Corsair Obsidian 800D im Gehäuse-Test [Quelle: siehe Bildergalerie]
Corsair Obsidian 800D Das Obsidian 800D wurde erstmals von Corsair
auf der Cebit in Hannover präsentiert. Dort stellte man allerdings einen frühen Prototyp aus, dessen grundsätzliche Bauweise zwar schon feststand, viele Details aber noch verbesserungswürdig waren. Corsair hat sich scheinbar das Feedback der Presse und der Besucher zu Herzen genommen und zahlreiche Detailverbesserungen vorgenommen. Auf der Computex konnten eingeladene Besucher das fast fertige Gehäuse betrachten, sogar mit eingebauter Wasserkühlung und Hardware. Vor einigen Tagen kam die finale Version des edlen Luxus-Towers in der Redaktion an.
Corsair Obsidian 800D im Gehäuse-Test [Quelle: siehe Bildergalerie]
Obsidian 800D: Design Das Aussehen des Obsidian 800D hat Corsair eher schlicht gehalten, allerdings wirkt das Gehäuse aufgrund seiner enormen Größe recht massig. In die linke Seitenwand hat Corsair ein Fenster eingelassen, dass mit seiner Form an ein Segel erinnert. Leider gibt das Fenster noch Einblicke in die Netzteil-Kammer, dafür aber nicht auf einen eventuell verbauten Radiator. Im Deckel befinden sich Öffnungen für drei 120-mm-Lüfter. Die Front-Partie besteht aus gebürstetem Aluminium und verfügt über zwei Klappen, hinter denen das I/O-Panel mit 4 x USB, Audio und Firewire untergebracht ist sowie vier Hot-Swap-Einschübe für 3,5-Zoll-Festplatten. Die drei metallenen Füße könnten besser in das Gehäuse-Design integriert sein und stören die ansonsten tadellose Optik etwas.
Corsair Obsidian 800D im Gehäuse-Test [Quelle: siehe Bildergalerie]
Obsidian 800D: Innenraum Beide Seitenteile lassen sich durch einen einfachen Knopfdruck entfernen, ohne dabei lästige Schrauben lösen zu müssen - vorbildlich. Der Innenraum des Obsidian 800D ist komplett schwarz, selbst Kabel und Schrauben. Das Netzteil sitzt in einer eigenen Kammer unten im Gehäuse, die Hauptplatine darüber. Die Festplatten können entweder in den Hot-Swap-Einschüben oder in der unteren Kammer montiert werden; zusätzlich bis zu fünf 5,25-Zöller im Laufwerksschacht. Die Belüftung übernehmen drei 140-mm-Lüfter: je einer neben den Festplatten, im Zwischenboden und am Heck. Im Deckel können drei weitere 120-mm-Lüfter samt Radiator untergebracht werden. Das Belüftungskonzept sieht vor, dass Frischluft generell von unten angesaugt wird. Das Netzteil gibt die erwärmte Luft direkt wieder ab. Die Grafikkarte soll von dem Lüfter im Zwischenboden mit kühler Luft versorgt werden. Der Lüfter am Heck befördert anschließend die erwärmte Luft aus der Mainboard-Kammer wieder nach außen. Der Lüfter neben den Festplatten kühlt diese und leitet den Luftstrom auf die Rückseite des Mainboard-Schlittens. Da dieser gut abgeriegelt ist, verlässt die erwärmte Luft nach dem Überdruckprinzip das Gehäuse durch die hinteren Öffnungen.
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Obsidian 800D: Praxis Im Praxistest punktet das Obsidian 800D mit seinem vorzüglichen Platzangebot. Beim Einbau unserer Test-Hardware kommt es zu keinerlei Problemen. Die Festplatten müssen in den vier Hot-Swap-Einschüben angeschraubt werden. Wer zusätzliche Festplatten nutzen will, kann diese auf Schienen schrauben und vorne in der Netzteilkammer einschieben. Corsair hat das Obsidian 800D so entworfen, dass alle Kabel auf der Rückseite des Mainboard-Schlittens verlegt werden können, was den Innenraum sehr aufgeräumt wirken lässt, wobei eine gewöhnliche ATX-Platine in dem großen Gehäuse etwas verloren aussieht. Eine Verlängerung für den 8-Pin-Stromadapter liefert Corsair mit. Mit unserem Enermax Galaxy waren alle Kabel zwar lang genug, je nach Kabellänge des verwendeten Netzteils kann es aber knapp werden.
Wakü-Fans wird das enorme Platzangebot sicherlich begeistern. Während ein Triple-Radiator samt Lüftern im Deckel eine maximale Dicke von 10,5 Zentimetern haben kann, gibt es für Pumpe und Ausgleichsbehälter keine werkseitigen Bohrungen. Hier muss wieder selbst Hand angelegt werden - schade eigentlich. Ein großer Staubfilter, der alle Bodenöffnungen abdeckt, kann nach hinten herausgezogen und somit leicht gereinigt werden. Ein Handbuch vermisst der Hobbyschrauber allerdings. Corsair legt dem Obsidian 800D lediglich einen Faltzettel bei, der das Gehäuse in der Explosionszeichnung zeigt und einen Link zum Download der Anleitung enthält.
Corsair Obsidian 800D im Gehäuse-Test [Quelle: siehe Bildergalerie]
Obsidian 800D: Leistung Die Kühlleistung ist gut, wobei sich der Lüfter des CPU-Kühlers die frische Luft vom Deckel ansaugt und das Belüftungskonzept stört. Dort befinden sich nämlich keine Staubfilter. Die gemessene Lautheit aus einem halben Meter Entfernung ist mit 2,6 Sone sehr gut, allerdings messen wir frontal und das Obsidian 800D hat in der Front keine Öffnungen oder Lüfter. Die Grafikkartentemperatur ist mit 77 Grad Celsius etwas schlechter als bei einigen Konkurrenzprodukten, was vermutlich an der fehlenden Öffnung beziehungsweise an einem fehlenden Lüfter direkt in der Seitenwand hängt. Die Verarbeitung und die Verwindungssteifheit des Gehäuses sind allerdings sehr gut. Das zeigt sich leider auch auf der Waage: hier bringt es das Obsidian 800D auf ganze 16 Kilogramm Leergewicht - LAN-Gänger sollten sich nach einem kleineren und leichteren Gehäuse umschauen, allerdings dürfte das Obsidian 800D kaum geklaut werden.
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Obsidian 800D: Fazit Das Corsair Obsidian 800D leistet sich keine gravierenden schwächen und wartet mit vielen Detaillösungen auf. Eine Wasserkühlung passt ebenso in das System wie eine Armee aus Festplatten oder optischen Laufwerken. Die Kühlleistung ist durchweg gut und die Möglichkeit zum eleganten Verlegen der Kabel dürfte nicht nur Moddern gefallen. Deshalb verleihen wir dem Corsair Obsidian 800D unseren Top-Produkt-Award. Das Gehäuse wird in der
Preissuche von PC Games Hardware bereits für knapp 230 Euro gelistet, ist aber noch nicht erhältlich. Als Datum geben einige Shops den 21. August an - es sollte also bald verfügbar sein. Der Preis ist gemäß der Größe, Qualität und der gebotenen Features in Ordnung.
Hintergrundmaterialien zum Corsair Obsidian 800D
| Produkt |
Obsidian 800D |
| Hersteller (Webseite) |
Corsair (www.corsair.com) |
| Bezugsquelle (Webseite) |
K&M Eletronik (www.kmelektronic.de) |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis |
Ca. 230,-/gut |
| Material |
Stahl (SECC), Front aus gebürstetem Aluminium |
| Ausstattung (20%) |
1,95 |
| Lüfterplätze (Position, Lüfter schon vorhanden) |
3 x 120 mm (Deckel), 1 x 140 mm (Heck), 1 x 140 mm (Zwischenboden), 1 x 140 mm (neben den HDDs) |
| Platz für Grafikkarte(n) |
38,5 Zentimeter |
| Modding/Silent |
Seitenfenster, Wakü-Schlauchausgänge/- |
| Frontanschlüsse |
4 x USB, Audio, Firewire |
| Eigenschaften (20%) |
2,40 |
| Gewicht |
16 Kilogramm |
| Abmessungen (B x H x T) |
228 x 610 x 610 mm |
| Verarbeitung/Verwindungssteifheit |
Sehr gut/sehr gut |
| Leistung (60 %) |
1,00 |
| CPU-Temperatur (Last) |
74 Grad Celsius |
| Grafikkartentemperatur (Last) |
77 Grad Celsius |
| Gehäusetemperatur (Last) |
24 Grad Celsius |
| Festplattentemperatur (Last) |
33 Grad Celsius |
| Lautstärke in Sone (Last) |
2,6 Sone |
| Kompatibilitätstest bestanden? |
Ja |
| FAZIT |
1,47 |
Bildergalerie zum Artikel
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News, Tests und Wissen zu
Gehäusen für ihren Desktop- und Mini-PC finden Sie auf der Gehäuse-Produktseite von PC Games Hardware Online.
Software-Overclocker
15.09.2009 20:26
Oben im Deckel passt doch Problemlos ein Triple-Radiator oder?
PC-Selbstbauer
21.08.2009 01:12
Schraubenverwechsler
20.08.2009 16:18
Nein, das reicht dicke. Du hast eher ein Problem mit dem 24-PIN Stromkabel, wenn der Anschluß am Mainboard oben links sitzt, wie zum Beispiel bei AsRock A780FullHD, da reicht das Kabel unter Umständen nicht um es hinterm Board zu verlegen und du bist im Prinzip gezwungen es hinterm Board zu verlegen, da das Seitenteil bündig mit dem Zwischenboden abschließt.
Also vorm Kauf prüfen wo der Anschluß sitzt und ggfl. Verlängerung kaufen.