Einsatz kommen. Bristol-Ridge-APUs sollen aktuell "in Volume" an die OEM-Partner verschickt werden. "Eine Vielzahl von OEM-Designs" wird es auf der Computex zu sehen geben, wo die APU-Generation offiziell veröffentlicht werden soll.

Ja, da fragt man sich teilweise wirklich, ob da der Praktikant die Laptops konfiguriert, oder da anderweitige "Einschränkungen" (wie schon vor einigen Jahren) gemacht werden.
So schwer kann es doch nicht sein, eine APU mit 8GB DDR3-2400, und einem akzeptablen Kühlsystem zu verbauen.
Hoffentlich kommen auch AMD Laptops mit DDR4. Die OEM Hersteller scheinen ja darauf bedacht zu sein, bei AMD nur das billigste vom billgem zu verbauen und auch davon auch noch nur das nötigste. Single Channel DDR3-1600 bei einer FX-8800P APU oder ähnliches sind da ja leider Gang und Gäbe momentan.
aha CPU geht also erst mal vor, AMD könnte dieses Jahr 3 fette sachen präsentieren.
APU
CPU
GPU
Klar, DDR4 ist erstmal langsamer als GDDR5 (zumindest in der üblichen Dual-Channel Konfiguration), und als Speicher für High-End GPUs ist er in der Tat ungeeignet. Aber als Speicher für die vergleichsweise beschaulichen APUs, die sowohl in der Größe als auch in der Leistungsaufnahme begrenzt sind, sollte sich DDR4 erst einmal gut eignen. Oder zumindestens deutlich besser als DDR3.
HMB wäre natürlich besser, schon klar. Aber bis der Spaß auf APUs für <200€ wandert dürfte noch einige Zeit vergehen - leider.
Die APU entspricht eher der früheren Einsteigerklasse bei Grafikkarten (für ~50€), die mit DDR3 auf dem Markt waren/sind. Eine höhere Anbindung hätte einen katastrophalen Effekt auf das Preis/Leistungsverhältnis.