AMD-Manager: Bulldozer war ein "vollkommener Fehlschlag" und kostete den Kopf des Managements
Wenn man eine Bestandsaufnahme bei AMD macht, ist die in den letzten Jahren tendenziell weniger positiv ausgefallen. Ein AMD-Mann selbst ist es nun, der offen ausspricht, was viele denken: Bulldozer war ein inakzeptabler Fehlschlag und kostete letztlich auch den Kopf des Managements. Unter einer neuen Führungsriege soll nun wieder angegriffen werden und die Kalifornier scheinen auf gutem Wege zu sein.
Andrew Feldman, Corporate Vice President und General Manager des Serverbereichs bei AMD, hat in einem Interview eine interessante Aussage getätigt, die AMD eigentlich schwer trifft. Wir erinnern uns: Mit großem Tamtam wurde Bulldozer als die Zukunft des CPU-Marktes angepriesen. Letztlich aber war die Prozessorarchitektur einfach nicht leistungsfähig genug, um der Konkurrenz von Intel Paroli bieten zu können. Feldman fasst die Situation von einst zusammen: "Bulldozer war ohne Zweifel ein Fehlschlag. Er hat CEO Meyer und weiteren Mitgliedern des Managements den Job gekostet - sogar den Job des Vice President of Engineering."
In der Tat waren einige Entscheidungen in den vergangenen Jahren nicht sehr glücklich. AMD konnte wohl froh darüber sein, dass man einst Ati gekauft hat und diese nun als Grafikkartensparte unter dem Namen AMD betreibt. Als der Kauf über die Bühne ging, wurde AMD noch für die Unsumme belächelt, die damals den Besitzer wechselte. Heute trägt der Kauf sogar im Bereich Prozessoren Früchte, denn AMDs APUs gelten vor allem im Bereich Grafik als besonders leistungsfähig und das Unternehmen aus Sunnyvale war es erst, das den Trend auslöste. Mit dem Ergebnis, dass man heute Quasi-Monopolist bei solchen Systemen ist. Erst Haswell dürfte daran etwas ändern.
AMD scheint nun sehr bemüht darum zu sein, verlorenen Boden gut zu machen. Neben den Aktivitäten im Konsolenbereich, die schon hinlänglich diskutiert wurden, will man auch im Server-Bereich erneut angreifen, nachdem man seit 2011 (aufgrund von Bulldozer) an Reputation und Marktanteilen verloren hat. Unter dem neuen CEO Rory Read soll wieder Fahrt aufgenommen werden. Da kommen die kolportierten 3 Milliarden US-Dollar Auftragsvolumen von Microsoft gerade recht - Geld zur Investition in die Zukunft. Auch Sony muss ja für die PS4 zahlen.
Auch das zwischenzeitlich abgesagte Rennen bei High-End-Prozessoren soll wieder aufgenommen werden. Ab 2015 sieht man sich in der Lage, wieder mit Intel auf Augenhöhe zu operieren. Dazu soll ein neues Design entworfen werden. Derweil floriert der Markt bei den sparsamen Prozessoren recht ordentlich. AMD hat erst kürzlich die Kabini-Prozessoren angekündigt, welche auf der Jaguar-Architektur basieren. Die Katzennamen scheinen Glück zu bringen. Die weniger problematische Grafikkartensparte soll noch 2013 mit der Radeon HD 8000 oder Volcanic Islands gepusht werden - natürlich wieder zusammen mit dem Leckerli-Programm Gaming Evolved. Alles in allem scheint AMD auf einem guten Weg. Wer den Aktienkurs beobachtet, stellt nämlich fest, dass Investoren an das Unternehmen aus Sunnyvale glauben und AMD tut in letzter Zeit überraschend viel für seine Kundschaft, etwa die PC-Spieler. Das Gaming-Evolved-Programm wurde in kürzester Zeit enorm erweitert - früher nur ein Stiefkind mit anderem Namen.
Quelle: pcworld.com
AMD war eigentlich immer eine gute Alternative zu Intel. Man hat halt mit Bulldozer nen Fehler gemacht und ihn eingestanden. Ich habe selbst lange Zeit mit AMDs gearbeitet - und das ziemlich gut.
Ich würde gerne zurück zu AMD, aber habe aktuell keinen Bedarf nach anderer Hardware
Schön zu sehen, dass selbst Intel Jünger AMD als starken Konkurrent zu Intel sehen wollen.
Fast alle hier begrüßen die selbstkritischen Worte von AMD.
Es ist also noch eine Basis da, auf die AMD aufbauen kann.
Wenn die neuen Produkte überzeugen, werden bestimmt wieder viele AMD kaufen.
Problematisch wird aber der Zeitraum für AMD werden.
Denn die User die jetzt auf Intel mit neuen Systemen gewechselt haben, werden so schnell keine neue Hardware brauchen.
Entweder muss sich der technische Fortschritt beschleunigen, oder die Hardware muss altern.
Das wird aber noch etwas dauern...
Ob die Mehrleistung spürbar ist, ist natürlich ein ganz anderes Thema. Und die Antwort ist oft "nein" - wegen der Software.
Aber da muss man dann auch umgekehrt die Frage stellen: Ist ein 8120@?.?GHz spürbar schneller, als ein übertakteter Core2Quad?
Stimmt schon was du sagst, aber zum Einen werden die eigentlich durch die Module beschränkten 4 Kern Bullis eben als Achtkerner vermarktet.
zum Anderen werden die großen Fx eben als Spielecpu vermaktet und da reicht pure Multithreadleistung eben nicht aus.