AMD: Kein neuer Gegner für Alder Lake dieses Jahr, 2022 mit Zen 3 3D V-Cache und Zen 4 [Update]

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5 Jahre Ryzen: AMD im Technik-Interview
Quelle: AMD

Jetzt aktualisiert: AMD hat in seinem Technik-Interview zum fünften Geburtstag wie erwartet auch über Zen 3D V-Cache gesprochen, aber auch über den Sockel AM5. Damit bringt man sich gegen Alder Lake in Stellung, kann aber nur reagieren, anstatt zu agieren.

Hinweis: In einer begleitenden Pressemeldung sieht AMD 3D V-Cache für AM4 im ersten Halbjahr 2022. Das stimmt theoretisch mit den Aussagen im Video überein, allerdings klingt "Anfang 2022" schlichtweg besser. Sockel AM5 als neue Plattform wird zumindest in der Pressemeldung explizit genannt. Alles andere wäre auch kurios.


In einem über 14 Minuten langen Video sprechen John Taylor, AMD Chief Marketing Officer, und Robert Hallock, Director of Technical Marketing, über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Zen bzw. Ryzen. Dabei gibt es einige Details zu kommenden Produkten.

2021 gehört die Bühne Intel

Die wohl wichtigste Erkenntnis: 2021 bleibt das Feld allein Intel überlassen. Es ist zwar nicht ausgeschlossen, dass AMD noch einen Ausblick auf das letzte große AM4-Produkt, Zen 3 mit 3D V-Cache, oder gar Zen 4 ("Raphael") geben wird, aber im Grunde gehört Intel die diesjährige CPU-Bühne mit Alder Lake. Das darf als kleine Enttäuschung gewertet werden, denn eigentlich konnte man erwarten, dass AMD noch 2021 auf die neue Intel-Architektur antwortet, die in Vorab-Leaks bisher zumeist eine gute Figur abgibt. Auf der anderen Seite ist AMD in einer Position, wo man auch abwarten kann, was der Konkurrent vorlegt.

Im Video wird auf jeden Fall eine neue Plattform für 2022 bestätigt, allerdings wird der "Sockel AM5" nicht direkt erwähnt - im Gegensatz zu "Zen 4". Explizit genannt werden aber sowohl der neue Arbeitsspeicher-Standard DDR5 als auch PCI-Express 5 - Hallock widerspricht auch direkt Gerüchten, die Sockel-"AM5"-Systemen nur PCI-Express 4 nachsagen. Selbstbewusst erwähnt er, dass sich Ryzen einen Namen gemacht hat. Daher ist es undenkbar, dass AMD bei einer neuen CPU-Plattform hinter Intel bleibt, die DDR5 und PCI-Express 5 bereits 2021 liefern. Bestätigt wird, dass die neue Plattform (nennen wir sie der Einfachheit halber AM5) zumindest bei den CPU-Kühlern kompatibel zum Sockel AM4 bleibt. Hier sind also zumindest mechanisch keine Neuanschaffungen nötig.
AMD: Bekannte Benchmarks mit 3D V-Cache Quelle: AMD AMD: Bekannte Benchmarks mit 3D V-Cache

2022 wird ein geschäftiges Jahr für AMD

Interessant ist, dass Hallock über Next-Gen-Ryzens in einer Weise spricht, die dramatische Kernsteigerungen nicht unbedingt einschließt. Man müsse nicht notwendigerweise auf Chipkonfigurationen setzen, die vielleicht "schwieriger durch die Software anzusteuern sind". Das könnte auch als Seitenhieb Richtung Intel verstanden werden, die mit Alder Lake bekanntlich zwei verschiedene x86-Kerne einführen: die auf Effizienz und hohen Durchsatz in gut parallelisierbaren Anwendungen ausgelegten "E-Cores" sowie die für Single-Thread-Performance und Latenz-abhängige, serielle Aufgaben optimierten "P-Cores".

Auch zum letzten großen Produkt für den "alten" Sockel AM4 gibt es Informationen, die aber bereits bekannt sind. Das 3D-Chiplet-Design, das in Zen-3-Prozessoren mit 3D V-Cache mündet, bringe ca. 15 Prozent Mehrleistung in Spielen, so Hallock. Erscheinen wird "das Ryzen-Produkt" Anfang 2022 (dazu gesellt sich auch eine neue Mobil-CPU), optimistische Marktbeobachter hofften auf einen Start noch dieses Jahr. "Später im Jahr 2022" kommt auch Zen 4, also wird das kommende Jahr ein sehr betriebsames für AMD. Und AM4-Besitzer, die noch einmal einfach aufrüsten möchten, können mit einem Ryzen 3D V-Cache im Schnitt 15 Prozent Mehrleistung in Spielen erwarten, ohne dass laut AMD die Taktfrequenzen verändert werden. Gezeigt werden dazu die bekannten Benchmarks, die laut Fußnote schon am 28.04.21 erstellt wurden - gebencht wurden 32 Spiele in 1.920x1.080 mit "High Image Quality". Verglichen wurde ein Ryzen 9 5900X mit einem 12-Kern-Prototyp mit 3D-Chiplet-Design bei fixen 4,0 GHz.

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    • Kommentare (79)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Painkiller Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Rollora
        Fairerweise werden auch Konsolen auf der CPU Seite nicht unbedingt ausgeschöpft. Gut, bei der letzten Gen ging das, weil ein Netbookprozessor drin war. Aber die Gen davor...
        Ja da hast du durchaus Recht. Ich bezog mich mit dem Satz aber eher auf das Gemecker, das die Konsolen aufgrund ihrer schwachen Hardware den PC ausbremsen würden. Jetzt haben wir die PlayStation 5 und die Xbox Series X mit AMDs Zen 2 Architektur. Im direkten Vergleich mit den Last-Gen Konsolen liegen dazwischen Welten. Was PS5 Pro und Series Xx leisten werden, steht noch in den Sternen. Von daher verliert dieses Argument immer mehr an Schlagkraft.

        Zitat von Rollora
        man kanns nicht qllen recht machen: einerseits war es vor einigen Jahren noch cool, alle 3 Jahre was neues zu kaufen, andererseits ist es auch cool und gut für den Geldbeutel (abgesehen von den momentanen GPU Preisen), dass die Dine länger halten. 2004 (hatte nen Athlon 3500+) hätte ich mit einer 10 Jahre alten CPU (Pentium 66?) nicht viel spielen können, heute spiele ich mit einem 13 Jahre alten i7 (2008er i7 920@4Ghz, (bei Bedarf)) fast alle Spiele. Kostete damals 220€. Nur das Board war damals unverschämt teuer mit knapp über 200.
        Oh das wirst du nie können. Das ist mir auch völlig klar. Dennoch ist es für mich persönlich ein Punkt der mir sehr sauer aufstößt. Versteh mich nicht falsch, ich hab kein Problem damit die Taler für einen guten PC auf den Tisch zu legen. Aber ich erwarte im Gegenzug auch von den Devs, das ihre Titel technisch einen gewissen Reifegrad vorweisen. Sowohl bei GPU- als auch bei CPU-Performance. Das es auch in Zukunft Titel wie Crysis geben wird, welche damals die Hardware extrem ins schwitzen gebracht haben, ist mir auch klar. Da hab ich auch absolut nichts dagegen. Ich hab mir damals für den Titel extra einen GeForce 8800 Ultra gekauft.

        Aber nicht alle Titel sind wie Crysis. Und wenn man sich die Spiele der letzten Jahre mal anschaut, dann sticht in meinen Augen ein Titel ganz klar heraus, was die Performance und die Frametimes angeht: Doom Eternal

        Selbst mit "RTX On" ist die Performance einfach nur beeindruckend!

        Bei allem was Recht ist, aber id Software hat mit der id Tech7 der Konkurrenz einfach gezeigt wie´s geht. Die Engine ist sicher nicht perfekt, aber es lässt klar erkennen was die Idee dahinter war: Die Stärken der Vorgänger-Technik beizubehalten, Verbesserungen einbringen und die vorhandenen Schwächen ausbügeln. In meinen Augen sollte das der allgemeine Anspruch bei der Entwicklung einer Engine sein.

        Von daher:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Das was du ansprichst, ist natürlich ein klarer Vorteil. Was hab ich damals geflucht, als Command & Conquer Red Alert auf meinem 386er ständig gecrasht ist....

        Wenn ich mal überlege wie lange ich mit meinem AMD Athlon 1700+, AMD64 3400+, Intel Q6600 und AMD Phenom II X6 1090T gespielt habe, dann ist das durchaus beachtlich. Letzteren hab ich an einen guten Freund weitervererbt, und der zockt immer noch damit.
      • Von Painkiller Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Rollora
        Fairerweise werden auch Konsolen auf der CPU Seite nicht unbedingt ausgeschöpft. Gut, bei der letzten Gen ging das, weil ein Netbookprozessor drin war. Aber die Gen davor...
        Ja da hast du durchaus Recht. Ich bezog mich mit dem Satz aber eher auf das Gemecker, das die Konsolen aufgrund ihrer schwachen Hardware den PC ausbremsen würden. Jetzt haben wir die PlayStation 5 und die Xbox Series X mit AMDs Zen 2 Architektur. Im direkten Vergleich mit den Last-Gen Konsolen liegen dazwischen Welten. Was PS5 Pro und Series Xx leisten werden, steht noch in den Sternen. Von daher verliert dieses Argument immer mehr an Schlagkraft.

        Zitat von Rollora
        man kanns nicht qllen recht machen: einerseits war es vor einigen Jahren noch cool, alle 3 Jahre was neues zu kaufen, andererseits ist es auch cool und gut für den Geldbeutel (abgesehen von den momentanen GPU Preisen), dass die Dine länger halten. 2004 (hatte nen Athlon 3500+) hätte ich mit einer 10 Jahre alten CPU (Pentium 66?) nicht viel spielen können, heute spiele ich mit einem 13 Jahre alten i7 (2008er i7 920@4Ghz, (bei Bedarf)) fast alle Spiele. Kostete damals 220€. Nur das Board war damals unverschämt teuer mit knapp über 200.
        Oh das wirst du nie können. Das ist mir auch völlig klar. Dennoch ist es für mich persönlich ein Punkt der mir sehr sauer aufstößt. Versteh mich nicht falsch, ich hab kein Problem damit die Taler für einen guten PC auf den Tisch zu legen. Aber ich erwarte im Gegenzug auch von den Devs, das ihre Titel technisch einen gewissen Reifegrad vorweisen. Sowohl bei GPU- als auch bei CPU-Performance. Das es auch in Zukunft Titel wie Crysis geben wird, welche damals die Hardware extrem ins schwitzen gebracht haben, ist mir auch klar. Da hab ich auch absolut nichts dagegen. Ich hab mir damals für den Titel extra einen GeForce 8800 Ultra gekauft.

        Aber nicht alle Titel sind wie Crysis. Und wenn man sich die Spiele der letzten Jahre mal anschaut, dann sticht in meinen Augen ein Titel ganz klar heraus, was die Performance und die Frametimes angeht: Doom Eternal

        Selbst mit "RTX On" ist die Performance einfach nur beeindruckend!

        Bei allem was Recht ist, aber id Software hat mit der id Tech7 der Konkurrenz einfach gezeigt wie´s geht. Die Engine ist sicher nicht perfekt, aber es lässt klar erkennen was die Idee dahinter war: Die Stärken der Vorgänger-Technik beizubehalten, Verbesserungen einbringen und die vorhandenen Schwächen ausbügeln. In meinen Augen sollte das der allgemeine Anspruch bei der Entwicklung einer Engine sein.

        Von daher:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Das was du ansprichst, ist natürlich ein klarer Vorteil. Was hab ich damals geflucht, als Command & Conquer Red Alert auf meinem 386er ständig gecrasht ist....

        Wenn ich mal überlege wie lange ich mit meinem AMD Athlon 1700+, AMD64 3400+, Intel Q6600 und AMD Phenom II X6 1090T gespielt habe, dann ist das durchaus beachtlich. Letzteren hab ich an einen guten Freund weitervererbt, und der zockt immer noch damit.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Painkiller
        Und das finde ich eben sehr sehr schade, und ärgert mich. Man sitzt vor seiner Möhre für die man viel Geld bezahlt hat, im stillen Kämmerlein, und irgendwann wird einem klar, wieviel Potential aufgrund fehlender oder mangelhafter Optimierung hier eigentlich verschenkt wird..

        Es wird immer über die Konsolen geschimpft, aber dabei schöpft der PC selbst seit Jahren sein vollständiges Potential nicht aus.
        Fairerweise werden auch Konsolen auf der CPU Seite nicht unbedingt ausgeschöpft. Gut, bei der letzten Gen ging das, weil ein Netbookprozessor drin war. Aber die Gen davor...
        Zitat von blautemple
        Also aktuell ist von Alder Lakes Gaming Performance absolut null bekannt und wie schlecht beim Gaming reine IPC Steigerungen wert sind hat man bei Rocket Lake ja gemerkt.
        Nachdem ich von Rocket Lake so massiv enttäuscht wurde warte ich erstmal ab bevor ich irgendwelche Prognosen mache.
        stimmt natürlich auch wieder, wobei wieviel IPC hat RL gebracht? 8% Dann war halt das Problem, dass RL schnell mal Takt drosselt usw
        Zitat von Painkiller
        Und das finde ich eben sehr sehr schade, und ärgert mich. Man sitzt vor seiner Möhre für die man viel Geld bezahlt hat, im stillen Kämmerlein, und irgendwann wird einem klar, wieviel Potential aufgrund fehlender oder mangelhafter Optimierung hier eigentlich verschenkt wird..

        man kanns nicht qllen recht machen: einerseits war es vor einigen Jahren noch cool, alle 3 Jahre was neues zu kaufen, andererseits ist es auch cool und gut für den Geldbeutel (abgesehen von den momentanen GPU Preisen), dass die Dine länger halten. 2004 (hatte nen Athlon 3500+) hätte ich mit einer 10 Jahre alten CPU (Pentium 66?) nicht viel spielen können, heute spiele ich mit einem 13 Jahre alten i7 (2008er i7 920@4Ghz, (bei Bedarf)) fast alle Spiele. Kostete damals 220€. Nur das Board war damals unverschämt teuer mit knapp über 200.
      • Von Schinken BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Painkiller
        Und das finde ich eben sehr sehr schade, und ärgert mich. Man sitzt vor seiner Möhre für die man viel Geld bezahlt hat, im stillen Kämmerlein, und irgendwann wird einem klar, wieviel Potential aufgrund fehlender oder mangelhafter Optimierung hier eigentlich verschenkt wird..

        Es wird immer über die Konsolen geschimpft, aber dabei schöpft der PC selbst seit Jahren sein vollständiges Potential nicht aus.
        Ein zweischneidiges Schwert. Technisch stimme ich dir zu. Meinen Geldbeutel freut es, da ich so "kleine" Sechskerner preiswert kaufen kann und in meinem Metier, Games, trotzdem kaum auf Performance verzichten muss .
      • Von Thomas5010
        Zitat von Thepunisher2403
        Wenn man eben keine Argumente mehr weiß....
        Das ist ja das Problem. Deine Argumente wurden leider schon von einem anderen Forumsteilnehmer widerlegt. Es ist bekannt das IPC bei Single Core eine größere Bedeutung hat im Spielesegment. Das hat auch PCGH_Dave bereits gesagt. Mehr als acht Kerne werden derzeit nicht genutzt.

        Stell dich doch einfach auf die Straße mit einem Schild und schrei "AMD sind die Besten".

        Es gibt wichtigeres im Leben. Und manche müssen anscheinend immer recht behalten.
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Rollora
        Man kann jetzt ins Blaue raten, aber wenn im Durchschnitt 15% mehr IPC rauskommen in Spielen durch den 3D Cache ist man knapp über Alder Lake in Spielen und in Anwendungen vielleicht knapp darunter
        Also aktuell ist von Alder Lakes Gaming Performance absolut null bekannt und wie schlecht beim Gaming reine IPC Steigerungen wert sind hat man bei Rocket Lake ja gemerkt.
        Nachdem ich von Rocket Lake so massiv enttäuscht wurde warte ich erstmal ab bevor ich irgendwelche Prognosen mache.
      Direkt zum Diskussionsende
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