Arc gegen Radeon und Geforce: Treiber-Check in sieben Spielen mit 9800X3D & Co.

Dem Intel-Grafiktreiber wird nachgesagt, eine höhere CPU-Last zu erzeugen als die Pendants von AMD und Nvidia. Wir haben anhand von über 600 Messungen ermittelt, was dran ist am "CPU-Overhead" des Grafiktreibers.

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Arc gegen Radeon und Geforce: Treiber-Check in sieben Spielen mit 9800X3D & Co.
Quelle: PCGH

Grafiktreiber sind als Bindeglied zwischen GPU und Anwendungen dafür verantwortlich, die installierte Grafikkarte optimal auszulasten. Ein Problem wird das, wenn ein Treiber seiner Arbeit nur ineffizient nachgeht, also Ressourcen liegen lässt oder gar verschwendet. Befindet man sich dann in einem partiellen CPU-Limit, kann die Framerate in Spielen geringer ausfallen als mit einem effizienteren Treiber. Wir prüfen anhand von sieben Spielen mit fünf verschiedenen CPUs in zwei gängigen Auflösungen, was dran ist am sogenannten CPU-Overhead. Dazu verwenden wir jeweils eine Nvidia Geforce RTX 4060, eine AMD Radeon RX 7600 und eine Intel Arc B580.

Bei den Prozessoren ist das schnellste Pferd im Stall ein AMD Ryzen 7 9800X3D, während wir als langsamste CPU einen Intel Core i5-10400F gewählt haben. Dazwischen setzen wir einen Core i9-10900K sowie einen Core i7-11700K, um auch den Einfluss der PCI-Express-Transferrate in den Test zu integrieren. Die Rocket-Lake-CPU verfügt über PCI-E 4.0, während Comet Lake noch mit 3.0 auskommen muss. Bedenken Sie an dieser Stelle, dass alle drei Grafikkarten im Test nur über acht Lanes angebunden sind. Den i7-11700K können Sie dabei stellvertretend für aktuelle Einsteiger- bis Mittelklasse-CPUs betrachten, etwa einen Ryzen 5 7500F, während die i9-CPU die komplette Bandbreite der Zen-3-Prozessor-Performance abdeckt. Ein Bonus bildet dabei der AMD Ryzen 7 5700X3D.

Intel vs. Nvidia vs. AMD: Grafikkarten im Vergleich mit fünf verschiedenen CPUs

Um die Auswirkungen des Treibers gezielt herauszuarbeiten, setzen wir nicht auf unsere besonders GPU-lastigen Testszenen für Grafikkarten, sondern auf unsere CPU-Testsequenzen. Wir haben als erweiterte Information die erreichte GPU-Auslastung mit angegeben. Fehlt dieser Wert, befand sich dieser Benchmark komplett im CPU-Limit. Zudem sollten Sie auf jene Prozessoren achten, die nur PCI-Express 3.0 unterstützen: Core i5-10400F und Core i9-10900K. Die Benchmarks sind nach dem Testobjekt sortiert, um jeweilige Vergleiche zwischen den einzelnen Grafikkarten zu ermöglichen. Sie können die Liste jedoch auch nach den erreichten Fps sortieren.

Die große Datenmasse verbirgt in der Regel ein Detail: Je höher die Last auf der Intel Arc B580 ausfällt, desto eher kann sie sich von RTX 4060 und RX 7600 absetzen - das hatten wir bereits im regulären Test der B580 herausgearbeitet. Dabei fällt auf, dass jeweils eine mächtigere CPU als bei Radeon und Geforce nötig ist, um die Intel-Grafikkarte auf Trab zu bringen. Somit bestätigt sich die Annahme, dass der Intel-Grafiktreiber einen größeren Overhead erzeugt als der von AMD und Nvidia und somit gegenüber Radeon- und insbesondere Geforce-Grafikkarten eine leistungsfähigere CPU benötigt. Der Einfluss sinkt, je höher die Grafiklast ausfällt.

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    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Horst_Koehler Software-Overclocker(in)
        Zitat von BxBender
        Hi.
        Es wäre schön gewesen, wenn man wirklich passende Prozessoren für die Intel Karte genommen hätte, wie z.B. Ryzen 2000 oder 3000, bei 1000 soll der Leistungsverlust ja riesig sein.
        Ich glaube nicht, dass die Kundschaft von Superduperhauptsachedasbilligstevonallem einen 5700X3D haben wird.
        Es wurde doch ein 10400f genommen.
        DER damalige P/L Prozessor, welcher für viele Weitere steht.
        zB 8700/9900 evtl sogar mit Abstrichen 5775. Und und und.... Damit sind auch R5 3600 oder 2700X ja inkludiert.

        Dave hat aus den letzten 4/5 Jahren den P/L Prozessor und das Maximum genommen. Ich denke das bildet alles ab.

        Mag sein, dass ich gut Reden habe, denn mein Setup für den MM-PC ist ja perfekt abgebildet
      • Von Horst_Koehler Software-Overclocker(in)
        Zitat von BxBender
        Hi.
        Es wäre schön gewesen, wenn man wirklich passende Prozessoren für die Intel Karte genommen hätte, wie z.B. Ryzen 2000 oder 3000, bei 1000 soll der Leistungsverlust ja riesig sein.
        Ich glaube nicht, dass die Kundschaft von Superduperhauptsachedasbilligstevonallem einen 5700X3D haben wird.
        Es wurde doch ein 10400f genommen.
        DER damalige P/L Prozessor, welcher für viele Weitere steht.
        zB 8700/9900 evtl sogar mit Abstrichen 5775. Und und und.... Damit sind auch R5 3600 oder 2700X ja inkludiert.

        Dave hat aus den letzten 4/5 Jahren den P/L Prozessor und das Maximum genommen. Ich denke das bildet alles ab.

        Mag sein, dass ich gut Reden habe, denn mein Setup für den MM-PC ist ja perfekt abgebildet
      • Von Nathenhale Volt-Modder(in)
        Zitat von BxBender
        Hi.
        Es wäre schön gewesen, wenn man wirklich passende Prozessoren für die Intel Karte genommen hätte, wie z.B. Ryzen 2000 oder 3000, bei 1000 soll der Leistungsverlust ja riesig sein.
        Ich glaube nicht, dass die Kundschaft von Superduperhauptsachedasbilligstevonallem einen 5700X3D haben wird.
        Warum nicht ist bzw war eine 180€ CPU passt doch gut zu einer 300€ GPU.
        ein 12400 F ist kommt bis auf 10% auf eine 5700x3d ran und diesen gibt es ab 110€
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Dave
        Und das nächste große Ding. Achtet beim Vergleichen bitte auf das angezeigte GPU-Limit sowie den Unterschied zwischen PCI-E 3.0 und 4.0. Ein zweiter oder sogar dritter Blick offenbart viele interessante Details in den Benchmarks. Viel Spaß beim Stöbern
        Hi.
        Es wäre schön gewesen, wenn man wirklich passende Prozessoren für die Intel Karte genommen hätte, wie z.B. Ryzen 2000 oder 3000, bei 1000 soll der Leistungsverlust ja riesig sein.
        Ich glaube nicht, dass die Kundschaft von Superduperhauptsachedasbilligstevonallem einen 5700X3D haben wird.
      • Von Nathenhale Volt-Modder(in)
        Zitat von meckswell
        Nein, ich weigere mich!

        Nach diesem Test müßte das doch ein Ding der Unmöglichkeit sein.

        Es ist schwer fassbar, aber anscheinend könnte ich mit einem 13600k noch deutlich was aus meiner 6700 XT rausholen. Oder noch etwas weiter übertakten den Coffeelake, aber viel bringt das nicht mehr.
        Naja nur weil man im CPU limit heißt das ja nicht das man nicht Spielen kann.

        Kleinere Settings weniger FOV oder allgemein andere Einstellungen entlasten zwar meist nur bzw besonders die GPU, aber je nach Setting kann auch mal die CPU. Entlastet werden.

        Trotzdem würde ich mir überlegen vlt eine neue CPU anzuschaffen, gerade die 0.1 Lows bzw auch die Frametimes werden mit einer neuen (Schnelleren) CPU glatter.
        Ein 13600k oder auch ein 14600 dürften da ordentlich Performance bringen.
        Alternativ natürlich auch eine AM5 CPU (7600x3d oder auch 7800-9800x3d) je nach budget.
        Bei Intel muss man halt das Bios updaten empfehlet sich bei AMD auch , aber bei Intel ist es ein Muss besonders bei den Großen CPUs-
      • Von BigYundol BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von meckswell
        Nein, ich weigere mich!

        Dieser Test will mir sagen, dass ein 5700X3D die 3 Einsteigerkarten, nicht dauerhaft ins GPU-Limit drückt.

        Desweiteren will er mir sagen, dass man für Einsteigerkarten einen 9800X3D benötigt.

        Und er will mir sagen, dass ein 11700K zu schwach ist für Einsteigerkarten.

        Ich hab einen 8700K mit 6700 XT und kann problemlos Stalker 2 spielen. (QHD, Hoch, TSR UQ 66%).

        Nach diesem Test müßte das doch ein Ding der Unmöglichkeit sein.

        In CapFrameX kriegt man ja die Zeit im GPU-Limit angezeigt, so dass man die Zeit in CPU-Limit ausrechnen kann.
        Ich benchte mal Zalissja, da war ich in QHD 34% im GPU-Limit, also über die Zeit des Benches gesehen. D.h. ich war zu 66% der Zeit im CPU-Limit.

        Es ist schwer fassbar, aber anscheinend könnte ich mit einem 13600k noch deutlich was aus meiner 6700 XT rausholen. Oder noch etwas weiter übertakten den Coffeelake, aber viel bringt das nicht mehr.
        Mein Kumpel mit einer Radeon RX 570 8GB merkte den Sprung vom Ryzen 1700X auf den Ryzen 5800X3D auch sehr stark. Man kriegt halt die Min.-FPS nach oben gedrückt, und das spürt man schnell mal.
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