AMD Radeon Pro 5600M: Navi mit HBM2-Speicher, Aufpreis von fast 900 Euro

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AMD Radeon Pro 5600M: Navi mit HBM2-Speicher im MacBook Pro (1)
Quelle: AMD

Über das MacBook Pro hat AMD eine neue GPU aus der RDNA-Familie vorgestellt. Die AMD Radeon Pro 5600M setzt erstmals auf einen Navi-12-Chip und, bemerkenswerterweise, auf HBM2-Speicher. Mit 40 Compute-Units erinnert sie an den Navi-10-Chip der Radeon RX 5700 XT.

40 Compute Units auf Basis der RDNA-Architektur klingen nicht gerade wie eine Neuankündigung. Die Radeon RX 5700 XT wartet mit dieser Konfiguration bereits seit vergangenem Sommer auf, allerdings dient ihr Navi 10 als technisches Fundament. Bis Navi 14, wie er in der Radeon RX 5500 XT zum Einsatz kommt, klaffte in der Nomenklatur der RDNA-Grafikprozessoren bisher eine größere Lücke. Nun hat AMD überraschend Navi 12 vorgestellt. Mit 40 Compute-Units und 8 GiByte HBM2-Speicher - als Radeon Pro 5600M exklusiv für das MacBook Pro.

Das Speicherinterface des Pixelbeschleunigers ist 2.048 Bit breit und wird über zwei Speicherstacks realisiert. Mit einer Speicherbandbreite von 394 GB/s ist der Neuling der Radeon RX 5700 XT, die auf 448 GByte/s kommt, also auch in dem Punkt auf den Fersen. Zum Vergleich: Die Radeon Pro 5500M (Navi 14) erreicht lediglich 192 GB/s. AMD taktet die 2.560 Shader-Einheiten der Radeon Pro 5600M mit 1.035 MHz und den HBM-Speicher mit 770 MHz. Bei einer theoretischen FP32-Rechenleistung von 5,3 Teraflops kommt sie laut Hersteller auf eine TGP (Total Graphics Power) von 50 Watt.

Aufschlag von fast 900 Euro

Die Leistungsaufnahme entspricht damit der ebenfalls von Apple im MacBook Pro eingesetzten Radeon Pro 5500M. Der dazu genutzte Navi-14-Chip wirft aber lediglich 1.535 Shader-Einheiten in die Waagschale, nebst 3.000 MHz flottem GDDR6-Speicher. Die mit derselben Zahl Recheneinheiten wie die Radeon Pro 5600M bestückte Radeon RX 5700 XT wandelt 225 Watt elektrische Energie in Wärme und Pixel um - boostet offiziell aber auf bis zu 1.905 MHz; Custom-Designs und die Anniversary Edition auch höher.

Welchen Anteil der HBM2-Speicher an der geringen Leistungsaufnahme der AMD Radeon Pro 5600M hat, kann man nur mutmaßen. Als weiterer Vorteil von High Bandwidth Memory gilt dessen Platzbedarf, da man ihn direkt neben der GPU im Interposer unterbringt. Man kann ihn allerdings nicht nach Belieben mit der GPU koppeln, sondern muss die Grafikchips eigens dafür auslegen. Außerdem ist die Umsetzung aufwendiger - und das führt zu höheren Kosten in der Herstellung.

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Die 16 Zoll große Variante des Apple MacBook Pro kann man ab sofort mit einer Radeon Pro 5600M ordern. Entscheidet man sich für dieses Modell, beträgt der Aufpreis 875 Euro. Es ist aktuell unklar, ob die GPU den Weg auch in andere Notebooks findet. Die Radeon Pro 5600M, nicht zu verwechseln mit der Radeon RX 5600M, wäre nicht der erste Chip, den AMD exklusiv für Apple fertigt.

Quelle: AMD, Apple

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    • Kommentare (55)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat
        HBM selbst braucht sogar mehr Platz
        Das ist nachweislich falsch, als Beleg reicht JEDES Chipdesign welches HBM nutzt!
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat
        HBM selbst braucht sogar mehr Platz
        Das ist nachweislich falsch, als Beleg reicht JEDES Chipdesign welches HBM nutzt!
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        Ich bin nur kurz in die Diskussion eingestiegen und hab jemandem geantwortet.

        Da ging es nur um den Vergleich zwischen HBM und GDDR und zwar beim Interface.

        Weder ums Packaging noch um CPUs.

        Und wenn er mit Takt kommt, ist die Transferrate nunmal die geeignetere Baseline.

        Danke.
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        Und nachts ist es draußen dunkel.

        Bei GDDR gibts Mehrtakt für umsonst?

        Davon ab, das Vergleichskriterium ist die Speichertransferrate!!
        Bei HBM durch ein breiteres Interface, welches niedrig taktet. Daher die geringere Leistungsaufnahme. Dazu der geringere physische Platzbedarf.

        Also was du als rückständig bezeichnet hast sind gerade die Vorteile von HBM.
      • Von Lichtspieler2000
        Zitat von DARPA
        Verbreiterung des Interface und Senkung der effektiven Taktrate wurde bewusst gemacht, das sind Vorteile und bedingen weitere.
        Joa und steigerst du die Taktraten steigt der Stromverbrauch rapide an.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Ein HBM-PHY ist ja eh nur viel kleiner als ein GDDR-PHY, also genau das Gegenteil von aufgebläht, Mister Schaffe!

        Das mit dem Strombedarf hast du auch wieder frei erfunden, aber weil du immer so extremst übertreibt erkennt eh immer gleich jeder wer du bist
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