Balkonkraftwerk: der große Ratgeber
In unserem Ratgeber Balkonkraftwerk beantworten wir alle wichtigen Fragen zum Thema. Von "Was ist ein Balkonkraftwerk" bis "Was passiert, wenn man ein Balkonkraftwerk nicht anmeldet?".
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Strom generieren und Geld sparen - das sind die Versprechen, die ein Balkonkraftwerk gibt. Obendrein ist das Erzeugen von Strom mit Sonnenenergie umweltbewusst. Aber was genau macht so ein Balkonkraftwerk? Und worauf muss ich achten? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema Balkonkraftwerk kurz und einfach!
Was ist ein Balkonkraftwerk?
Ein Balkonkraftwerk ist eine kleine Fotovoltaikanlage, die aus Solarmodulen und einem Wechselrichter besteht. Es ist vorrangig auf Balkonen installiert, findet sich aber auch auf Garagen oder im Garten. Es speist den Strom direkt ins Hausnetz und reduziert Stromkosten.
Balkonkraftwerke haben unterschiedliche Bezeichnungen, wie Stecker-Solaranlage oder auch Mini-PV-Anlage. Letztlich stellen sie eine kleinere Form der Solaranlagen auf Häuserdächern dar und wandeln Sonnenenergie mithilfe von Solarmodulen in Strom um. Der Name Balkonkraftwerk ist auf die häufige Installation auf Balkonen zurückzuführen, wobei der Standort nicht zwingend vorgegeben ist und die Anlage bestenfalls an der ertragreichsten/sonnigsten Stelle platziert wird. Anders als Fotovoltaikanlagen sind sie weitaus simpler zu installieren, günstiger und der bürokratische Aufwand der Anmeldung ist geringer.
Wann sind 800-Watt-Balkonkraftwerke erlaubt?
Seit dem 16. Mai 2024 sind Balkonkraftwerke mit einer maximalen Einspeiseleistung von 800 Watt erlaubt. Vorher waren lediglich 600 Watt möglich. Mit dem 16. Mai 2024 trat das Solarpaket 1 der Bundesregierung in Kraft und brachte nicht nur eine vereinfachte Inbetriebnahme von Balkonkraftwerken, sondern auch eine höhere Einspeiseleistung. Sie wurde auf 800 Watt angehoben und alle Solarmodule dürfen eine maximale Leistung von 2000 Wp haben. Das entspricht dem europäischen Durchschnitt, der bereits seit mehreren Jahren auf 800 Watt oder mehr lag.
Warum waren Balkonkraftwerke auf 600 Watt beschränkt?
Balkonkraftwerke waren auf 600 Watt beschränkt, seit dem 16.05.24 sind sie es nicht mehr. Ursache hierfür war die Gewährleistung der Netzsicherheit. Der Netzanbieter muss die Netzsicherheit gewährleisten. Hierzu wählt er einen geeigneten Kabeldurchschnitt, passt Spannungen an und verteilt den Strom. Dies erfolgt immer vonseiten des Netzanbieters. Speist der Endkunde selbst Strom ein, verändert sich das Verhältnis. Dieses Ungleichverhältnis ist unproblematisch, wenn ein einzelner Netzteilnehmer selbst Strom einspeist, da gewisse Puffer in der Planung des Anbieters eingebaut sind. Speisen jedoch zahlreiche Abnehmer durch die Energiewende selbst Strom ein, kann das Netz überlastet werden oder überhitzt sogar. Die Folge: Stromausfälle und/oder Hausbrände. Daher waren bisher lediglich 600 Watt erlaubt, obwohl theoretisch auch 800 Watt möglich gewesen wären.
800 Watt schützen auch den Stromkreis beim Nutzer!
Ein Balkonkraftwerk mit maximal 800 Watt schützt nicht nur das öffentliche Stromnetz, sondern auch den Stromkreis in der eigenen Wohnung. In jeder Wohnung sind die einzelnen Stromkreise durch Sicherungen geschützt, meist mit einer Belastbarkeit von 16 Ampere. Wird diese Grenze überschritten, kann sich die Leitung stark erhitzen, was im schlimmsten Fall zu Kabelbränden führen könnte.
Ein Balkonkraftwerk speist direkt in diesen Stromkreis ein, an den es per Steckdose angeschlossen ist. Wäre das Gerät sehr groß und würde mehrere Kilowatt einspeisen, käme es zu einer höheren Belastung des Stromkreises. Diese Belastung könnte sich mit den bereits laufenden Haushaltsgeräten addieren und die Sicherung überfordern. Die 800-Watt-Grenze ist bewusst so gewählt, dass genau dies nicht passieren kann. Bei 230 Volt entsprechen 800 Watt rund 3,5 Ampere und damit nur einem Bruchteil der üblichen 16-Ampere-Absicherung. Selbst wenn viele Geräte gleichzeitig betrieben werden, bleibt die Leitung durch das Balkonkraftwerk innerhalb sicherer Grenzen.
Ein weiterer Vorteil: Die geringe Einspeiseleistung erlaubt den Anschluss über eine normale Schuko-Steckdose. Dafür muss kein Elektriker eine spezielle Leitung verlegen, was die Installation vereinfacht. Die Grenze verhindert also nicht nur Überlastung, sondern ermöglicht auch eine einfache, sichere Nutzung. So bleibt das eigene Stromnetz geschützt, ohne auf den Komfort einer einfachen Installation verzichten zu müssen. Die 800 Watt sind daher ein Sicherheitsfaktor und keine willkürliche Beschränkung. Sie sorgen dafür, dass Balkonkraftwerke auch von Laien gefahrlos betrieben werden können.
Wann fällt die 800W-Grenze für Balkonkraftwerke?
Quelle: Solarway
Das Attraktivste an Balkonkraftwerken ist neben dem günstigen Preis auch, dass man sie einfach selbst in Betrieb nehmen kann.
Bisher ist nichts diesbezüglich von der Bundesregierung geplant, da diese erst 2024 einer Erhöhung zugestimmt hat. Auch andere europäische Länder erlauben nur eine maximale Einspeiseleistung von 800 Watt.
Die Bundesregierung stimmte dem Solarpaket 1 zu und dieses trat im Mai 2024 in Kraft. Damit war Deutschland Nachzügler in Europa. Österreich plant eventuell zukünftig die Grenzen für Balkonkraftwerke vollständig aufzuheben, in Deutschland ist diesbezüglich nichts geplant.
Sind 2.000-Watt-Balkonkraftwerke erlaubt?
Ja, 2.000-Watt-Balkonkraftwerke sind erlaubt. Aber ausschließlich unter der Voraussetzung, dass der Wechselrichter auf 800 Voltampere begrenzt ist.
2000 Wp Balkonkraftwerke stellen die aktuelle Maximalleistung dar. Mit dem Solarpaket I, das im Mai 2024 in Kraft trat, wurde die Maximalleistung der Solarmodule auf 2000 Wp beschränkt. Das betrifft weiterhin nicht den Wechselrichter, denn dieser ist auf maximal 800 Watt beschränkt, um die Netzsicherheit zu gewährleisten. Vorher lag dieser Wert bei nur 600 Watt.
Und was bringt mir ein 2000-Watt-Balkonkraftwerk? Auch, wenn der Wechselrichter dann letztlich den Durchsatz einschränkt, kann ein solches stärkeres Kraftwerk Sinn ergeben. Das ist dann der Fall, wenn der Nutzer mit einem Balkonkraftwerksspeicher arbeitet - der wird dann schneller voll. Oder aber bei schlechtem Wetter, hier können mehrere Module für einen höheren Ertrag sorgen.

"Du musst das machen, sonst muss jemand anderes die Konsequenzen dafür tragen!!"
Spätestens nach vier Monaten muss der Netzanbieter den Zähler ausgetauscht haben. Kann er dieser Pflicht nicht innerhalb von vier Monaten nachkommen, muss der Käufer das Balkonkraftwerk außer Betrieb setzen.
(Doof gestellt: Warum sollte ich als Laie überhaupt in der Lage sein zu bewerten ob mein Stromzähler wirklich keine Rücklaufsperre hat?)
Ost-Süd (2x) und Süd-West (2x) Ausrichtung anschaffen mit 2kW Speicher.
die 20 kW PV Anlage auf unserm Haus hat uns überzeug diese Jahr.