Intel Core 12000: Kleinere i5- und i3-Modelle meist schneller als die Ryzen-Konkurrenz
Im Chiphell-Forum wurden Benchmarks zu den Intel-Prozessoren Core i5-12400, Core i3-12300 und Core i3-12100 veröffentlicht. Demnach kann Intel mit Alder Lake die günstigeren Ryzen-5000-Prozessoren im überholen. Auch bei der Effizienz sieht es gut aus.
Am 4. November hat Intel die ersten Alder-Lake-Prozessoren vorgestellt und damit das eigene Angebot für High-End-Nutzer aktualisiert. Die günstigeren i5- und alle i3-Modelle aus der neuen Generation fehlen bislang aber, unterhalb des Core i5-12600K muss man deshalb noch zur alten Rocket-Lake-Generation greifen. Das dürfte sich aber bald ändern, und zudem sollen neuen Modelle angeblich AMD in Bedrängnis bringen. Dafür sprechen zumindest Benchmark-Daten, die schon jetzt im chinesischen Chiphell-Forum veröffentlicht wurden.
Schneller und teils effizienter
In den zwei getrennt veröffentlichten Benchmarks wurden die Alder-Lake-Prozessoren Core i3-12300, Core i3-12100 und Core i5-12400 getestet. Als Konkurrenzprodukte dienten dabei die AMD-Prozessoren Ryzen 3 3100, Ryzen 3 Pro 4350G, Ryzen 3 Pro 5350G, Ryzen 5 5600G und Ryzen 5 5600X. Diese verfügen wie die Intel-Modelle über 4 beziehungsweise 6 Kerne und doppelt so viele Threads.
| CPU | Kerne / Threads | Takt | Architektur | Fertigung |
|---|---|---|---|---|
| Intel Core i5-12400 | 6/12 | 2,5 / 4,4 GHz | Golden Cove | 10 nm |
| Intel Core i3-12300 | 4/8 | 2,5 / 4,4 GHz | Golden Cove | 10 nm |
| Intel Core i3-12100 | 4/8 | 3,3 / 4,3 GHz | Golden Cove | 10 nm |
| Ryzen 5 5600G | 6/12 | 3,9 / 4,4 GHz | Zen 3 | 7 nm |
| Ryzen 5 5600X | 6/12 | 3,7 / 4,6 GHz | Zen 3 | 7 nm |
| Ryzen 3 3100 | 4/8 | 3,6 / 3,9 GHz | Zen 2 | 7 nm |
| Ryzen 3 Pro 4350G | 4/8 | 3,8 / 4,0 GHz | Zen 2 | 7 nm |
| Ryzen 3 Pro 5350G | 4/8 | 4,0 / 4,2 GHz | Zen 3 | 7 nm |
Getestet wurden die Prozessoren unter anderem im 3DMark Time Spy Extreme, in Cinebench R23 und in CS:GO. Der Core i5-12400 liegt dabei grob auf Augenhöhe mit dem schnellsten getesteten AMD-Prozessor, dem Ryzen 5 5600X. Bis auf in CS:GO geht das Rennen aber durchweg an Intel, und auch in dem Spiel kann sich der Ryzen-Prozessor nur sehr knapp vor Intels Alder-Lake-Modell setzen. Laut AIDA verbraucht der Core i5-12400 dabei nur 73 bis 79 Watt, wohingegen sich der Ryzen 5 5600X mit 113 Watt deutlich mehr genehmigt.
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Deutlich größer sind die Leistungsunterschiede hingegen bei den getesteten i3-Prozessoren. Gegenüber dem AMD Ryzen 3 Pro 5350G liegen diese durchweg vorne. Im Multicore-Benchmark von Cinebench R23 ist der Core i3-12300 beispielsweise 24 Prozent schneller als das AMD-Modell, und auch in CS:GO sind es noch knapp 20 Prozent. Dafür benötigen die Intel-Prozessoren aber auch mehr Energie: In AIDA kommt der i3-12300 auf 64 Watt, wohingegen es beim Ryzen 3 Pro 5350G nur 53 Watt sind.
Sofern die Leistungsdaten aus dem Chiphell-Forum korrekt sind, bekommen AMDs aktuellen Prozessoren bald also auch im niedrigeren Preisbereich wieder echte Konkurrenz aus dem Hause Intel. Wie üblich sollte man für eine eindeutig Einschätzung aber zuerst auf die offiziellen Benchmarks der Prozessoren warten. Darüber hinaus wird AMD einen potentiellen Rückstand wohl nicht allzu lange auf sich sitzen lasen. In Form der Ryzen-Prozessoren mit 3D-V-Cache ist bereits ein CPU-Upgrade in Arbeit, um gegenüber Intels Alder Lake besser dazustehen.
Quelle: Chiphell (Core i5) / Chiphell (Core i3) via Wccftech

Ich habe mich jüngst genau darum gekümmert, da ich den 10700 noch gar nicht so lange habe. Mir war ja bewußt, daß ich mich verbrauchstechnisch von einem 4670 kommend auf den 8Kerner verschlechtere. Ist aber alles halb so wild.
Igor(slab) hatte kürzlich in einem Bericht zu einem emulierten 12400 auch Werte der Leistungsaufnahmen diverser Prozessoren gepostet, die sich je nach Spiel zwischen ~50w (5600x) und 125w einpendelten (5950x oder 11900k). Jeder mit einem etwas "normalerem" Modell wie meinem 10700 wird sich bei rund 100w wiederfinden. Ich wahrscheinlich noch darunter, da immer auf 60fps begrenzt, Kerne langweilen sich alle vor sich hin, trotz aller Einschränkungen im Bios. Das soll nicht heißen, daß es nicht ein gewaltiger Unterschied ist, ob 50 oder 100 Watt (objektiv ist das aus rationalen Gesichtspunkten ein Schlag in die Fresse für Intel). Aber ich hab's für mich als Intel-only-User (mein letzter AMD war ein Barton aus 2002 oder so) derart begründet, das es bei soundsovielen Spielstunden im Jahr vielleicht 30€ Unterschied sind. 5 Schachteln Kippen, 2x Kino, einmal halb voll tanken, es war mir wurscht.
Aber auch, weil der eigentliche Fresser ganz woanders hockt, nämlich als Graka senkrecht in einem Slot. Hier sind 400w Leistungsaufnahme bei den Spitzenmodellen auch nicht mehr weit weg, keine Ahnung, ob die 3090 das schon "geschafft" hat.
Unter'm Strich: Für deine Ansprüche da, Diablo, Briefmarken-Auflösung, im Grunde würde ich dir raten, kauf' dir egal was, Hauptsache, das Spiel läuft vernünftig. Für euer Anwendungsgebiet liest es sich eben so, als würde die Kiste eh dermaßen selten in Betrieb sein, daß es egal ob CPU 1 oder 2 eh kaum zu einem Unterschied größer 10€ pro Jahr kommen würde.
Aber zum Thema: für mich sind die "kleinen" CPUs alleine schon deswegen interessant, weil sie eben eine gute Alltagsleistung ab Werk liefern OHNE Hunderte von Watt rauszuballern. So ein 12400er oder 5600X der von mir manuell im UEFI auf 60W max eingebremst wird wäre ein super (Silent-)Upgrade für die Möhre meiner Frau. Da gehts nicht um die letzten 10% Performance und die zählt auch nicht die fps wenn ab und zu mal ne Runde Diablo (Resurrected) gespielt wird - der aktuelle 6600K ist im Vergleich zu den hier diskutierten CPUs trotz der ein oder anderen "Optimierung" eine Leistungskartoffel aber selbst der reicht noch für alles was gemacht werden soll aus (weswegen er ja auch noch nicht ersetzt wurde...).
Mal sehen wie lange die Kiste noch (schnell genug) läuft. Vielleicht wirds auch am Ende erst ein Ryzen 7600X oder ein i5-13600 oder sowas - nur eben im Betriebspunkt "effizient" bitte, Performance ist, man mag es kaum glauben, nebensächlich.