Benchmark-FAQ 2025 (CPUs): Die Anwendungen
In diesem Artikel
Es folgt jetzt die Übersicht aller Anwendungen im CPU-Benchmark-Index, welche wir für die Ermittlung der Performance von Prozessoren verwenden. Als Plattform für PC-Spieler messen wir den Anwendungen nicht so viel Priorität bei. Die Benchmarks lassen sich allerdings leicht nachstellen und können als Grundlage verwendet werden, um die Performance der eigenen Hardware mit unseren Werten zu vergleichen.
7-Zip Version 24.09
Die Software existiert bereits seit 1999 und dient vereinfacht gesagt dazu, Dateien zu packen und zu entpacken. Für den Test nutzen wir den integrierten Benchmark: Sie klicken dazu im Hauptfenster einfach auf "Extras" und dann "Benchmark". Dann öffnet sich ein neues Fenster, wo Sie die Wörterbuchgröße und die Anzahl der Threads festlegen. Wir haben uns für 128 MiB und die 100 Prozent der vorhandenen Threads entschieden. Die Wörterbuchgröße beschreibt die Stärke der Komprimierung, höhere Werte belegen allerdings schnell den gesamten Arbeitsspeicher, 256 MiB beispielsweise sprengen bei acht Threads bereits über 12 GiB. Das Tool startet den Benchmark automatisch; wir warten, bis zehn Durchläufe zu Ende sind, und lesen die Ergebnisse ab. Die Werte werden in "million instructions per second" (MIPS) angegeben, zu Deutsch "Instruktionen pro Sekunde" (IPS), und beschreiben die Leistungsfähigkeit der CPU sowie des Arbeitsspeichers beim Packen sowie Entpacken.
Handbrake Version 1.9.0
Handbrake ermöglicht die Transkodierung von DVDs und anderen Videoquellen in H.264 (mit x264), MPEG-4 ASP (FFmpeg) oder Theora (VP3). Handbrake wird häufig genutzt, um Filme von DVDs/Blu-ray-Discs zu konvertieren, damit sie auf Geräten wie iPhone, iPod, Apple TV, Xbox 360, Playstation Portable oder Playstation nutzbar sind. Durch Einstellungs-Profile kann der Anwender festlegen, zu welchen Endgeräten die erstellten Dateien kompatibel sein sollen. Für 2024 nutzen wir das größte Jellyfish-Video, welches wir finden konnten, encodieren es mithilfe des Preset Super HQ 2160p60 4K AV1 Surround. Das Tool gibt danach eine Fps-Zahl aus, welche wir für Benchmarks und Bewertung in die absolut benötigte Transcoding-Zeit für das gesamte Testvideo umrechnen. Bitte beachten Sie, dass alle CPUs für die Fertigstellung deutlich länger brauchen als in früheren PCGH-Messungen, für die eine kleinere Datei genutzt wurde.
Cinebench R24
Die Last im R24 ist noch einmal höher und die Tests dauern entsprechend länger, vor allem auf älteren Prozessoren. Mithilfe dieser Version können sogar Grafikkarten getestet werden, doch das überlassen wir lieber dem GPU-Fachredakteur. Doch was macht Cinebench eigentlich und wie funktioniert der Benchmark?
Cinebench bietet einen praxisnahen Benchmark, der die üblichen Aufgaben eines Anwenders bei der Verwendung von Cinema 4D und Redshift einbezieht, um die Leistung eines Systems zu messen. Dazu wird die Redshift-Rendering-Engine von Maxon verwendet. Sie basiert auf dem neuesten Cinema-2024- und Redshift-Code, der aktualisierte Compiler verwendet (Clang). Im Vergleich zum Cinebench R23 hat sich der Rechenaufwand für die Szene im Multithreaded-Rendering-Test versechsfacht.
Dies spiegelt die gestiegenen Anforderungen wider, mit denen Künstler und Content Creator heutzutage umgehen müssen, und erlaubt es uns, die Verbesserungen der CPU-Leistung zu erfassen. Wie üblich verwenden wir sowohl den Multi- als auch Single-Core-Benchmark und geben die Punktzahlen an. Ihnen ist vielleicht schon aufgefallen, dass die Punkte im Gegensatz zur R23-Version viel geringer ausfallen. Doch diese beiden Benchmarks dürfen aufgrund der Code- und Compiler-Änderungen auf keinen Fall miteinander verglichen werden.
V-Ray 6 Benchmark
V-Ray 6 hat den Vorgänger V-Ray 5 abgelöst. Es handelt sich wie bei Corona 10 um einen Raytracing-Benchmark, der höchste Ansprüche an den Prozessor stellt. Die Punkte werden hier anders berechnet als im Vorgänger und können nicht miteinander verglichen werden. Der Test dauert fünf Minuten.
Corona 10 Benchmark
Corona 10 berechnet ebenfalls ein Bild mithilfe von Raytracing. Hier werden allerdings keine Punkte angegeben. Die Leistung wird in Rays per Second gemessen, abgekürzt als rays/s, wobei ein höherer Wert besser ist. Render-Engines senden Strahlen in die Szene, um die Farbe eines bestimmten Pixels zu bestimmen, indem sie herausfinden, welche Materialien, Lichter und so weiter an diesem Punkt zum Bild beitragen. Es ist dabei aufgrund der Testdauer von nur einer Minute nicht möglich, ein sauberes, finales Bild zu berechnen. Ein Bild, auf dem noch Rauschen zu sehen ist, bedeutet damit nicht, dass mit Ihrem Test etwas nicht in Ordnung wäre. Die Szene wurde absichtlich so erstellt, damit sie auf diese Weise funktioniert, denn wenn man zu schnell ein sauberes Bild erhalten würde, wäre ein guter Vergleich zwischen aktuellen und zukünftigen CPUs nicht möglich. Wie V-Ray belastet auch Corona 10 Prozessoren maximal. Alle Kerne und Threads tragen zum Gesamtergebnis bei und das Energie-Budget spielt dank der guten Auslastung eine große Rolle. Gemeinsam mit V-Ray bilden diese beiden Benchmarks den größten Bewertungsanteil an der Multi-Core-Performance im neuen CPU-Index 2024.

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Raff