Scythe wieder im Gehäuse-Markt

Fenriswolf-Gehäuse von Scythe im Test

Der Kühlungsspezialist Scythe mit Hauptsitz in Tokio hat mit dem Fenriswolf nun erstmals ein Desktop-Gehäuse im Sortiment. PC Games Hardware macht den Gehäuse-Test. (Oliver Pusse, 12.02.2009)
 
Scythe Fenriswolf: Gehäuse im PCGH-Test (7)
 
Scythe Fenriswolf: Gehäuse im PCGH-Test (7) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Einleitung: Scythe Fenriswolf-Test
Gehäuse sind für Scythe allerdings kein Neuland, denn bereits im Jahre 2004 fertigten die Japaner mit dem E-Otonashi ein Gehäuse für Mini-ITX-Platinen. Hilfe bekam Scythe bei der Entwicklung des Fenriswolf vom deutschen Casemodder und mehrmaligen Gewinner der deutschen Casemod-Meisterschaft (DCMM) Benjamin "Benny" Franz, dessen silbernes Logo die linke Seitenwand schmückt. Das Fenriswolf soll nach Informationen von Scythe etwa 120 Euro kosten - allerdings werde im Internet auch andere Preise genannt. Der Name Fenriswolf enstammt der nordischen Mythologie, wo das Wesen als riesiger, schwarzer Wolf dargestellt wird.

Design und Äußeres: Scythe Fenriswolf
An der Farbe hat sich Scythe offensichtlich orientiert, nicht aber an der Größe, denn das komplett schwarze Gehäuse ist - verglichen mit den anderen Desktop-Gehäusen im Test - sehr kompakt. Äußerlich wirkt das Fenriswolf sehr schlicht und elegant, da Scythe lediglich Front und Heck mit Lüftungsöffnungen versehen hat. Auch bei der Linienführung wagt Scythe keine Experimente. Die Laufwerke verschwinden hinter einer Tür, die Blenden des 5,25-Zoll-Schachtes sind allesamt löchrig und lassen so genügend Frischluft ins Gehäuse - Staubfilter gibt es allerdings keine. Das komplette Gehäuse besteht aus dem Leichtmetall Aluminium und ist mit 6,2 Kilogramm erfreulich leicht, Kunststoff enthalten lediglich die Lüfter.

Innenraum: Scythe Fenriswolf
Nach dem Entfernen der Seitentür erblickt das Auge den schwarzen Innenraum sowie den durchgängigen 5,25-Zoll-Schacht. Extern stehen fünf Schächte zur Verfügung, sechs, wenn der Schacht für das Diskettenlaufwerk mitgezählt wird. In den unteren drei Schächten ist ein 120-Millimeter-Lüfter befestigt, der an einer beliebigen Stelle im Laufwerksschacht angebracht werden kann.

Vor dem Lüfter kann der Festplattenkäfig montiert werden. Dieser fasst vier Datenspeicher, ist über dicke Abstandshalter aus Gummi vom Gehäuse entkoppelt, muss aber erst zusammengebaut werden. Im Lieferumfang des HDD-Käfigs befinden sich die einzigen silbernen Schrauben, das restliche Zubehör in Form von Abstandshaltern für die Hauptplatine sowie sämtliche Schrauben sind schwarz - schade, dass Scythe hier nicht konsequent schwarze Schrauben verwendet. Der Käfig für die Datenspeicher belegt ebenfalls drei Schächte.



Praxis: Scythe Fenriswolf
Beim Einbau unserer Testhardware traten keine Probleme auf, die Temperaturwerte (siehe dazu auch die Testtabelle unten) sind nahezu identisch mit jenen des Sniper von Coolermaster, die Dämmeigenschaften aber aufgrund der offenen Frontpartie nicht so gut.

Fazit: Scythe Fenriswolf
Scythe hat mit dem Fenriswolf zwar kein revolutionäres, dafür aber elegantes Gehäuse in Schwarz kreiert. Die Verarbeitungsqualität liegt auf einem hohen Niveau, das Platzangebot ist ausreichend und die Leistungswerte überzeugen ebenfalls. Scythe hat die unverbindliche Preisempfehlung auf 119 Euro gesenkt. Somit ist das Fenriswolf auch preislich attraktiv.

Positiv:
- Abmessungen
- HDD-Entkopplung
- Gewicht

Oliver Pusse
„Der erste Midi-Tower des japanischen Herstellers Scythe mit der deutschen Beteiligung von Modder Benny überzeugt.“

Der Einstieg in den Markt der Midi-Gehäuse ist Scythe mit dem Fenriswolf gelungen. Zu bemängeln gibt es bei dem kleinen Gehäuse wenig, die Verarbeitung liegt auf einem hohen Niveau. Wem schlichte Gehäuse zusagen und 120 Euro für ein Aluminium-Gehäuse nicht zu viel sind, kann mit dem Fenriswolf nichts falsch machen. Die Lüfter drehen mit 800 Umdrehungen pro Minute erfreulich langsam, auch die Festplattenentkopplung sorgt für Ruhe.




Wesentlich mehr Gehäuse-Tests finden Sie im Übrigen in der aktuellen Ausgabe der PC Games Hardware 03/2009. Dort testen wir vier aktuelle Midi-Tower- und LAN-Gehäuse, unter anderem das Silverstone Raven RV01 (Preisvergleich), das Coolermaster Storm Sniper (Preisvergleich), das Aplus El-Diablo Advance, das Lian Li PC-V350 B (Preisvergleich), das NZXT Roge Super Cube (Preisvergleich), das Silverstone Sugo SG01 B-F (Preisvergleich) und das Aplus Blockbuster BAW (Preisvergleich).

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Hintergrundmaterialien zum Scythe Fenriswolf

Produkt Fenriswolf
Hersteller (Webseite) Scythe (www.scythe-eu.com)
Bezugsquelle Noch offen
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis ca. 150,- Euro/Gut
Material Aluminium
   
AUSSTATTUNG (20%): Note 2,35
Montageplätze insgesamt 5 (5,25 Zoll), 5 (3,25 Zoll)
… davon von außen zugänglich 5 (5,25 Zoll), 1 (3,25 Zoll)
Lüfterplätze (Lüfter schon vorhanden) 1 x 120 mm Front (vorh.), 1 x 120 mm Heck (vorh.)
Platz für Grafikkarte(n) 33 Zentimeter
Modding/Silent Wakü-Schlauchausgänge/HDD-Entkopplung
Netzteil Nein
Frontanschlüsse 2 x USB, Sound, E-SATA, Firewire
Erweiterungs-Slots 7
E-ATX-kompatibel Nein
   
EIGENSCHAFTEN (20%): Note 2,4
Gewicht 6,2 Kilogramm
Abmessungen (B x H x T) 203 x 455 x 527 mm
Verarbeitung/Verwindungssteifheit Gut/Gut
   
LEISTUNG (60%): Note 1,3
CPU-Temperatur (Last) 75 Grad Celsius
Grafikkartentemperatur (Last) 78 Grad Celsius
Gehäusetemperatur (Last) 24,2 Grad Celsius
Festplattentemperatur (Last) 30 Grad Celsius
Lautstärke in Sone (Last) 3,8 Sone
Kompatibilitätstest bestanden? Ja
   
GESAMTNOTE 1,73


(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     


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Aktuelle Kommentare
Rodition
Schraubenverwechsler
21.03.2009 02:21
AW: Fenriswolf-Gehäuse von Scythe im Test

Also Ich kann mich über Antec nicht beschweren ich hab das P182 (Antec - P182) Gehäuse, und kostet auch gerade 120€ also im Vergleich zum scythe bis auf das meiner größer ist nur im Nachteil. Es ist zwar bedeutend schwerer ,als die Gehäuse die ich zuvor hatte, ist aber in vielen dingen weit aus besser.Es ist Trotz seiner:

- 1 hinterer 120mm TriCool™ Lüfter (Standard)
- 1 top 120mm TriCool™ Lüfter (Standard)
- 1 (untere Kammer) 120mm TriCool™ Lüfter (Standard)

"EXTREM" leise da die Wände Dick und gedämmt sind.
Zudem hab ich mega viel platz in der Kiste.
Aber klar wer midi Tower will ist mit dem Monster schlecht beraten.

Ach und zum Thema Fronttüren beim Antec ziemlich praktisch man macht sie einfach ganz auf und legt sie an die Aussenwand an fertig.

Naja weis ja nicht wie es bei euch ist aber so OFT mach ich die Tür garnicht auf!! Montagsmorgens 1mal aufmachen anschalten freiitags 1mal Neustart Sonntags ausschalten, und dann ist auch schon wieder (leider)
Montag

cfos242
Sysprofile-User
16.02.2009 12:05
AW: Fenriswolf-Gehäuse von Scythe im Test

In meiner Firma werden für Office PC´s Cases von Hec/Compucase. Diese kosten um die 40 Euro. Äusserlich sind die sicherlich nicht State oft the art, doch innen bei weitem besser als dieses überteuerte Ungetüm.

RaggaMuffin
PCGHX-HWbot-Member
14.02.2009 21:24
AW: Fenriswolf-Gehäuse von Scythe im Test

sieht furchtbar billig aus das gehäuse und dan auch noch 120euro

 
 
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