Epyc vs. Skylake-SP: AMD reagierte schon im Vorfeld auf die "zusammengeklebten Desktop-CPUs" [Update]
Schon auf seinem Tech-Day Ende Juni ging AMD auf die "Theorie" ein, dass Epyc-Prozessoren "zusammengeklebte Desktop-CPUs" seien. Es handle sich vielmehr um ein komplexes Konstrukt mit vielen Server-Features, wobei der Infinity Fabric die Umsetzung von Moore's Law darstelle. Ein monolithischer Siliziumchip wäre zu teuer gewesen.
Update vom 12.08.17:
Zur Veröffentlichung von Ryzen Threadripper bekräftigte AMD noch einmal, dass die erste Zen-Generation als "schneller Prozessor für Server" gedacht war. Man habe bei der Entwicklung dementsprechend mit einem Server-Design angefangen, den Chip letztendlich geteilt und erst dann daraus das Produktportfolio für das Desktop-Segment gebaut.
Originalartikel vom 17.07.17:
Zur Veröffentlichung der Skylake-SP-Familie mit den Xeon-CPUs für den Server-Markt hat Intel ausgiebig gegen AMDs Epyc gewettert. Die Quintessenz: Naples, so der Codename der Epyc-7000-Serie, stelle vier zusammengeklebte Desktop-Dies dar. Genau zu dieser These hat sich AMDs Corporate Vice President und General Manager der Enterprise-Gruppe, Scott Aylor, schon im Vorfeld auf dem Epyc-Techday Ende Juni geäußert. Die Aufnahme hat AMD kürzlich auf Youtube hochgeladen (ab 6:53, via wccftech.com).
"Es gibt Theorien, dass Epyc nur vier zusammengeklebte Desktop-Prozessoren darstelle", heißt es. Ob AMD nur einen Bericht von barrons.com gelesen, von Intels Präsentation Wind bekommen oder sich auf dem nicht ganz ernst gemeinten Subreddit /r/AyyMD umgesehen hat, werden wir wohl niemals erfahren. Die Antwort auf Intels Vorwürfe erscheint jedenfalls reif: "Wenn Sie sich die Präsentationen [zu Epyc] ansehen [...], über die Speichergrößen und -funktionen im Die [...], die Sicherheitserweiterungen darin [...], die Überprovisionierung von Speicherbandbreite zwischen den Geräten [...], stellen Sie hoffentlich fest, dass dies kein zusammengeklebter Desktop-Prozessor ist" - Ryzen stelle im Umkehrschluss vielmehr eine abgespeckte Server-CPU dar.
"Hätten wir einen monolithischen Prozessor bauen können? Absolut!", führt Aylor aus. Allerdings hätte das Nachteile mit sich gebracht: Der Die wäre zu groß geworden und dadurch zu schwierig zu fertigen gewesen. "Das war die richtige Entscheidung. Das ist Moore's Law, was wir mit dem Infinity-Fabric gemacht haben". Nicht zu vergessen: Mit dem Zeppelin-Die konnte AMD mit einem vergleichsweise winzigen Budget in kürzester Zeit das komplette CPU-Portfolio von Desktop-Vierkernern bis zu Server-32-Kernern abdecken.

Anders kann man sich dieses Kindergarten Marketing nicht mehr erklären..
gRU?; cAPS
Warum dann nicht ECC offiziell für die Desktop CPUs mit freigegeben?
Anders kann man sich dieses Kindergarten Marketing nicht mehr erklären..
Ich glaube Intel feuert gegen AMD weil Moore`S Law langsam den Bach runtergeht
Anders kann man sich dieses Kindergarten Marketing nicht mehr erklären..
Was "Produktiv" ist entscheidet der Nutzer. Ab dem Moment wo Geld damit verdient oder verbrannt werden kann - sei es gewerblich oder in Forschung, Lehre und Entwicklung - kann man guten Gewissens davon sprechen.
Egal ob das Einpersonen-ContentCreator oder Server für X Nutzer. Wenn's nicht läuft, sind die davon Abhängigen eben nicht mehr produktiv.
Ab dem Moment wo sinnfreie LED-Beleuchtung verbaut wird, darf man übrigens daran zweifeln das "Produktivität" bei der Produktentwicklung im Vordergrund steht. Das kann man zum Beispiel daran sehen, dass man für dasselbe Geld was ein Highend-BlinkeBlinke-Threadripper-Board von Asus kostet, ein Dual-Socket-Mainboard von Supermicro für den EPYC bekommt. Und dann wüsste ich auch, was mir kaufen wollte, wenn EPYCs denn nur lieferbar wären...und da würde mir auch ein Single-Socket EPYC locker reichen.