CPU-Roadmap: Ryzen und Core Ultra - aktuelle und anstehende Prozessoren bei AMD und Intel

Sowohl AMD als auch Intel veröffentlichen regelmäßig Roadmaps für künftige Ryzen- und Core-Ultra-CPUs. PCGH fasst hier Informationen von offizieller Seite, aber auch die neuesten Spekulationen aus der Gerüchteküche zusammen und stellt Ihnen eine eigens erstellte Prozessor-Roadmap zur Verfügung.

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CPU-Roadmap: Ryzen und Core Ultra - aktuelle und anstehende Prozessoren bei AMD und Intel
Quelle: PCGH

Selbst wenn gar keine neue Prozessorgeneration unmittelbar vor der Tür steht, treten nicht selten Gerüchte zu künftigen CPUs von AMD respektive Intel in Erscheinung. Häufig kommt es gar vor, dass bereits Spekulationen und Diskussionen zur übernächsten Architektur aufkeimen. Dass man aufgrund dessen schnell die Übersicht verlieren kann, erscheint nicht weiter verwunderlich. Deshalb hat PC Games Hardware neben einer inoffiziellen Roadmap für Grafikkarten ein entsprechendes Format für CPUs parat. Mehrmals im Jahr wird dieser Artikel aktualisiert, sobald neue und offizielle Informationen oder interessante Mutmaßungen aus der Gerüchteküche zu AMDs Ryzen- und Intels Core-Ultra-Prozessoren ans Tageslicht kommen.

CPU-Roadmap 2026+: Diese Informationen finden Sie im Artikel

Update vom 15. Mai 2026:

Wir haben die aktuellen Gerüchte und Neuigkeiten seit dem letzten Update im Januar 2026 in der neuen CPU-Roadmap verarbeitet und unterrichten über bestätigte sowie noch offene Informationen zu AMDs und Intels kommenden CPU-Generationen.

Wie in unserem vorangegangenen Update finden Sie innerhalb dieses Artikels eine eigens erstellte, inoffizielle "Roadmap", welche die groben Daten zur jeweiligen CPU-Generation von AMD und Intel (grundlegend zur Architektur, Fertigung, Sockel und RAM) sowie den mutmaßlichen Veröffentlichungszeitraum der jeweiligen Generation zusammenfasst. Jegliche Angaben sind selbstverständlich ohne Gewähr und basieren auf den zur Verfügung stehenden Informationen. Wir beschränken uns hauptsächlich auf die Desktop-Varianten, zeigen in der Roadmap aber auch Mobile- und Workstation-Prozessoren auf.

CPU-Roadmap: Aktuelle und kommende Intel-CPUs und -Architekturen

Arrow Lake Refresh

Im ersten Quartal veröffentlichte Intel seinen "Arrow Lake Refresh", der nur aus den beiden CPUs Core Ultra 7 270K Plus und Core Ultra 5 250K(F) Plus besteht. Ein "Flaggschiff" in Form des Core Ultra 9 290K Plus wird Angaben von Intel zufolge hingegen nicht realisiert. Der Core Ultra 7 270K Plus fährt 24 Kerne bei einem Turbotakt von 5,5 GHz und 36 MiByte L3-Cache auf. Der Core Ultra 5 250K Plus liefert 18 Kerne bei einem Turbotakt von 5,3 GHz und 30 MiByte L3‑Cache. Beide CPUs wurden im PCGH-Test erprobt.

Modell Cores/Threads Boosttakt (P/E-Cores) Speicher TDP Preis (Launch)
Core Ultra 9 285K 8p+16e/24t 5,7 GHz/4,6 GHz DDR5-6400/5600 (CUDIMM/UDIMM) 125 Watt 589 US-Dollar
Core Ultra 7 270K Plus 8p+16e/24t 5,5 GHz/4,7 GHz DDR5-7200/5600 (CUDIMM/UDIMM) 125 Watt 299 US-Dollar
Core Ultra 7 265K 8p+12e/20t 5,4 GHz/4,6 GHz DDR5-6400/5600 (CUDIMM/UDIMM) 125 Watt 399 US-Dollar
Core Ultra 5 250K Plus 6p+12e/18t 5,3 GHz/4,6 GHz DDR5-7200/5600 (CUDIMM/UDIMM) 125 Watt 199 US-Dollar
Core Ultra 5 245K 6p+8e/14t 5,2 GHz/4,6 GHz DDR5-6400/5600 (CUDIMM/UDIMM) 125 Watt 309 US-Dollar
Core Ultra 5 235 6p+8e/14t 4,8 GHz/4,4 GHz DDR5-6400/5600 (CUDIMM/UDIMM) 65 Watt 247 US-Dollar
Core Ultra 5 225F 6p+4e/10t 4,7 GHz/4,4 GHz DDR5-6400/5600 (CUDIMM/UDIMM) 65 Watt 221 US-Dollar

Nicht nur für den Desktop, sondern auch für Notebooks veröffentlicht Intel die neuen Arrow-Lake-Upgrades. Dort sind die beiden CPUs mit HX-Suffix erschienen und heißen Core Ultra 7 270HX Plus und Core Ultra 5 250HX Plus, die bei der Unterstützung des DDR5-Arbeitsspeichers allerdings bei 6.400 MT/s stehen bleiben.

Panther und Wildcat Lake

Panther Lake ist offiziell von Intel bei der CES vorgestellt worden und führt ein reichhaltiges Line-up an neuen Mobil-Prozessoren. Diese sind der 300-Serie zuzuordnen, mit dem Flaggschiff Core Ultra X9 388H. Diese CPU beherbergt 16 Kerne (4 P-, 8 E- und 4 LPE-Kerne), 18 MiB Intel Smart Cache LLC und greift auf einen Turbotakt von 5,1 GHz auf den P-Kernen zurück.

Prozessor Kerne/Threads Kerne (P/E/L) Max. P-Core-Takt (GHz) L3-Cache (MiB) NPU (TOPS) GPU GPU-Xe-Kerne GPU-Takt (GHz) GPU-TOPS Max. Speichertakt Max. Speicher Base Power Max. Turbo Power
Core Ultra 9 388H 16/16 4/8/4 5,1 18 50 Arc B390/Pro B390 12 2,5 122 LPDDR5X-9600 96 GB 25 W 65–80 W
Core Ultra 9 386H 16/16 4/8/4 4,9 18 50 Intel Graphics 4 2,5 40 LPDDR5X-8533/DDR5-7200 96/128 GB 25 W 65–80 W
Core Ultra 7 368H 16/16 4/8/4 5 18 50 Arc B390/Pro B390 12 2,5 122 LPDDR5X-9600 96 GB 25 W 65–80 W
Core Ultra 7 366H 16/16 4/8/4 4,8 18 50 Intel Graphics 4 2,5 40 LPDDR5X-8533/DDR5-7200 96/128 GB 25 W 65–80 W
Core Ultra 7 365 8/8 4/8/4 4,8 12 49 Intel Graphics 4 2,5 40 LPDDR5X-6800/DDR5-6400 96/128 GB 25 W 55 W
Core Ultra 7 358H 16/16 4/8/4 4,8 18 50 Arc B390 12 2,5 122 LPDDR5X-9600 96 GB 25 W 65–80 W
Core Ultra 7 356H 16/16 4/8/4 4,7 18 50 Intel Graphics 4 2,45 40 LPDDR5X-8533/DDR5-7200 96/128 GB 25 W 65–80 W
Core Ultra 7 355 8/8 4/0/4 4,7 12 49 Intel Graphics 4 2,5 40 LPDDR5X-6800/DDR5-6400 96/128 GB 25 W 55 W
Core Ultra 5 338H 12/12 4/4/4 4,7 18 47 Arc B370/Pro B370 10 2,4 98 LPDDR5X-8533 96 GB 25 W 65–80 W
Core Ultra 5 336H 12/12 4/4/4 4,6 18 47 Intel Graphics 4 2,3 37 LPDDR5X-8533/DDR5-7200 96/128 GB 25 W 65–80 W
Core Ultra 5 335 8/8 4/0/4 4,6 12 47 Intel Graphics 4 2,45 40 LPDDR5X-6800 96 GB 25 W 55 W
Core Ultra 5 325 8/8 4/0/4 4,5 12 47 Intel Graphics 4 2,45 40 LPDDR5X-6800/DDR5-6400 96/128 GB 25 W 55 W
Core Ultra 5 332 6/6 2/0/4 4,4 12 46 Intel Graphics 2 2,3 18 LPDDR5X-6800/DDR5-6400 96/128 GB 25 W 55 W
Core Ultra 5 322 6/6 2/0/4 4,4 12 46 Intel Graphics 2 2,3 18 LPDDR5X-6800/DDR5-6400 96/128 GB 25 W 55 W

Alle X-CPUs der Panther-Lake-Riege bieten Unterstützung für (LP)DDR5-Speicher mit bis zu 9.600 MT/s. Für die Architektur verwendete Intel die eigene 18A-Architektur und spendierte den X-CPUs die Arc B390 als integrierte Grafikeinheit. Panther Lake soll außerdem im noch laufenden Quartal für Handhelds vorgestellt werden. Im Gespräch sind Chips mit den Bezeichnungen Arc G3 und Arc G3 Extreme, die jeweils 14 Kerne aufweisen sollen.

Line-up von Wildcat Lake Quelle: Intel Line-up von Wildcat Lake Nach unten hin abgerundet wird die Mobilgeneration mit der Core Series 3 ("Wildcat Lake"), die ebenso in Intel 18A gefertigt wird. Insgesamt sechs Modelle mit wahlweise fünf (1P + 4E) oder sechs Kernen (2P + 4E) sowie einer 1 bis 2 Xe3-Cores "starken" Grafikeinheit stehen zur Auswahl. Der L3-Cache ist bei den neuen CPUs auf maximal 6 anstatt 18 MiByte begrenzt, während die NPU von vormals bis zu 50 TOPS auf maximal 17 TOPS beschnitten worden ist. Die Speichergeschwindigkeit beträgt maximal 7.467 MT/s.

Bartlett Lake

Für Edge-, Embedded- und Netzwerk-Systeme hat Intel CPUs auf Basis von Raptor Lake und Intel 7 ganz ohne E-Kerne veröffentlicht. Die Prozessoren ("Bartlett Lake") kommen maximal auf 12 P-Kerne und ähneln bis auf wenige Ausnahmen den Desktop-Pendants der 14. Core-Generation. Die Core-200-CPUs, unter diesem Namen sie vermarktet werden, kommen in elffacher Ausführung und reichen von einem Core 5 213PTE bis zum "High-End"-Modell Core 9 273PQE. Letzterer hat einen Basistakt von 3,4 GHz sowie einen Turbotakt von 5,9 GHz. Die TDP wird mit 125 W angegeben, der L3-Cache mit 36 MiByte und die RAM-Unterstützung mit DDR5-5600.

Line-up von Bartlett Lake Quelle: Intel Line-up von Bartlett Lake

Nova Lake

Im Desktop geht es generationell mit Nova Lake weiter, dem nächsten vollwertigen Nachfolger von Arrow Lake. Dies gilt als von Intel bestätigt; voraussichtlich werden die kommenden CPUs zusammen mit AMDs Zen-6-Chips bei der CES Anfang 2027 offiziell präsentiert. Eine Vorstellung noch in diesem Jahr wird in der Gerüchteküche allerdings nicht komplett ausgeschlossen. Bei den Prozessoren, die unter der Core-Ultra-4-Serie vermarktet werden sollen, könnte es möglicherweise auf bis zu 52 Kerne hochgehen, was bereits mehrere Quellen andeuteten.

In allen Konfigurationen sollen erneut vier LPE-Kerne dabei sein, die wohl im SoC-Tile unterkommen. Besagte Kerne sind den Gerüchten zufolge von den neuen Typen "Coyote Cove" und "Arctic Wolf". Nova Lake wird wie Panther Lake wohl hauptsächlich in Intel 18A gefertigt und soll für einen neuen Sockel produziert werden, LGA1954, der wohl mindestens auch die nachfolgende Core-Ultra-500-Generation versorgen und den neuen 2L-ILM-Socklemechanismus aufweisen wird.

*Nova Lake CPU-Tiles P-Kerne E-Kerne LPe-Kerne Gesamt
High End 2 16 32 4 52
Midrange 1 8 16 4 28
Low End 1 4 8 4 16

)* nicht offiziell bestätigt

Ein potenzielles Nova-Lake-Flaggschiff könnte mit insgesamt 52 Prozessorkernen (16 P-, 32 E- und 4 LPE-Kerne) daherkommen. Hyper-Threading ("HT") wird allerdings auch in dieser Generation nicht eingesetzt und gehört vorerst der Vergangenheit an. Die Standard-TDP soll in Anbetracht der zahlreichen Prozessorkerne von 125 auf 175 Watt steigen.

Die Gerüchteküche geht derweil davon aus, dass Nova Lake je drei Core-Ultra-9‑, -7‑ und -5‑Prozessoren auffahren könnte. Die "gewöhnlichen" Consumer-Varianten reichen dabei von einem Core Ultra 3 4xx mit 6 Prozessorkernen bis zu einem Core Ultra 9 4xxD mit 28 Prozessorkernen. Die beiden Topmodelle mit 44 und 52 Prozessorkernen auf zwei Compute Tiles sollen hingegen voraussichtlich noch einmal gesondert vermarktet und als Core Ultra X9 4xxDX im HEDT-Segment positioniert werden. Die Bezeichnungen sind jedoch nicht final.

Insgesamt fünf Modelle scheinen mit zusätzlichem Zwischenspeicher ausgestattet zu werden, sodass die Single-Die-SKUs wahlweise mit 108, 132 oder gar 144 MiByte bLLC ("big Last Level Cache") verfahren könnten, während die beiden Dual-Die-SKUs mit 264 MiByte (2 × 132 MiByte) oder 288 MiByte (2 × 144 MiByte) aufwarten sollen. Egal ob Single- oder Dual-Die: Die Intel Core Ultra 400 sollen immer 24 PCIe-Lanes der 5. Generation zur Verfügung stellen und bis zu 2 TiB DDR5-8000 verwalten können, welche mittels UDIMM, CUDIMM oder CSODIMM bereitgestellt werden.

Modell Kernanzahl Kernkonfiguration P+E+LP bLLC (MiB) TDP/cTDP
Core Ultra 400DX 52 (8+16)+(8+16)+4 288 175 W
Core Ultra 400DX 44 (8+12)+(8+12)+4 264 175 W
Core Ultra 9 400D 28 8+16+4 144 125 W
Core Ultra 9 400 28 8+16+4 125 W/65 W
Core Ultra 9 400 22 6+12+4 108 65 W
Core Ultra 7 400D 24 8+12+4 132 125 W
Core Ultra 7 400 24 8+12+4 125 W/65 W
Core Ultra 7 400 16 4+8+4 65 W/35 W
Core Ultra 5 400 22 6+12+4 125 W/65 W
Core Ultra 5 400 12 4+4+4 65 W/35 W
Core Ultra 5 400 8 4+0+4 65 W/35 W
Core Ultra 3 400 6 2+0+4 65 W/35 W

(Daten nicht offiziell bestätigt)

Zudem wird gemutmaßt, dass die internen Grafikeinheiten auf Xe3P-Basis um 20 bis 25 Prozent schneller arbeiten werden als die Panther-Lake-IGPs auf Xe3‑Basis. Einige wenige Nova-Lake-Topmodelle sollen dabei ebenso auf Xe3-IGPs mit bis zu 12 Xe-Kernen setzen. Leaker berichteten weiterhin von den Chipsätzen und den Chipgrößen, die Nova Lake zugeordnet werden sollen. Demnach umfasst die PCH-Palette die drei Consumer-Varianten B960, Z970 und Z990, den Business-Chipsatz Q970 sowie den Workstation-Ableger W980 - davon soll nur der Z990 über BLCK-Übertaktung verfügen. Was die Chipgrößen angeht, könnte die größte CPU laut Gerüchteküche auf eine Fläche von ungefähr 307 mm² kommen. Der TJMax-Wert (Thermal Junction Maximum) soll zudem bei Nova Lake weder verändert noch dessen Temperaturdrosselung komplett ausgeschaltet werden können, während die Chips ganz ohne P-Kerne booten können sollen.

Konkret veröffentlichte ein Leaker auch eine Liste an Kernkonfigurationen, die das gesamte Mobil-Angebot von Nova Lake beschreiben soll. Demnach sind insgesamt fünf Varianten geplant, die auf verschiedene Kombinationen von P-, E-, LPE- und Xe-Kernen setzen. Die kleinste Konfiguration kommt dabei ohne E-Kerne aus und verfügt lediglich über je zwei P- und Xe-Kerne mit vier LPE‑Kernen. Die stärkste Konfiguration soll hingegen auf je vier Xe- und LPE-Kerne setzen und diese mit 16 E- und 8 P-Kernen kombinieren. Insgesamt käme das potenzielle HX-Modell damit auf 28 Kerne.

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Letztlich soll Intel, wie AMD mit Ryzen AI 400, bei Nova Lake einen Mobilchip planen, der seinen Weg in den Desktop finden könnte. Ein Leaker nennt eine Art "Mega-APU" mit 12 Xe3P-, aber nur 12 Prozessorkernen (vier P- und acht E-Kerne; vier LPE-Kerne ausgenommen). Dabei dürfte es sich um einen Mobilprozessor mit einem "aufgebohrten" Grafikchip, also wie ein Nova-Lake-HX im Desktop, handeln. Wie das Ganze umgesetzt wird, verlötet oder gesockelt, ist allerdings bislang nicht klar.

Titan Lake

Nach Nova Lake soll Intel unter anderem Titan Lake anpeilen und dafür 2028 ein großes Update für Core Ultra planen. So soll der seit Alder Lake genutzte hybride Aufbau seiner Prozessoren zu den Akten gelegt und die P- und E-Kerne gegen einen einheitlichen Unified Core ("Copper Shark") eingetauscht werden. Von bis zu 100 Unified-Prozessorkernen ist dabei in der Gerüchteküche die Rede, was allerdings noch absolute Zukunftsmusik ist. Erstmals soll auch ein Nvidia-Chip ("Serpent Lake") das RTX-Graphics-Tile für die CPUs liefern. Ein potenzielles Spitzenmodell könnte über zweimal 48 Unified- sowie 4 LPE-Kerne verfügen, was sich dann zu 100 Prozessorkernen aufsummieren würde.

Vor den Titan-Lake-CPUs, die offenbar nur für mobile Anwendungszwecke gedacht sind, sollen noch Razor-Lake-Chips letztmalig auf P-Kerne setzen. Razor Lake stelle dabei die nächste Desktop-Generation dar, die auf Griffin-Cove-P-Kerne sowie Golden-Eagle-E-Kerne setze und auf dem Sockel LGA1954 Platz finde. Wie bei Desktop-Generationen üblich soll für Razor Lake auch ein Mobile-Line-up erscheinen.

  Desktop-PCs Mobilgeräte
Alder Lake (2021)
Raptor Lake (2022)
Raptor Lake Refesh (2023)
Meteor Lake (2023) -
Lunar Lake (2024) -
Arrow Lake (2024)
Panther Lake (2026) -
Arrow Lake Refresh (2026)
Nova Lake (2026/27)
Razer Lake (2027?)
Titan Lake (2028?) -

In einem Interview mit PCGH stellte Robert Hallock von Intel zudem in Aussicht, dass in Zukunft mehr und mehr Prozessoren mit offenem Multiplikator auf den Markt kommen werden, die auch das günstige Preissegment abdecken. Bei welcher der hier genannten Generationen diese Strategie umgesetzt werden wird, ist noch unbestätigt

Workstation

Intel hat seine Xeon-Reihe für Workstations mit neuen Prozessoren bereichert. Der Chiphersteller bringt neue Xeon-600-Prozessoren ("Granite Rapids") auf den Markt, und das in mannigfaltiger Ausführung. Intel listet elf Modelle, davon sechs mit X-Suffix, sprich offenem Multiplikator. Das Flaggschiff Xeon 698X weist 86 Kerne sowie einen maximalen Takt von 4,8 GHz auf. Der L3-Cache beläuft sich auf 336 MiByte, die TDP auf 350 W. Die Prozessoren gehen runter bis zum Xeon 634, der nur noch über 12 Kerne, 48 MiByte L3-Cache sowie eine TDP von 150 W verfügt.

Line-up von Xeon 600 Quelle: Intel Line-up von Xeon 600 Beim Arbeitsspeicher werden wahlweise DDR5-6400 und die besonders schnellen MRDIMMs ("Multi-Capacity Rank Dual In-Line Memory Modules") mit einer hohen Speichergeschwindigkeit von bis zu 8.000 MT/s unterstützt, während das Speicherinterface bei acht Modellen über insgesamt acht Speicherkanäle, einen sogenannten Octa-Channel mit 128 PCIe-5.0-Lanes, verfügt. Als Sockel kommt der LGA4710 zum Einsatz.

Chronologie der Fertigungen

Intels 18A-P-Fertigungsprozess als Weiterentwicklung des 18A steht in den Startlöchern und soll im Juni näher vorgestellt werden. Der 18A-P wird als leistungsoptimierte RibbonFET-Gate-All-Around-Transistortechnologie mit rückseitiger Stromversorgung über Powervia beschrieben, die im Vergleich zu 18A bei gleicher Leistung einen um über 18 Prozent geringeren "Stromverbrauch" oder bei gleicher Leistungsaufnahme eine Leistungssteigerung von über 9 Prozent bietet.

Intels Fertigungs-Roadmap Quelle: Intel Intels Fertigungs-Roadmap Danach folgt der 14A‑Fertigungsprozess. Intel hielt fest, dass 14A in seiner "Definitionsphase" besser als 18A aussehe, da auch externe Kunden einbezogen würden, was zu einem ausgereiften PDK (Process Development Kit) führe. Intels 14A werde außerdem zwei wichtige Innovationen aufweisen: zum einen das GAA-Transistordesign der zweiten Generation und zum anderen eine optimierte Stromversorgung auf der Chip-Rückseite.

Intel-18A(-PT)-Schaubild Quelle: Intel Intel-18A(-PT)-Schaubild Der nächste Fertigungsprozess ist unterdessen schon in Arbeit - Intel 10A. Dem Unternehmen zufolge geht der Prozess gegen Ende 2027 in die frühe Produktionsphase. Bis der 10A-Prozess in nennenswerter Menge zur Verfügung steht, dürfte allerdings noch einige Zeit ins Land gehen. Die Kapazität liegt laut Intels Planungen selbst Ende 2028 noch deutlich unter dem Niveau der 14A‑Fertigung. Bis der 10A-Prozess im Desktop ankommt, dürfte es daher womöglich bis 2029 dauern.

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    • Kommentare (450)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von aluis
        100 Kerne brauche ich nicht, wenn die übelst Lahm sind. Sowas kann man jetzt schon kaufen. Auch heute noch ist bei einem guten Gaming-PC die Singlethreadperformance von entscheidender Bedeutung.

        Deswegen ist auch kaum ein High-End-Gamer mit einem Xenon oder Threadripper unterwegs.
        Jap genau darum stehe ich nun besser da. Wenn Geld ganz zurück ist dann habe ich fast 1000 € zurück durch zurück habe vom threadripper und nur 11 % weniger Leistung gegenüber dem 7960x. Habe zwar nicht ganz die Leistung vom 9950x aber war mit dem 265k nicht zu erwarten gewesen. Beim 7960x habe ich smt sogar abgeschaltet gehabt. Denn sonst würde der Abstand sogar noch kleiner als die 11 % sein. Also vergleiche ich im Grunde genommen 24 Threads vs 20 Threads und bei AMD 32 Threads vs 20 Threads bei Intel.
        Ich komme wirklich nicht weiter davon bei den stärkeren CPUs. Hier limitiert voll die Software bei mir. Spannend wird es später vielleicht sein ob ein Zen 6 12 Kern ryzen einem Zen 5 ryzen 9950 x gleich ziehen wird oder ob dieser aufgrund dessen verlieren wird. Zumindest von den 32 Threads werden rund 90-92 % ausgelastet. Das entspricht ungefähr einem 14 Kerner mit smt.
        Darum wird es spannend sein ob mir höherer Takt und IPC hier noch was bringt . Zumindest die IPC beim 265k hat sich nicht vom 14700k abgehoben. Also IPC ging voll ins leere. Dafür sparsamer beim Stromverbrauch und etwas kühler wobei 94 grad nicht ohne ist.
        Ich Frage mich echt was ich da noch heraus holen kann bei 225 Watt. Zumindest hat der 265k damit noch Puffer. Ich selbst habe die CPU nicht gedrosselt. Das ist der maximale Zustand bei mir.
        Ich weiß eigentlich sollte beim 9950x3d ja schon bei 230 Watt Schluss sein. Aber wenn es beim Testen dann 260 Watt anzeigt dann ist der also oc dann auch wenn er bei 5,2 GHz läuft ?
        Also ein 9950x der bei 5,4 GHz läuft ist ja echt dann oc oder ist das dem boost geschuldet das den Takt weiter nach oben treibt ?

        Jedenfalls erhoffe ich mir bei Zen 6 ein Gleichstand trotz weniger Kerner.
        Mehr erwarte ich schon nicht mehr. Dafür hole ich nun wirklich nix mehr heraus. Die Software auch nicht. Ich befinde mich im absoluten Limit. Da wo ich eh hin wollte.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von aluis
        100 Kerne brauche ich nicht, wenn die übelst Lahm sind. Sowas kann man jetzt schon kaufen. Auch heute noch ist bei einem guten Gaming-PC die Singlethreadperformance von entscheidender Bedeutung.

        Deswegen ist auch kaum ein High-End-Gamer mit einem Xenon oder Threadripper unterwegs.
        Jap genau darum stehe ich nun besser da. Wenn Geld ganz zurück ist dann habe ich fast 1000 € zurück durch zurück habe vom threadripper und nur 11 % weniger Leistung gegenüber dem 7960x. Habe zwar nicht ganz die Leistung vom 9950x aber war mit dem 265k nicht zu erwarten gewesen. Beim 7960x habe ich smt sogar abgeschaltet gehabt. Denn sonst würde der Abstand sogar noch kleiner als die 11 % sein. Also vergleiche ich im Grunde genommen 24 Threads vs 20 Threads und bei AMD 32 Threads vs 20 Threads bei Intel.
        Ich komme wirklich nicht weiter davon bei den stärkeren CPUs. Hier limitiert voll die Software bei mir. Spannend wird es später vielleicht sein ob ein Zen 6 12 Kern ryzen einem Zen 5 ryzen 9950 x gleich ziehen wird oder ob dieser aufgrund dessen verlieren wird. Zumindest von den 32 Threads werden rund 90-92 % ausgelastet. Das entspricht ungefähr einem 14 Kerner mit smt.
        Darum wird es spannend sein ob mir höherer Takt und IPC hier noch was bringt . Zumindest die IPC beim 265k hat sich nicht vom 14700k abgehoben. Also IPC ging voll ins leere. Dafür sparsamer beim Stromverbrauch und etwas kühler wobei 94 grad nicht ohne ist.
        Ich Frage mich echt was ich da noch heraus holen kann bei 225 Watt. Zumindest hat der 265k damit noch Puffer. Ich selbst habe die CPU nicht gedrosselt. Das ist der maximale Zustand bei mir.
        Ich weiß eigentlich sollte beim 9950x3d ja schon bei 230 Watt Schluss sein. Aber wenn es beim Testen dann 260 Watt anzeigt dann ist der also oc dann auch wenn er bei 5,2 GHz läuft ?
        Also ein 9950x der bei 5,4 GHz läuft ist ja echt dann oc oder ist das dem boost geschuldet das den Takt weiter nach oben treibt ?

        Jedenfalls erhoffe ich mir bei Zen 6 ein Gleichstand trotz weniger Kerner.
        Mehr erwarte ich schon nicht mehr. Dafür hole ich nun wirklich nix mehr heraus. Die Software auch nicht. Ich befinde mich im absoluten Limit. Da wo ich eh hin wollte.
      • Von JanJake BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Olstyle
        Die Wälder können sich durchaus sehen lassen:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Auch, oder gerade weil die auf reine E-Kerne setzen. (Die High Core Epycs sind aber ebenfalls "compact" Kerne)
        Wow, das ist krass!
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von JanJake
        Gegen den 96 Kerner Epyc haben die noch nicht einmal im Ansatz was im Angebot. Dazu werden die nächsten 128 bzw 256 Kerne haben, da muss Intel erst einmal nachziehen.
        Die Wälder können sich durchaus sehen lassen:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Auch, oder gerade weil die auf reine E-Kerne setzen. (Die High Core Epycs sind aber ebenfalls "compact" Kerne)
      • Von JanJake BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von meckswell
        Die Intel Roadmap sieht beeindruckend aus, wobei Nova Lake erstmal das mit Abstand interessanteste darauf ist. Ich denke Nova Lake könnte einschlagen, wie zuletzt Sandy Bridge, das wird einen richtigen Knall geben im CPU-Sektor.

        Bei der AMD Roadmap fehlt noch was? Da steht ja iwie garnix, sieht eher aus wie ne Sackgasse.

        Die CPU Gaming Krone wird endlich wieder heimkehren, der Leidensweg war sehr lang. Ich freu mich so. Dauert halt noch ne Weile.
        Was war an Sandy Bridge so besonders? Nichts. Die hatten nur einen Basistakt der ein gutes Stück höher war als von Nehalem. Einen Nehalem auf 4,5GHz und schon hast fast die gleiche Leistung gehabt wie mit einem übertakteten 2500K. Und ja ich hatte mal einen X5650, was nichts anderes war nur eben als 6 Kerner der seine 4,5GHz locker gepackt hat. Von Nehalem bis hin zum Rocket Lake gab es keine Generation die mehr als 5-10% Plus an Leistung brachte. Dagegen liefert alleine schon ein 9800X3D fast 60% mehr Leistung als ein 5800X3D und ein 9800X mehr als doppelte zu einem 1800X. Wohl bemerkt gleiche Kernanzahl berücksichtigt.

        Ich würde bei AMD nicht von Sackgasse sprechen, die setzen eben nicht auf 3 verschiedene Prinzipien sondern nur auf 2. Bei Intel hast du jetzt die P, E und X Kerne die sich auch unterschieden. Ein Zen 5 oder Zen 5c ist im Grunde das Gleiche, die unterscheiden sich nur im Takt und der Spannung und damit besseren Effizienz. Habe noch nie verstanden was man mit 40 Verschiedenen CPUs will, wenn man mit 20 genau das gleiche Abdecken kann.

        Ob Intel im Gaming übertreffen wird? Weiß bis heute keiner, aber das Papier lässt auf jeden Fall aufhorchen, bin da schon sehr gespannt. Ich vermute aber einen ziemlichen Gleichstand bei den CPUs, denn mehr Cache bringt zwar auch mehr Leistung, aber eben nur im Gewissen Rahmen.

        Im Workstation Bereich sehe ich Intel aber noch immer WEIT abgeschlagen. Gegen den 96 Kerner Epyc haben die noch nicht einmal im Ansatz was im Angebot. Dazu werden die nächsten 128 bzw 256 Kerne haben, da muss Intel erst einmal nachziehen.
      • Von ssj3rd Software-Overclocker(in)
        Denke ihr könnt euch gut ausruhen dieses Jahr bei pcgh, da dürfte kaum was neues kommen. Ich persönlich sehe dieses Jahr als komplett tot an im Hardware Bereich, außer evtl bei Monitoren.
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