Balkonkraftwerk-Ratgeber: Anschluss und mögliche Ersparnis
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Balkonkraftwerk-Ratgeber: Anschluss und mögliche Ersparnis

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Kann ich das Balkonkraftwerk per Schuko-Stecker anschließen? Und wie viel kann man damit wirklich sparen?

Ist ein Balkonkraftwerk mit Schuko-Stecker erlaubt?

Gesetzlich besteht keine Pflicht, ein Balkonkraftwerk mit einem Schuko-Stecker zu betreiben. Es ist zwar sicherer, benötigt aber die Installation durch eine Fachkraft.

Der bisher größte Nachteil von Balkonkraftwerken änderte sich mit Inkrafttreten des neuen Solarpakets 1. In diesem wurden auch Schuko-Stecker erlaubt und nicht mehr nur geduldet. Sie haben zwar den Nachteil, dass sie unsicherer als ein Wieland-Stecker sind, aber das Balkonkraftwerk bleibt damit weiterhin Plug-and-play. So kann der Bürger eine Anlage kaufen, anmelden, installieren und sie ist sofort betriebsbereit.
Installiert der Nutzer einen Wieland-Stecker, inklusive Steckdose, muss er eine Fachkraft beauftragen, die die Installation vornimmt.

Wo schließe ich ein Balkonkraftwerk an?

Anders als die Fotovoltaikanlage wird das Balkonkraftwerk direkt in die nächste Schuko- oder Wieland-Steckdose gesteckt und ist mit dem Hausnetz verbunden.

Ist die Anmeldung beim Marktstammdatenregister erfolgt und wurden die Solarmodule sowie der Wechselrichter installiert, kann der Anschluss des Balkonkraftwerks erfolgen. Hierzu steckt der Käufer das beigelegte Kabel lediglich in die Steckdose des Hausanschlusses und die Installation ist abgeschlossen. Dies funktioniert aber nur dann, wenn das Balkonkraftwerk Plug-and-Play mit einem Schuko-Stecker versehen ist. Hat es einen Wieland-Stecker, muss der Käufer eine Wieland-Steckdose am Haus installieren lassen.

Wann lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

Die Antwort auf diese Frage ist abhängig von Faktoren wie: Anschaffungspreis, Ausrichtung und Verbrauch. Generell lohnt/amortisiert es sich nach circa acht Jahren.

Wie viel spare ich denn eigentlich? Manche Balkonkraftwerke kommen mit einer App, die einem unter anderem das in Euro anzeigt. Quelle: Ecoflow Wie viel spare ich denn eigentlich? Manche Balkonkraftwerke kommen mit einer App, die einem unter anderem das in Euro anzeigt.

Beim Kauf eines Marken-Balkonkraftwerks fällt ein höherer Anschaffungspreis an als bei einem Discounter-Modell. Steht ein Balkonkraftwerk im Süden Deutschlands, erfährt es mehr Sonnenlicht als im Norden Deutschlands. Verbraucht ein Haushalt während der Sonnenstunden viel Strom, greift er auf mehr Strom des Balkonkraftwerks zurück und muss weniger vom Netzanbieter beziehen.
Diese Faktoren können noch weitaus ausführlicher beschrieben werden, wodurch sich die Anwendungsfälle und Amortisationszeiten deutlich unterscheiden. Die Folgen daraus sind Amortisationszeiten zwischen drei und 30 Jahren. Eine riesige Spanne. In der Realität ist mit einer Amortisationsdauer zwischen fünf und acht Jahren zu rechnen. Mit steigenden Energiekosten könnte sich dieser Wert sogar ins Positive verändern.
Damit würde sich ein Balkonkraftwerk frühestens nach fünf Jahren lohnen und ,,kostenlosen'' Strom für weitere 20 bis 25 Jahre produzieren, bis die Solarzellen langsam degradieren.

Was spare ich mit einem 800-Watt-Balkonkraftwerk?

Durchschnittlich sparen zwei Solarmodule mit einer Leistung von 800 Watt etwa 780 Kilowattstunden Strom pro Jahr ein.

Für eine ideale Stromproduktion müssen die Solarmodule eines Balkonkraftwerks gen Süden und in einem 30 bis 35 Grad Winkel ausgerichtet sein, aber dürfen nicht beschattet werden. Ist dies der Fall, können sie bis zu 780 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Dennoch kann der Nutzer diese Kilowattstunden Strom nicht vollständig verbrauchen, da der Strom lediglich in den Sonnenstunden produziert wird. Arbeitet der Nutzer während dieser Zeit, verreist er oder hat er generell einen geringen Stromverbrauch, verpufft der Strom, da keine Einspeisevergütung gezahlt wird. Lediglich acht Cent pro Kilowattstunde werden vom lokalen Netzanbieter vergütet. Durchschnittlich ist daher mit einem Eigenverbrauch von nur circa 50 Prozent bei zwei Solarmodulen zu rechnen, bei einem Solarmodul liegt der Eigenverbrauch bei bis zu 70 Prozent.
Daraus ergibt sich ein vermiedener Strombezug vom lokalen Netzbetreiber von etwa 390 Kilowattstunden, was einer Ersparnis von 156 Euro pro Jahr entspricht, wenn die Kilowattstunde circa 40 Cent kostet.

Wie viel Strom produziert ein 800-Watt-Balkonkraftwerk am Tag?

Je nach Ausrichtung, Anzahl der Solarmodule sowie Sonneneinstrahlung erzeugt eine 800-Watt-Anlage ungefähr zwischen 2 und 5 kWh Strom pro Tag.

Folgende Faktoren beeinflussen die Stromproduktion eines Balkonkraftwerks:

  • Anzahl der Sonnenstunden
  • Neigungswinkel und Ausrichtung
  • Beschattungen

Sind diese Faktoren besonders positiv, sind bis zu 5 kWh pro Tag möglich, andernfalls können es sogar weniger als 2 kWh pro Tag sein. Sind die Solarmodule gen Süden und in einem 30 bis 35 Grad Winkel ausgerichtet, nicht beschattet und mit einem leistungsstarken Wechselrichter versehen, sind potenziell sogar mehr Kilowattstunden möglich. Dennoch bleibt bei Herstellerangaben immer Vorsicht geboten, da diese unter Idealbedingungen gemessen werden.

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  1. Seite 1 Einleitung und Wattgrenzen von Balkonkraftwerken
  2. Seite 2 Balkonkraftwerk-Ratgeber: Gesetzliche Änderungen seit 2024 und Anmeldung
  3. Seite 3 Balkonkraftwerk-Ratgeber: Anschluss und mögliche Ersparnis
  4. Seite 4 Balkonkraftwerk-Ratgeber: Was man nicht darf und ob sich ein Speicher lohnt
    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Was wäre das überhaupt für eine Pflicht?
        "Du musst das machen, sonst muss jemand anderes die Konsequenzen dafür tragen!!"
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Was wäre das überhaupt für eine Pflicht?
        "Du musst das machen, sonst muss jemand anderes die Konsequenzen dafür tragen!!"
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat

        Spätestens nach vier Monaten muss der Netzanbieter den Zähler ausgetauscht haben. Kann er dieser Pflicht nicht innerhalb von vier Monaten nachkommen, muss der Käufer das Balkonkraftwerk außer Betrieb setzen.
        Wo steht das? Und muss man das dann selbstständig bemerken oder darf nur der Netzbetreiber einen dazu auffordern?
        (Doof gestellt: Warum sollte ich als Laie überhaupt in der Lage sein zu bewerten ob mein Stromzähler wirklich keine Rücklaufsperre hat?)
      • Von inhuman_nature Software-Overclocker(in)
        Zitat von Forst-Fan
        Schukostecker unsicherer?Selten so gelacht...
        Über die Passage bin ich auch gestolpert. Da hat sich die Autorin offenbar verschrieben. Gemeint ist an dieser Stelle wohl der Wieland-Stecker ...
      • Von MfDoom Volt-Modder(in)
        wieviele Jahre könntest du Ökostrom beziehen, bis du die Kosten für die Anlage drin hast?
      • Von Snowhack Volt-Modder(in)
        Denke werden uns nächste Jahr noch auf dem Gartenhaus eine Balkonkraftwerk mit 4 Panels &

        Ost-Süd (2x) und Süd-West (2x) Ausrichtung anschaffen mit 2kW Speicher.

        die 20 kW PV Anlage auf unserm Haus hat uns überzeug diese Jahr.
      Direkt zum Diskussionsende
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