Benchmark-FAQ 2025 (CPUs): Die Spiele, Teil 2
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Starfield
Die Grafikengine ist in der Lage, alle Kerne und Threads einer CPU auszulasten, ohne dass es einen Vorteil hat. Schauen Sie sich einmal Ryzen 7 7700X und Ryzen 9 7950X in den Benchmarks an: Beide Prozessoren sind gleich schnell und die Threads werden im Mittel mit 85 Prozent belastet - aber wohin verschwindet dann die Last der acht Kerne und 16 Threads? Das weiß wohl nur Todd Howard. Das führt so weit, dass ein Core i9-14900K derart stark ausgelastet wird, dass Teile der CPU durch das Powerlimit heruntertakten müssen und der i7-14700K die Überhand gewinnt. Ein seltener, ungewöhnlicher Anblick. Fakt ist jedenfalls, dass Sie im von AMD gesponserten Titel am besten auf eine Intel-CPU setzen und diese mit möglichst mächtiger Kühlung im offenen Powerlimit zum Spielen verwenden. Es sind nämlich gerade die Frametimes, welche unter AMD-Prozessoren zu leiden haben, mit Ausnahme des Ryzen 7 7800X3D, der sogar bessere P1-Fps als ein 7950X3D liefert, obwohl die CPU weniger Kerne besitzt. Gleichwohl läuft das Spiel zum Glück auch auf älteren Prozessoren flüssig. Hier sei ein Ryzen 5 5600 genannt, der immer noch eine gute Wahl für Sparfüchse darstellt.
Anno 1800
Im Rahmen des Aufrüstberichts von 5800X3D auf 7800X3D in der PCGH Print 12/23 haben wir den neuen Benchmark bereits angekündigt und erste Tests durchgeführt. Nach einer minimalen Optimierung der Spielstand-Konditionen gilt die "Mega City" nun als gesetzt. Eine größere Stadt haben wir noch nie für CPU-Benchmarks verwendet, und die Szene wurde im Hinterkopf natürlich so gestaltet, dass sie auch zukünftigen Prozessoren das Fürchten lehrt. 60 P1-Fps? Schafft keine einzige CPU! Zumindest bis jetzt. Hier dürfen wir sehr auf Arrow Lake und Zen 5 gespannt sein.
Auch hier gilt das bisher Bekannte: Viele Kerne helfen Ihnen nicht, wenn Sie Anno 1800 flüssig spielen wollen. Dagegen ist 3D V-Cache ein Geheimtipp, neben einer möglichst hohen Single-Core-Leistung. Das perfekte Anschauungsbeispiel für diese Analyse sind Ryzen 5 5600X3D und Ryzen 7 5800X3D. Auf Raptor-Lake-Prozessoren läuft das Spiel besonders gut, was sich in merklich höheren P1-Fps äußert. Je größer die Städte werden, desto besser kann sich Intel mit seinen Raptor Coves absetzen. Falls Sie keine High-End-CPU Ihr Eigen nennen, hilft nur Detailreduktion, was die CPU-Last spürbar senkt.
Star Wars Outlaws
Viele Entwickler behaupten von ihren Spielen, dass sie gut optimiert wären, doch unsere Benchmarks decken oft eine andere Wahrheit auf. Nicht so bei Star Wars Outlaws. Hier steht die Kernskalierung im Vordergrund, die anschaulich aufzeigt, welche Reserven in den Prozessoren stecken, wenn man sich als Entwickler die Mühe macht, CPUs ordentlich auszulasten.
Cyberpunk 2077
Es gibt kein Spiel, welches wir jemals im CPU-Testparcours hatten, das besser mit den Eigenschaften eines Prozessors skaliert. Nicht einmal Doom Eternal war dazu in der Lage. Dank des SMT-Patches, der durch die Hilfe der großartigen PCGH-Community von der Redaktion an den Entwickler herangetragen wurde, ist auch die Performance von AMD-Prozessoren (nach geschlagenen drei Jahren) endlich da, wo sie hingehört. Gleichwohl lief Cyberpunk 2077 schon immer etwas besser auf Intel-Prozessoren, was sich auch bei den neuesten Messungen für 2024 nicht verändert. Wir nutzen im Übrigen noch immer dieselbe Szene, der Spielstand wurde zwischenzeitlich nur mal aufgefrischt, um nicht Gefahr zu laufen, dass man diesen irgendwann nicht mehr laden kann. Jeder Prozessor feuert hier aus allen Rohren, es zählen Kerne, es zählt Cache, es zählt Single-Core-Leistung, es zählt die RAM-Anbindung - alles, was vorhanden ist, wird in Mehrleistung verwandelt. Einzig auf Pathtracing mussten wir verzichten, denn dafür ist selbst eine RTX 5090 nicht schnell genug, nicht einmal mit DLSS Ultra Performance.

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MfG
Raff