AMD Epyc: Experten glauben, dass AMD Server-Marktanteil verdoppeln kann

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Quelle: AMD

Berichten nach hat AMD im Zusammenhang mit der neuen Epyc-Generation zahlreiche Bestellungen erhalten. Damit stünden die Chancen gut, dass die Amerikaner ihren Marktanteil bis Ende kommenden Jahres auf Kosten Intels verdoppeln.

Wie der Branchendienst Digitimes berichtet, wird AMD seine Bedeutung im Server-Markt bis Ende kommenden Jahres deutlich ausbauen können. Mehrere große IT-Firmen, darunter Dell, IBM und Nokia, hätten zuletzt Prozessoren der zweiten Epyc-Generation bestellt. Nun stünden die Chancen gut, dass AMD seinen Marktanteil bis Ende kommenden Jahres auf über zehn Prozent steigert.

Aktuell erreicht AMD nur einen Marktanteil von etwas über fünf Prozent. Treffen die Prognosen zu, würde der Konzern seinen Marktanteil also mindestens verdoppeln. Der Optimismus der Experten beruht vor allem auf dem Preis-Leistungs-Verhältnis der Chips. Die bei TSMC im 7-nm-Prozess vom Band laufenden Epyc-Prozessoren schlagen nur mit knapp 500 bis 6.950 US-Dollar zu Buche, was deutlich unter vergleichbaren Intel-Chips liegt.

Firmen setzen auf Epyc

Erst kürzlich wurde bekannt, dass Dell EMC fünf neue Poweredge-Server mit Epyc-Prozessoren bestellt hat. Außerdem soll die neue Epyc-Serie auch von der französischen Supercomputing-Organisation Genci, dem finnischen IT Center for Science (CSC) sowie dem norwegischen Uninett genutzt werden. Auch IBM, Microsoft und Nokia seien wichtige Partner der Amerikaner.

Ebenfalls interessant: AMD Epyc vorgestellt, mit 64 Kernen und Zen 2 gegen Intel: die ersten Tests

Zuletzt hatte AMD den Epyc 7H12 vorgestellt. Es handelt sich dabei um einen speziellen, per Flüssigkeitskühlung auf Temperatur gehaltenen 64-Kerner, der erst einmal nur wenigen Partnern zur Verfügung stehen soll. Mit 280 Watt (statt bisher 225) fällt die Verlustleistung vergleichsweise hoch aus, dafür taktet er allerdings auch mit 2,6 bis 3,3 GHz und nicht länger mit 2,25 bis 3,4 GHz wie der Epyc 7742.

Quelle: Digitimes

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    • Kommentare (26)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Duvar Kokü-Junkie (m/w)
      • Von bofferbrauer Volt-Modder(in)
        Ehrlich gesagt, wenn AMD mit der ersten Epyc, welcher nur etwa auf Augenhöhe mit Intels Serverangebot war, in 2 Jahren 5% erreichen konnte, dann sind die weiteren 5% mit Rome, welcher Intels Serverchips quasi in allen Bereichen entscheidend schlägt, wohl quasi schon gegeben. Server wechseln langsamer, aber sie haben ja 5-6 Quartale (je nachdem, ob man das auslaufende Quartal mitrechnen will oder nicht) dazu Zeit, mit zuletzt Wachstumsraten von über 1% pro Quartal...

        Zitat von Oldtekkno
        Intel geht seit 2018 davon aus, dass amd einen Marktanteil im Serverbereich von bis zu 20% erreichen kann.

        Intel-CEO: AMDs Marktanteil bei Servern unter 15–20 Prozent stoppen - ComputerBase
        Das geht noch weiter zurück. Krzanich wurde wurde ja gefeuert, kurz nachdem er verlauten ließ, dass ein Risiko dazu bestehe, dass AMD bis 20% Marktanteil bei den Server erreichen könnte - was die Investoren natürlich eher abschreckte. Die Beziehung am Arbeitsplatz roch ja von Anfang an eher als Entschuldigung, um ihn los zu werden.

        Zitat von Chatstar
        Formsache, denke es ist sogar noch mehr drin!
        Der Opteron schaffte damals um die 20%. Ich denke 2022 oder 2023 könnte jene Marke erreicht werden.

        Worauf ich ehrlich gesagt mehr gespannt bin, sind die nächsten TOP 500 Listen mit den jeweils 500 stärksten Servern. Ich denke, dass sich Epyc da zukünftig schön breit machen wird.
      • Von SilentHunter Software-Overclocker(in)
        Zitat von gerX7a
        Aber "Intel zerstören" (oder ähnlichen Quatsch) werden sie zweifelsfrei in den nächsten 10 Jahren nicht.
        Da hast du sicherlich recht. Weltmarktführende Firmen werden in der Regel wenn dann meist von innen heraus zu Fall gebracht. Falsche Entscheidungen gepaart mit Ignoranz und Überheblichkeit um nur einige Gründe zu nennen. Gute Bsp. aus den letzten 30 Jahre wären z.B. Nokia und Kodak auch 3dfx kann man hier sicher erwähnen. Intels Vorteil bei x86 Cpus liegt hier sicher auch am kleineren Pool an Firmen im selben Markt. Nokia ist wohl ein Paradebeispiel wie schnell es bei einer grossen Zahl an Mitbewerbern gehen kann.
      • Von troppa Software-Overclocker(in)
        Also ich denke mal die 10 % für 2020 sollten definitiv drin sein, wenn AMD denn liefern kann... Momentan gehe ich davon aus, dass AMD noch min. bis 2022 sehr kompetitiv im Serversegment sein wird und daher denke ich, dass Intel AMD keinesfalls bei 20 % stoppen kann und das AMDs Anteil am Servergeschäft bis dahin erstmals 25 % vlt. sogar 35 % übersteigen kann. Wie auch immer, sehr beeindruckend, wenn man bedenkt, dass AMD 2016 nur noch unter 0,5% Marktanteil im Serverbereich hatte und nun schon bei 5% angelangt ist...
      • Von takan BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Dragonskull
        Ich glaube du machst da einen Denkfehler. Wenn man im Serverbereich vom Preis-Leistungsverhältnis redet, meint man in aller Regel den Preis über die gesamte Laufzeit. Also genau inklusive der von dir beschriebenen Effekte (Kühlung, Platz, Strombedarf usw.).
        Der Anschaffungspreis ist da nur eine Komponente von vielen.
        wenn es viele server sind für viel workload. da kann intel hat nicht mithalten bzw. konkurenzfähig bleiben. was nützt wenn der singlecore "etwas" besser ist bei 1-2 threads aber die teile 100% fullload haben für gut optmierte anwendungen. dann der preis für platinum xeons. wenn man nicht gerade optane/nv-dimms nutzen möcht oder eine einzige workstation hat bleiben wenig argumente für intel noch.
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