AMD Financial Analyst Day 2020: RDNA2/Navi 2X mit Raytracing, Zen 3 und mehr Ende 2020

Zen 3, Zen 4, Big Navi, RDNA2, PS5, Xbox Series X: Nachdem AMD zuletzt vor drei Jahren einen großen Financial Analyst Day abgehalten hat, dürfte der heutige 5.3. in die Geschichtsbücher eingehen. Nicht nur wegen der fünf Stunden, die AMD für die Präsentationen vorgesehen hat, sondern auch wegen der möglichen Themen.

102
News David Krausbauer Raffael Vötter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
AMD Financial Analyst Day 2020: RDNA2/Navi 2X mit Raytracing, Zen 3 und mehr Ende 2020
Quelle: AMD

Willkommen, liebe PCGH-Leser! Dave und Raff sagen guten Abend. Wir initiieren hiermit den Live-Ticker und halten Sie während der Veranstaltung auf dem Laufenden. Sollte sich was Spannendes tun, werden Sie es hier nachlesen können. Dafür wird dieser Artikel immer wieder aktualisiert. Wir warten nun gespannt auf den Beginn der Vorstellung.

01:10 Uhr: Wir erwarten keine weiteren, für uns, wichtigen Informationen. Am 06.03.20 wird es noch einmal eine Zusammenfassung geben, mit allen relevanten Informationen. Vielen Dank an alle Leser. Wir verabschieden uns für heute, und wünschen eine gute Nacht. Dave & Raff

00:53 Uhr: Nach sehr vielen, sehr trockenen Informationen zu den Finanzen von AMD, ist Lisa Su zurück. Wir hoffen immer noch darauf, etwas Handfestes zu sehen. Jetzt wird erstmal das Q & A eröffnet.

00:36 Uhr: AMD geht genauer auf seine Datacenter-GPU-Roadmap ein. Die erste HPC-GPU auf Basis der neuen CDNA-Architektur mit 7-nm-Fertigung soll "later this year" erscheinen. Außerdem kündigt AMD direkt CDNA2 auf Basis verbesserter Fertigung an, selbstverständlich mit einem Veröffentlichungstermin viel weiter in der Zukunft. Leistungsfaktor 10 auf Systemlevel steht im Raum - was auch immer das genau bedeuten soll.
AMDs Datacenter GPU Roadmap: CDNA & CDNA2 Quelle: AMD AMDs Datacenter GPU Roadmap: CDNA & CDNA2 00:29 Uhr: AMD hat Großes im Datacenter-Bereich vor. Die Roadmap steht, die Execution ist im Plan. AMD gibt erneut einen Ausblick auf Zen 4 im Datacenter-Segment, Codename "Genoa". Gefertigt wird das Transistormonster in Zukunft mithilfe eines 5-nm-Prozesses. Nun geht es um GPUs - immer noch für das HPC-Segment und rund um Machine Intelligence, aber möglicherweise lässt Norrod ein paar Informationen darüber hinaus fallen.
AMDs Datacenter CPU Roadmap ink. Zen 4 Quelle: AMD AMDs Datacenter CPU Roadmap ink. Zen 4 00:10 Uhr: Die Show muss weitergehen. Forrest Norrod betritt die Bühne. Es geht jetzt erstmal um Data Center. Wir warten ab und nippen an unserem Tee. Forrest Norrod ist Senior Vice President und General Manager der Datacenter and Embedded Solutions Business Group bei AMD. In dieser Rolle ist er für alle Aspekte der Strategie, Geschäftsführung, Technik und Vertrieb für das AMD Datacenter und Embedded Produkte zuständig. Herr Norrod kann auf mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Technologiebranche zurückblicken, wo er verschiedene Positionen im ingenieurwissenschaftlichen Bereich und der Geschäftsführung sowohl auf Chip- als auch auf Systemebene innehatte.

23:45 Uhr: Jetzt offiziell, wenn auch erwartet: Die neue GPU-Roadmap sieht die Chipserie "Navi 2X" für "end of this year" (Ende des Jahres) vor. Neue GPUs mit RDNA2-Errungenschaften für Ultra-HD-Gaming und Raytracing kommen - aber warum so spät? Es folgt eine kurze Pause der Präsentation.
AMD RDNA 2 alias 'Navi 2X'-Serie: Ultra HD flüssig Quelle: AMD AMD RDNA 2 alias "Navi 2X"-Serie: Ultra HD flüssig 23:39 Uhr: Nach reichlich Selbstbeweihräucherung wachen wir beim folgenden Satz wieder auf: "We love the enthusiasts!". Es geht um Gaming. Zeit, dass Rick die neuen Radeon-Grafikprodukte enthüllt. Die Zeichen stehen auf "Radeon RX 6000 Series". Stay tuned.

23:33 Uhr: Rick Bergman beschreibt die Vorteile, welche die Zen-2-Architektur auf den Mobile-Sektor hat. Mehr Leistung, eine höhere Laufzeit (bis zu 18 Stunden) und vor allem mehr Grafikleistung. Diese Informationen sind nicht mehr ganz taufrisch, passen aber zur Entwicklung der Zen-2-CPUs.

23:24 Uhr: Rick Bergman, ein Ex-Ati-Mitarbeiter und Industrie-Veteran, betritt die Bühne. Was er wohl enthüllen wird?

23:15 Uhr: Wang haut einen Hammer nach dem nächsten heraus. Die RDNA2-Architektur, Herz der kommenden Gaming-Radeons, wird höher takten denn je und +50 Prozent Perf/Watt und außerdem eine höhere IPC-Leistung (Perf/Clock) bringen. Damit läge man über Turing. Doppelte RX-5700-XT-Performance bei 300 Watt TDP wären kein Problem.
AMD RDNA2 Perf/Watt & Clockspeeds. Da kommt Großes auf uns zu. Quelle: AMD AMD RDNA2 Perf/Watt & Clockspeeds. Da kommt Großes auf uns zu. AMD RDNA2 Perf/Watt: +50 Prozent gegenüber RDNA1 Quelle: AMD AMD RDNA2 Perf/Watt: +50 Prozent gegenüber RDNA1
23:13 Uhr: Nun ist es offiziell, RDNA 2 wird Raytracing unterstützen. Ob und inwieweit verschiene Abstufungen, analog zu Nvidias RTX-Karten, bei den RDNA-2-Karten kommen werden, ist aktuell noch nicht bekannt. Auch ist die Raytracing-Leistung noch nicht einzuschätzen. Fakt ist jedoch, dass AMD sich darauf konzentriert und somit zu Nvidia aufschließen möchte.
Jetzt offiziell: RDNA 2 beherrscht Hardware-Raytracing, powered by DXR 1.1 (verfügbar mit dem Windows-10-Update H2 2020). Quelle: AMD Jetzt offiziell: RDNA 2 beherrscht Hardware-Raytracing, powered by DXR 1.1 (verfügbar mit dem Windows-10-Update H2 2020). 23:09 Uhr: Es geht um die Radeon-Architektur. AMDs Portfolio wird in Zukunft aus zwei Architekturen - eine für Gaming, eine für Compute-Szenarien - bestehen: RDNA und, neu, CDNA. Letzteres steht für "Compute RDNA". Das bedeutet auch, dass sich Gaming- und HPC-Chips künftig (wieder) stärker unterscheiden werden. Kommt gleich die Vorstellung des Arcturus-Chips?
RDNA & CDNA: AMDs GPU-Zukunft Quelle: AMD RDNA & CDNA: AMDs GPU-Zukunft
23:06 Uhr: Mark hat die Bühne verlassen und David Wang, Senior Vice President (SVP), betritt das Feld. In dieser Rolle ist Herr Wang für alle Aspekte der Grafiktechnik zuständig, u. a. für die technische Strategie, Architektur, Hardware und Software für Grafikprodukte und -technologien von AMD. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung im Bereich Grafik- und Siliziumtechnik bringt Herr Wang reichhaltige technische Kenntnisse und eine hervorragende Erfolgsbilanz beim Management komplexer Siliziumentwicklung in das Unternehmen ein.

22:55 Uhr: Der AMD-CTO plaudert aus dem Nähkästchen. In seiner Karriere galt "alien fab tech" Intel stets als führend bei der Fertigung. AMD plante seine Roadmap damit, diese Lücke bestenfalls zu verkleinern. Nun aber, durch Intels beständige Probleme mit der 10-nm-Fertigung und dem eigenen Wechsel auf 7-nm-Strukturen, habe man einen historischen Meilenstein erreicht: AMDs Fertigung (eigentlich: TSMCs Fertigung der AMD-Chips) ist besser als Intels. Darauf baut man nun auf. Unerwähnt bleibt natürlich, dass Nvidia in Kürze ebenfalls auf 7 nm bei TSMC wechseln wird.

22:45 Uhr: Mark Papermaster stellt und hebt alle bisher erschienen 7-nm-Produkte vor. Mehr als 20 konnte AMD mit dem effizienten Prozess bereits realisieren. Zen 2 hat vor allem damit eine signifikante IPC-Steigerung erfahren dürfen.
AMD hat bereits über 20 Produkte mithilfe des 7-nm-Prozess realisieren können. Quelle: AMD AMD hat bereits über 20 Produkte mithilfe des 7-nm-Prozess realisieren können.
22:35 Uhr: Mark Papermaster, AMDs Chief Technology Officer (CTO), hat gerade die Bühne betreten. Die erste Folie kündigt die Zukunft der High Performance an. Dabei bezieht sich AMD auf viele Bereiche, darunter Supercomputing, AI & Analytics, Visualization und natürlich Gaming.
Compute Power ist die Zukunft. Quelle: AMD Compute Power ist die Zukunft.
22:29 Uhr: OHA! Eine neue Grafikkarte ist angedeutet. Scharz-rot, zwei Axiallüfter - Nvidias Turing Founders Editions lassen grüßen. Ist das womöglich die Radeon RX 5900 (oder doch RX 6900) mit RDNA2-Architektur? Wir werden es in wenigen Minuten erfahren. Hoffen wir.
Ist das etwa das Referenzdesign der 'Radeon RX 6900'? Quelle: AMD Ist das etwa das Referenzdesign der "Radeon RX 6900"?
22:24 Uhr: AMD möchte bis Ende 2022 Zen 4 und RDNA 3 auf den Markt bringen. Zen 4 wird dabei bereits in 5 nm gefertigt. Bei den GPUs ist man jenseits von 2020 nicht mehr ganz so genau. "Advanced Node" anstelle von 5 nm heißt es hier. 7 nm++?
Die Planung AMDs bis ins Jahr 2022. Zen 4 und RDNA 3. Das schmeckt nach viel Leistung, was absolut spannend ist. Quelle: AMD Die Planung AMDs bis ins Jahr 2022. Zen 4 und RDNA 3. Das schmeckt nach viel Leistung, was absolut spannend ist.
22:20 Uhr: Lisa beschreibt, wie die nächsten Jahre aussehen werden. Geplant sind vor allem Lösungen, die CPU und GPUs gemeinsam betreffen. Das könnte Software sein, aber auch leistungsfähigere Hardware. Der PC-Markt jedenfalls blüht auf, und PC-Gaming trägt einen großen Anteil daran.

22:12 Uhr: Es ist nach wie vor beeindruckend, wie sehr sich Ryzen 3000 abhebt. Im folgenden Benchmark ist die Steigerung in Cinebench zu sehen. AMD gibt darüber hinaus an, dass Ryzen 1000 bis inklusive 3000 zu einer kontinuierlichen Steigerung der Marktanteile geführt hat: +8 Prozent innerhalb der vergangenen zwei Jahre.
Zen 2 bringt so viel mehr Leistung.  Quelle: AMD Zen 2 bringt so viel mehr Leistung.  22:10 Uhr: Lisa Su stellt noch einmal heraus, welche Dinge AMD zur aktuellen Position verholfen hat: Zen 2, RDNA, 7 nm und schließlich das Chiplet-Design.

22:05 Uhr: Lisa Su spricht zuerst zu uns. Es geht um die nächsten fünf Jahre, die Zukunft von AMD. Das Stichwort lautet "High Performance". Sie wirkt sicher und selbstbewusst. Lisa Su stellt die Strategie AMDs vor: Graphics, Compute und Solutions. Für uns spannend: Cloud, Console & PC Gaming, sowie Virtual and Augmented Reality.

22:00 Uhr: Die Veranstaltung beginnt pünktlich! Es ist bereits die erste Folie zu sehen, Dr. Lisa Su mit "Building the Best" - wir finden es heraus.


Zen 3, Big Navi, neue APUs? Wir sind gespannt!

Der Financial Analyst Day ist für AMD eine Großveranstaltung erster Ordnung - weshalb sie auch nicht jedes Jahr stattfindet. Zuletzt gab sich AMD 2017 die Ehre und sprach etwas mehr als zwei Stunden über Epyc, Zen 2 und 3 sowie Vega. Es steht zu vermuten, dass die Veranstaltung - auch wenn der Name anderes suggeriert - nicht nur für die Finanzwelt spannend ist, sondern wieder auch für Endkunden das eine oder andere Schmankerl bereithält.

Und auch wenn AMD so gut wie nichts über die Themen auf dem Financial Analyst Day 2020 hat verlauten lassen, so sind die angepeilten fünf Stunden Laufzeit doch mindestens bemerkenswert. Wer sich den Webcast dazu ab 22 Uhr ansehen will, braucht einen kostenlosen Account für Globalmeet Webcast. Ist dieser per Mail bestätigt, kann man sich über die passende AMD-Event-Seite mit einem Phantasienamen und seinem Account einloggen. Der Webcast wird neben dem Livestream auch die präsentierten Folien separat anzeigen.

Laut AMD geben "Dr. Lisa SU (CEO), Mark Papermaster (CTO) und Devinder Kumar (CFO) und weitere Führungskräfte ein Update über die langfristige Geschäftsstrategie des Unternehmens sowie über zukünftige Technologie- und Produkt-Roadmaps."

Thematisch dürfte AMD neben einem finanziellen Rückblick auf die Geschäftsbereiche Computing and Graphics (Ryzen und Radeon) sowie Enterprise, Embedded und Semi-Custom auch einen Ausblick auf die Zukunft geben. Die Roadmaps gehen bei Grafikkarten aktuell nur bis 2021, bei Prozessoren bis 2022. Es ist zu erwarten, dass die Pläne für GPUs und CPUs aktualisiert werden. Einen kleinen Ausblick gab es zuletzt bei den Finanzzahlen für das vierte Quartal 2019 Ende Januar. Nachdem man schon Zen 3 sowie einen Angriff im UHD-Gaming-Markt in Aussicht gestellt hat, bestätigte AMD-CEO Lisa Su nicht nur RDNA2-Produkte, voraussichtlich schon in 7nm+ gefertigt und mit Hardware-Raytracing und Variable Rate Shading ausgestattet, sondern auch Navi-Refreshes. Es würde uns also nicht wundern, wenn heute Abend endlich Big Navi konkretisiert wird. Einen Ausblick auf Zen 4 hat AMD bereits gegeben, der Supercomputer El Capitan wird 2023 mit entsprechenden Epyc-Prozessoren installiert - und dazu soll es weitere Infos geben.

102
    • Kommentare (102)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von JanJake BIOS-Overclocker(in)
        Bin mal gespannt was da kommt.

        Bei den CPUs klotzt AMD aktuell echt gut rein und bietet Konkurrenz. Da gibt es nichts zu meckern, aber hoffen wir mal das die bei den GPUs diesen massiven Abstand aufholen werden.

        Ich traue es AMD auf jeden Fall zu NV zu schlagen, schließlich wäre es nicht das erste mal, aber der Abstand ist schon gewaltig, zumindest wenn man die Leistungsklasse der 2080TI ansieht.
      • Von JanJake BIOS-Overclocker(in)
        Bin mal gespannt was da kommt.

        Bei den CPUs klotzt AMD aktuell echt gut rein und bietet Konkurrenz. Da gibt es nichts zu meckern, aber hoffen wir mal das die bei den GPUs diesen massiven Abstand aufholen werden.

        Ich traue es AMD auf jeden Fall zu NV zu schlagen, schließlich wäre es nicht das erste mal, aber der Abstand ist schon gewaltig, zumindest wenn man die Leistungsklasse der 2080TI ansieht.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Bezüglich der "RT Cores" bin ich mir nicht so sicher, ob das echte, funktionell vollkommen eigenständige Funktionseinheiten sind, denn nVidia hält sich hier nach wie vor zurück und hat die genaue Implementation nicht offengelegt. Nicht umsonst weisen sie z. B. darauf hin, dass die regulärem SPs nicht vollständig parallel zu den RT Cores arbeiten können, sondern dass es Ausnahmen gibt. (Zugute kommt Turing hier aber, dass mittlerweile INT, FP32 und FP16 weitestgehend voneinander entkoppelt sind.)
        Ich würde davon ausgehen, es sich bei den vermeintlichen "RT Cores" im wesentlichen um Cache-Erweiterungen und einen internen Scheduler handelt, der die Traversierung und Intersection-Berechnung relativ autonom durchführt, für letzteres jedoch die FP32-Einheiten der Shader Prozessoren oder aber bspw. die FP16-Funktionalität der Tensor-Cores verwendet. - Mal abwarten, wann nVidia da mehr Licht ins Dunkel bringt. (Ich muss aber zugeben, dass ich da jetzt schon länger nicht mehr nach aktuellerem Material gesucht habe.)

        Bezüglich RDNA2 bin ich gespannt, wie weit sich das von RDNA1 abhebt (mit Ausnahme der zusätzliche Raytracing-Funktionalität). Hier stellt sich mir die Frage, ob Navi nur (vereinfacht gesprochen) ein um Raytracing beraubtes RDNA2 ist oder ob letzteres tatsächlich eine wesentliche "Weiterentwicklung" darstellt.
        Wenn man berücksichtigt, dass die Konsolen-SoCs ihr Tapeout voraussichtlich schon im 2HJ18 gehabt haben, dann ist RDNA2 bereits relativ alt. (Erste Dev-Kits fand man bereits zur Jahresmitte bei ersten Entwicklern vor Ort und die müssen, bis ggf. auf ein paar Bugs, schon dem vollen Funktionsumfang entsprochen haben.)
      • Von Locuza Lötkolbengott/-göttin
        Also Zusammenführung passt ja auch nicht.
        Es wurden schließlich keine Elemente von Pascal für Turing verwendet.
        Insofern kann man Turing durchaus als ein Volta mit RT-Cores und paar anderen Differenzen ansehen.

        Der RT-Core stellt auf jeden Fall eine Recheneinheit dar, welche die bounding volume hierarchy durchläuft und ebenso die Schnittpunkte mit der Geometrie berechnet.
        Die Funktionalitäten sind sicherlich beschränkt, aber eben wie bei jeder Fixed-Function-Hardware.

        Bezüglich der Weiterentwicklung der GPUs mag ich die Cache-Hierarchie von RDNA.
        AMD hat mit der neuen Cache-Zwischenstufe die interne Skalierung praktisch in Cluster aufgeteilt.
        Geometrie/Rasterizer, ein Shader-Array und ein Teil der ROPs teilen sich einen neuen L1$, welcher dann weiter geht zum L2$.
        Dadurch muss ein L1$ bei aktuellen Navi GPUs nur einen lokalen Teil füttern und zum L2$ sind deutlich weniger Verbindungen nötig.
        Anders sieht das bei GCN oder Turing aus, wo ein globales und massives Netzwerk über alle Recheneinheiten gezogen wird.
        Bezüglich RT kann Nvidia sicherlich auch noch eine Menge machen, Imagination rühmt sich damit einen Scene Hierarchy Generator zu haben, welcher selber einen BHV erstellen kann und die Berechnung weiter beschleunigen.
        Ebenso gibt es optional eine Ray-Coherence-Engine, welche versucht Rays mit ähnlicher Laufrichtung zu bündeln, damit der Speicherzugriff effizienter wird und die Caches nicht ständig getrashed werden.

        AMD könnte offensichtlich noch den Durchsatz für INT32 beschleunigen und ebenso wie Volta/Turing eine parallele Ausführung von INT und FP ermöglichen.
        Ebenso könnte es sich anbieten L1$ und LDS zusammen zu legen, um die Bandbreite und Latenz massiv zu verbessern und flexibler bei den Kapazitäten zu sein.
        Ich bin gespannt auf RDNA2 und wie AMDs Raytracing-Lösung aussehen wird.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        "Kombination" war auch nicht unbedingt die beste Begriffswahl ... Weiterentwicklung/Zusammenführung der beiden Vorgänger hätte es wohl mehr getroffen, schließlich ist das alles nVidia's eigene IP und hier konnten sie aus dem Vollen schöpfen. Turing ist zweifelsfrei näher an Volta als an Pascal, aber eben auch kein Volta mit RT Cores. Volta verfügt über die doppelte Anzahl Load/Store Units, hat einen vollen Satz FP64-Einheiten (GV100 mit 2688 FP64 Cores, während der TU102 aus Kompatibilitätsgründen gerade mal 144 FP64 Cores besitzt) und Volta kann bspw. den L1/SMEM vollständig als 96K SMEM partitionen, wenn es dem Workload zum Vorteil gereicht. Darüber hinaus besitzt Turing neu entwickelte Tensor Cores v2, die in Turing auch die allgemeinen FP16-Berechnungen übernehmen und hinzu kommt die "RT Core"-Funktionalität (bei denen es sich wahrscheinlich jedoch mehr um eine Art Scheduler als einen "echten", eigenständigen Core im eigentlichen Sinne handelt). Hinzu kommt bei den kleineren Turings der Wegfall der Tensor und RT Cores und dafür das Hinzufügen, leichtgewichtiger FP16 Cores.
        Man darf gespannt sein wie nVidia das weiter optimieren kann und wie die der Anteil zwischen BruteForce (mehr Transistoren) und architektonischen Verbesserungen ausfallen wird.
      • Von Locuza Lötkolbengott/-göttin
        Auch nur als kleiner Einschub:
        Turing stellt architektonisch keine Kombination aus Volta und Pascal dar.
        Turing verwendet vollständig die Volta-Basis und hat nur einige Anpassungen vorgenommen.
        Einer der wenigen Unterschiede ist, dass der L1$/Shared Memory insgesamt "nur" noch 96KB groß ist, anstatt 128KB und weniger mögliche Splits erlaubt.
        Die L1$/Shared-Memory-Bandbreite soll bei Turing auch nur noch 64Bytes statt 128Bytes betragen und es gibt pro TPC nur die Hälfte an Load/Store-Units.

        Neben einigen Verbesserungen und Weiterentwicklungen bei Turing gegenüber Volta, war es das auch schon.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk