Atomfall im Tech-Test: Ein Hauch Fallout, eine Prise Stalker und ein klarer X3D-Showcase
Sie mögen Fallout, Stalker und britischen Humor? Dann dürfte Sie Atomfall interessieren. Das Spiel entführt uns in ein Endzeit-England voller Mysterien und Gefahren, verpackt in knackscharfe, flüssige Grafik. PCGH lädt zum Techniktest mit spannenden CPU- und GPU-Benchmarks.
In diesem Artikel
Atomfall ist eine interessante Genre-Mischung und das bislang ambitionierteste Werk aus dem Hause Rebellion. Das Spiel wirkt, als hätte man Stalker mit Fallout verheiratet und außerdem Atomic Heart sowie Deathloop zur Feier geladen. Der feine Unterschied zu den genannten Spielen: Bei Atomfall wird keine stringente Geschichte erzählt, die einem klaren Ablauf folgt, und das ist auch das größte Alleinstellungsmerkmal. Es lässt uns nach einem kurzen Intro von der Leine, gibt einen vagen Anhaltspunkt, wonach wir fürs Erste suchen könnten, und dann müssen wir komplett auf eigene Faust vorankommen. Mehr zu Atomfall erfahren Sie bei unseren Kollegen der PC Games im Test. PCGH-typisch erwartet Sie jetzt die volle Packung an technischen Details inklusive Prozessor- und Grafikkarten-Benchmarks.
| Minimale Hardware | PCGH-Empfehlung | |
|---|---|---|
| Windows | Windows 10/11 x64 mit Updates | Windows 10/11 x64 mit Updates |
| CPU | Intel Core i5-9400F | Intel Core i5-12400F/AMD Ryzen 5 5600X |
| RAM | 16 GiB RAM | 32 GiB RAM |
| Grafikkarte | Nvidia Geforce RTX 2060 | AMD Radeon RX 7800 XT/Nvidia Geforce RTX 4070 |
| API | DirectX 12 | DirectX 12 |
| Festplatte | 60 GB verfügbarer Speicherplatz | 60 GB verfügbarer Speicherplatz |
Entwickler Rebellion hat nur eine minimale Hardware-Empfehlung für Atomfall herausgegeben. Wir haben daher unsere Benchmarks analysiert und daraus eine "PCGH-Empfehlung" geschneidert, die Ihnen hoffentlich eine bessere Übersicht darüber verschafft, welche Hardware für Atomfall empfehlenswert ist. Wir haben dabei auf ausreichend flüssigen Spielspaß bis in die WQHD-Auflösung gedacht. Für Ausflüge in den Bereich der UHD-Auflösung benötigen Sie eine mächtigere Grafikkarte als die genannte RX 7800 XT oder RTX 4070. Die Anforderungen an den Pixelschubser sind dabei höher als an den Prozessor, wie Sie gleich in den Benchmarks sehen werden.
Atomfall: Technik
Rebellion verwendet für Atomfall eine aufgemöbelte Variante der hauseigenen Asura-Engine. Diesen hochperformanten Spielemotor kennen Sie möglicherweise aus Sniper Elite Resistance oder Zombie Army 4. In Atomfall kommt die bislang fortschrittlichste Iteration zum Einsatz, das Spiel präsentiert sich in unserem Techniktest trotz der weitläufigen Welt hübscher als jedes Sniper Elite und zaubert dennoch glatte, erfreulich niedrige Frametimes auf den Bildschirm. Erwarten Sie jedoch kein Technik-Feuerwerk. Atomfall verfolgt keinen Fotorealismus, sondern ist bunt und ein wenig surreal. Ray- oder gar Pathtracing werden Sie hier vergebens suchen, die Technik ist vergleichsweise rustikal. Dafür läuft das Spiel jedoch auf jeder "Möhre", wie wir sogleich in den Benchmarks demonstrieren.
Das Kernproblem ist, dass der Renderer nach wie vor keine temporale Kantenglättung bietet, sondern nur eine Postfilter-Lösung im Stile von FXAA. Damit wirkt das Spiel wie aus der Zeit gefallen, dürfte mit seinem knackscharfen Look ohne temporale Verrechnungen aber den Nerv einiger Spieler treffen. Grundsätzlich ist das Fehlen von TAA negativ, denn filigrane Objekte wie Vegetation und Zäune flimmern in Bewegung wie eine Ameisenarmee durchs Bild. Gerade in geringen Auflösungen wie Full HD ist das Aliasing omnipräsent und stört damit zweifelsfrei das Gameplay.
Grafikvergleich: Min. vs. Max.
Die einzige Möglichkeit, dem Flimmern einigermaßen Herr zu werden, ist Supersampling. Das Spiel erlaubt es, mit bis zu 200 Prozent der eingestellten Auflösung zu arbeiten, betreibt folglich Ordered Grid Super-Sampling Anti-Aliasing (OG-SSAA) der ganz alten Schule. Mit 150 Prozent wird effektiv jede zweite Pixelkante geglättet, mit 200 Prozent jede einzelne. Unsere Empfehlung lautet, nach Möglichkeit die Treiberfunktionen DSR (Geforce) oder VSR (Radeon) zu verwenden, denn hier wird beim Zusammenrechnen eine etwas bessere Glättung erzielt. Das mit Abstand beste Bild erzielen indes die Geforce-DL-DSR-Modi 1,78× und 2,25×, welche nicht nur weniger flimmern, sondern auch mittels Nachschärfung den Eindruck gesteigerter Details erzeugen. Wer ohne Supersampling spielt, also mit 100 Prozent Auflösung, bekommt durchweg hohe Bildraten zu Gesicht. Der empfehlenswerte SSAA-Holzhammer schlägt jedoch heftig ins Kontor. Wie gut Atomfall wirklich läuft, klären wir auf der folgenden Seite anhand von Grafikkarten der Baujahre 2015 bis 2025.



https://github.com/JakobP...
Die Einrichtung war zumindest für mich ganz schön herausfordernd.
Erst fehlten mir noch diverse Shader Pakete, dann musst in ReShade die DisplayDepth korrekt eingestellt werden.
Danach dann die jeweiligen Pakete, denn deren Einstellungen sind je nach eigener Auflösung usw. anders.
Letztlich sind es dann folgende Pakete in ReShade geworden:
iMMERSE: Launchpad (MartysMods)
iMMERSE: Anti Aliasing (MartysMods)
TFAA
LumaSharpen
Und was soll ich sagen...Hammer!
Hier ein paar Werte mit meiner 4090@2500Mhz.
UHD: 115 fps
UHD + 200% Renderskalierung: 45 fps
DSR 2,25 (6144x3280): 62 fps
UHD + TFAA: 92 fps
Dazu kommt, das TFAA gegenüber den anderen Einstellungen nochmal deutlich die Umgebung beruhigt
und sinnvoll nachgeschärft ein ebenso scharfes Bild liefert.
Mit 200% + TFAA sieht man erstmal, wie genial das Spiel aussehen kann.
Selbst in WQHD bringt TFAA eine enorme Verbesserung gegenüber dem nativen Bild.
Ich bin absolut begeistert.
Leider hat die Sache mehrere Haken:
1.Es gibt einen sichtbaren geometry bump, je nach Einstellung mal mehr mal weniger.
Das bedeutet, das es in einer Art Bugwelle vor euch aussieht, als ob ein Erdbeben den Boden anhebt.
Durch die Art wie ich mich im Spiel umschaue, fällt es mir nicht störend auf, aber das kann bei jedem anders sein.
Ich habe lieber das, als das heftige Flimmern.
2.Die fps gehen wie die Werte zeigen auch mit TFAA deutlich nach unten.
3.Es gibt einen leichten gamma shift in Bewegung auf feinen Strukturen wie den Gräsern in der Entfernung.
Letzterer Punkt mag auch an meinen Einstellungen liegen und lässt sich evtl. noch beheben.
4.Bislang habe ich mit HDR einen überstrahlten Himmel, aber auch noch nichts dagegen unternommen.
Update: Habe das Problem mit AutoHDR per Reshade umgangen.
Hier ein Video von mir, in 4K kann man es "dank" der YT Kompression zumindest erahnen, wenn ich zwischen TFAA und nativ umschalte.
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Im Spiel auf dem eigenen Bildschirm ist der Unterschied gewaltig.
Die Benchmarks sind natürlich trotzdem top.
Und meine 7900XT läuft damit schneller als die 9070XT ...
Hab's heute Mal kurz angespielt (auf Series X und wegen der moderaten HW Anforderungen auch Mal auf meiner Möhre installiert) und es sieht soweit ganz nett aus, der Artstyle gefällt mir soweit auch ganz gut. Aber gegen ein Stalker 2 wirken gerade Texturen (vor allem aus nächster Nähe) und Weitsicht doch stark angestaubt, eher wie sehr später corossgen Titel. Dafür ist die Imagequalität in der Tat aber auch schön scharf, kein zugekleistere mit zig Shader "Unschärfe" Effekte, wie das mittlerweile ja Standard geworden ist und meiner Meinung nach der eigentlich hübschen Grafik dann eher weniger schmeichelt.
Gruß,
Phil
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