AMD Ryzen 3: Asus nennt R3 1200 mit vier Zen-Kernen
Asus nennt den bislang unveröffentlichten Ryzen 3 1200 in der CPU-Support-Liste des ROG Crosshair VI Hero (Wi-Fi AC). Es handelt sich um die bislang kleinste Ryzen-CPU mit vier Rechenkernen und vermutlich deaktiviertem SMT. Für den Einsteigerbereich sieht AMD einen vergleichsweise geringen Basistakt von 3,1 GHz und 8 MiByte L3-Cache vor.
Nachdem Asrock den Ryzen 3 1200 bereits Anfang April in einer CPU-Support-Liste genannt hat, ist jetzt Asus dran. Die gleiche CPU steht in der Liste der unterstützten CPUs vom ROG Crosshair VI Hero sowie der neuen W-Fi-AC-Ausführung, Asus' Topmodelle für den Sockel AM4. Die Platinen an sich sind identisch, bei der Neuauflage bestückt der Hersteller lediglich den bislang ungenutzten Hochkant-M.2-E-Key-Slot unter der Blende mit einer WLAN-Steckkarte und nutzt die Aussparung an der I/O-Blende für die zwei Antennen. Beide Mainboards haben als einzige BIOS-Versionen vom Mai, die Unterstützung war im April offenbar noch nicht vorgesehen.
Im Vergleich zu Asrock nennt Asus noch weitere Spezifikationen. Bekannt ist, dass der Ryzen 3 1200 mit vier Kernen daherkommt. Ob bei den Ryzen-3-Modellen SMT aktiviert ist, gibt auch Asus nicht an, erscheint zur Produktdifferenzierung und in Anbetracht älterer Leaks aber unwahrscheinlich. Ebenfalls bekannt ist der Basistakt von 3,1 GHz, ein Boost wird nicht genannt. Neu ist die wenig überraschende Angabe von 8 MiByte L3-Cache und der Chiprevision B1, wie sie auch die großen Brüder einsetzen. Die Ryzen-3-CPUs dürften auf den gleichen Zeppelin-Die setzen, den AMD zur Resteverwertung zur Hälfte deaktiviert. All jene Chips, die einen Defekt in einem Kern oder im Cache haben beziehungsweise sich nicht gut genug takten lassen, kann AMD so trotzdem noch zu Geld machen.
Die Vorbereitungen zur Veröffentlichung laufen im Hintergrund offensichtlich schon, wenn Mainboard-Hersteller die Unterstützung im Rahmen von BIOS-Updates nennen. AMD gibt offiziell eine Markteinführung im Laufe des zweiten Halbjahres an. Dort stehen auch die Ryzen-APUs mit Codenamen Raven Ridge an, die neben vier Zen-Kernen eine 11 CU starke Vega-iGPU nutzen sollen. Theoretisch könnte AMD auch damit Vierkern-CPUs mit deaktivierter Grafikeinheit anbieten.
Da die Latenzen bereits nach 4mb L3 Nutzung nach oben schnellen, wird das wohl weniger an der Infinity Fabric liegen, sondern an den spärlichen 2x 4mb L3 Cache.
Die einfach limitieren.
Wieso kann man die Spannung nicht vergleichen, wenn nicht jetzt wann dann, welche Generationen kann man dann überhaupt noch vergleichen, sorry aber da bewegen wir uns eher in Richtung Wunschdenken, ich behaupte gleich mal das die Intel mehr Spannung mitmachen.
!Es gingt um den R5 1400 gegen den i5 7400!
Da kleine Prozesse in der Regel weniger Spannung aushalten (und natürlich auch brauchen) ist das kein Wunschdenken.
Neben der Übertaktungsmöglichkeit ist das durchaus auch ein Grund für eine Empfehlung.
Bei Intel muss ich dafür den teureren i7 kaufen.
Ich verstehe aber was du meinst, in diesem Bereich bewegen sich die CPUs eher auf Augenhöhe, 8 Threads und OC Fähigkeit stehen gegen etwas mehr Single Thread Leistung Stock.
Da kann man auch nach Geschmack entscheiden und macht nichts falsch.
Fakt ist ebenfalls, dass sich Spannungen zwischen Architekturen nie wirklich vergleichen lassen. Mein Athlon 5350 im Home-Server hat eine Standard-Spannung von 1.3V und nen Standard-Takt von 2050 MHz bei 28nm-Fertigung, mein Kaveri-Notebook benötigt für 2100 MHz lediglich 0.875V bei ebenfalls 28nm-Fertigung. Der Unterschied: Jaguar ist ein Low Latency-Design und die brauchen zwangsläufig deutlich mehr Spannung für ihren Takt, weil die Spannung die Schaltgeschwindigkeit der Transistoren beeinflusst.
Auf der anderen Seite würde ich mich auch schwer tun, irgendjemandem nen R5-Quadcore aufzuschwatzen - die Dinger haben gegenüber den i5-CPUs keinen wirklich herausstechenden Vorteil, sind in Spielen tendentiell langsamer, kosten aber fast das gleiche. Wenn man wirklich deutlich mehr Arbeitsleistung will, muss es schon ein Sechskerner sein, und bei Spielen ist in 85% aller Fälle eigentlich egal, da mit solchen CPUs kaum jemand permanent im CPU-Limit spielen wird, und die restlichen 15% sind größtenteils Technik-Wracks wie Arma 3 ohne nennenswerte Kernskalierung, die auf Intel in der Regel besser laufen. Nachdem sich der R5-Hype etwas gelegt hat, weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob ein i5 für reine Spiele-Kisten nicht doch die bessere und zukunftssicherere Wahl wäre.
Was Ryzen 3 und Raven Ridge angeht, bin ich am ehesten gespannt, was AMD dem Pentium G4560 entgegenstellen will, der ist im Moment auch im eigenen Hause recht konkurrenzlos als Low Budget-CPU.
Diese Riegel laufen auch heute zumeist schon vollkommen stabil.
Bei AMD sind wenigstens die Boxed Kühler wirklich brauchbar, in Zusammenhang mit den verlöteten HS ist da i.d.R. gar kein extra Kühler fürs OC nötig.
Die Intel Kisten kochen ja schon bei Stock und trotz guten Kühlern.
Die Grenze der Ryzen liegt i.d.R. irgendwo zwischen 3,8Ghz und 4,0Ghz, manche wenige schaffen auch 4,1Ghz. (Mehr dann i.d.R. nur mit extremen Spannungen und Kühlung)
3,8 sind dabei immer mit 1,2-1,3V locker drin, ausgehend vom R5 1400 wären das knapp 20% mehr Takt, bei den meisten Boards muss man ausser dem Multi dazu gar nichts einstellen.
Die Sweet-Spot CPUs sind daher der 1400, 1600 und 1700. Diese bieten für niedrigen Preis ein hohes OC Potential und kommen locker auf das Niveau der Top CPUs.
Die Spreu vom Weizen trennt sich in den letzten 100-200Mhz, die interessieren aber in der Praxis kaum noch, 600Mhz (800 beim 1700) trau ich den allen ganz easy zu.
Bei Intel kann man häufig nur die richtig teuren und schnellen CPUs übertakten, also z.B. einen 7700K, bei dem es sich kaum lohnt da es Stock schon fast an der Kotzgrenze läuft und für einen 4-Kerner sackteuer ist.
!Es gingt um den R5 1400 gegen den i5 7400!
Du kannst die Spannungen nie 1:1 vergleichen da immer unterschiedliche Architekturen und Prozesse dahinter stehen.
Grüße
Alexander